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Pickel beim Eisprung und vor der Periode: Hormonelle Akne im Menstruationszyklus

Pickel

Pickel beim Eisprung oder kurz vor der Periode? Kein Zufall. Dermatologisch erklärt: Was in jeder Zyklusphase mit Deiner Haut passiert - und wie Du zyklische Akne behandelst. 

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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Wenn Pickel immer zur gleichen Zeit im Zyklus auftreten, steckt meist ein hormonelles Muster dahinter. 

Vielleicht kennst Du das: Kaum ist ein Pickel abgeheilt, taucht der nächste wieder genau zur gleichen Zeit auf. Oft vor der Periode oder plötzlich beim Eisprung. Diese wiederkehrenden Hautunreinheiten fühlen sich frustrierend an, sind aber kein Zufall und auch kein Zeichen dafür, dass Deine Hautpflege nicht funktioniert. 

Der Grund dafür liegt tiefer. Deine Haut ist ein hormonell gesteuertes Organ. Sie reagiert sensibel auf die natürlichen Schwankungen im Menstruationszyklus. Genauso wie Deine Stimmung, Energie oder Dein Schlaf. Hormone beeinflussen dabei direkt die Talgproduktion, Entzündungsprozesse und die Stabilität Deiner Hautbarriere. 

Wenn Du also regelmäßig Pickel beim Eisprung oder vor der Periode bemerkst, folgt Deine Haut wahrscheinlich einem klaren biologischen Rhythmus. Die gute Nachricht ist, dass sich dieses Muster verstehen und gezielt beeinflussen lässt. 

In diesem Artikel erfährst Du, was in den einzelnen Zyklusphasen in Deinem Körper passiert, warum Deine Haut darauf reagiert und wie Du hormonelle Akne im Menstruationszyklus besser in den Griff bekommst.

Die Haut und der Menstruationszyklus: Ein Überblick

Dein Menstruationszyklus beeinflusst weit mehr als nur Deine Fruchtbarkeit. Er steuert über hormonelle Schwankungen auch direkt Deine Haut, insbesondere die Talgproduktion, Entzündungsprozesse und die Stabilität Deiner Hautbarriere. Wenn Du als Pickel beim Eisprung oder vor der Periode bemerkst, ist das oft Teil eines klaren biologischen Musters. 

Der Zyklus lässt sich grob in vier Phasen unterteilen: 

  • Menstruation (Tag 1-5)

  • Follikelphase (Tag 6-13)

  • Eisprung (ca. Tag 14)

  • Lutealphase (Tag 15-28)

In jeder dieser Phasen verändert sich die Hormonlage und damit auch das Verhalten Deiner Haut. 

Das zentrale Prinzip dahinter ist relativ einfach: 

  • Östrogen wirkt beruhigend auf die Haut, reduziert Entzündungen und reguliert die Talgproduktion. 

  • Progesteron und Androgene hingegen regen die Talgdrüsen an und können Unreinheiten begünstigen.

Diese hormonellen Schwankungen erklären, warum Deine Haut sich im Laufe des Zyklus unterschiedlich verhält. Studien zeigen, dass insbesondere steigende Progesteronspiegel in der Lutealphase typische Beschwerden verstärken können, darunter nicht nur Müdigkeit oder Stimmungsschwankungen, sondern auch Akne (vgl. Zouboulis, 2004). 

Für viele Frauen gibt es dabei zwei besonders kritische Zeitpunkte im Zyklus: 

  • Zur Zyklusmitte (Eisprung): Ein kurzer hormoneller Peak kann die Talgproduktion erhöhen und einzelne Pickel auslösen. 

  • In der Woche vor der Periode: Die Haut wird anfälliger für Entzündungen, was häufig zu tieferen, schmerzhafteren Pickeln führt. 

Wenn Du diese Zusammenhänge verstehst, kannst Du Deine Hautreaktion besser einordnen und gezielt darauf reagieren, statt Dich von scheinbar zufälligen Ausbrüchen überraschen zu lassen.

Individuelle Behandlungen ohne Wartezeit mit FORMEL SKIN

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Wartezeit für einen TerminCa. 2 Monate
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Ärztliche BetreuungJederzeit verfügbar
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Unsere erfahrenen Ärzt:innen analysieren Deine Haut, bestimmen die Ursache Deiner Hautunreinheiten und stellen eine personalisierte Behandlung mit individuellen Wirkstoffen für Dich zusammen. Während der gesamten Behandlung stehst Du im engen Austausch mit unseren Ärzt:innen und die Wirkstoffe können regelmäßig an die Fortschritte Deiner Haut angepasst werden.

Phase für Phase: Was passiert mit der Haut?

Deine Haut verändert sich im Laufe des Menstruationszyklus oft stärker, als vielen bewusst ist. Während manche Tage fast wie “Good Skin Days” wirken, fühlt sich die Haut in anderen Phasen empfindlicher, fettiger oder entzündeter an. Dahinter stecken hormonelle Schwankungen, die direkt auf die Talgdrüsen, die Hautbarriere und Entzündungsprozesse wirken. 

Wenn Du verstehst, was in den einzelnen Zyklusphasen passiert, kannst Du Deine Pflege gezielter anpassen, statt nur auf Pickel zu reagieren, wenn sie bereits da sind. 

Menstruation (Tag 1-5)

Zu Beginn der Periode befinden sich Östrogen und Progesteron auf ihrem Tiefpunkt. Viele Frauen merken in dieser Phase, dass ihre Haut empfindlicher reagiert und schneller gereizt wirkt. Die Hautbarriere ist oft geschwächt, wodurch Spannungsgefühle, Trockenheit oder Rötungen stärker auffallen können. 

Typisch ist außerdem, dass sich die Pickel, die sich bereits kurz vor der Periode unter der Haut entwickelt haben, jetzt sichtbar werden. Besonders entzündliche Papeln oder tiefere Unterlagerungen treten in dieser Phase häufig hervor. 

Viele beschreiben dieses Hautgefühl als “alles ist sensibler”. Genau deshalb ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt für aggressive Wirkstoffe oder übermäßige Exfoliation. 

Pflegetipps während der Menstruation: 

  • Fokus auf Barrier-Support

  • beruhigende Inhaltsstoffe wie Niacinamid oder Ceramide

  • milde Reinigung statt austrocknender ProDukte

  • keine neuen oder stark reizenden Wirkstoffe einführen

Eine sanfte, konstante Routine hilft der Haut jetzt meist mehr als intensive Behandlungen. 

Follikelphase (Tag 6-13)

Nach der Periode beginnt für viele Hauttypen die angenehmste Phase des Zyklus. Das Östrogen steigt langsam an und genau das sieht man oft direkt im Hautbild. 

Die Haut wirkt: 

  • ausgeglichener

  • weniger entzündet

  • glatter und ebenmäßiger

Gleichzeitig nimmt die Talgproduktion häufig etwas ab. Entzündungen klingen schneller ab und die Haut fühlt sich insgesamt belastbarer an. Viele Frauen mit hormoneller Akne erleben jetzt ihre “guten Hauttage”. 

Das macht die Follikelphase zur idealen Zeit für aktivere Wirkstoffe und intensivere Pflege-Schritte. Die Haut verträgt jetzt oft mehr als in anderen Zyklusphasen. 

Pflege-Tipps in der Follikelphase: 

  • Retinoide wie Tretinoin oder Adapalen konsequent anwenden

  • chemische Peelings vorsichtig integrieren

  • Pigmentflecken oder Aknenarben gezielt behandeln

  • auf täglichen Sonnenschutz achten

Gerade wenn Du zyklische Akne hast, lohnt es sich, diese stabile Phase strategisch zu nutzen. 

Eisprung (ca. Tag 14)

Der Eisprung ist hormonell betrachtet ein sehr dynamischer Moment. Rund um die Zyklusmitte kommt es zum sogenannten LH-Surge, einem starken Anstieg des luteinisierenden Hormons. Dieser stimuliert unter anderem die Produktion von Androstendion und Progesteron in den Theca-Zellen der Eierstöcke. 

Was kompliziert klingt, hat eine sichtbare Folge auf der Haut. Kurzzeitig steigt der Einfluss von Androgenen an. Bei androgenempfindlicher Haut kann das die Talgproduktion deutlich erhöhen. 

Das Ergebnis sind oft: 

  • einzelne, tiefe Pickel

  • kleine entzündliche Knoten

  • plötzlich fettigere Hautpartien

Typisch für Pickel beim Eisprung sind 1-3 entzündliche Unreinheiten, häufig im Bereich von Kinn und Kiefer. Viele Frauen wundern sich darüber, weil die Haut wenige Tage vorher noch relativ ruhig war. 

Diese Pickel entstehen oft nicht wegen falscher Pflege, sondern durch den hormonellen Peak rund um den Eisprung. 

Pflegetipps rund um den Eisprung: 

  • eine leichte, nicht komedogene Pflege verwenden 

  • entzündungshemmende Wirkstoffe wie Azelainsäure integrieren

  • Pickel nicht ausdrücken, tiefe Entzündungen können leichter Narben hinterlassen

  • frühzeitig behandeln statt erst reagieren 

Wenn Du Dein persönliches Muster kennst, kannst Du bereits einige Tage vor dem Eisprung gezielt gegensteuern. 

Lutealphase (Tag 15-28)

Die Lutealphase gilt für viele Frauen mit hormoneller Akne als die schwierigste Phase des Zyklus. Jetzt dominiert das Progesteron und damit steigt vielen Hauttypen auch die Talgproduktion deutlich an. 

Gleichzeitig beginnt das Östrogen in der späten Lutealphase langsam abzufallen. Dadurch verlieren die entzündungshemmenden Effekte des Östrogens an Einfluss, während Androgene relativ stärker wirken. 

Die Folge: 

  • mehr Talg

  • verstopfte Poren

  • stärkere Entzündungsreaktionen

Besonders prämenstruell, also etwa zwischen Tag 24 und 28, erreichen Pickel oft ihren Höhepunkt. Typisch sind: 

  • tiefe, schmerzhafte Papeln

  • zystische Unterlagerungen 

  • entzündliche Pickel entlang von Kinn und Kiefer

Studien zeigen, dass genau diese hormonelle Verschiebung eine zentrale Rolle bei prämenstrueller Akne spielt. Viele Frauen merken zusätzlich, dass ihre Haut in dieser Phase öliger wirkt und gleichzeitig empfindlicher auf Stress oder Schlafmangel reagiert. 

Prämenstruelle Pickel entstehen nicht plötzlich über Nacht. Die Entzündungsprozesse beginnen oft bereits Tage vorher unter der Haut. Deshalb funktioniert eine rein punktuelle Behandlung meist nur begrenzt. 

Pflegetipps in der Lutealphase: 

  • topische Wirkstoffe frühzeitig und konsequent anwenden

  • entzündungshemmende Inhaltsstoffe priorisieren

  • die Hautbarriere stärken statt austrocknen

  • eine sanfte Feuchtigkeitspflege beibehalten

Gerade in dieser Phase gilt, dass Konsistenz Aktionismus schlägt. Eine stabile Routine hilft der Haut meist deutlich mehr als das tägliche Wechseln der Produkte. Wenn Du verstehst, wann Deine hormonellen Akne-Schübe typischerweise auftreten, kannst Du Deine Pflege gezielt anpassen und zyklische Pickel langfristig besser kontrollieren.

Wie Du Dein persönliches Akne-Muster erkennst

Viele Frauen merken irgendwann, dass ihre Haut nicht zufällig reagiert, sondern nach einem wiederkehrenden Rhythmus. Pickel treten immer wieder zur gleichen Zyklusphase auf, oft an denselben Stellen. Genau dieses Muster zu erkennen, ist ein wichtiger Schritt, um hormonelle Akne gezielt behandeln zu können. 

Am besten funktioniert das mit einer Kombination aus Zyklus-Tracking und Hautbeobachtung. Apps wie Clue, Flo oder Natural Cycles können dabei helfen, Deinen Zyklus besser einzuordnen. Parallel dazu lohnt es sich, Deinen Hautzustand regelmäßig zu dokumentieren. Oft werden Zusammenhänge schon nach zwei bis drei Zyklen sichtbar. 

Wichtig ist vor allem, auf Details zu achten: 

  • Wann entstehen Pickel?

  • Wo treten sie auf, eher am Kinn, an den Wangen oder auf der Stirn?

  • Sind sie oberflächlich oder tief entzündet?

  • Gab es zusätzliche Faktoren wie Stress, wenig Schlaf oder Veränderungen in der Ernährung?

Gerade Pickel am Kinn oder entlang der Kieferpartie sprechen häufig für hormonelle Akne im Menstruationszyklus. Wenn sich die Unreinheiten zyklisch wiederholen, ist eine hormonelle Ursache sehr wahrscheinlich und meist auch gezielt behandelbar. 

Bleibt trotz Tracking kein klares Muster erkennbar, können andere Ursachen hinter den Hautproblemen stecken. Dazu gehören zum Beispiel komedogene Pflegeprodukte, chronischer Stress oder andere Formen von Akne. 

Wenn zusätzliche Symptome wie ein unregelmäßiger Zyklus, verstärkter Haarausfall oder vermehrte Gesichtsbehaarung auftreten, solltest Du das gynäkologisch abklären lassen. In manchen Fällen kann hormonelle Akne mit PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) zusammenhängen. 

Deine personalisierte Hautpflege

Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns 3 Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:

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    Reinigungsgel

    Unser schäumendes Reinigungsgel klärt verstopfte Poren, entfernt Unreinheiten und bereitet Deine Haut ideal auf die Wirkstoffe vor.

    • Salicylsäure, Panthenol, Aloe Vera
    • entzündungshemmend, verfeinernd, feuchtigkeitsspendend
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen
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    Deine Formel

    Die Wirkstoff-Formel ist personalisiert und wird regelmäßig entsprechend Deiner sich verändernden Hautbedürfnisse angepasst.

    • medizinisch wirksame, aktive Inhaltsstoffe
    • präzise auf Deine Hautbedürfnisse abgestimmt
    • verschreibungspflichtig
    • stetig an Deinen Behandlungsfortschritt angepasst
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    Leichte Pflege

    Unsere Feuchtigkeitscreme pflegt Deine Haut, stärkt ihre natürliche Barriere und trägt zu einem gesünderen, gleichmäßigeren Teint bei.

    • Ceramide, Panthenol, Squalan, Niacinamide, Bisabolol, Tocopherol
    • leichte, parfümfreie Textur, die beruhigt
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen

Was wirklich hilft: Zyklisch Akne behandeln 

Wenn Deine Pickel immer wieder beim Eisprung oder vor der Periode auftreten, braucht Deine Haut mehr als nur spontane Spot-Treatments. Zyklische Akne entsteht durch hormonelle Schwankungen. Deshalb funktioniert eine langfristige Behandlung meist besser als ein kurzfristiges Reagieren. 

Der wichtigste Ansatz besteht aus zwei Ebenen: einer konstanten Basisroutine und einer gezielten Anpassung an die jeweilige Zyklusphase. 

Kontinuierliche Basisbehandlung: Das Fundament

Bestimmte Wirkstoffe können helfen, hormonelle Akne langfristig zu stabilisieren und nicht nur einzelne Pickel kurzfristig auszutrocknen. 

Besonders wichtig sind: 

  • Topische Retinoide wie Tretinoin oder Adapalen: Sie regulieren die Zellerneuerung und verhindern, dass Poren tief verstopfen. Entscheidend ist die regelmäßige Anwendung und nicht nur dann, wenn bereits Pickel sichtbar sind. 

  • Azelainsäure: Wirkt entzündungshemmend, reduziert Rötungen und unterstützt die Talgregulation. Gleichzeitig ist sie oft gut verträglich, auch in empfindlicheren Zyklusphasen. 

  • Niacinamid: Stärkt die Hautbarriere und hilft dabei, überschüssigen Talg auszugleichen. 

  • SPF: Ein täglicher Sonnenschutz ist wichtig, da hormonelle Pickel häufig dunkle Pickelmale oder Post-Inflammatory Hyperpigmentation hinterlassen können. 

Gezielte Anpassung nach Zyklusphase: Cycle-syncing skincare

Je nach Zyklusphase verändert sich auch die Belastbarkeit Deiner Haut. 

Follikelphase: 

Die Haut ist oft stabiler. Jetzt können aktivere Wirkstoffe oder eine sanfte Exfoliation sinnvoll sein. 

Lutealphase & prämenstruell: 

Jetzt stehen Barrierestärkung und entzündungshemmende Pflege im Vordergrund. Irritationen sollten möglichst vermieden werden. 

Menstruation: 

Die Haut reagiert häufig empfindlicher. Eine minimalistische, beruhigende Routine ist jetzt meist die bessere Wahl. 

Was oft nicht hilft

  • Nur punktuelle Spot-Treatments

  • Ein ständiges Wechseln der Produkte

  • Aggressives Austrocknen der Haut

Das Ziel bei hormoneller Akne ist nicht die perfekte Haut über Nacht, sondern eine langfristige Kontrolle und weniger entzündliche Schübe. 

Was bei roten und braunen Pickelmalen unterschiedlich ist

Die Grundroutine ist für beide Typen dieselbe, es lohnt sich jedoch, den Unterschied zu kennen. 

Bei braunen oder dunklen Flecken (PIH) ist Melanin die Ursache und alle drei Wirkstoffe setzen genau dort an: Azelainsäure hemmt die Melaninproduktion, Niacinamid blockiert den Transportweg des Pigments, Tretinoin beschleunigt den Zellumsatz und stößt pigmentierte Hautzellen schneller ab.

Bei roten Flecken (PIE) liegt die Ursache in den Blutgefäßen, nicht im Pigment. Niacinamid ist hier erste Wahl dank seiner anti-inflammatorischen Wirkung. 

Azelainsäure unterstützt durch ihre anti-entzündliche Komponente, Tretinoin beschleunigt indirekt durch den Zellumsatz den Abbau geröteter Areale. Wie das Journal of Dermatology (PMC, 2013) beschreibt, lösen sich sowohl PIE als auch PIH mit der Zeit auf. Der Unterschied liegt im Mechanismus und damit in der Wahl der richtigen Therapie.

Tipp für zwischendurch: Wer rote Flecken in der Zwischenzeit kaschieren möchte, nutzt unter dem Make-up einen grünen Farbkorrektor. Dieser neutralisiert Rötungen zuverlässig. Dabei solltest Du auf eine nicht-komedogene Formulierung achten, die die Poren nicht zusätzlich belastet.

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Personalisierte Hilfe von Formel Skin

Hartnäckige Pickel entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Oft spielen eine gestörte Hautbarriere, hormonelle Schwankungen, falsche Produkte oder aggressive Behandlungen eine Rolle. Standardlösungen aus der Drogerie greifen hier zu kurz.

  • Du bekommst eine individuelle Diagnose durch erfahrene Dermatolog:innen per Online-Konsultation.
  • Auf Basis deiner Hautbedürfnisse wird eine maßgeschneiderte Formel erstellt, die bei Bedarf kontinuierlich angepasst wird. So werden nicht nur Pickel behandelt, sondern auch die Hautbarriere repariert und zukünftige Entzündungen verhindert.
  • Bei schweren Fällen erfolgt eine professionelle Begleitung inklusive Empfehlungen für orale Medikamente oder Spezialist:innen.

Wissenschaftliche Quellen 

  • NCBI StatPearls: „Physiology, Menstrual Cycle" (NBK500020) — LH, Androgene,

Theca-Zellen

  • NCBI Endotext: „The Normal Menstrual Cycle and Control of Ovulation"

(NBK279054)

  • Zouboulis CC, Clin Dermatol 2004 — Androgene und Talgdrüsen

FAQs

  • Ist es normal, beim Eisprung Pickel zu bekommen?

    Ja, Pickel beim Eisprung sind hormonell bedingt und häufiger, als viele denken. 

    Rund um den Eisprung steigt das luteinisierende Hormon (LH) stark an. Dieser sogenannte LH-Surge stimuliert unter anderem die Produktion von Androgenen. Bei androgenempfindlicher Haut kann das die Talgproduktion kurzfristig erhöhen und entzündliche Pickel auslösen. 

    Typisch sind: 

    • einzelne, tiefere Pickel

    • Unreinheiten im Kinn- oder Kieferbereich

    • Hautverschlechterung wenige Tage nach dem Eisprung

    Diese Form hormoneller Akne im Menstruationszyklus ist biologisch erklärbar und bedeutet nicht automatisch, dass Deine Hautpflege falsch ist. 

  • Warum sind Pickel vor der Periode oft besonders tief und schmerzhaft?

    Vor der Periode verändern sich Hormone so, dass Entzündungen leichter entstehen. 

    In der späten Lutealphase fällt das Östrogen ab, während Progesteron und Androgene relativ stärker wirken. Dadurch produziert die Haut mehr Talg und Entzündungen können sich leichter entwickeln. 

    Das führt häufig zu: 

    • tiefen Unterlagerungen

    • zystischen Pickeln 

    • schmerzhaften Entzündungen entlang von Kinn und Kiefer

    Diese prämenstruellen Pickel entstehen oft bereits Tage vor dem sichtbaren Ausbruch unter der Haut. 

  • Sollte ich meine Hautpflege je nach Zyklusphase anpassen?

    Ja, die Haut reagiert im Laufe des Zyklus unterschiedlich empfindlich. 

    Dieser Ansatz wird oft als “Cycle-Syncing Skincare” bezeichnet. Dabei wird die Pflege an die jeweilige Zyklusphase angepasst. 

    Praktisch bedeutet das: 

    • Follikelphase: Aktivere Wirkstoffe wie Retinoide oder Peelings besser verträglich

    • Lutealphase: Fokus auf entzündungshemmende und barrierestärkende Pflege

    • Menstruation: Eine möglichst sanfte Routine ohne neue Wirkstoffe

    Wichtig ist dabei nicht, ständig alles zu wechseln. Entscheidend bleibt eine langfristig konsistente Basisroutine. 

  • Wann ist zyklische Akne ein Zeichen für PCOS?

    Wenn zusätzlich hormonelle Beschwerden auftreten, sollte PCOS ärztlich abgeklärt werden. 

    Hinweise können sein: 

    • ein unregelmäßiger Zyklus

    • verstärkte Gesichts- oder Körperbehaarung

    • Haarausfall

    • starke oder sehr persistente Akne

    Das bedeutet nicht automatisch, dass PCOS vorliegt. Treten mehrere Symptome gemeinsam auf, ist eine gynäkologische Untersuchung jedoch sinnvoll. 

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