Diese Lebensmittel können Akne verschlimmern
Milch & Milchprodukte
Milchprodukte sind für viele ein unterschätzter Akne-Trigger. Studien zeigen, dass IGF-1 sowie hormonelle Bestandteile in Kuhmilch die Androgenaktivität erhöhen und dadurch die Talgdrüsen stimulieren. Besonders problematisch sind Magermilch und Halbfettmilch, da sie den IGF-1-Spiegel stärker beeinflussen als Vollmilch. Kritisch wird es vor allem in Kombination mit Zucker, wie etwa im Latte Macchiato.
Untersuchungen zeigen, dass 30-50 % der Akne-Betroffenen auf Milchprodukte reagieren. Ob du dazugehörst, ist individuell. Sinnvoll ist deshalb ein Test. Du solltest Milchprodukte für 12 Wochen komplett streichen und das Hautbild dokumentieren.
Alternativen: Ungesüßte Hafer-, Mandel- oder Erbsenmilch. Joghurt und Käse am besten bewusst und in kleinen Mengen testen.
Zucker & Weißmehl (hoher GI)
Zucker wirkt schnell, leider auch auf deine Haut. Lebensmittel mit hohem glykämischen Index verursachen rasche Blutzuckerspitzen. Das führt zu einer erhöhten Insulinausschüttung, mehr Androgenen und letztlich zu mehr Talg und Entzündungen. Studien zeigen klar, dass eine Low-GI-Ernährung Akne signifikant verbessern können.
Besonders ungünstig sind stark verarbeitete Kohlenhydrate, die kaum sättigen, aber hormonell stark wirken.
Worst Offenders: Softdrinks, Weißbrot, Süßigkeiten und Cornflakes
Besser: Vollkornprodukte, Haferflocken, Quinoa sowie Wasser oder ungesüßter Tee
Schon kleine Anpassungen im Alltag können hier spürbare Effekte haben.
Kaffee - kommt auf die Zubereitung an
Kaffee ist kein direkter Akne-Auslöser, aber auch kein Freifahrtschein. Koffein kann die Cortisol-Ausschüttung erhöhen und wirkt leicht entwässernd. Das eigentliche Problem liegt jedoch meist nicht im Kaffee selbst, sondern im Drumherum: Milch und Zucker.
Die gute Nachricht ist, dass 1-2 Tassen schwarzer Kaffee pro Tag für die meisten gut verträglich sind. Wenn du sensibel reagierst, kann Matcha eine sanftere Alternative sein. Wichtig bleibt, ausreichend Wasser zu trinken, um die dehydratisierende Wirkung auszugleichen.
Alkohol
Alkohol versetzt den Körper in einen Stresszustand. Er entzieht der Haut Flüssigkeit, was eine kompensatorische Talgproduktion auslösen kann. Zusätzlich erhöht er Androgene, fördert Entzündungen und schwächt das Immunsystem. Besonders problematisch sind Cocktails, die Alkohol und Zucker kombinieren.
Unsere Empfehlung: Maximal 1-2 Drinks pro Woche und immer ein Glas Wasser dazu trinken.
Fast Food & verarbeitete Lebensmittel
Fast Food vereint gleich mehrere Akne-Treiber. Ein hoher GI, Transfette und ein Überschuss an Omega-6-Fettsäuren. Diese Kombination wirkt stark entzündungsfördernd und belastet den Stoffwechsel.
Besser: Möglichst frisch kochen, mit vollwertigen, unverarbeiteten Zutaten. Dies ist auch simpel und schnell.