

Starke Akne – was tun?
Wer von schwerer oder starker Akne spricht, meint meistens die Ausprägung der gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris), die mit dem medizinischen Begriff Akne conglobata bezeichnet wird.
Da starke Akne entzündlich ist und mit einer Reihe schmerzhafter Symptome einhergehen kann, solltest Du sie frühestmöglich professionell behandeln lassen.
Vermutest Du, dass Du an starker Akne leidest? Unsere Expert*innen im Bereich Dermatologie können die Veränderungen Deiner Haut mittels einer vertraulichen visuellen Untersuchung beurteilen. Hierfür kannst Du Dich unkompliziert online oder über unsere App an unser Ärzt*innenteam wenden, um eine erste Einschätzung zu erhalten.

Inhaltsverzeichnis
Das Wichtigste in Kürze
- Starke Akne betrifft häufig das Gesicht, den Rücken und die Brust. Erkennbar ist sie an Rötungen, Juckreiz und Druckschmerz, sowie Schwellungen und Entzündungen.
- Stress und falsche Ernährung und auch Rauchen sind Risikofaktoren, die starke Akne begünstigen können.
- Eine Behandlung starker Akne startet zuerst meist mit Isotretinoin. Es gibt jedoch viele andere Möglichkeiten, wie systemische Antibiotika oder auch hormonelle Kontrazeptiva.
Welche Symptome treten bei einer starken Akne auf?
Mitesser, Papeln (Knötchen < 1cm) und Pusteln (häufig „Pickel”) sind Symptome, die bereits bei der leichten und mittelschweren Akne auftreten. Bei schwerer bzw. starker Akne können folgende körperlichen Anzeichen hinzukommen:
- Große, entzündliche Knoten
- Schmerzhafte Abszesse (Eiterbeulen)
- Extrem fettige Haut
- Narbenbildung
Sehr selten kommt es bei starker unreiner Haut auch zu Fisteln. Dabei handelt es sich um Verbindungsgänge zwischen der Haut und anderen Organen.
Betroffen sind bei schwerer Akne häufig Gesicht, Rücken und Brust aber auch eine Ausbreitung über Nacken, Oberarme und Beine ist möglich. Die Entzündungen können zusätzlich mit Rötungen, starkem Juckreiz, Druckschmerz oder Schwellungen einhergehen. Ein maßgeblicher Unterschied zur leichten und mittelschweren Akne besteht zudem in der Abheilung: Während die schwächeren Formen meistens keine dauerhaften Auswirkungen auf das Hautbild haben, kommt es bei der schweren Verlaufsform oft zu einer großflächigen Narbenbildung. Mittlerweile stehen jedoch verschiedene Methoden zur Narbenreduktion zur Verfügung.
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Einzelne Akne-Arten voneinander zu unterscheiden, ist nicht immer einfach. Das erfahrene Ärzt*innenteam hilft Dir gerne: Indem Du unseren Hautratgeber ausfüllst, finden sie heraus, um welche Art von Akne es sich bei Dir handelt und welche Art der Behandlung am besten zu Deiner Haut passt.

Geprüfte Experten
Die Ärzte mit denen wir arbeiten sind geprüfte Experten in ihrem Fachgebiet.
Was sind die Ursachen der starken Akne?
Da es sich bei der schweren bzw. starken Akne um eine der möglichen Verlaufsformen der gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris) handelt, ist die Ursache auf erbliche Veranlagung und die hormonelle Umstellung während der Pubertät zurückzuführen.
In dieser Zeit produzieren sowohl männliche als auch weibliche Körper mehr männliche Geschlechtshormone (Androgene), die die Produktion von Hautfett (Talg) anregen. Da gleichzeitig mehr Hornmaterial entsteht, verstopfen die Talg-Ausflussgänge (Talgdrüsen). Das Ergebnis: Der Talg staut sich unter der Haut an und lässt Mitesser entstehen. Sobald die Mitesser offen liegen, können Bakterien in die Wunde eintreten und Entzündungen hervorrufen.
Wer ist von starker Akne betroffen?
Die Krankheit bricht bei Jugendlichen meistens zwischen dem 12. und 18. Lebensjahr aus und geht in den meisten Fällen ab dem 25. Lebensjahr wieder selbstständig zurück. Sollte sie sich jedoch zu einer Erwachsenenakne (Akne tarda) entwickeln, kommt es auch in späteren Lebensphasen immer wieder zu Symptomschüben. Da die Androgen-Ausschüttung bei Jungen wesentlich höher ist, sind sie häufig wesentlich stärker von Akne betroffen.
Schwere Akne: Sonderformen und Abgrenzungen
Eine Sonderform der schweren Akne ist die Akne fulminans. Diese extreme Akne-Verlaufsform tritt größtenteils bei männlichen Jugendlichen auf und geht mit schwereren Entzündungen, Schwellungen und einem erheblichen Krankheitsgefühl mit Fieber einher, was sogar zu einer stationären Aufnahme im Krankenhaus führen kann. Getrennt betrachtet werden muss hingegen die Akne inversa. Auch wenn sich die Symptome starker Akne stellenweise überschneiden, handelt es sich dabei um eine völlig andere Hauterkrankung, die nicht mit der gewöhnlichen Akne zusammenhängt. Die Unterscheidung ist auch aus dermatologischer Sicht wichtig, da beide Erkrankungen unterschiedliche Behandlungsansätze erfordern.
Welche Risikofaktoren gibt es bei starker Akne?
Stress und falsche Ernährung sind typische Risikofaktoren, die mit starker Akne in Verbindung gebracht werden. Das Problem: Bisher fehlen weitestgehend die wissenschaftlichen Belege. Dennoch gibt es zahlreiche Studien, die zeigen, dass sich unter anderem Halbfettmilchprodukte und Lebensmittel mit hohem glykämischen Index direkt auf das Hautbild auswirken können. Zwar steht fest, dass bestimmte Nahrungsmittel und Kosmetikprodukte die Talgproduktion zusätzlich anregen können, letztendlich musst Du aber selbst herausfinden, welche Verhaltens- und Konsummuster Deine starke Akne verschlimmern. Fest steht, dass Zigaretten in jedem Fall problematisch sind, da Nikotin die Wundheilung hemmt.
Zusammenfassung der Risikofaktoren starker Akne:
- Kosmetikprodukte mit erhöhtem Fettanteil und schwere Make-ups
- Milch (insbesondere fettarm)
- Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index (Nahrungsmittel, die den Blutzucker schnell in die Höhe treiben)
- Öliges und fettiges Essen
- Inhaltsstoffe bestimmter Medikamente
- Hohe Luftfeuchtigkeit
- Zigaretten
Dein Weg zu reiner Haut

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Schwere Akne – Behandlung
“Starke” oder “schwere Akne” sind natürlich sehr weit gefasste Begriffe. Jede Haut ist anders und auch die Behandlungsmöglichkeiten hängen immer von Deiner Haut und der tatsächlichen Ausprägung der Akne ab. Wie auch stärkere Akneformen äußerlich mit Cremes oder Gelen behandelt werden, haben wir in unseren Übersichten zur Aknebehandlung und Aknebehandlung bei Erwachsenen gesammelt. Deshalb wollen wir hier darauf eingehen, was man machen kann, wenn die Behandlung mit rezeptfreien Medikamenten und topischen (äußerlichen) Therapiemethoden nicht richtig anschlägt. Bei FORMEL Skin wird maßgeschneiderte Hautpflege stets in Kombination mit ärztlicher Betreuung angeboten. Durch regelmäßige Überprüfungen des Zustands Deiner Haut passen die Fachleute Deine Pflegeroutine entsprechend dem Fortschritt Deiner Haut an. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Deine Haut zu jedem Zeitpunkt mit den passenden Wirkstoffen versorgt wird.
Die wichtigste Regel bei (schwerer) Akne: Finger weg! Die Symptome können Schmerzen und Jucken beinhalten. Dennoch solltest Du auf keinen Fall kratzen oder versuchen, die Pickel auszudrücken. So vermeidest Du, dass weitere Bakterien in die Wunde gelangen und zusätzliche Entzündungen oder Narben entstehen.
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Sollte ich starke Akne mit Isotretinoin behandeln?
Auf die Frage “Was kann man gegen starke Akne machen?” lautet die erste Antwort in Foren, Blogs & Co. häufig: Isotretinoin. Dieses Retinoid (Vitamin-A-Derivat) verkleinert die Talgdrüsen, vermindert die Talgproduktion und beseitigt die Verhornungsstörungen am Ausführungsgang der Talgdrüsenfollikel (Drüsenbläschen). Gleichzeitig wirkt es Entzündungsreaktionen und der Bakterienansiedlung entgegen und stimuliert die Neubildung der Hautzellen (Keratinozyten).
Der erste Behandlungszyklus mit Isotretinoin in Tabletten- oder Kapselform (systemisch = zur Einnahme) nimmt im Normalfall 6 Monate in Anspruch und muss häufig durch einen zweiten Zyklus ergänzt werden. In den ersten Wochen kommt es dabei zu einer scheinbaren Verschlechterung des Hautbilds: Die Haut “blüht auf” (auch „skin purging” genannt), da sie sich in den ersten beiden Wochen der Behandlung regeneriert (= Hornhaut schnuppt sich ab) und selbst kleinste Mitesser, die noch nicht an der Hautoberfläche waren, sichtbar werden. Nach vier Wochen sieht man erste Verbesserungen.
Risiken und Nebenwirkungen einer Isotretinoin-Therapie bei starker Akne
Zwar spricht die hohe Wirksamkeit von Isotretinoin für sich, nichtsdestotrotz ist diese Behandlungsart nicht immer möglich. Patienten mit schweren Leber- oder Nierenerkrankungen sind genauso wie schwangere und stillende Frauen von der Behandlung ausgeschlossen, da der Wirkstoff zum Einnehmen in Pillenform teratogen (fruchtschädigend) wirken kann. Darüber hinaus gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, sodass keine zeitgleiche Akne-Behandlung mit bspw. Tetrazyklin möglich ist.
Zu den Nebenwirkungen von Isotretinoin gehören unter anderem:
- Trockene Haut, Rötungen und Abschuppung
- Trockene Schleimhäute
- Lippenentzündungen
- Juckende Haut
- Vorübergehende Blutbildveränderungen
- Muskel- und Gelenkschmerzen
- Erhöhte Lichtempfindlichkeit
Oft vermutete Nebenwirkungen sind Stimmungsschwankungen und Depressionen. Diese wurden bisher nicht wissenschaftlich bewiesen.
Vor einer Behandlung mit Isotretionin ist ein ausführliches Vorbereitungsgespräch mit einer Dermatolog*in notwendig und es muss in jedem Fall eine bestehende oder geplante Schwangerschaft ausgeschlossen werden. Normalerweise ist die dermatologische Praxis der erste Ort, den Du aufsuchen solltest. Doch manchmal ist es nicht möglich, so lange auf eine erste Diagnose zu warten. In solchen Fällen ist es vorteilhaft, sich an unsere versierten Ärzt*innen zu wenden und das noch dazu schnell und einfach online oder über unsere App. Deine Daten werden vertraulich behandelt und innerhalb von 24 Stunden erhältst Du eine fachärztliche Beurteilung von uns.
Systemische Antibiotika und hormonelle Behandlung bei starker Akne
Zu den systemischen Antibiotika, die bei der Behandlung zum Einsatz kommen, gehören unter anderem Doxycyclin und Minocyclin (auch bekannt als Skid) aus der Gruppe der Tetrazykline. Diese wirken den Akne-Bakterien entgegen und haben entzündungshemmende Eigenschaften.
Bei Frauen besteht zusätzlich die Möglichkeit, zunächst einen Behandlungsversuch mit hormonellen Kontrazeptiva (Verhütungsmitteln, z. B. die Pille) zu unternehmen. Diese wirken durch Gestagene (z. B. Cyproteronacetat) den Androgenen entgegen und bekämpfen damit einen der Hauptauslöser der schweren Akne. Sollte diese Variante nicht anschlagen, ist eine Therapie mit Isotretinoin notwendig.
Eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln ist bei (starker) Akne meistens nicht möglich. Ebenso sollten niemals Hausmittel ohne die vorherige Absprache mit einer Dermatolog*in getestet werden.

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Häufig gestellte Fragen
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