Wirkstoffe

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Wirkstoffe

Von A wie Azelainsäure bis Z wie Zink – die unterschiedlichen Wirkstoffe, die bei der Aknebehandlung verwendet werden, können schnell unübersichtlich werden. Hier erfährst Du, welche medizinischen und pflegenden Wirkstoffe besonders effektiv sind und in welchen Fällen sie angewendet werden.

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Welche Wirkstoffe helfen bei Akne?

Was versteht man unter einem Wirkstoff?

Als Wirkstoffe (auch Arzneistoffe) werden die Inhaltsstoffe in Arzneimitteln und Medikamenten bezeichnet, die für die Wirksamkeit verantwortlich sind oder einen direkten Einfluss auf diese haben. Bei der Behandlung von Akne sind das beispielsweise Stoffe in Cremes oder Gelen, die die Aknebakterien bekämpfen und dadurch Entzündungen entgegenwirken. Diesen “aktiven” Stoffen stehen die Hilfsstoffe gegenüber. Das sind die Inhaltsstoffe, die Einfluss auf Aspekte wie die Form und Struktur der Medikamente oder die Aufnahme der Wirkstoffe im Körper haben. Dazu gehören unter anderem Farbstoffe, Emulgatoren oder auch Stoffe, die die Zersetzung von Tabletten beschleunigen. 

Medizinische Wirkstoffe gegen Hautunreinheiten

Bei der dermatologischen Aknetherapie können bei fast allen Ausprägungen sehr gute Behandlungsergebnisse erzielt werden, indem die Wirkstoffe mithilfe von Cremes oder Gelen auf die Haut aufgetragen werden. Aber: Jede Haut ist anders und Du musst zunächst herausfinden, welche Wirkstoffe Deine Haut gut verträgt und welche besonders wirksam gegen Deine Akne und die Hautunreinheiten sind. 

Bei FORMEL Skin hast Du den Vorteil, dass Dich ein Dermatologe bei der Auswahl der passenden Wirkstoffe unterstützt. Er stellt die Wirkstoffe in der richtigen Kombination individuell für Deine Haut zusammen, lässt die Creme anmischen und stimmt auch die Pflege und Reinigung darauf ab. Im Verlauf der Behandlung bleibst Du mit Deinem Dermatologen im engen Austausch, wodurch die Wirkstoffe und Dosierungen regelmäßig an den Verlauf Deiner Behandlung angepasst werden können. Folgende medizinische Wirkstoffe kommen bei der dermatologischen Aknebehandlung hauptsächlich zum Einsatz:

Antientzündliche Wirkstoffe – Bekämpfung der Aknebakterien

Antientzündliche und antibakterielle Wirkstoffe werden bei der Behandlung von Akne vor allem dazu genutzt, den auslösenden Bakterien (Propionibacterium acnes – P.acnes) entgegenzuwirken. So kann eine bestehende Akne reduziert und gleichzeitig auch neuen Hautunreinheiten vorgebeugt werden. Antientzündliche Wirkstoffe werden unter anderem in Form von Antibiotika (z. B. Clindamycin) in Gelen oder Cremes verarbeitet und kommen vor allem bei leichten bis mittelschweren Hautunreinheiten (z. B. durch Akne papulopustulosa) zum Einsatz, da sie besonders gut gegen entzündliche Papeln (Knötchen) und Pusteln (Pickel / Eiterbläschen) wirken. 

Vitamin-A-Säure – Akne-Allrounder mit Anti-Aging-Wirkung

Vitamin-A-Säure wirkt komedolytisch (Mitesser auflösend), keratolytisch (Verhornungen auflösend) und antiinflammatorisch (Entzündungen hemmend). Zusätzlich kann sie die Produktion von Talg (Hautfett) reduzieren, die Poren verkleinern und durch eine verstärkte Kollagen- und Elastinbildung die Zellerneuerung anregen. 

Bei der Aknebehandlung wird die Säure meistens in Form der Retinoide (Vitamin-A-Derivate) Tretinoin, Adapalen, Tazaroten (in Cremes und Gelen) oder Isotretinoin (als Tabletten) genutzt. Besonders effektiv ist die Therapie mit Vitamin-A-Säure, wenn bei Dir besonders viele Mitesser (Komedonen) auftreten. Ein positiver Nebeneffekt ist die Anti-Aging-Wirkung, da die Säure auch zur Reduzierung und Vorbeugung von Falten beiträgt. 

Benzoylperoxid (BPO) – Entzündungshemmung durch Sauerstoff

Benzoylperoxid (BPO) wirkt antientzündlich und antibakteriell, da nach dem Auftragen auf die Haut reaktiver Sauerstoff freigesetzt wird und durch diesen Sauerstoff-Anstieg die Anzahl der Bakterien in den oberen Hautschichten reduziert werden kann. Waschgele mit BPO sind frei verkäuflich – in einer Konzentration von 3 - 10 % wird der Wirkstoff aber auch von Dermatologen bei leichten und mittelschweren Hautunreinheiten (z. B. entzündliche Papeln und Pusteln) eingesetzt. BPO wird dabei häufig mit anderen Wirkstoffen kombiniert, da sich so die bestmögliche Wirkung entfalten lässt.

Azelainsäure – effektives Peeling für jeden Hauttyp

Azelainsäure wird aus der Hefe von Weizen oder Gerste gewonnen und in der Dermatologie seit über 20 Jahren gegen milde Hautunreinheiten, Rosazea und bei Hyperpigmentierungen (Pigmentflecken) eingesetzt. Die Säure wirkt stark entzündungshemmend, antibakteriell sowie hornlösend und funktioniert dabei wie ein sanftes Peeling, das die Hautoberfläche verfeinert und so auch das Verblassen von Hyperpigmentierungen unterstützen kann. 

Azelainsäure ist für jeden Hauttyp verträglich und wird deshalb sowohl in der Dermatologie (verschreibungspflichtige Gele oder Cremes mit bis zu 20 % Konzentration) als auch in gewöhnlichen Kosmetikprodukten (bis zu 10 % Konzentration) genutzt. Aufgrund der guten Verträglichkeit eignet sich der Wirkstoff auch für Langzeit- und Erhaltungstherapien. 

Niacinamide – Vitamin B3 für die Stärkung der Haut

Niacinamide könnten Dir auch als Vitamin B3 ein Begriff sein. Sie sind wasserlöslich und werden dazu genutzt, bestimmte natürliche Substanzen der Haut zu aktivieren. Dadurch können sie unter anderem vergrößerte Poren, feine Linien und Fältchen reduzieren. Grundsätzlich helfen sie auch dabei, ungleichmäßig getönte Hautstellen anzugleichen und die Oberflächenstruktur der Haut zu stärken. 

Salicylsäure – Hornlöser bei leichter Akne

Salicylsäure wirkt keratolytisch (hornlösend), hat jedoch auch einen leicht antientzündlichen und antimikrobiellen (gegen Mikroorganismen / Bakterien gerichteten) Effekt auf Deine Haut. In Kombination mit anderen Wirkstoffen kommt sie deshalb vor allem bei der Behandlung leichter Akneformen zum Einsatz. Im Gegensatz zu vielen anderen der genannten Wirkstoffe sind Produkte mit Salicylsäure frei verkäuflich (bis 2 % Konzentration) und auch in höheren Konzentrationen nicht rezept-, sondern nur apothekenpflichtig. 

Pflegende Wirkstoffe gegen Hautunreinheiten

Auch wenn sie in ihrer Wirkung meistens nicht so stark sind wie die medizinischen Wirkstoffe, gibt es auch eine ganze Reihe von ergänzenden und pflegenden (Wirk-)Stoffen, die in den Cremes und Gelen eine wichtige Rolle spielen. Sie können entweder eine eigenständige Wirkung haben oder dazu dienen, Nebeneffekten der medizinischen Wirkstoffe (z. B. leichte Austrocknung der Haut) entgegenzuwirken. Besonders wichtig ist bei den ergänzenden Wirk- und Inhaltsstoffen, dass sie keine komedogenen (Poren verstopfenden) Eigenschaften haben. 

Aloe Vera – Allrounder mit über 200 Nährstoffen

Aloe Vera wird seit jeher eine heilungsfördernde und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Das hat gute Gründe: Die Pflanze enthält mehr als 200 Nährstoffe - unter anderem wichtige Mineralien, Aminosäuren, Vitamine und Enzyme. Das Gel der Pflanze wird deshalb sowohl in Kosmetik als auch bei der Aknebehandlung genutzt, um Rötungen zu reduzieren, Feuchtigkeit zu spenden, Schmerzen zu lindern und die Haut zu kühlen.

Bisabolol – Wundheiler aus der Kamille

Bisabolol kommt natürlicherweise im ätherischen Öl der Kamille vor und wird in der Aknetherapie häufig genutzt, da es entzündungshemmend wirkt, die Haut beruhigt und die Wundheilung beschleunigt. Es ist für alle Hauttypen geeignet und auch für empfindliche Haut gut verträglich. Deshalb ist es auch ein häufiger Inhaltsstoff in Wund- und Heilsalben, Sonnencremes und After-Sun-Produkten. 

Ceramide – Stärkung der natürlichen Hautbarriere

Ceramide sind Lipide (Fette), die natürlich in der obersten Hautschicht vorkommen. Sie reparieren und stärken die Haut, vermindern gleichzeitig den Verlust von Feuchtigkeit und sind somit ein wichtiger Bestandteil der natürlichen Hautbarriere. Je älter Du wirst, desto schwerer fällt Deinem Körper die eigenständige Produktion von Ceramiden, wodurch auch die Barriere der Haut schwächer wird. Die Folge sind stärkere Austrocknung und eine schnellere Faltenbildung. Pflegeprodukte mit Ceramiden helfen von außen dabei, die natürliche Hautbarriere zu stärken und so auch Deine Haut jung zu halten. 

Panthenol – Vitamin B5 als Feuchtigkeitsspender und Wundheiler

Das Provitamin Panthenol kommt unter anderem in Avocados, Sonnenblumenkernen und Brokkoli vor. Im Körper wird es in Vitamin B5 (Pantothensäure) umgewandelt. Panthenol spendet der Haut Feuchtigkeit, stärkt die natürliche Hautbarriere und regt durch Zellerneuerungsprozesse auch die Wundheilung an. Da es selten zu Nebenwirkungen kommt und Panthenol generell für alle Hauttypen gut verträglich ist, findet man es häufig in Aknemitteln und auch in herkömmlicher Kosmetik. 

Zink – Spurenelement gegen die Talgproduktion

Zink ist ein Spurenelement des Körpers und spielt unter anderem bei der Zellteilung der Haut eine wichtige Rolle. Bei der Behandlung von Hautunreinheiten kommt es sowohl in Pflegeprodukten als auch als Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz. Dabei wirkt es antibakteriell sowie leicht entzündungshemmend und kann sogar einem der Hauptauslöser von Akne entgegenwirken: Indem Zink die Entstehung von Androgenen (männliche Sexualhormone) hemmt, wirkt es ausgleichend auf die Talgproduktion und schränkt so auch die Entstehung neuer Mitesser und anderer Hautunreinheiten ein. Zink gehört mit zu den Antioxidantien und unterstützt den Körper so auch bei der Immunabwehr und der Wundheilung.

Shea Butter – antikomedogenes Pflanzenfett

Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenfetten (z. B. Kokosöl) ist Shea Butter nicht komedogen (Poren verstopfend) und dadurch für alle Hauttypen geeignet. Sie wird aus dem Fruchtfleisch von Karitébaum-Nüssen gewonnen und hat in naturbelassenem Zustand eine vielfältige Wirkung auf die Haut. Dafür sorgen unter anderem entzündungshemmendes Allantoin, antioxidatives Vitamin E und wichtige Omega-Fettsäuren, die auch in der natürlichen Hautbarriere vorkommen. Shea Butter beruhigt gereizte Haut, spendet ihr Feuchtigkeit und fördert so auch die Regeneration. 

Squalan – Öl aus Oliven gegen Feuchtigkeitsverlust

Squalan kommt bereits natürlich in unserer Haut vor und macht ca. 15 % des Talgs (Hautfett) aus. Um es als Wirkstoff in Pflegeprodukten verarbeiten zu können, wird das durchsichtige Öl meistens aus Oliven gewonnen, wobei Squalan wesentlich weniger fettig ist als gewöhnliches Olivenöl. Viel mehr ähnelt es dem natürlichen Säureschutzmantel und schützt die Haut so vor Feuchtigkeits- und Fettverlust. Die enthaltenen Antioxidantien regen die Hautreparatur an. Zusätzlich hilft das Öl anderen Wirkstoffen dabei, besser in die Haut einzuziehen und sorgt generell für ein angenehmes Hautgefühl.

Tocopherol – Vitamin E gegen die Hautalterung

Tocopherol ist ein reines Vitamin E und sehr wirksames Antioxidans, das eine ganze Reihe von Effekten hervorruft. Unter anderem hilft es dabei, freie Radikale (aggressive Sauerstoffmoleküle) zu neutralisieren und Entzündungen zu hemmen. Zusätzlich spendet es Feuchtigkeit, verbessert so das Hautbild und verzögert den Hautalterungsprozess. 

Edelweiß-Extrakte – Hautberuhigung durch Alpen-Pflanze

Das Extrakt aus der Alpen-Edelweiß-Pflanze hat eine antioxidative Wirkung und beruhigen die Haut. Zusätzlich hilft die enthaltene Leontopodsäure dabei, die natürliche Hautbarriere zu stärken und ein ebenmäßiges Hautbild zu erzeugen.

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