Ursachen

Zurück

Ursachen

Dass Hautunreinheiten besonders während der Pubertät entstehen, ist allseits bekannt. Doch welche Ursachen können Pickel haben, wenn sie zu anderen Zeitpunkten im Leben auftreten? Hier erfährst Du, welchen Einfluss Deine Hormone auf die Entstehung von Pickeln haben und durch welche Faktoren sie begünstigt wird.

Ausgewählte Artikel

Was kann ich gegen Pickel nach der Rasur tun?
4 min read
Wie werden Hitzepickel bei Kleinkindern und Erwachsenen behandelt?
3 min read

Weitere Artikel

Welche Ursachen haben Pickel?

Können Pickel vererbt werden?

Studien haben gezeigt, dass die grundsätzliche Veranlagung zu Akne und Pickeln vererbbar ist, da beispielsweise die Beschaffenheit der Talgdrüsen (Hautfettdrüsen) weitergegeben werden kann. Experten gehen deshalb davon aus, dass die Veranlagung bei einem Kind mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % besteht, wenn bereits bei beiden Elternteilen eine Akne vorliegt. Die erbliche Veranlagung steigert dabei aber nur die grundsätzliche Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Pickeln – für die Entstehung selbst sind andere Ursachen verantwortlich. In den meisten Fällen handelt es bei den Auslösern um hormonelle Schwankungen; gleichzeitig gibt es aber eine Reihe von begünstigenden Faktoren, die unter anderem Deine Ernährung, Deinen Lebensstil und Deine täglichen Gewohnheiten betreffen. 

Hormonschwankungen als Pickel-Ursache

Pickel können nicht nur während der Pubertät, sondern auch im Erwachsenen- oder bereits im Kleinkindalter entstehen. Das hat einfache Gründe: Hormonschwankungen sind der Hauptauslöser von Akne im Jugendalter. Gleichzeitig können sie aber auch zu anderen Lebenszeitpunkten auftreten – beispielsweise durch eine Schwangerschaft, das Absetzen der Anti-Baby-Pille oder während der Menopause. 

Zu Pickeln kommt es meist dann, wenn das natürliche Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Geschlechtshormonen aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Eine Überproduktion von männlicher Geschlechtshormone (Androgene), verstärkt die Talgproduktion (Hautfettproduktion) und regt gleichzeitig die Verhornung der Haut an. Die Folge: Es entstehen Verstopfungen in Form von Talg-Ansammlungen, die als Mitesser (Komedonen) sichtbar werden. Sobald die Mitesser in Kontakt mit Bakterien kommen, können Entzündungen entstehen, die wiederum Pickel und andere Symptome (z. B. Papeln, Knoten) zur Folge haben.

Kosmetika mit komedogenen Inhaltsstoffen 

Sowohl bei der Vorbeugung als auch bei der Behandlung von Pickeln spielen die richtige Hautpflege und -reinigung eine wichtige Rolle. Das Problem: Pflege- und Reinigungsprodukte sowie Kosmetika und Sonnencreme (+ After-Sun-Produkte) enthalten häufig komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe und unterstützen dadurch auch die Entstehung von Mitessern und Pickeln. Wenn Deine Haut ohnehin zu Pickeln neigt, solltest Du bei der Auswahl der Produkte deshalb darauf achten, dass ein Hinweis wie “nicht komedogen” auf der Verpackung zu finden ist und sie beispielsweise keine der folgenden Inhaltsstoffe enthalten: 

  • Kokos- /Olivenöl
  • Paraffine
  • Vaseline
  • Acetylated Lanolin Alcohol
  • Isopropyl Myristate
  • Oleth-3

Eine ähnliche Wirkung auf die Haut kann auch ein besonders hoher Fettanteil in den genannten Produkten haben. 

Ernährung mit vielen kurzkettigen Kohlenhydraten

Studien haben wiederholt belegt, dass eine Ernährung mit bestimmten Lebensmittelgruppen einen direkten Einfluss auf Dein Hautbild und damit auch auf die Entstehung von Pickeln haben kann. Neben Milchprodukten (v. a. Halbfettmilch) sind es vor allem Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (GI), die bei vielen Menschen Auswirkungen haben. Der Grund: Nahrungsmittel wie Zucker und gezuckerte Getränke, aber auch weißer Reis, Pommes, Cornflakes oder Weißbrot lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen. Der Körper produziert dadurch vermehrt Insulin, um die kurzkettigen Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln. Das Insulin verstärkt jedoch zeitgleich die Talgproduktion, wodurch die Poren leichter verstopfen und Mitesser sowie Pickel entstehen können.

Inhaltsstoffe von Medikamenten 

In selteneren Fällen können sich bestimmte Inhaltsstoffe von Medikamenten auf Dein Hautbild auswirken und dadurch auch Pickel entstehen lassen. Öfter beobachtet wurde der Zusammenhang unter anderem bei unterschiedlichen Steroid-Medikamenten, Vitamin-Präparaten (z. B. Vitamin B6, Vitamin B12) und chlor- sowie bromhaltigen Medikamenten. 

Mit Bakterien behaftete Textilien

Werden Textilien wie Handtücher nicht regelmäßig gewaschen, können sich darauf schnell Bakterien sammeln, die beim Kontakt mit Mitessern Entzündungen hervorrufen und so Pickel entstehen lassen. Neben Handtüchern sind es deshalb beispielsweise auch Schals, die Pickel am Kinn hervorrufen können oder länger nicht gewechselte Bettwäsche, die Pickel am Rücken begünstigt. Insbesondere wenn Du empfindliche Haut hast und/oder in den Sommermonaten viel schwitzt, solltest Du Deine Bettwäsche am besten mindestens ein Mal pro Woche wechseln. 

Seltener kann es auch vorkommen, dass Deine Haut auf die Inhaltsstoffe bestimmter Waschmittel oder Weichspüler reagiert und so auch bei frischen Textilien Hautreizungen oder Pickel auftreten.

Zigaretten als Entzündungsförderer

Bei Pickeln handelt es sich um Entzündungen, die abheilen müssen. Tabak enthält jedoch mehrere Stoffe, die entzündungsfördernd wirken und gleichzeitig die Wundheilung verlangsamen. Das liegt unter anderem daran, dass sich durch den Zigarettenrauch die Blutgefäße verkleinern und die Haut so schlechter mit Sauerstoff versorgt werden kann. 

Verstärkte Talgproduktion durch hohe Luftfeuchtigkeit

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann dazu beitragen, dass die Talgproduktion verstärkt wird. Insbesondere wenn Du gleichzeitig eng anliegende und wenig atmungsaktive Kleidung trägst, kommt es so leicht zu Verstopfungen in den Poren, wodurch auch die Pickelentstehung begünstigt wird. 

Berührungen im Gesicht

Wir raten Dir dazu, Deine Mitesser und Pickel nicht auszudrücken. Grundsätzlich solltest Du versuchen, Dein Gesicht so wenig wie möglich zu berühren. An Deinen Händen befinden sich fast immer haufenweise Bakterien – kommen bestehende Mitesser mit diesen in Kontakt, erhöht sich auch das Risiko für Entzündungen. Ähnliches gilt auch, wenn Du häufig telefonierst: Dein Handy ist ebenso ein Sammelbecken für Bakterien und sollte möglichst häufig (z. B. mit antibakteriellen Tüchern) desinfiziert werden.

Stress als indirekter Auslöser

Experten gehen davon aus, dass Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol die Talgproduktion verstärken, die Poren somit leichter verstopfen und schneller Pickel entstehen können. Zusätzlich wird unter Stress die Wundheilung verlangsamt und der Körper produziert entzündungsfördernde Stoffe. 

Gleichzeitig kann Stress auch auf Umwegen zum Auslöser von Pickeln werden: In gestressten Lebensphasen geraten Aspekte wie die richtige Hautpflege oder gesunde Ernährung in den Hintergrund und wenn Du nervös bist, fasst Du Dir öfter ins Gesicht oder greifst womöglich zur Zigarette. Stress kann also auch schnell dazu führen, dass eine oder mehrere der anderen hier genannten Ursachen zum Auslöser Deiner Pickel werden. 

Hitzepickel durch Schweiß-Rückstau

Hitzepickel entstehen nicht aus Mitessern und hängen dadurch auch nicht mit Aknepickeln zusammen. Sie treten vor allem bei hohen Temperaturen auf, wenn Dein Körper viel Schweiß bildet und dieser – beispielsweise aufgrund von zu enger oder atmungsinaktiver Kleidung – nicht richtig abfließen kann. Im Normalfall müssen Hitzepickel nicht speziell behandelt werden, sondern gehen von selbst zurück, wenn Du starkes Schwitzen vermeidest und Deine Haut gut kühlst.

Pickel nach der Rasur

Zu Rasurpickeln kommt es meistens dann, wenn durch die Reibung beim Rasieren kleine Risse in der Haut entstehen und so Bakterien eindringen können, die Entzündungen auslösen. Besteht grundsätzlich eine Veranlagung zur Akne, sind es in manchen Fällen auch die komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe mancher Reinigungs- und Pflegeprodukte, die die Entstehung von Rasurpickeln unterstützen. Auch hier ist in den meisten Fällen keine besondere Behandlung notwendig und die Rasurpickel gehen nach einigen Tagen selbstständig zurück. 

Erhalte relevante Inhalte rund ums Thema Akne

PayPalVisaAmerican ExpressMstercardSepa
Unsere ProdukteErfahrungenUnsere ÄrzteFAQSo funktioniert’sInhaltsstoffeHautratgeberKontaktiere unsThemen
PayPalVisaAmerican ExpressMstercardSepa
AGBImpressumDatenschutzerklärung