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Hausmittel gegen Akne: was wirklich hilft

Akne
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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Hausmittel gegen Akne werden in allen Medien und Kanälen gerne weitergegeben: auf TikTok, in Beauty-Blogs, auf Pinterest, in Zeitschriften und nicht zuletzt in Omas Hausapotheke. Von Heilerde über Eiswürfel bis Teebaumöl versprechen unzählige Tipps schnelle Hilfe gegen Pickel, Mitesser und entzündete Stellen. Die Hoffnung dahinter ist verständlich, denn schließlich wünscht sich jeder eine sanfte, natürliche Lösung, die unkompliziert wirkt. Doch wie viel Wahrheit und vor allem Wirksamkeit steckt wirklich hinter diesen Empfehlungen? Können Hausmittel Pickel tatsächlich heilen oder lindern sie nur kurzfristig Symptome?

Wichtig ist eine ehrliche Einordnung: Hausmittel gegen Akne sind kein Wundermittel, sondern können die Hautpflege sinnvoll ergänzen. Besonders bei mittelschwerer oder schwerer Akne ersetzen sie keine medizinische Therapie. Dieser Guide zeigt Dir wissenschaftlich belegt und faktenbasiert, welche Hausmittel bei leichten Unreinheiten realistisch unterstützen können, wo ihre Grenzen liegen und auch, welche Mythen sind udn Du Dir getrost sparen kannst. Damit Du verlässlich Entscheidungen für Deine Haut und Deine Gesundheit triffst.

Warum Hausmittel allein meist nicht ausreichen

Akne ist eine komplexe, entzündliche Hauterkrankung. Sie entsteht durch ein Zusammenspiel aus hormonell gesteigerter Talgproduktion, einer Verhornungsstörung der Poren und der Vermehrung von Cutibacterium acnes, einem natürlicherweise auf der Haut vorkommenden Bakterium, das sich bei Akne in den Talgdrüsen übermäßig vermehrt und Entzündungen fördert. Hausmittel setzen hier meist nur an der Oberfläche an. Sie können Rötungen lindern, Talg vorübergehend reduzieren oder gereizte Haut beruhigen; die eigentlichen Ursachen behandeln sie jedoch nicht. Bei einzelnen Pickeln oder leichten Unreinheiten können Akne-Hausmittel durchaus unterstützend wirken. Sobald jedoch mehrere entzündete Pusteln, Knoten oder eine Neigung zu Narben bestehen, ist eine dermatologische Beratung notwendig. Dermatologische Wirkstoffe wie Retinoide, Benzoylperoxid oder Azelainsäure greifen gezielt in die Krankheitsmechanismen ein, etwas, das Hausmittel nicht leisten können. Die beste Strategie ist daher eine Kombination aus medizinischer Behandlung, angepasster Pflege, gesundem Lifestyle und punktuell eingesetzten Hausmitteln.

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Hausmittel, die tatsächlich unterstützen können

Heilerde-Masken - entfettend, aber nicht heilend

Heilerde wird seit Jahrzehnten bei unreiner Haut eingesetzt. Ihre feinen Mineralpartikel wirken wie ein Schwamm: Sie saugen überschüssigen Talg auf, mattieren die Haut und können auf diese Weise kurzfristig das Gefühl von Reinheit vermitteln. Enthaltene Mineralstoffe wie Zink, Magnesium und Kalzium unterstützen zudem physiologische Hautfunktionen. Beim Abwaschen entsteht ein sanfter Peeling-Effekt, der lose Hornschüppchen entfernt. Studien zeigen, dass mineralische Tonerden eine leichte antibakterielle Wirkung besitzen können, die jedoch deutlich schwächer ist als die von medizinischen Wirkstoffen. Realistisch betrachtet ist Heilerde bei Akne gut geeignet, um einzelne Mitesser oder leichte Unreinheiten zu unterstützen sowie ölige Haut temporär zu beruhigen. Für entzündliche, hormonell getriggerte Akne reicht sie jedoch nicht aus. Ein- bis zweimal pro Woche als Maske angewendet, kann sie die Pflegeroutine sinnvoll ergänzen. Wichtig ist eine gute Feuchtigkeitspflege danach, da Heilerde die Haut stark austrocknen kann.

Eiswürfel - SOS-Hilfe gegen Entzündungen

Kälte wirkt gefäßverengend. Wird ein Eiswürfel kurz auf einen entzündeten Pickel gelegt - bitte Eiswürfel IMMER in ein Tuch gewickelt nutzen - ziehen sich die Blutgefäße zusammen, Rötung und Schwellung gehen zurück, der Druckschmerz lässt nach und wird gelindert. Dieser Effekt ist allerdings rein symptomatisch und hält meist nur 30 bis 60 Minuten an. Die Entzündung selbst wird dadurch nicht geheilt. Als kurzfristige Hilfe vor wichtigen Terminen können Eiswürfel gegen Pickel dennoch sinnvoll sein. Wichtig ist die korrekte Anwendung: maximal 30 bis 60 Sekunden kühlen, dann eine Pause einlegen und den Vorgang höchstens zwei- bis dreimal wiederholen. Direktes Auflegen ohne Schutz kann Kälteverbrennungen und Kapillarschäden verursachen. Daher beachte: Eis bitte immer vorsichtig dosieren und nie direkt auf die Haut legen!

Aloe Vera - beruhigend bei Reizungen

Reines Aloe-Vera-Gel wirkt beruhigend und entzündungshemmend. Es spendet Feuchtigkeit und unterstützt die Wundheilung. Rötungen können gelindert, die Hautbarriere unterstützt und das Spannungsgefühl bei gereizter Akne-Haut reduziert werden. Studien aus der Dermatologie zeigen, dass Aloe Vera insbesondere bei entzündlichen Prozessen eine beruhigende Wirkung entfalten kann. So konnte  in einer Studie die antientzündliche Wirkung von äußerlich angewendetem Aloe Vera Gel nachweisen. Als dünn aufgetragenes Gel, idealerweise mit einem Aloe-Anteil von mindestens 95 Prozent, eignet es sich gut zur täglichen Anwendung bei empfindlicher, gestresster Haut. Es ersetzt jedoch keine akne-spezifische Therapie, sondern wirkt vor allem unterstützend.

Teebaumöl - antibakteriell, aber vorsichtig nutzen 

In Verbindung mit Akne-Hausmitteln kommt Teebaumöl gerne ins Spiel. Teebaumöl besitzt eine nachgewiesene antibakterielle Wirkung und kann das Wachstum von Cutibacterium acnes hemmen. In dermatologischen Fachpublikationen wird beschrieben, dass der Hauptwirkstoff Terpinen-4-ol gezielt den Akne-Erreger Cutibacterium acnes bekämpft und bei punktueller Anwendung entzündete Pickel schneller abklingen lassen kann. Gleichzeitig ist es jedoch ein starkes ätherisches Öl, das Hautreizungen auslösen kann. Kontaktallergien, Brennen und Rötungen sind keine Seltenheit. Wenn Teebaumöl bei Akne überhaupt eingesetzt wird, dann nur stark verdünnt und punktuell mit einem Wattestäbchen anwenden. Ein Verträglichkeitstest am Unterarm ist Pflicht! Großflächige Anwendungen sind nicht empfehlenswert und können die Hautbarriere nachhaltig schädigen.

Dampfbäder mit Kamille: Poren-Tiefenreinigung 

Warmer Wasserdampf öffnet die Poren kurzfristig und erleichtert das Entfernen von Talg und Schmutz. Kamille wirkt zusätzlich mild entzündungshemmend und beruhigend. Ein- bis zweimal wöchentlich angewendet, können Dampfbäder die Reinigungsroutine unterstützen und das Hautgefühl verbessern. Wichtig ist jedoch, dass geöffnete Poren nicht automatisch „tiefengereinigt“ werden. Ohne eine anschließende, sanfte Reinigung und geeignete Wirkstoffe bleibt der Effekt oberflächlich. Zu häufige Dampfbäder können die Haut zudem austrocknen und Gefäße reizen.

Hausmittel, die nicht funktionieren (oder der Haut sogar schaden können)

Ziegenmilchseife: Mild und beruhigend, aber kein Akne-Therapeutikum

Ziegenmilchseife wird häufig als sanfte Reinigung bei empfindlicher Haut empfohlen. Sie enthält pflegende Fettsäuren und Proteine, die die Hautbarriere unterstützen können. Für Akne ist sie jedoch kein wirksames Hausmittel. Ihr fehlt eine gezielte antibakterielle Wirkung gegen Cutibacterium acnes, ebenso beeinflusst sie weder die übermäßige Talgproduktion noch die Verhornungsstörung der Poren. Zudem können Milcheiweiße bei sensibler Haut allergische Reaktionen auslösen. Als milde Seife im Alltag ist sie in Ordnung, zur Behandlung von Akne oder bei entzündlichen Pickeln reicht sie in der Regel nicht aus.

Schwarzkümmelöl: Gut für die Hautbarriere, ungünstig bei Akne

Schwarzkümmelöl enthält entzündungshemmende und antioxidative Inhaltsstoffe und kann bei trockener, gereizter Haut unterstützend wirken. Bei Akne-Haut ist es jedoch problematisch: Es ist relativ reichhaltig, kann die Poren verstopfen und beeinflusst weder die Talgproduktion noch die bakterielle Besiedelung. Als innerliches Nahrungsergänzungsmittel wird ihm eine immunmodulierende Wirkung zugeschrieben, für die äußerliche Akne-Therapie ist es jedoch nicht geeignet. Bei zu Unreinheiten neigender Haut kann es das Hautbild sogar verschlechtern.

Diese Hausmittel bitte lassen

Einige vermeintliche Hausmittel sind nicht nur unwirksam, sondern können die Hautbarriere nachhaltig schädigen:

  • Zahnpasta: Enthält Menthol, Alkohol und Fluoride, die stark reizen und Entzündungen verstärken können.

  • Backpulver: Mit einem alkalischen pH-Wert zerstört es den natürlichen Säureschutzmantel.

  • Zitronensaft: Stark sauer, reagiert problematisch mit Sonnenlicht, Risiko für Verätzungen und Pigmentflecken.

  • Apfelessig pur: Kann die Hautbarriere angreifen und Irritationen fördern.

  • Kokosöl: Hoch komedogen, verstopft Poren und kann Akne verschlimmern.

Zinksalbe großflächig: Kann austrocknen und okklusiv wirken, daher nur punktuell sinnvoll.

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So kombinierst Du Hausmittel sinnvoll

Dein Hausmittel-Plan für leichte Unreinheiten

Bei leichten Unreinheiten können Hausmittel gegen Akne begleitend eingesetzt werden, immer eingebettet in eine medizinisch sinnvolle Pflegeroutine.

Morgens:

Sanfte, pH-neutrale Reinigung, anschließend, falls verordnet, eine medizinische Wirkstoffcreme (z.B. Azelainsäure oder Retinoid) und eine nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege.

Abends:

Ein- bis zweimal pro Woche ein Kamillen-Dampfbad, gefolgt von einer Heilerde-Maske zur kurzfristigen Talgregulation. Danach erneut die ärztlich empfohlene Wirkstoffpflege und bei Bedarf Aloe-Vera-Gel zur Beruhigung.

SOS bei akutem Pickel:

Eiswürfel im Tuch für 30 bis 60 Sekunden zur Abschwellung, optional punktuell Teebaumöl nach Verträglichkeitstest.

Wann Du zum/zur Dermatolog:in solltest

Hausmittel können Pickel bei vereinzelten Unreinheiten lindern, ersetzen aber keine Therapie bei:

  • Mehr als 10 bis 15 entzündlichen Pickeln oder Pusteln

  • Schmerzhaften Knoten oder Zysten

  • Langanhaltenden Entzündungen

  • Beginnender Narbenbildung

  • Starker psychischer Belastung

Hier sind evidenzbasierte Wirkstoffe wie Retinoide, Benzoylperoxid, Azelainsäure oder bei schweren Verläufen auch systemische Therapien notwendig. Die AWMF-Leitlinie zur Akne betont, dass nur diese kausal in die Krankheitsmechanismen eingreifen.

Warum eine ärztlich begleitete Therapie sinnvoller ist als Hausmittel-Roulette

Das Problem vieler Akne-Hausmittel: Ihre Wirkung ist unvorhersehbar, nicht standardisiert und wissenschaftlich oft unzureichend belegt. Moderne Dermatologie setzt auf personalisierte Behandlungspläne, die individuell auf Hauttyp und Akne-Schwere abgestimmt sind. Laut der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft haben sich Kombinationen aus Retinoiden und antimikrobiellen Wirkstoffen wie Benzoylperoxid bewährt und erzielen deutlich bessere Ergebnisse als Hausmittel allein.

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Personalisierte Hilfe von Formel Skin

Hartnäckige Pickel entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Oft spielen eine gestörte Hautbarriere, hormonelle Schwankungen, falsche Produkte oder aggressive Behandlungen eine Rolle. Standardlösungen aus der Drogerie greifen hier zu kurz.

  • Du bekommst eine individuelle Diagnose durch erfahrene Dermatolog:innen per Online-Konsultation.
  • Auf Basis deiner Hautbedürfnisse wird eine maßgeschneiderte Formel erstellt, die bei Bedarf kontinuierlich angepasst wird. So werden nicht nur Pickel behandelt, sondern auch die Hautbarriere repariert und zukünftige Entzündungen verhindert.
  • Bei schweren Fällen erfolgt eine professionelle Begleitung inklusive Empfehlungen für orale Medikamente oder Spezialist:innen.

FAQ

  • Können Hausmittel Akne heilen?

    Nein. Hausmittel können einzelne Symptome wie Rötung oder Schwellung lindern, heilen Akne jedoch nicht. Für eine nachhaltige Besserung sind medizinische Wirkstoffe und dermatologische Unterstützung notwendig.

  • Sind Hausmittel sicherer als medizinische Wirkstoffe?

    Nicht automatisch. Auch natürliche Substanzen wie Teebaumöl oder Zitronensaft können starke Hautreizungen auslösen. Medizinische Wirkstoffe sind klinisch geprüft und in ihrer Wirkung sowie Dosierung genau definiert.

  • Welches Hausmittel hilft am besten?

    Heilerde zur kurzfristigen Talgregulation, Eiswürfel bei akuten Entzündungen und Aloe Vera zur Beruhigung gelten als die sinnvollsten Optionen mit klaren Grenzen.

  • Warum wird Kokosöl oft empfohlen?

    Kokosöl ist für trockene Haut geeignet, aber bei Akne kontraproduktiv, da es die Poren verstopfen kann.

  • Wie lange dauert es, bis Hausmittel wirken?

    Bei einzelnen Pickeln kann innerhalb von ein bis drei Tagen eine leichte Besserung sichtbar sein. Bei echter Akne reicht die Wirkung in der Regel nicht aus.

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