Akne in den 30ern: Wenn die Haut anspruchsvoller wird
Mit Anfang 30 verändert sich die Haut spürbar. Die Talgproduktion geht zurück, gleichzeitig nimmt die Trockenheit zu. Die Haut heilt langsamer und das Risiko für Narben und Pigmentflecken steigt. Erste feine Linien werden sichtbar, sodass langsam Anti-Aging zum Thema wird. Gleichzeitig spielen sich wichtige Lebensereignisse ab, wie beispielsweise Familienplanung, Schwangerschaft und Karriere. Auch all dies kann die Haut beeinflussen.
Die Akne verschiebt sich jetzt eindeutig in die U-Zone: Kiefer, Wangen und Hals sind am stärksten betroffen. Die Pickel sind hartnäckiger als mit 20, oft tiefliegend und entzündet, während Mitesser seltener werden. Die paradoxe Situation und typisch für dieses Alter - oft hat man trockene Haut und Pickel gleichzeitig. Studien zeigen, dass etwa jede zweite Frau in ihren 20ern, rund ein Drittel in ihren 30ern und etwa ein Viertel in ihren 40ern noch unter Akne leidet. Damit sind in der Altersgruppe von etwa 25 bis 45 Jahren durchaus um die 30 % betroffen.
Häufige Trigger mit 30 sind hormonelle Schwankungen durch Schwangerschaft, das Absetzen oder Wechseln der Pille, Job- und Familienstress, chronische Erschöpfung und Schlafmangel sowie zu reichhaltige Anti-Aging-Cremes, die eigentlich helfen sollten, aber die Poren verstopfen.
Hautpflege-Strategie für die 30er
Jetzt wird die Hautpflege zum Balanceakt: Du brauchst gleichzeitig Anti-Akne-Wirkstoffe, Anti-Aging-Pflege und intensive Hydratation. Da die Haut trockener wird, ist eine nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege absolut essentiell. Die Wirkstoffe müssen sorgfältig ausgewählt oder aufeinander abgestimmt werden, damit sie sich gegenseitig nicht beeinträchtigen.
Empfohlene Wirkstoffe für das Alter ab 30: Retinoide wie Tretinoin oder Adapalen wirken sowohl gegen Akne als auch gegen erste Zeichen der Hautalterung. Azelainsäure behandelt Akne und hellt gleichzeitig Pigmentflecken auf. Niacinamid stärkt die Hautbarriere und reguliert die Talgproduktion. Hyaluronsäure spendet intensive Feuchtigkeit. Vitamin C wirkt antioxidativ und hellt Pigmentflecken auf. Benzoylperoxid kann punktuell bei Entzündungen eingesetzt werden.
Eine ausgewogene Routine: Morgens sanfte Reinigung, Vitamin C-Serum, eine gute Feuchtigkeitscreme und SPF 50. Abends beginnst Du mit einem Öl-Cleanser, gefolgt von der normalen Reinigung, dann das Retinoid und abschließend eine reichhaltige Feuchtigkeitscreme. Wichtig: Nach Schwangerschaft und Stillzeit muss die Routine angepasst werden, da Retinoide während dieser Zeit nicht verwendet werden dürfen.