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Winter & Akne - Warum kaltes Wetter und Heizungsluft Pickel verschlimmern

Akne
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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Sobald die Temperaturen sinken, verändert sich für die Haut mehr als nur das Gefühl auf der Oberfläche. Draußen trifft kalte, oft windige Luft auf das Gesicht, drinnen dominieren trockene Heizungen das Raumklima. Diese Kombination setzt die Haut unter Dauerstress. Viele Menschen bemerken genau dann ein scheinbares Paradox: Die Haut spannt, wirkt trocken oder schuppig und gleichzeitig entstehen mehr Pickel als im Sommer.

Gerade bei unreiner oder empfindlicher Haut sorgt der Winter häufig für Verunsicherung. Wer trockene Haut spürt, rechnet nicht mit neuen Unreinheiten. Tatsächlich liegt das Problem selten an „zu fettiger Haut“. Viel häufiger gerät die Hautschutzbarriere aus dem Gleichgewicht. Kann sie Feuchtigkeit nicht mehr zuverlässig halten, reagiert die Haut empfindlicher, entzündlicher und unruhiger. Winter-Akne ist deshalb in erster Linie ein Barriereproblem und nicht ein Zeichen mangelnder Reinigung oder falscher Hygiene.

Die Hauptursachen für Winter-Akne

Im Winter gerät die Haut vor allem durch äußere Einflüsse aus dem Gleichgewicht. Kälte und Wind reduzieren die natürlichen Lipide in der obersten Hautschicht. Diese Lipide sind entscheidend für eine stabile Barriere. Fehlen sie, wird die Haut durchlässiger, reagiert schneller gereizt und entzündet sich leichter - ein zentraler Auslöser für Pickel im Winter.

Zusätzlich verstärkt trockene Heizungsluft den Feuchtigkeitsverlust über die Haut. Der transepidermale Wasserverlust steigt, die Barriere wird geschwächt und Unreinheiten heilen langsamer ab. Gleichzeitig lösen sich bei trockener Haut abgestorbene Hornzellen schlechter. Diese Schüppchen können Porenausgänge blockieren und die Entstehung von Mitessern und unterlagerten Pickeln begünstigen.

Wichtig ist die richtige Einordnung der Talgproduktion. Zwar produziert die Haut im Winter insgesamt weniger Sebum als im Sommer, bei starker Austrocknung kann es jedoch lokal zu einer erhöhten Ölproduktion kommen. Die Haut versucht damit, den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen. Das erklärt das häufige Gefühl von trockener, aber glänzender Haut, vor allem in der T-Zone. Reibung durch Schals oder Rollkragen sowie wintertypischer Stress verstärken diese Prozesse zusätzlich.

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Wie Winter-Akne sich zeigt (und wie man sie erkennt)

Winter-Akne zeigt sich meist als Kombination aus Trockenheit und Unreinheiten. Typisch ist eine gespannte, empfindliche Haut, während Stirn, Nase oder Kinn gleichzeitig ölig wirken. Dieses Ungleichgewicht deutet auf eine gestörte Hautbarriere hin und unterscheidet Winter-Akne von klassischer, rein fettiger Akne.

Häufig entstehen sogenannte Staupickel und Mitesser, die tiefer sitzen und nur langsam abheilen. Begleitend treten Rötungen und ein erhöhtes Reizgefühl auf. Die Haut reagiert empfindlicher auf Pflegeprodukte, Temperaturwechsel oder Berührungen. In manchen Fällen entwickeln sich auch entzündete, schmerzhafte Pickel, die länger bestehen bleiben.

Ein weiteres Kennzeichen sind feine Schüppchen oder raue Stellen, die trotz Unreinheiten sichtbar sind. Dieses Nebeneinander von Trockenheit, Empfindlichkeit und Pickeln ist charakteristisch für Winter-Akne und hilft, sie von Rosazea oder reiner Trockenheit ohne Akne abzugrenzen.

Was wirklich gegen Winter-Akne hilft

Die Basis jeder Winterpflege bei unreiner Haut ist eine sanfte Reinigung. Milde Gel- oder cremige Cleanser ohne Sulfate entfernen Schmutz und überschüssigen Talg, ohne die Barriere weiter zu schwächen. Ein- bis zweimal täglich reicht vollkommen aus.

Im Winter sollte der Fokus auf Hydration liegen, nicht auf schweren Cremes. Ein effektives Layering beginnt mit feuchtigkeitsbindenden Inhaltsstoffen wie Hyaluron, gefolgt von barriereunterstützenden Wirkstoffen wie Ceramiden oder Niacinamid. Eine leichte Emulsion schließt die Pflege ab, ohne Poren zu belasten. Bei Bedarf kann punktuell Squalan ergänzt werden.

Auch Wirkstoffe müssen angepasst werden. Azelainsäure eignet sich gut für den Winter, da sie entzündungshemmend wirkt und meist gut verträglich ist. Salicylsäure sollte reduziert eingesetzt werden, etwa ein- bis zweimal pro Woche. Retinoide bleiben sinnvoll, jedoch mit geringerer Frequenz und in Kombination mit einer feuchtigkeitsspendenden Pflege. Benzoylperoxid gehört im Winter nur punktuell auf einzelne Pickel.

Aggressive Peelings, hochprozentige Säuren oder alkoholhaltige Toner sind jetzt oft zu viel. Unterstützend wirken eine moderate Raumluftfeuchtigkeit, saubere Schals und Mützen sowie ein bewusster Umgang mit Stress und Ernährung.

Winter-Routine für unreine Haut: Beispielroutine

Eine funktionierende Winter-Routine für akneanfällige Haut muss vor allem eines leisten: die Barriere entlasten und gleichzeitig Unreinheiten kontrollieren. Morgens reicht eine milde Reinigung, um Schweiß und überschüssigen Talg aus der Nacht zu entfernen. Danach folgt ein feuchtigkeitsspendendes Serum, das Wasser in der Haut bindet. Eine leichte, barrierefreundliche Pflege schützt die Haut über den Tag, ohne sie zu beschweren. Sonnenschutz bleibt auch im Winter relevant, besonders bei der Verwendung von Wirkstoffen.

Abends steht eine gründliche, aber sanfte Reinigung im Mittelpunkt. Make-up und Sonnenschutz sollten vollständig entfernt werden, idealerweise ohne starkes Rubbeln. Anschließend können gezielt Wirkstoffe wie Azelainsäure oder, an wenigen Abenden pro Woche, ein Retinoid eingesetzt werden. Eine beruhigende Pflege schließt die Routine ab und unterstützt die nächtliche Regeneration.

Ein- bis zweimal pro Woche kann ein mildes BHA-Produkt helfen, Poren frei zu halten. Wichtig ist, diese Schritte nicht zu kombinieren, sondern bewusst zu trennen, um die Haut nicht zu überfordern. Im Winter gilt: lieber konstant und zurückhaltend als maximal aktiv.

Häufige Fehler bei Winter-Akne

Einer der häufigsten Fehler ist der gleichzeitige Einsatz zu vieler Wirkstoffe. Gerade wenn die Haut unruhig ist, wird oft nachgelegt. Das führt jedoch meist zu noch mehr Reizungen und einer weiteren Schwächung der Barriere. Weniger Produkte mit klarer Funktion sind im Winter deutlich wirksamer.

Auch Retinol wird häufig zu intensiv genutzt. Zu hohe Konzentrationen oder zu häufige Anwendungen überfordern die Haut in der kalten Jahreszeit und verschlechtern das Hautbild langfristig. Ein weiterer Klassiker sind sehr reichhaltige Wintercremes, die eigentlich für trockene, nicht für unreine Haut gedacht sind. Komedogene Inhaltsstoffe können Poren zusätzlich belasten.

Unterschätzt wird außerdem die abendliche Reinigung. Wird Make-up nicht vollständig entfernt, sammeln sich Rückstände in den Poren und fördern Entzündungen. Zu heißes Duschen oder Waschen verschärft das Problem zusätzlich, da Hitze die Hautbarriere weiter schädigt und den Feuchtigkeitsverlust verstärkt.

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Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns drei Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:

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    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
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Wann man zum Dermatologen sollte

Nicht jede Winter-Akne lässt sich allein mit angepasster Pflege in den Griff bekommen. Wenn sich tiefe, schmerzhafte Knoten bilden oder sich das Hautbild plötzlich und deutlich verschlechtert, ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll. Auch wenn Unreinheiten ungewöhnlich lange bestehen bleiben oder Narben entstehen, sollte fachlicher Rat eingeholt werden.

Ein Arztbesuch ist ebenfalls wichtig, wenn der Verdacht auf eine andere Hauterkrankung besteht. Rosazea, periorale Dermatitis oder allergische Reaktionen können im Winter ähnlich aussehen, erfordern jedoch eine andere Behandlung. Treten zudem starke Brenngefühle, anhaltende Rötungen oder Unverträglichkeiten gegenüber gängigen Wirkstoffen auf, hilft eine professionelle Einschätzung, Fehlbehandlungen zu vermeiden und die Haut gezielt zu stabilisieren.

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Deine Vorteile mit FORMEL SKIN:

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Fazit

Winter-Akne ist kein Zeichen von „falscher Pflege“ oder zu fettiger Haut. In den meisten Fällen reagiert die Haut auf Kälte, trockene Heizungsluft und Barriere-Stress. Wer versteht, dass Trockenheit und Unreinheiten im Winter zusammenhängen, kann gezielt gegensteuern.

Sanfte Reinigung, ausreichend Feuchtigkeit und ein zurückhaltender Umgang mit Wirkstoffen bringen die Haut wieder ins Gleichgewicht. Mit einer angepassten Routine und realistischen Erwartungen lassen sich Pickel im Winter deutlich reduzieren und das ohne die Haut zusätzlich zu strapazieren.

  • Warum bekomme ich im Winter mehr Pickel, obwohl meine Haut trockener ist?

    Im Winter verliert die Haut durch Kälte und trockene Heizungsluft mehr Feuchtigkeit. Die Barriere wird geschwächt, abgestorbene Hautzellen sammeln sich und verstopfen Poren. Zudem kann die Haut lokal mehr Talg produzieren, um den Feuchtigkeitsverlust auszugleichen - das führt zu typischen „trocken, aber glänzend“-Pickeln.

  • Welche Wirkstoffe kann ich im Winter sicher gegen Pickel verwenden?

    Gut geeignet sind Azelainsäure, niedrig dosierte Salicylsäure (1–2× pro Woche) und Retinoide in reduzierter Frequenz, am besten mit feuchtigkeitsspendender Pflege kombiniert. Benzoylperoxid sollte nur punktuell eingesetzt werden. Hochprozentige AHAs und alkoholhaltige Produkte können die Haut zusätzlich reizen.

  • Wie kann ich meine Hautbarriere im Winter stärken, ohne die Poren zu verstopfen?

    Sanfte Reinigung, gezieltes Hydratisieren und Barrierestärkung sind entscheidend. Hyaluron bindet Feuchtigkeit, Ceramide und Niacinamid stabilisieren die Barriere, leichte Emulsionen oder Squalan schließen die Pflege ab. Schwere, komedogene Cremes sollten vermieden werden.

  • Wann sollte ich mit Winter-Akne zum Dermatologen gehen?

    Wenn tiefe, schmerzhafte Pickel entstehen, sich das Hautbild plötzlich verschlechtert oder Narben drohen. Auch bei Verdacht auf Rosazea, anhaltenden Rötungen, Brenngefühlen oder Unverträglichkeiten gegenüber Wirkstoffen ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.

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