Neurodermitis

Neurodermitis-Flecken: Was hilft mir?

Rote, weiße und helle Flecken sind typische Symptome der Neurodermitis, die oft mit starkem Juckreiz und trockener Haut verbunden sind.

Wir zeigen Dir, wann und warum die Flecken entstehen, ob sie dauerhaft sichtbar bleiben und wie Du Deine Neurodermitis am besten behandeln kannst.

Inhaltsverzeichnis

Wie entstehen Flecken bei Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hautkrankheit, die von typischen Symptomen wie Flecken, trockener Haut, Ekzemen und starkem Juckreiz begleitet wird. Die genauen Auslöser der Neurodermitis konnten bis heute nicht vollständig herausgefunden werden. Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass eine Kombination aus erblicher Veranlagung, dem Kontakt zu Umweltreizen und eine geschwächte Hautbarriere die typischen Schübe begünstigt. 

Rote Flecken durch Neurodermitis treten in vielen Fällen zu Beginn eines solchen Schubs auf. Bei einem entstehenden Ekzem verursacht die Entzündung Veränderungen in der Struktur der oberen zwei Hautschichten. Wahrnehmbar ist diese Entzündung auf der Haut durch unscharf abgegrenzte rote Flecken. 

Auch helle und weiße Flecken können auf Neurodermitis zurückgeführt werden. Nach einer Entzündung der Haut kann es im Zuge einer postinflammatorischen Hyperpigmentierung zu einer Pigmentstörung kommen. Das bedeutet, dass nach Abheilen des Ekzems die veränderten Hautstellen weniger stark bräunen als gesunde Hautpartien – es bleiben weiße und helle Flecken zurück. Diese Pigmentstörung legt sich in der Regel nach einiger Zeit wieder, in seltenen Fällen bleiben die weißen Flecken jedoch ein Leben lang.

 

Neurodermitis: Flecken bei Babys

Da Neurodermitis auch auf genetische Faktoren zurückzuführen ist, zeigen sich die ersten Symptome in der Regel schon im Kleinkindalter – circa 10 - 20 % der Kinder bis 5 Jahren sind an Neurodermitis erkrankt.

Ein typisches erstes Anzeichen für Neurodermitis sind rote Flecken an den Beugen oder den Streckseiten von Armen und Beinen. In manchen Fällen können diese Flecken bei Babys auch großflächig an anderen Körperregionen in Erscheinung treten, unter anderem im Gesicht, am Hals und auf den Schultern. Diese geröteten Stellen sind meistens sehr trocken und können sich mit der Zeit zu Ekzemen entwickeln.

Sind weiße Flecken bei Babys im Gesicht oder an den Armen erkennbar, kann dies auf eine Erkrankung mit Pityriasis alba zurückgeführt werden. Es handelt sich dabei um eine Minimalvariante der Neurodermitis. Die Krankheit äußert sich durch münzgroße helle Flecken auf der Haut, die von kleieförmiger, feiner Schuppung begleitet werden. In der Regel bedarf die Erkrankung keiner Behandlung, da sie von selbst wieder abheilt. Wenn die Hautstellen sehr trocken sind, können sie mit einer harnstoffhaltigen Creme (Urea) gepflegt werden. 

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Wodurch kann ein Ausschlag noch ausgelöst werden?

Nicht nur Hauterkrankungen, wie Neurodermitis, lösen Hautausschläge aus. Es gibt noch eine Vielzahl an anderen Erkrankungen und Körperreaktionen, die Exantheme verursachen: 

  • Infektionskrankheiten: Eine Vielzahl von Infektionskrankheiten sind für ungewollte Hautveränderungen verantwortlich. Dabei spielen besonders Kinderkrankheiten (Masern, Röteln, Windpocken), Virusinfektionen (Gelbsucht, Gürtelrose) und bakterielle Infektionen (Scharlach, Syphilis) eine Rolle.
  • Medikamentenunverträglichkeit: Reaktionen auf bestimmte Arzneimittel sind häufig auch Auslöser für Hautausschläge. Oft zeigen sich die Exantheme erst Wochen nach der Einnahme oder sogar erst nach Beendigung der Therapie. Ein Ausschlag kann auch bei gleichzeitiger Virusinfektion und einer medikamentösen Behandlung entstehen, etwa bei dem Gebrauch von Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (Aspirin) – in einem solchen Fall kann es schwierig sein, die genaue Ursache für den Hautausschlag festzustellen.
  • Allergien: Manche Menschen reagieren allergisch gegen den Kontakt mit harmlosen Umweltreizen, wodurch eine Abwehrreaktion des Körpers ausgelöst wird.  Diese äußert sich oft in Form eines Hautausschlages. Der Kontakt mit sehr starken Allergenen, wie Insektengiften, kann zu Schockreaktionen führen, wodurch der Ausschlag plötzlich auftritt. Neurodermitis-Patient*innen zeigen in vielen Fällen auch Reaktionen auf solche Umweltreize – da ihre Hautbarriere geschwächt ist, können Allergene schneller in den Körper gelangen.
  • Schadstoffe: Auch bei dem Kontakt mit reizenden und irritierenden Stoffen zeigt der Körper typische Abwehrreaktionen wie Hautausschläge. Die Stärke des Ausschlags richtet sich nach der toxischen Wirkung der Stoffe und der Länge des Kontakts.
  • Hautkrankheiten: Nicht nur Neurodermitis kann Hautausschläge auslösen, sondern auch andere Hauterkrankungen wie Schuppenflechte oder Lichen.

 

Welche Erkrankungen verursachen auch Flecken auf der Haut?

Nicht nur Neurodermitis verursacht rote, helle und weiße Flecken auf der Haut. Es gibt viele weitere Erkrankungen, die Hautveränderungen auslösen. Einige dieser Erkrankungen sind: 

  • Knötchenflechte: Lichen ruber planus ist eine entzündliche Hautkrankheit. Typisch für die Krankheit sind rote und braune Knötchen und Flecken. In den meisten Fällen sind die Patient*innen zwischen 30 und 60 Jahre alt. 
  • Kleienpilzflechte: Diese Form des Hautpilzes äußert sich im Anfangsstadium durch scharf begrenzte, runde Flecken in der Größe eines Centstücks. Bei dunkelhäutigen oder gebräunten Patient*innen zeigt sich die Krankheit durch helle Flecken, bei Menschen mit heller Haut sind sie Flecken eher rötlich und bräunlich. 
  • Weißfleckenkrankheit: Vitiligo ist eine Pigmentstörung der Haut. Der Körper bildet an den betroffenen Körperstellen keine Pigmente mehr, wodurch weiße Flecken auf der Haut entstehen.

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Flecken: Wie kann Neurodermitis behandelt werden?

Egal, ob weiße oder rote Flecken bei Neurodermitis – die beste Art, die Erkrankung zu behandeln, ist, die charakteristischen Schübe gar nicht erst entstehen zu lassen. Zwar ist eine komplette Vermeidung von Symptomen nicht möglich, eine angepasste Basispflege der Haut und die Vermeidung von bestimmten Umweltreizen kann das Risiko aber senken und die beschwerdefreien Phasen zwischen den Schüben verlängern. Entstehen trotzdem rote Flecken und Ekzeme, kann der Einsatz von bestimmten Medikamenten Abhilfe schaffen.

 

Die richtige Basispflege der Haut

Eine persönlich angepasste Basispflege bildet die Grundlage einer jeden Neurodermitis-Behandlung – ob akute oder chronische Phase. Dabei ist es wichtig, dass die Pflegeprodukte Deine Haut mit ausreichend Feuchtigkeit und genügend beruhigenden Wirkstoffen versorgen.

Da Deine Haut bei einer Neurodermitis-Erkrankung besonders empfindlich ist, solltest Du reizende und stark parfümierte Produkte meiden. Außerdem ist es wichtig, dass sie nicht zu viele Konservierungsmittel enthalten, da sich auch diese negativ auf Deine Neurodermitis auswirken und einen Schub auslösen können. Du solltest besser auf milde Inhaltsstoffe, wie Ceramide und Urea, zurückgreifen: Diese Wirkstoffe spenden Deiner Haut Feuchtigkeit und stärken die Hautbarriere. Dabei verursachen sie kaum Hautirritationen, weil sie auch auf natürliche Weise in Deinem Körper vorkommen. 

Da jede Haut eine andere Pflege benötigt, solltest Du die genaue Zusammensetzung Deiner Pflegeroutine mit einer/m erfahrenen Ärzt*in besprechen. Solche Hautexpert*innen können die Bedürfnisse Deiner Haut richtig einordnen und Dir zudem noch Hinweise bezüglich einer hautfreundlichen Lebensführung geben. 

 

Kontakt zu Umweltreizen vermeiden

Da bei Patient*innen die Hautbarriere geschwächt ist und Allergene und Fremdstoffe dadurch schneller in die Haut eindringen können, zeigen Menschen mit Neurodermitis bei Kontakt mit bestimmten Umweltreizen besonders starke Reaktionen. Dies kann zu den typischen Flecken auf der Haut, trockenen Stellen und Juckreiz führen. Einige dieser Auslöser sind:

  • Wetterextreme
  • Reizende Pflegestoffe
  • Allergene (z. B. Tierhaare, Pollen)
  • Kleidung (z. B. aus Wolle)

Deine Pflegeroutine gegen Neurodermitis

Mit der personalisierten Behandlung von FORMEL Skin wollen wir Dir eine wirksame Routine gegen Neurodermitis bieten. Dafür erhältst Du von uns einen individuellen Behandlungsplan und Produkte mit Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen.

 

  • FORMEL mit aktiven Wirkstoffen gegen Neurodermitis und akute Symptome
  • BASISPFLEGE für die Stärkung der Hautbarriere mit pflegenden Wirkstoffen
  • SANFTE REINIGUNG für weniger Feuchtigkeitsverlust beim Waschen

Neurodermitis-Behandlung mit Medikamenten

Leider kann auch bei der Vermeidung von Umweltreizen und einer schonenden Basispflege ein erneuter Neurodermitis-Schub nicht vollständig ausgeschlossen werden. In akuten Phasen kann Dein/e Ärzt*in eine medikamentöse Behandlung anordnen, die zwar die Erkrankung nicht heilen, die Symptome aber effektiv abschwächen kann. 

In vielen Fällen werden bei roten Flecken und starkem Juckreiz entzündungshemmende Wirkstoffe aus der Gruppe der Glukokortikoide eingesetzt. Der bekannteste Stoff aus dieser Gruppe ist Cortison. Solche Präparate werden schon seit langer Zeit eingesetzt und haben sich bei der Behandlung bewährt, da sie die Entzündungen effektiv und schnell abdämpfen. 

Neben den Glukokortikoiden stehen auch Calcineurin-Inhibitoren im Fokus der Behandlung. Stoffe wie Tacrolimus und Pimecrolimus unterbinden Teile des Immunsystems, wodurch die ungewünschten, überschießenden Reaktionen auf Umweltreize abgefedert werden. Medikamente mit Calcineurin-Inhibitoren sind rezeptpflichtig und für die Anwendung im Gesicht und am Hals geeignet. 

Eine recht neue Behandlungsform ist die Therapie mit Dupilumab: Das Medikament wird Patient*innen gespritzt und blockiert bestimmte Moleküle im Körper, die die Entzündungen der Haut auslösen. 

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