Neurodermitis

Entsteht meine Neurodermitis durch Stress?

Die Haut wird nicht nur durch externe Umweltfaktoren beeinflusst, sondern reflektiert auch unseren psychischen Zustand. Stress und Depressionen gehören dabei auch dazu. Sobald eine erblich-genetische Veranlagung für Erkrankungen wie Neurodermitis vorliegt, können psychische Belastung und Stress für einen der typischen Schübe sorgen.

Wir zeigen Dir, warum Neurodermitis und Stress so eng miteinander verbunden sind und wie Du als Neurodermitiker*in gegen Symptome und Schübe vorgehen solltest.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis zählt zu den chronisch-entzündlichen Hautkrankheiten und wird in der Medizin manchmal auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt. Die Erkrankung äußert sich durch ein Ungleichgewicht in der Hautbarriere zusammen mit einer starken Reaktion des Immunsystems auf äußere Faktoren. Patient*innen berichten typischerweise von Symptomen wie Juckreiz, trockener Haut und nässenden Entzündungen. Neurodermitis ist bis heute nicht komplett heilbar – durch verschiedene Behandlungsmethoden können allerdings die Symptome gelindert und die zeitlichen Abstände zwischen den Schüben vergrößert werden.

Neurodermitis gehört zu den atopischen Krankheiten. Das beutetet, dass bei Patient*innen eine Überreaktion auf ungefährliche Umwelteinflüsse, wie Nahrung, Pollen und Bakterien vorliegt. In vielen Fällen tritt die Krankheit schon in jungen Jahren bei Kindern und Säuglingen auf, aber auch bei Erwachsenen kann Neurodermitis noch ausbrechen. 

 

Welchen Einfluss hat Stress auf unseren Körper?

Stress beschreibt die Auswirkungen auf den Menschen durch äußere und innere  Belastungen und Reize. Sie können sowohl natürlich als auch künstlicher Natur sein und können sich positiv und negativ auf den Körper und die Psyche auswirken. Etwa führt eine Trennung und Dauerstress in Job und Schule genauso zu einem Reiz wie die Vorfreude auf ein bestimmtes Ereignis. Diese Reize werden von Person zu Person subjektiv wahrgenommen, weshalb sich die Auswirkungen der Belastungen und der individuelle Umgang damit bei jedem Menschen unterscheiden. 

 

Stress und Neurodermitis: Der Zusammenhang zwischen unserer Psyche und der Haut

Dass sich der psychische Zustand auch auf den Zustand der Haut auswirkt, hat sicherlich jede/r schon miterlebt: Wenn wir ängstlich sind, bekommen wir Gänsehaut, wenn wir uns schämen, werden wir rot im Gesicht und wenn wir uns erschrecken, blass um die Nase.  

Dieser Zusammenhang kann dadurch erklärt werden, dass das Nervensystem und die Haut sich in der embryonalen Phase aus denselben körperlichen Anlagen bildet. Stress und andere psychische Belastungen sind zwar nie die alleinige Ursache für Hautkrankheiten, es besteht zwischen beidem aber erwiesenermaßen Wechselwirkungen. 

Ein schlechtes Hautbild und die dadurch entstehenden körperlichen und sozialen Belastungen führen zu Stress, der sich wiederum auf den zukünftigen Zustand der Haut auswirkt. Unter anderem können solche Zusammenhänge bei folgenden Hautkrankheiten beobachtet werden:

  • Neurodermitis (Atopische Dermatitis)
  • Haarausfall (Alopecia)
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Nesselsucht (Urtikaria)
  • Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)
  • Herpes
  • Rosazea (Rosacea, Couperose)
  • Kontaktekzeme

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Neurodermitis durch Stress und psychische Belastungen

Das wichtigste vorweg: Deine Neurodermitis wird nicht durch Stress oder andere psychische Belastungen ausgelöst. Neurodermitis ist eine atopische Krankheit und keine psychische. Stress und psychische Erkrankungen sind aber Triggerfaktoren, die einen Neurodermitisschub auslösen können. Von diesen Triggern gibt es sehr viele: Falsche Pflegeprodukte oder reizende Kleidung sind nur zwei von vielen Beispielen.

Die Wechselwirkung zwischen Stress und Neurodermitis ist jedoch eine besondere. Psychische Reize können sowohl der Auslöser für die Symptome sein als auch diese verschlimmern. Besonders der Fakt, dass die Neurodermitis eine chronische, nicht heilbare Krankheit ist, löst bei Patient*, innen Ängste und Schamgefühl aus, wodurch eine Stressbelastung entsteht. 

Forscher haben herausgefunden, dass solche chronischen Belastungen das Immunsystem noch weiter fordern, da der Körper bei einer Stressreaktion mehr Adrenalin und Noradrenalin produziert. Hält dieser Spannungszustand bei Neurodermitiker*innen längerfristig an, wird eine geringere Menge des entzündungshemmenden Stresshormons Cortisol ausgeschüttet. Daraus kann ein starker Ausbruch der Neurodermitis-Symptome folgen. Ein Schub führt wiederum zu neuem Stress, wodurch Patient*innen in einen wahren Teufelskreis gelangen können. 

 

Kann Stress auch eine Neurodermitis bei Kindern auslösen?

Besonders bei Kindern ist die Wechselwirkung zwischen Stress und Neurodermitis sehr stark ausgeprägt, da sie in ihrem Charakter noch nicht so gefestigt sind und deshalb größere Reaktionen auf Stressreize zeigen. Durch Symptome wie den starken Juckreiz schlafen Kinder weniger und tröstende Umarmungen von den Eltern fühlen sich oft sehr unangenehm an oder sind gar nicht erst möglich. Dies verunsichert auch Eltern im Umgang mit kleinen Patient*innen, was sich wiederum bewusst oder unbewusst auf die Eltern-Kind-Beziehung auswirkt. Zusätzlich schrecken Rötungen und Ekzeme andere Kinder ab, da sie noch nicht verstehen, dass diese krankheitsbedingt und nicht ansteckend sind. Dadurch erfahren Kinder Ablehnung und ernten skeptische Blicke, was weiteren Stress auslöst und die Wechselwirkungen zwischen Stress und Neurodermitis begünstigen.

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Neurodermitis durch Stress: Was kann helfen?

Die Wechselwirkungen zwischen Stress und Neurodermitis wirken sich sehr belastend auf Patient*innen aus. Es gibt aber einige Methoden, wie Neurodermitiker*innen den Stress minimieren können:

  • Autogenes Training und Techniken zur progressiven Muskelentspannung helfen Patient*innen, Spannungen und Stress abzubauen. 
  • Selbsthilfegruppen bringen Menschen mit den gleichen Erkrankungen zusammen und können dabei helfen, besser und entspannter mit der Neurodermitis umzugehen.
  • Psychotherapie und Schulungen unterstützen Menschen dabei, ihre Krankheit anzunehmen und damit zu leben und den Teufelskreis aus Juckreiz und Kratzen zu durchbrechen.
  • Das Umfeld aufzuklären, schafft Akzeptanz und Mitgefühl für die Erkrankung. Das ist insbesondere bei Kindern wichtig, da Mitschüler und Freunde viel besser und offener mit der Neurodermitis umgehen, wenn sie die Krankheit auch verstehen. 
  • Schulungen für die Familie sind auch wichtig, um Stress und Spannungen zu minimieren. Umso normaler und gelassener Angehörige mit der Neurodermitis und den Symptomen umgehen, umso einfacher ist auch der Umgang für die Patient*innen.

 

Was hilft sonst gegen Neurodermitis?

Stress ist zwar einer der größten Triggerfaktoren der Neurodermitis, aber nicht der einzige. Um die Symptome zu lindern und die Phasen zwischen den Schüben zu verlängern, müssen auch andere Risiken vermieden und die Haut richtig und ausreichend gepflegt werden.

 

Andere Triggerfaktoren vermeiden

Neben dem Stress sind die Auslöser sehr vielfältig und individuell. Eine/r reagiert nur auf einen Faktor sehr stark, der/die andere auf alle Auslöser ein wenig. Zu diesen verschiedenen Auslösern gehören unter anderem:

  • Wetter
  • Falsche Pflege
  • Allergene (z. B. Tierhaare, Pollen)
  • Bestimmte Lebensmittel
  • Kleidung (z. B. aus Wolle)

 

Hautpflege und Medikamente

Salben und Cremes mit den Wirkstoffen Urea oder Glycerin können dabei helfen, Entzündungen zu hemmen, Feuchtigkeit zu spenden und insgesamt das Hautbild zu verbessern. Bei einem akuten Schub der Neurodermitis hat sich der Einsatz von Corticosteroiden bewährt. Der Wirkstoff kann Juckreiz und andere Symptome akut abschwächen. 

Wir raten dringend dazu, eine/n erfahrene/n Ärzt*in aufzusuchen: Diese Expert*innen analysieren dich und deine Haut, stellen eine genaue Diagnose, definieren Behandlungsmethoden und geben Tipps zu einer hautfreundlichen Lebensführung. 

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