Neurodermitis

Wie hängen Neurodermitis & Allergien zusammen?

Bei Neurodermitis reagiert die Haut von Patient*innen besonders empfindlich auf bestimmte Umweltreize. Da dies auch für Allergien – beispielsweise gegen Pollen – zutrifft, fragen sich viele Menschen, ob Neurodermitis nicht auch eine Sonderform einer Allergie ist.

Wir zeigen Dir, wo der Unterschied liegt und wie Allergene den Verlauf einer Neurodermitis beeinflussen können.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bekannt, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung. Sie beeinflusst das Immunsystem und bringt die schützende Hautbarriere in ein Ungleichgewicht. Typische Symptome einer Neurodermitis sind trockene, gerötete Haut, Ekzeme und juckende Stellen. Der Krankheitsverlauf ist chronisch.

Patient*innen berichten von unangenehmen Hautreaktionen beim Kontakt mit eigentlich unbedenklichen Umweltfaktoren, wie Wolle, Pflegestoffen oder Pollen. Es spielen aber auch andere Faktoren wie die Hautpflege und der psychischen Verfassung eine Rolle für den Krankheitsverlauf. Oft treten die ersten Schübe schon im Kinder- und Säuglingsalter auf, eine Erkrankung im Erwachsenenalter kann aber nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt sind in Deutschland 2 - 3 % der Bevölkerung an Neurodermitis erkrankt.

 

Was sind Allergien?

Allergien sind – genauso wie Neurodermitis – atopische Krankheiten. Umweltfaktoren wie Tierhaare oder Blütenpollen führen dabei zu unangenehmen Reaktionen. Allergiker*innen erleben dabei unter anderem Juckreiz, Schnupfen, Husten und Atemprobleme. Diese Symptome treten je nach Allergen unmittelbar nach ein paar Sekunden oder Minuten ein, können aber auch erst Tage nach dem Kontakt auftreten (wie  bei einer Nickelallergie).

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Allergien, darunter unter anderem die folgenden:

  • Heuschnupfen
  • Hausstaubmilbenallergie
  • Tierhaarallergie
  • Sonnenallergie
  • Kontaktallergie
  • Schimmelpilzallergie
  • Insektengiftallergien
  • Nahrungsmittelallergien

Die Folgen einer allergischen Reaktion sind für Patient*innen häufig sehr unangenehm und schränken sie in ihrer Lebensführung ein. Um diese Reaktionen schnell und effektiv zu behandeln, werden Hautcremes und Nasensprays für Allergiker*innen eingesetzt, genauso wie Cortisonpräparate und Antihistaminika.

Was hilft bei Neurodermitis?

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Ist Neurodermitis eine Allergie? 

Da Allergien und Neurodermitis bei Patient*innen ähnliche Symptome hervorrufen, werden sie oft miteinander verglichen. Zwar gibt es hier Zusammenhänge, trotzdem handelt es sich um zwei verschiedene Erkrankungen. 

Allergien äußern sich in ihrem Verlauf meist durch Beschwerden, wie, Schnupfen und tränende Augen. Ein Neurodermitis-Schub kann hingegen nicht nur durch ein Allergen, sondern auch von anderen Faktoren wie dem Wetter und der psychischen Verfassung ausgelöst werden. Außerdem treten bei Neurodermitis juckende Ekzeme auf, während Allergien auf der Haut eher juckende Quaddeln entstehen lassen, die recht schnell wieder verschwinden. 

Da bei einer atopischen Erkrankung aber sowieso das Immunsystem beeinträchtigt ist, entwickeln Neurodermitiker*innen in der Mehrzahl der Fälle auch Allergien, wie gegen Hausstaub. Nur für einen geringen Teil der Patient*innen spielen Allergien als Trigger für einen Schub keine Rolle, in diesem Fall spricht man von einer intrinsischen Variante der Neurodermitis und nicht von einer allergischen Neurodermitis. 

Auch bei der Behandlung von Allergien und von Neurodermitis kommt es zu Überschneidungen. Wie bereits erwähnt kommen bei Allergien Hautcremes und Cortison zum Einsatz, diese werden auch bei der Neurodermitis-Therapie eingesetzt, um akuten Symptomen entgegenzuwirken und ihnen vorzubeugen.

 

Allergientherapie zur Behandlung von Neurodermitis

Auch wenn Allergene nicht die einzigen Auslöser für Neurodermitis sind, reagieren die meisten Patient*innen empfindlich auf bestimmte Stoffe aus ihrer Umwelt. Aus diesem Grund sollte man den Kontakt zu solchen Triggern vermeiden und weitere Maßnahmen ergreifen. Dabei werden unter anderem folgende Strategien eingesetzt:

Allergieprävention

Eine Möglichkeit keine Sensibilisierung für einen Stoff oder eine Substanz zu entwickeln, ist ihn von Anfang an zu vermeiden. Wird eine atopische Störung festgestellt, sollte man beispielsweise kein haarendes Haustier besitzen, da Tierhaare besonders häufig allergische Reaktionen hervorrufen. So kann die Ausbildung einer Allergie über lange Zeit verhindert werden.

Allergiekarenz 

Allergiekarenz nennt man Verhaltensweisen und Maßnahmen, die den Kontakt mit potenziell allergieauslösenden Stoffen und Substanzen möglichst stark verringern. Dabei unterscheiden sich die Methoden und Vorgehensweisen je nach Stoff: Bei Tierhaaren und bestimmten Lebensmitteln kann das recht einfach gelingen; Pollen oder Hausstaub ist es dagegen schwieriger aus dem Weg zu gehen.

Hyposensibilisierung 

Die Hyposensibilisierung ist eine spezifische Art der Immuntherapie, die darauf abzielt, die Allergiereaktionen auf einen Stoff mittel- bis langfristig abzuschwächen. Dies funktioniert in etwa wie eine Impfung: Dem Körper werden Extrakte eines Stoffes zugeführt, um das Immunsystem gegen ihn abzuhärten. Ein solches Verfahren ist vor allem bei Allergien gegen Gräser oder Wespengift sinnvoll. Eine Hyposensibilisierung dauert in der Regel 2 bis 5 Jahre, kann aber in manchen Fällen auch ein Leben lang dauern.

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Was hilft sonst noch gegen Neurodermitis?

Zwar sind allergieauslösende Stoffe mögliche Trigger eines Neurodermitis-Schubs – sie sind aber bei Weitem nicht die einzigen Triggerfaktoren. Nur eine Vermeidung dieser Einflüsse und eine angemessene Hautpflege können dazu beitragen, die Phasen zwischen Schüben zu verringern und Symptome zu lindern.

 

Weitere Triggerfaktoren vermeiden

Die Auslöser für die Neurodermitis sind von Patient*in zu Patient*in sehr unterschiedlich. Die einen berichten von schnellen Schüben bei einem Wetterumschwung, die anderen von juckenden Stellen, wenn sie unter großem Stress stehen. Manche Neurodermitiker*innen reagieren auf mehrere Trigger, manche nur auf einen sehr speziellen. Zu den am weitesten verbreiteten Faktoren gehören:

  • Wetter
  • Irritierende Pflegestoffe
  • Stress
  • Kleidung (z. B. aus Wolle)

 

Hautpflege gegen Neurodermitis

Die tägliche Hautpflegeroutine hat bei der Behandlung der Neurodermitis eine besondere Bedeutung. Wird die Haut konsequent gepflegt und mit feuchtigkeitsbindenden Mitteln versorgt, können die Phasen zwischen den Schüben verlängert und der Bedarf einer medikamentösen Behandlung verringert werden. 

Besonders gut eignen sich Stoffe für die Pflege, die schon auf natürliche Weise im Körper vorhanden sind: Glycerin und Urea stärken die Hautbarriere und spenden Feuchtigkeit. Solche Stoffe sind besonders reizarm und verursachen nur in den seltensten Fällen Hautirritationen. 

Der Einsatz von Salben, Cremes und Medikamenten muss in jedem Fall mit einem/r Ärzt*in abgesprochen werden. Wenn nämlich unverträgliche Wirkstoffe verwendet werden, dann kann dies die Symptome sogar noch verstärken. Aber nicht nur deswegen ist der Gang in eine Praxis unerlässlich – neben einer genauen Diagnose erhältst Du dort zusätzlich auch noch weitere Hinweise bezüglich einer hautfreundlichen Lebensführung bei Neurodermitis.

 

Medikamente gegen Neurodermitis

Werden die Symptome zu stark, kann Dir ein/e Ärzt*in eine medikamentöse Therapie empfehlen. 

Effektiv bei der Behandlung eines akuten Neurodermitis-Schubs sind verschreibungspflichtige Salben mit Glukokortikoide (Cortison) und Calcineurininhibitoren.

Cortison hat eine stark entzündungshemmende Wirkung, weshalb Juckreiz und Ekzeme schnell und effektiv gelindert werden können. Cortison wird auch zur akuten Behandlung von Allergien eingesetzt. Calcineurininhibitoren wirken dagegen lokalimmunosuppresiv, und können die Reaktion des körperlichen Abwehrsystems abmildern.

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