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Neurodermitis Pflege: So schützt Du betroffene Haut

In diesem Artikel

Zur Linderung von Juckreiz, Rötungen und Trockenheit benötigst Du bei Neurodermitis nicht nur die passenden medizinischen Wirkstoffe, sondern auch eine effektive Neurodermitis Pflegeroutine.

Wie so eine Routine aussehen kann und was Neurodermitis-Patient*innen dabei beachten sollten, erfährst Du hier.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Neurodermitis beeinträchtigt die natürliche Hautbarriere, wodurch ein erhöhter Feuchtigkeitsverlust und eine größere Anfälligkeit für externe Reizstoffe entsteht.
  • Die richtige Pflege bei Neurodermitis umfasst Basispflege, Akutpflege und spezielle medizinische Hautpflegeprodukte.
  • Es ist essenziell, irritierende Inhaltsstoffe zu vermeiden und Produkte zu wählen, die den pH-Wert der Haut unterstützen und sie vor UV-Strahlung schützen.

Warum ist die richtige Hautpflege bei Neurodermitis so wichtig?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die leider auch mithilfe von Medikamenten und Neurodermits Pflege nicht komplett geheilt werden kann. Dank medizinischer Fortschritte können Neurodermitiker*innen heutzutage gängige Symptome wie hartnäckigen Juckreiz, trockene Haut und Entzündungen (Ekzeme) am ganzen Körper lindern und langfristig symptomfreie Phasen erzielen.

Aufgrund einer Störung in ihrer obersten Hautschicht (Epidermis) werden bei Neurodermitispatient*innen wichtige Proteine zur Aufrechterhaltung der Hautbarriere nicht mehr in ausreichender Menge produziert. Haut verliert auf diese Weise einen Teil ihrer essenziellen Schutzfunktion: Natürliche Feuchthaltefaktoren (NMFs), die die Feuchtigkeit in der Haut speichern, können schneller aus der Haut entweichen, während Krankheitserreger, Umweltgifte und Bakterien schneller in sie eindringen können. Dies führt dazu, dass die Hautpflege bei Neurodermitis noch wichtiger wird.

Es ist deshalb essenziell, die passenden Neurodermitis Pflegeprodukte zu finden, die die Fehlfunktion der Oberhaut ausgleichen können. Hierbei kann eine gute Bodylotion oder Pflegecreme bei Neurodermitis sehr hilfreich sein. Diese Produkte lindern nicht nur die Symptome, sondern können auch die Haut dazu anregen, sich schneller zu regenerieren. Bei der Auswahl der richtigen Hautpflege bei Neurodermitis sind Deine individuellen Bedürfnisse sowie der Schweregrad Deiner Neurodermitis von großer Bedeutung. Daher empfehlen wir Dir, unser Ärzt*innenteam für eine ganzheitliche dermatologische Beratung zu konsultieren.

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Die richtige Hautpflege bei Neurodermitis finden

Es ist besonders wichtig  bei der Wahl von Hautpflegeprodukten bei Neurodermits genau hinzuschauen. Neben einer individuellen, ärztlichen Beratung hilft es, sich dabei an den folgenden Grundlagen zu orientieren:

Basispflege bei Neurodermitis

Eine gute und regelmäßige Basispflege der Haut kann entscheidend dazu beitragen, symptomfreie Phasen bei Neurodermitis zu verlängern oder erneute Schübe hinauszuzögern. Sie wird in Form von Cremes, Lotionen oder Salben verabreicht, die sowohl im Gesicht als auch am ganzen Körper angewendet werden können. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, sollte die Basispflege mindestens zweimal am Tag durchgeführt werden.

Neurodermitis Akutpflege

Bei Neurodermitis wird die Akutpflege besonders dann notwendig, wenn sich ein milder bis starker Schub bemerkbar macht oder bestehende Neurodermitissymptome nicht abschwächen. Eine medizinische Akutpflege enthält Wirkstoffe, die Hauterscheinungen wie Juckreiz, Rötungen und Entzündungen (Hautekzeme) schnell und effektiv abmildern können.

Basis- und Intensiv-/ Akutpflege sind in der Regel bei Neurodermitis altersunabhängig (Babys, Kleinkinder, Erwachsene) einsetzbar. Wichtig ist, dass die Pflegeroutine auf Deine Haut und ihre Bedürfnisse abgestimmt ist, sodass Deine Neurodermitis passend zu jedem Stadium optimal versorgt wird.

Bei Neurodermitis hilft medizinische Hautpflege

Pflegeprodukte, die speziell zur Behandlung von Neurodermitis hergestellt werden, können die Bedürfnisse Deiner Haut meist besser decken als gängige Hautpflegeprodukte aus der Drogerie. Die medizinischen Wirkstoffe unterstützen Deine Haut beim Rückgang von milden bis starken Neurodermitis-Symptomen und regen gleichzeitig die Wiederherstellung und Regeneration der beschädigten Hautbarriere an.

Viele dieser Hautpflegeprodukte sind aufgrund ihrer milden Formulierung auch für Babys und Kleinkinder geeignet. Wir empfehlen Dir allerdings immer eine dermatologische Analyse von einem/r Ärzt*in durchzuführen, um die wirksamsten medizinische Wirkstoffe und die beste Hautpflege für Deine Neurodermitis bestimmen zu lassen.

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Neurodermitis: Welche Pflegeprodukte kann ich verwenden?

Bei der Auswahl einer persönlichen Neurodermitis Hautpflege können die folgenden Wirkstoffe eingesetzt werden. Sie können von einem/r Ärzt*in an Ausprägung und Stadium Deiner Neurodermitis angepasst werden und Deine Haut genau mit der Pflege versorgen, die sie benötigt:

  • Urea (Harnstoff)

  • Glycerin

  • Lipide (Fette, die Deine Oberhaut vor Feuchtigkeitsverlust und Umweltgiften schützen)

  • Polidocanol, Menthol

  • Kortison, Gerbstoffe

  • Omega-6-Fettsäuren (antimikrobielle Linol- und Gammalinolensäuren)

  • Provitamin B5/ Panthenol (Vitamin E)

  • Rezeptpflichtige Mittel von Dermatolog*innen (Salben, Creme, Lotion, Lösungen)

  • Milde Hautreinigungs- bzw. Pflegeprodukte aus Drogerien, Apotheken bis Online-Shops

  • Kosmetik (z. B. Make-up)

Neurodermitis Pflege: Feuchtigkeit als elementarer Bestandteil

Deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen, ist das A und O bei der Neurodermitis Pflege. Wie viel Feuchtigkeit Deine Haut benötigt, ist grundsätzlich Fall abhängig von Neurodermitispatient*in zu Neurodermitispatient*in. Zusätzlich tragen weitere Faktoren mit Verantwortung für eine trockene Haut bei Neurodermitis: Schweregrad der Hauterkrankung oder des Schubs, Jahreszeiten und Umweltfaktoren (Staub, trockene Raumluft, langer Wasserkontakt)

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Da sich das Feuchtigkeitsbedürfnis der Haut bei Neurodermitis im Laufe der Zeit ändern kann, sollten Neurodermitiker*innen eine rotierende Hautpflegeroutine entwickeln. Die passende feuchtigkeitsspendende Neurodermitis Pflege reduziert den Juckreiz, fördert den Rückgang der Neurodermitis Symptome und trägt zur Stabilisierung der Haut bei.

Bei der Produktwahl für Hautpflege bei Neurodermitis gilt:

  • pH-Wert hautneutral

  • Keine irritierenden Inhaltsstoffe (Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe)

  • Dermatologisch auf empfindlicher Haut oder Neurodermitis getestet

  • Reizmildernde, stabilisierende Produkteigenschaften

  • Keine groben Reiniger (z. B. Peelings bei Hautreinigung)

Zusätzlich solltest Du unter keinen Umständen auf einen ausreichenden Sonnenschutz mit LSF 50 verzichten. Durch die fehlende Schutzbarriere dringen UV-Strahlen nämlich besonders tief in die Haut von Neurodermitis-Patient*innen ein – vor allem, wenn kortisonhaltige Präparate (z. B. in Form einer Salbe) angewendet wurden. Ohne einen Sonnenschutz besteht nicht nur ein hohes Risiko für Sonnenbrände; auch Neurodermitis-Symptome wie Juckreiz und Rötungen können durch starke UV-Strahlung verstärkt werden. Wie alle anderen Hautpflegeprodukte sollte der Sonnenschutz frei von irritierenden Inhaltsstoffen sein.

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Keine Wartezeit

Lange Wartezeiten: Oft müssen Patient*innen auf einen freien Termin warten.

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Papierbasierter Fragebogen: Man muss Formulare manuell und vor Ort ausfüllen

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Physische Präsenz erforderlich: Notwendigkeit, sich physisch für Untersuchungen auszuziehen.

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Weniger Privatsphäre: In der Praxis warten und von anderen gesehen werden.

Familienorientierte Lösung

Unbequem für Familien: Notwendigkeit, mit Kindern zur Praxis zu reisen und zu warten

Flexibilität bei der Terminwahl

Eingeschränkte Terminauswahl: Termine nur innerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten.

Ortsunabhängigkeit

Ortsgebunden: Notwendig, zur Praxis zu reisen, vor allem für Menschen in abgelegenen Gebieten.

Geringeres Ansteckungsrisiko

Höheres Ansteckungsrisiko: Physischer Kontakt in der Praxis erhöht potenziell das Infektionsrisiko.

Zugang zu Spezialist*innen

Eingeschränkter Zugang zu Spezialist*innen: Man muss den Arzt/die Ärztin konsultieren, zu dem/der man geht.

Zeitersparnis

Zeitaufwand: Anfahrt zur Praxis und eventuelle Wartezeiten vor Ort.

Möglichkeit zur Zweitmeinung

Schwierigkeit, eine Zweitmeinung zu erhalten: Man muss einen weiteren Termin bei einem anderen Arzt vereinbaren.

Schonende Hautreinigung bei Neurodermitis

Zur Pflege der Haut und speziell zur Neurodermitis Pflege gehört auch immer eine Reinigung. Diese sollte bei Neurodermitis besonders schonend erfolgen. Ganz wichtig bei der Neurodermitis Pflege ist es dabei, den Wasserkontakt der Haut auf ein Minimum zu reduzieren: Denn bei zu langem Wasserkontakt werden der Haut Fette und Feuchtigkeit entzogen – sie trocknet ohne einen Ausgleich noch schneller aus. Bei der Neurodermitis Pflege solltest Du Duschen, die länger als 10 Minuten dauern, oder ein ausgiebiges Bad deswegen unbedingt meiden.

Ärzt*innen empfehlen außerdem, nur bei kalten bis lauwarmen Temperaturen zu Duschen, um eine Reizung Deiner Haut durch starke Hitze zu vermeiden. Anstatt die Haut trocken zu rubbeln, solltest Du sie nach dem Duschen sanft abtupfen, um den Juckreiz nicht zu verstärken und heilenden Ekzeme nicht wieder aufzureißen. Nach jeder Hautreinigung, die ein elementarer Bestandteil der Neurodermitis Pflege ist, solltest Du den Feuchtigkeitshaushalt Deiner Haut mit einer rückfettenden Hautpflege (Creme, Salbe) wieder ausgleichen. Der Fettfilm der Pflegecreme oder -salbe schützt Deine empfindliche Epidermis und reduziert den Feuchtigkeitsverlust.

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FAQ - Neurodermitis Pflege

  • Welche Ernährung kann den Zustand meiner Neurodermitis-Haut verbessern?

    Obwohl sich bei der Neurodermitis Pflege vieles auf äußerliche Anwendungen konzentriert, wissen viele nicht, dass die Ernährung auch eine Rolle bei der Gesundheit und Pflege der Haut bei Neurodermitis spielen kann. Einige Lebensmittel können Entzündungen fördern, während andere sie hemmen können.

  • Wie oft sollte ich meine Haut bei Neurodermitis exfolieren (Peeling)?

    Das Exfolieren oder Peelen der Haut kann dazu beitragen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen, was für eine gesunde Haut wichtig ist. Bei Neurodermitis-Patient*innen könnte jedoch eine zu häufige oder aggressive Exfoliation die Haut weiter irritieren.

  • Welche Auslöser können Neurodermitis-Schübe verursachen?

    Viele Faktoren können einen Neurodermitis-Schub auslösen, darunter Allergene, Infektionen, Stress, Wetterveränderungen oder reizende Substanzen.

  • Welche Inhaltsstoffe sollte ich in Hautpflegeprodukten vermeiden?

    Menschen mit Neurodermitis sollten potenziell reizende Inhaltsstoffe wie Alkohol, Duftstoffe, bestimmte Konservierungsmittel und andere vermeiden. Es ist immer ratsam, das Produktetikett sorgfältig zu lesen.