Pickel

Hilft Zahnpasta gegen Pickel?

Wenn es um mögliche Akuthilfen gegen Pickel geht, wird als besonders wirksames Hausmittel immer wieder Zahnpasta genannt. Hier erfährst Du, warum Du Pickel besser nicht mit Zahnpasta “behandeln” solltest und welche Alternativen es gibt, um Mitesser und Pickel nachhaltig zu bekämpfen.

Unterstutzt von fuhrenden Ärzten & Apothekern

Inhaltsverzeichnis

Hilft Zahnpasta tatsächlich gegen Pickel?

Das Versprechen, das man regelmäßig in Foren und auf Ratgeber-Blogs liest, klingt gut: Sobald ein Pickel im Gesicht entsteht, trägt man einfach eine Fingerspitze voll Zahnpasta auf diesen auf und lässt sie über Nacht einwirken. Als Ergebnis soll der Pickel ausgetrocknet werden und bereits am nächsten Morgen verschwunden sein. Tatsächlich können viele Zahnpasta-Varianten dazu beitragen, Pickel auszutrocknen. Das liegt vor allem an der stark öl- und fettlösenden Wirkung des Inhaltsstoffs Natriumdodecylpolysulfat. Zudem wirkt Zahnpasta durch Wirkstoffe wie Wasserstoffperoxid, Alkohole oder Triclosan antimikrobiell (gegen Mikroorganismen) und könnte dadurch die Pickelentstehung eindämmen.

Wieso sollte ich Zahnpasta dann nicht gegen Pickel verwenden?

Auch wenn die Wirkung zunächst vielversprechend klingen mag, gibt es auch entscheidende Gründe dafür, dass Du Zahnpasta besser nicht als Mittel gegen Pickel verwenden solltest. Da die Zahnpasta ursprünglich für eine ganz andere Aufgabe gedacht ist, enthält sie unterschiedliche Inhalts- bzw. Wirkstoffe, die nicht für die (empfindliche) Haut geeignet sind. Dazu gehören unter anderem Fluoride, Aromastoffe wie Menthol oder das häufig verwendete Süßungsmittel Sorbitol. Diese Stoffe können dazu beitragen, dass die natürliche Schutzhülle der Haut beeinträchtigt wird und die Entzündungen verstärkt werden. Auch die antimikrobielle Wirkung von Wasserstoffperoxid, Alkoholen und Triclosan wird dadurch entkräftet, dass diese Stoffe die Haut stark irritieren, den pH-Wert durcheinanderbringen und Kontaktallergien auslösen können. Unter Umständen entstehen also neue Pickel durch die Zahnpasta und auch Hautreizungen bzw. -rötungen sind keine Seltenheit. 

Ein weiteres Problem: Die Zahnpasta-Schicht kann den Pickel vollständig abdichten, wodurch der gesammelte Talg (Hautfett) keine Möglichkeit mehr hat, zu entweichen. Dadurch sammelt er sich weiter unterirdisch, was zu starke Schmerzen führen kann. 

Wir raten Dir deshalb dazu, auch bei der Suche nach einer Akuthilfe besser auf einen Behandlungsversuch mit Zahnpasta zu verzichten. Stattdessen gibt es verschiedene Ansätze, die Dir dabei helfen können, die Pickel auf gesunde und nachhaltige Weise loszuwerden.

Erste Ergebnisse nach 6 Wochen

Dein/e Dermatolog*in begleitet Dich während der gesamten Behandlung und passt die Wirkstoffe in den Produkten individuell an. Auch wenn jede Haut ein wenig anders ist, siehst Du so mit FORMEL Skin bereits nach 6 Wochen erste Ergebnisse.

Ohne Zahnpasta: ganzheitliche Behandlung von Pickeln

Pickel gehören zu den häufigsten Symptomen einer gewöhnlichen Akne und haben in vielen Fällen hormonelle Ursachen. Da sich den Ursachen selbst (z. B. Pubertät, Schwangerschaft) daher oft nicht entgegenwirken lässt, gibt es verschiedene Ansätze, die dabei helfen können, die Pickel einzudämmen. Dazu können die richtige Hautpflege, Anpassungen im Lebensstil und bei der Ernährung, aber auch eine professionelle dermatologische Behandlung gehören.

Besonders wichtig: Auch wenn es manchmal schwerfällt, solltest Du versuchen, die Pickel so wenig wie möglich zu berühren und sie nicht auszudrücken. Sollten zusätzliche Bakterien in die Pickel gelangen, kann das schnell zu schwereren Entzündungen und damit auch zu stärkeren Schmerzen führen. 

Reinigung und Hautpflege gegen Pickel

Sollten bei Dir nur selten vereinzelte Pickel entstehen, kann es oft schon ausreichen, einfach abzuwarten, bis sie von selbst wieder zurückgehen. Diesen Prozess kannst Du jedoch sehr gut mit der richtigen Hautreinigung und -pflege unterstützen. Dabei solltest Du vor allem darauf achten, dass die verwendeten Mittel folgende Eigenschaften erfüllen: 

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (Risiko für Kontaktallergien)
  • Keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
  • Niedriger pH-Wert (pH 5 - 5,5)

Ergänzend zur Reinigung der Haut sind die Pflegemittel vor allem dann wirksam gegen Pickel, wenn sie komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Bezoylperoxid (BPO) enthalten. Diese sind frei verkäuflich, werden jedoch auch häufig im Rahmen einer professionellen Behandlung durch Dermatolog*innen eingesetzt. Wenn Du Dir bei der Auswahl der Pflegemittel oder der Dosierung der Wirkstoffe unsicher bist, kann Dich ein/e Dermatolog*in beraten. 

Wir empfehlen Dir, bei der Reinigung auf Seife zu verzichten und stattdessen für empfindliche Haut geeignete Waschgele mit den genannten Eigenschaften zu verwenden. Nach der Reinigung tupfst Du die Hautstellen am besten mit einem frisch gewaschenen Handtuch ab. Wenn Du ergänzend eine Feuchtigkeitscreme verwenden willst, solltest Du ebenfalls darauf achten, dass diese nicht fettet und keine komedogenen Inhaltsstoffe enthält.

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