Ursachen von Neurodermitis

Ursachen von Neurodermitis

Obwohl Neurodermitis zu den am häufigsten auftretenden Hauterkrankungen zählt, wurde bis heute nicht abschließend erklärt, wodurch genau sie verursacht wird.

Wissenschaftler*innen haben Faktoren identifiziert, die das Auftreten der Krankheit besonders begünstigen. Welche Auslöser das sind, zeigen wir Dir hier.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis – von Ärzt*innen auch atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis genannt – ist eine chronische Hauterkrankung, die eng mit Asthma und allergischem Schnupfen verwandt ist. Sie tritt meist schon im Kindesalter bei bis zu 20 % aller Babys auf. Innerhalb der erwachsenen Bevölkerung erleben ca. 1 bis 3 % die typischen Begleiterscheinungen: Starker Juckreiz, brennende Schmerzen und entzündete Hautstellen (Ekzeme), etwa an den Händen, den Armbeugen oder dem Nacken. Diese Symptome treten in Schüben auf und sind deshalb nicht immer gleich stark ausgeprägt.

 

Leider ist Neurodermitis bis heute nicht heilbar. Mithilfe moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse ist es heutzutage möglich, die Erkrankung effektiv zu behandeln und dabei gute Ergebnisse zu erzielen.

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Welche Auslöser verursachen eine Neurodermitis?

In der Medizin wurden die Ursachen von Neurodermitis bislang nicht eindeutig festgestellt. Wissenschaftler*innen haben allerdings eine Reihe von Faktoren entdeckt, die zur Entstehung der Erkrankung beitragen oder einen plötzlichen Neurodermitisschub auslösen. In ihrer extrinsischen Form (ca. 70 % aller Fälle) reagiert der Körper dabei besonders sensibel auf allergieauslösende Stoffe von Außen. Die intrinsische Form von Neurodermitis tritt in nur 20 - 30 % aller Fälle auf. Dabei treten die charakteristischen Symptome ganz ohne einen externen Auslöser in Erscheinung. Bislang ist jedoch noch nicht abschließend geklärt, ob es sich dabei um eine eigenständige Entität handelt.

Neurodermitis-Ursache 1: Genetische Faktoren – ist Neurodermitis vererbbar?

Hinter der Veranlagung für Neurodermitis stehen in den meisten Fällen genetische Gründe. Kinder oder Geschwister von Neurodermitis-Patient*innen sind daher einem viel höheren Risiko für eine Erkrankung ausgesetzt als andere Menschen. Aber auch die Verbreitung von anderen atopischen Krankheiten (z. B. Asthma, allergischer Schnupfen) innerhalb der Verwandtschaft, kann das eigene Neurodermitisrisko deutlich erhöhen. Ein plötzliches Auftreten der Krankheit ohne eine Vorgeschichte ist zwar möglich, kommt allerdings nur selten vor.

Unser Immunsystem, und deshalb auch die Abwehr gefährlicher Schadstoffe, wird maßgeblich von unseren Genen beeinflusst. Es schützt unseren Körper, indem es potenzielle Gefahren von außen erkennt und eine Abwehrreaktion startet. Im Falle einer atopischen Krankheit wie Neurodermitis reagiert das Immunsystem aber auch auf harmlose Substanzen (z. B. Pollen, Staub oder Nahrungsmittel) mit starken Entzündungsreaktionen. Die Folge sind ein starker Juckreiz und Ekzeme – charakteristische Symptome einer Neurodermitis.

Auch die Veranlagung für eine erhöhte Ekzembereitschaft und eine trockene, empfindliche Haut wird bei Neurodermitis-Patient*innen über die Gene bestimmt. Unsere Haut hat die Aufgabe, den Körper vor dem Eindringen schädlicher Fremdkörper (z. B. Krankheitserreger oder Allergene) zu beschützen. Gleichzeitig bindet sie Feuchtigkeit an sich und verhindert, dass unser Körper wichtige Wasservorräte zu schnell wieder verliert. Bei Neurodermitiker*innen ist die äußerste Hautschichtt (Epidermis) nicht richtig aufgebaut: Fehler im sogenannten FLG-Gen führen beispielsweise zu einer verminderten Produktion des Proteins Filaggrin. Ohne bestimmte Eiweiße und Fette wird die Hautbarriere instabil – Krankheitserreger können leichter eindringen und Feuchtigkeit kann schneller entweichen.

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Neurodermitis-Ursache 2: Veränderungen der Hautflora

Die Beschaffenheit unserer Haut wird nicht allein von unseren Genen beeinflusst. Zum Schutz vor Krankheiten ist die Hautoberfläche jedes Menschen von winzigen, ungefährlichen Mikroorganismen und Bakterien besiedelt. Diese sogenannte Hautflora ist bei Patient*innen mit Neurodermitis außer Balance geraten: Im Vergleich finden sich auf ihrer Haut deutlich weniger verschiedene Mikroorganismen. Schädliche Bakterien wie etwa Staphylococcus aureus können sich aus diesem Grund viel leichter ausbreiten und Neurodermitisschübe entweder auslösen oder verschlimmern.

 

Neurodermitis-Ursache 3: Äußere Faktoren

Obwohl Neurodermitis nicht allein durch äußere Faktoren verursacht wird, kann sie durch Umwelteinflüsse verstärkt werden. Welche Trigger eine besonders starke, allergische Reaktion auslösen, ist von Patient*in zu Patient*in verschieden. Wissenschaftler*innen vermuten, dass das steigende Vorkommen von Neurodermitis in westlichen Ländern auch an der Verbesserung der Hygiene innerhalb der Gesellschaft liegt. Die Theorie dahinter besagt, dass neugeborene Kinder und Babys nicht mehr so vielen verschiedenen Keimen und Organismen wir früher ausgesetzt sind. Ihr Immunsystem ist gewissermaßen untrainiert und antwortet deshalb auch auf harmlose Substanzen mit einer allergischen Reaktion.

 

Meistens ist jedoch nicht nur ein einziger Auslöser verantwortlich. Wer im Alltag mehreren der folgenden Umwelteinflüsse ausgesetzt ist, ist deshalb auch von einem erhöhten Risiko für neue Neurodermitisschübe gefährdet.

 

Wetter

Das Klima und die Jahreszeit tragen entscheidend dazu bei, wie stark sich Neurodermitis bei Patient*innen äußert. Extreme Hitze oder Kälte, Schwitzen, trockene Heizungsluft oder geringe Luftfeuchtigkeit können den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt der Haut durcheinander bringen und ihre schützende Barriere beschädigen. Im Winter kommt es bei Neurodermitiker*innen deshalb besonders häufig zu plötzlichen Entzündungen oder Ekzemen.

 

Falsche Pflege

Die richtige Hautpflege spielt bei atopischer Dermatitis eine zentrale Rolle. Viele Pflegeprodukte enthalten nämliche allergieauslösende Inhaltsstoffe, die für Neurodermitishaut nicht geeignet sind. Zusammen mit häufigem Wasserkontakt bringen Inhaltsstoffe wie Parfüms oder Konservierungsmittel irritierend die Haut schnell aus ihrer Balance und verursachen auf diese Weise neue Entzündungen. Ein falsches Shampoo mit zu vielen Duftstoffen kann beispielsweise die Ursache für einen Neurodermitisschub auf der Kopfhaut sein.

Welche Produkte zur Pflege von Haut mit Neurodermitis geeignet ist, sollte individuell mit einem/r Ärzt*in besprochen werden. Die folgenden Inhaltsstoffe sollten Patient*innen allerdings besonders meiden:

  • Perubalsam
  • Lanolin
  • Emulgatoren
  • Bestimmte Auszüge aus Pflanzen wie Arnika und Kamille

 

Stress

Obwohl mittlerweile bewiesen wurde, dass Neurodermitis nicht durch eine Erkrankung der Nerven verursacht wird, spielen auch psychische Faktoren eine Rolle dabei, wie sich die Krankheit äußert. Starke mentale Belastung oder Stress können eine Immunreaktion auslösen und den Juckreiz verstärken. Das führt dazu, dass Patient*innen sich häufiger kratzen und sich so neue Entzündungen bilden.

 

Kleidung

Raue Materialien wie Wolle oder Synthetik können auf der Haut am gesamten Körper Reizungen hervorrufen. Enge Kleidung, schweiß-undurchlässige Stoffe und grobe Nähte können ebenfalls dazu beitragen, dass Symptome wie Juckreiz und entzündete Ekzeme sich bei Neurodermitiker*innen verschlimmern.

 

Allergene & Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Allergene, also bestimmte Eiweiße aus Pollen, Tierhaaren, Staub oder Lebensmitteln, können bei Neurodermitis-Patient*innen eine Überreaktion des Immunsystems auslösen. Die Folge sind allergietypische Symptome wie Entzündungen, Rötungen und Juckreiz.

 

Häufiges Kratzen

Auch wenn Kratzen das unangenehme Hautgefühl für eine kurze Zeit besänftigt, können die dabei entstandenen Verletzungen neue Neurodermitisschübe auslösen oder verschlimmern. Über die Wunden können nämlich Krankheitserreger und Allergene noch leichter in die Haut eindringen und dort neue Entzündungen verursachen.

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