Akne

Öle gegen Akne — Worauf solltest Du achten?

Lange ging man in der Kosmetik davon aus, dass man gerade bei fettiger Haut oder Mischhaut lieber auf Öle verzichten sollte, da die Haut selbst bereits sehr ölig ist. Doch inzwischen weiß man, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Einige Öle eignen sich sehr gut zur Pflege der Haut und können sogar die Behandlung von Akne und Hautunreinheiten ergänzen. Wie bestimmte Öle wirken, für welchen Hauttyp welches Öl geeignet ist und wie sie zur Behandlung von Akne eingesetzt werden können, erklären wir Dir hier.

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Inhaltsverzeichnis

Deine FORMEL Skin-Dermatologin

Dr. med. Sarah Bechstein

Fachärztin für Dermatologie
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“Mit empfindlicher Haut solltest Du beim Thema Öle zunächst vorsichtig sein. Hier lohnt sich eine genaue Vorab-Recherche und professionelle Beratung.”

Wie wirken Öle auf die Haut?

Immer häufiger werden in der Gesichtspflege spezielle Öle genutzt. Sie stärken die natürliche Hautbarriere und versorgen empfindliche bzw. trockene Haut mit Feuchtigkeit sowie wichtigen Fetten. Einige Öle besitzen Inhaltsstoffe, die die Produktion von Talg (Hautfett) regulieren. Das bedeutet: Sie signalisieren der Haut, dass von außen bereits genügend Fette zugeführt werden und diese selbst keine übermäßigen Fette mehr produzieren muss. Daher wirken sich manche Öle günstig auf Hauterkrankungen aus, die mit einer Talgüberproduktion einhergehen (z. B. Akne). Zudem haben sie häufig entzündungshemmende und antibakterielle Inhaltsstoffe, die die Behandlung von Hautunreinheiten bzw. -erkrankungen zusätzlich positiv bedingen.

Welche Öle gibt es und wie werden sie genutzt?

Öle zeigen allgemein ein breites Spektrum an Wirkungen, doch dabei ist nicht jedes Öl gleichermaßen effektiv. In der Kosmetik unterscheidet man zunächst zwischen fetten und ätherischen Ölen:

  • Fette Öle — sind in der Regel naturbelassene, kalt gepresste Pflanzenöle (z. B. aus Oliven), sogenannte Basis- oder Trägeröle. In ihren Bestandteilen und ihrer Struktur ähneln sie den natürlichen Hautfetten und sind daher gut verträglich. Sie werden häufig als Basis von Cremes genutzt, können aber auch pur verwendet werden.
  • Ätherische Öle — sind nur leicht ölige, wasserdampfflüchtige (nur wenig wasserlösliche) Auszüge aus Pflanzen. Besonders beliebt sind sie aufgrund ihrer Aromen (z. B. Lavendelöl).

Welche Öle eignen sich für welchen Hauttyp?

Hinsichtlich der Inhaltsstoffe und dementsprechend der Wirkweise gibt es bei Ölen große Unterschieden. Bevor Du zu einem Öl, vor allem bei der Gesichtspflege, greifst, solltest Du wissen, welches Öl zu Deinem Hauttyp passt. Wenn Du Dir bei der Bestimmung Deines Hauttyps unsicher bist, lasse Dich zunächst von Deinem/r Dermatolog*in beraten.

  • Öl für fettige oder unreine Haut — Öle, die reich an Linolsäure sind, eignen sich zur Pflege dieses Hauttyps. Da die Säure dem natürlichen Schutzmantel der Haut ähnelt, kann sie tief in die Haut eindringen. Durch ihre entzündungshemmende Wirkung bekämpft sie Bakterien in den verstopften Poren und mindert so die Ursache von Pickeln und Unreinheiten. Wichtig ist, dass die verwendeten Öle nicht komedogen (nicht Mitesser verursachend) sind. Beispiele für solche Öle sind Arganöl, Jojobaöl und Traubenkernöl.
  • Öl für trockene und juckende Haut — Dieser Hauttyp sollte auf reichhaltige Öle zurückgreifen. Die trockene Haut profitiert vor allem von der Ölsäure, die rückfettend wirkt und zumeist reich an Antioxidantien ist. Beispiele für solche Öle sind unter anderem Olivenöl und Mandelöl.
  • Öl für gereizte und empfindliche Haut — Um die Haut nicht zusätzlich zu strapazieren, eignen sich schonende Öle, die reich an Gamma-Linolensäure (GLA), einer ungesättigten Omega-6-Fettsäure, sind. Diese trägt zum Erhalt des natürlichen Hautschutzmantels bei, reduziert so den Feuchtigkeitsverlust und beruhigt die Haut durch ihre entzündungshemmende Wirkung. Beispiele für solche Öle sind Nachtkerzenöl, Johannisbeeröl oder Hanföl.
  • Öle für reife oder vernarbte Haut — Die Regeneration der Haut kann durch geeignete Öle unterstützt werden. Öle, die ungesättigte, natürlicherweise im Hauttalg vorkommende Fettsäuren wie Palmitoleinsäure enthalten, können bei der Wundheilung helfen und Narben reduzieren. Da die Haut mit zunehmendem Alter weniger dieser Säuren produziert, wirken die Öle effektiv als Anti-Aging-Mittel. Beispiele für solche Öle sind neben Sanddornöl auch Avocadoöl und Macadamianussöl.

 

Unsicher, welches Öl zu Deiner Haut passt?

Indem Du unseren Online-Fragebogen ausfüllst, können die Dermatolog*innen eine schnelle Analyse Deines Hauttyps und Deiner Hautunreinheiten durchführen. So weißt Du genau, welchen Hauttyp Du hast und welche Öle bzw. Aknebehandlungen dazu passen. 

Geprüfte Experten
Geprüfte Experten

Die Ärzte mit denen wir arbeiten sind geprüfte Experten in ihrem Fachgebiet.

Öle zur Behandlung von Akne

Bei der Behandlung von Akne können bestimmte Öle durch ihre talgregulierende Wirkung eine Ergänzung zur Bekämpfung der Ursachen sein. Zudem pflegen sie die Haut schonend und versorgen sie mit der notwendigen Feuchtigkeit. Akne entsteht, wenn Poren durch Talg und Schmutz verstopft sind. Diese Verstopfung bietet Bakterien Nahrung, wodurch sie sich vermehren und als Folge Entzündungen, Rötungen, Pusteln oder Papeln verursachen. Öle, die sich für gereizte und empfindliche Haut eignen, wirken sich auch positiv auf Akne aus, indem sie tief in die Poren eindringen und diese reinigen. Wichtig ist jedoch, dass sie nicht komedogen sind, also die Poren nicht zusätzlich verstopfen. Dies könnte Akne sogar begünstigen und die Symptome verschlimmern. Daher solltest Du sehr achtsam bei der Auswahl des richtigen Öls sein und beispielsweise auf Kokosöl verzichten. Dies lindert zwar Entzündungen, wirkt dabei aber stark komedogen.

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