Große Poren

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Was hilft gegen große Poren im Gesicht?

Ob auf der Nase, der Stirn oder den Wangen – große Poren im Gesicht können das Hautbild enorm stören und gehen leider nicht von selbst zurück. Wir sagen Dir, wie Du Deine Poren optisch verkleinern kannst und welche Rolle Aspekte wie Ernährung, Hautpflege, Hausmittel und Laserbehandlungen dabei spielen.

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Was sind Poren und welche Funktion haben sie?

Die Poren auf Deiner Haut sind die Öffnungen der Schweiß- und Talgdrüsen. Der Talg (Hautfett) überzieht die Haut mit einer dünnen Fettschicht und schützt sie so einerseits vor dem Austrocknen, gleichzeitig aber auch vor Krankheitserregern, Bakterien und Umweltschmutz. Verstopfen die Talgdrüsen, entstehen daraus Komedonen (Mitesser), die bei einer Entzündung zu Pickeln (Pusteln) und anderen (entzündlichen) Hautunreinheiten führen können. 

Können sich Poren selbstständig öffnen und schließen?

Bevor wir auf die tatsächlichen Ursachen vergrößerter Poren eingehen, wollen wir zunächst mit einem Mythos aufräumen. Vermutlich hast Du auf Blogs oder in Ratgebern schon einmal gelesen, dass Du für die Gesichtsreinigung warmes Wasser verwenden sollst, damit sich die Poren besser öffnen und die Haut Wirkstoffe besser aufnehmen kann. Dabei handelt es sich um einen weitverbreiteten Irrglauben: Poren besitzen keinen Muskel, der durch An- oder Entspannung ihre Größe verändern könnte. Das bedeutet aber auch, dass sich eine Pore nicht von selbst wieder verkleinern kann, wenn sie einmal – beispielsweise durch eine Talg-Verstopfung – vergrößert wurde. 

Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt, sorgt deshalb auch Wasserdampf nicht für eine Vergrößerung Deiner Poren. Stattdessen erweitern sich lediglich die Blutgefäße, wodurch Deine Haut minimal anschwillt und die Poren größer erscheinen. 

Wie entstehen große Poren?

Da vergrößerte Poren vor allem durch Talg-Verstopfungen zustande kommen, liegt die Ursache in einer Kombination aus einer verstärkten Talgproduktion und einer stärkeren Verhornung der Haut. Durch die Verstopfungen werden die Poren sichtbarer, die Porenwand kann sich langfristig weiten und die Pore wird größer. Das passiert vor allem an Körperstellen, wo sich besonders viele Talgdrüsen befinden. Dazu gehören neben der T-Zone im Gesicht (Stirn, Nase, Kinn) auch die Wangen, die Brust, der Rücken und die (Ober-)Arme. 

Zusätzlich zu einer genetischen Veranlagung hat eine übermäßige Talgproduktion häufig hormonelle Ursachen: Bei einem Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) wirken sich diese gleichermaßen fördernd auf die Talgproduktion und die Verhornung aus. Ursachen für solche Hormonschwankungen können beispielsweise die Pubertät, das Absetzen der Anti-Baby-Pille, eine Schwangerschaft oder die Menopause sein. 

Gleichzeitig gibt es aber auch einige Faktoren aus Deinem Alltag, die die Talgproduktion verstärken bzw. Poren vergrößern können. Dazu gehören unter anderem: 

  • Kosmetik- und Pflegeprodukte mit hohem Fettanteil oder komedogenen (Poren verschließenden) Inhaltsstoffen
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämisch Index (= viele kurzkettige Kohlenhydrate)
  • Kuhmilch und Milchprodukte
  • Medikamente (z. B. bromhaltige Beruhigungs- / Schlafmittel)
  • Zigaretten (Nikotin) und Alkohol
  • Stress und psychische Belastung
  • Hohe Luftfeuchtigkeit 

Wichtig: Jede Haut ist anders und die Poren sind dadurch – je nach Hauttyp – von vornherein unterschiedlich groß. Besonders fettige Haut und Mischhaut tendiert von Natur aus zu größeren Poren. Gleichzeitig spielt auch der natürliche Alterungsprozess eine wichtige Rolle. 

Wie kann ich große Poren wieder verkleinern?

Auch wenn sich die Poren von selbst nicht verkleinern können, gibt es einige Behandlungen und Anpassungen, die Dir gleichermaßen dabei helfen können, Deine Poren kleiner wirken zu lassen und einer weiteren Vergrößerung vorzubeugen. Dabei können sowohl professionelle Behandlungen beim Hautarzt, Hausmittel, die richtige Hautpflege und Aspekte Deines Alltags eine wichtige Rolle spielen. 

Cremes gegen große Poren

Wenn Du auf der Suche nach einer Creme gegen große Poren bist, solltest Du Dich am besten nicht von Werbeversprechen blenden lassen, sondern immer selbst einen genauen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen. Wichtig ist vor allem, dass die Creme keine komedogenen (Poren verstopfenden) Stoffe enthält und beispielsweise durch einen dieser Wirkstoffe einen regulierenden Effekt auf die Talgproduktion hat:

  • Vitamin-A-Säure
  • Retinol
  • Salicylsäure 
  • Niacinamid
  • Zink

Insbesondere bei Retinol wird vermutet, dass es große Poren tatsächlich optisch verkleinern kann. Erfahrungen haben aber gezeigt, dass dafür regelmäßige Anwendungen über einen Zeitraum zwischen mehreren Monaten und bis zu einem Jahr nötig sein können.

Chemische Peelings gegen große Poren

Chemische Peelings mit Salicylsäure (BHA) oder Glykolsäure (AHA) helfen dabei, die Poren nicht vergrößert wirken zu lassen, da sie abgestorbene Hautzellen der obersten Hautschicht abtragen (Keratolyse) und gleichzeitig die Talgansammlungen aus den Poren lösen. 

Große Poren lasern lassen

Wenn Cremes und Peelings bei Dir keine ausreichende Wirkung zeigen, gibt es auch eine Laserbehandlung beim Dermatologen, die gegen die vergrößerten Poren helfen kann. Mithilfe eines fraktionierten Lasers werden dabei alte Hautzellen zerstört, sodass die Hautzellerneuerung und die Kollagenproduktion angeregt werden können. Dadurch wird die Hautstruktur feiner und auch die Poren erscheinen wieder kleiner. 

Hautpflege-Routine anpassen

Besonders wenn bei Dir zusätzlich zu den großen Poren auch Hautunreinheiten vorkommen, neigst Du vielleicht dazu, Deine Haut zu “überpflegen”. Das Problem: Viele Wirkstoffe können Deine Haut austrocknen lassen, was wiederum die Talgproduktion anregt. Unser Tipp: Eine Reinigung und Pflege zweimal täglich (morgens und abends) reicht völlig aus. Wichtig ist zudem, dass Du bei der Auswahl Deiner Reinigungs- und Pflegeprodukte darauf achtest, dass sie keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Olivenöl oder Acetylated Lanolin Alcohol enthalten. Zusätzlich sind auch folgende Eigenschaften wichtig:

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (Risiko für Kontaktallergien)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
  • pH-Wert ähnlich zur Haut (pH 5 - 5,5)

Den Verstopfungen in den Poren kannst Du mit Deiner Hautpflege zusätzlich entgegenwirken, wenn die Produkte komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe beinhalten. Zu den frei verkäuflichen Varianten gehören Benzoylperoxid (BPO) und Salicylsäure – bei der Auswahl und Dosierung kann Dir aber auch immer Dein Dermatologe helfen.

Ernährung anpassen

Einige Lebensmittel können Auswirkungen auf die Talgproduktion haben und dadurch auch die Entstehung vergrößerter Poren verstärken. Dabei handelt es sich vor allem um Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Der Körper muss in diesem Fall viel Insulin bilden, um die enthaltenen Kohlenhydrate in Energie umzuwandeln. Das Problem: Insulin lässt gleichzeitig auch die Talgproduktion ansteigen. Eine Hilfe dabei, auf welche Lebensmittel Du besser verzichtest, gibt Dir der sogenannte glykämische Index (GI), der Lebensmittel hinsichtlich der enthaltenen (kurzkettigen) Kohlenhydrate wertet. Zu den GI-Spitzenreitern gehören unter anderem: 

  • Verschiedene Zucker (z. B. Malz-, Traubenzucker & gezuckerte Getränke)
  • Weißer Reis
  • Kartoffeln & Pommes
  • Cornflakes
  • Weißbrot

Auch wenn sie weniger Kohlenhydrate haben, solltest Du zudem auch versuchen, möglichst auf Kuhmilch (v. a. Halbfettmilch) und Milchprodukte zu verzichten. Sie stimulieren einen Insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor können dadurch einen sehr ähnlichen Effekt auf die Talgproduktion haben. Wichtig: Jede Haut ist anders – wie sich einzelne Lebensmittel tatsächlich auf Deine Haut auswirken, findest Du also am effektivsten selbst mithilfe eines Ernährungstagebuchs heraus. 

Klärende Gesichtsmasken als Hausmittel gegen große Poren

Dass bestimmte Hausmittel tatsächlich einen regulierenden Einfluss auf die Talgproduktion haben, wurde bisher nicht nachgewiesen. Da aber beispielsweise Gesichtsmasken mit Heilerde die Durchblutung anregen und dadurch auch die Ausscheidung von überflüssigem Talg anregen, können sie auch dabei Helfen, vergrößerte Poren wieder kleiner wirken zu lassen. 

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