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Arten von Akne

Wer auf der Suche nach einer allgemeingültigen Unterscheidung verschiedener Akne-Arten ist, wird nur schwer fündig werden. Das liegt daran, dass die unterschiedlichen Ausprägungen der Krankheit anhand verschiedenster Faktoren kategorisiert werden können. Meistens werden die einzelnen Akne-Formen nach der Altersphase, der Ausprägung der Symptome oder der Ursache unterschieden. Da es jedoch den Rahmen sprengen würde, jede einzelne Art im Detail vorzustellen, wollen wir Dir im Folgenden einen Überblick über die wichtigsten Akne-Formen und deren Merkmalen geben.

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Welche Arten von Akne gibt es?

Akne-Formen nach Altersphasen

Glaubt man der gängigen medialen Darstellung, so handelt es sich bei Akne um ein Phänomen, das nur während der Pubertät auftritt und im Erwachsenenalter keine Rolle mehr spielt. Dass es sich dabei um einen – nach wie vor weit verbreiteten – Irrglauben handelt, wird deutlich, wenn man auf die Einschätzung von Experten hört. Diese gehen davon aus, dass knapp 40% der Erwachsenen mit einer Form von Akne oder verwandten Hautverunreinigungen zu kämpfen haben. Neben Jugendlichen und Erwachsenen können aber ebenso Kleinkinder und sogar Neugeborene von Akne betroffen sein. Hinsichtlich der Altersphasen wird Akne folgendermaßen unterschieden: 

Akne neonatorum (Neugeborenenakne)

Rund 20 % der  neugeborenen Kinder sind kurz nach der Geburt von Neugeborenenakne (Akne neonatorum) betroffen. Hier kommt es zu vereinzelten roten Flecken, Mitessern und Pusteln. Im Gegensatz zu den meisten anderen Akne-Formen geht die Neugeborenenakne nach einigen Wochen von selbst zurück und muss nicht behandelt werden.

Akne infantum (Kleinkindakne)

Die Kleinkindakne (Akne infantum) betrifft rund 10 % der Kinder zwischen ihrem dritten und zwölften Lebensmonat. Hier lässt sich in den meisten Fällen eine hohe Anzahl dichter Mitesser im Gesicht sowie vereinzelte Papeln oder Pusteln erkennen. Wie auch bei der Akne neonatorum sind hier wesentlich mehr Jungen als Mädchen betroffen. Die Akne infantum ist auch als Akne juvenilis bekannt.

Akne vulgaris (Gewöhnliche Akne)

Akne vulgaris betrifft ca. 70 % aller Jugendlichen zwischen ihrem 15. und 18. Lebensjahr. Dabei handelt es sich um das Krankheitsbild, das wir gemeinhin als “normale” oder “typische” Akne kennen. Bei den meisten Betroffenen geht sie nach der Pubertät stark oder sogar komplett zurück. Auf die unterschiedlichen Unterarten der Akne vulgaris gehen wir bei der Unterscheidung nach Schweregrad genauer ein. 

Akne tarda (Erwachsenenakne)

Die Erwachsenenakne (Akne tarda) tritt bei rund 25 % der Erwachsenen über 25 Jahre auf. Betroffen sind hier meistens das Kinn und der Kiefer sowie der Hals und Teile des Oberkörpers. Anders als bei allen zuvor genannten Akne-Arten sind hier erstmals mehr Frauen als Männer betroffen. Das hängt in vielen Fällen mit Hormonveränderungen zusammen, die etwa bei einer Schwangerschaft oder dem Absetzen von Verhütungsmitteln auftreten. Hierbei spricht man auch von hormoneller Akne.

Akne-Formen nach Schweregrad

Versucht man die Akneformen nach ihrer Schwere bzw. Ausprägung zu untergliedern, so liegt hier die „gewöhnliche“ Akne vulgaris zugrunde. Grundsätzlich tritt sie in drei unterschiedlichen Schweregraden auf:

Akne comedonica (Leichte Akne)

Die schwächste Form der Akne tritt dann auf, wenn sich lediglich eine erhöhte Zahl von Mitessern feststellen lässt. Diese stellen den Beginn jeder Akne-Erkrankung dar und entwickeln sich mit der Zeit zu Pickeln und anderen Entzündungssymptomen. Bei der Akne comedonica ist dies jedoch nur bei einem kleinen Bruchteil der Mitesser der Fall und die Form wird deshalb als „leichte Akne“ bezeichnet. Hauptsächlich sind die Wangen sowie die Nase und die Stirn betroffen.

Akne papulopustulosa (Mittelschwere Akne)

Wie der Name vermuten lässt, haben die Betroffenen dieser Form nicht mehr nur mit Mitessern, sondern auch mit größeren Papeln und entzündeten Pusteln zu kämpfen. Auch hier ist zwar hauptsächlich das Gesicht betroffen, gleichzeitig kann sich diese mittelschwere Akneform aber auch auf den Rücken, die Brust und die Schultern sowie Oberarme ausbreiten. 

Akne conglobata (Schwere Akne)

Bei schwerer Akne können die entzündeten Knoten mehrere Zentimeter groß werden und sich in vielen Fällen über das ganze Gesicht und den Rücken erstrecken. Durch die Schwere der Entzündungen treten hierbei nicht nur Abszesse auf, sondern es kann auch zu Fisteln sowie einer starken Narbenbildung kommen. Eine besonders schwerwiegende Form der Akne conglobata ist die Akne fulminans. Sie kommt zwar wesentlich seltener vor, verursacht jedoch zusätzlich zu den genannten Symptomen unter anderem Fieber, angeschwollene Lymphknoten und Gelenkentzündungen. 

Andere Akneformen

Im Folgenden wollen wir zusätzlich einige der Akneformen sammeln, die zwar in keine der beiden klassischen Kategorisierungen passen, aber dennoch eine hohe Relevanz haben. Während es sich zuvor um sogenannte endogene Akneformen handelte und somit körpereigene Ursachen zugrunde liegen, spielen bei vielen der folgenden Arten externe bzw. exogene Faktoren eine maßgebliche Rolle.

Akne inversa

Hierbei handelt es sich um eine schwere Erkrankung, die das gesamte Abwehrsystem des Körpers beeinträchtigt. Hauptsächlich kommt diese Form unter großen Hautfalten und im Intimbereich vor. Die Akne inversa ist nicht vollständig heilbar und erfordert in manchen Ausprägungen eine Operation, um die Symptome in einem Rahmen zu halten, der den Betroffenen einen normalen Alltag ermöglicht. Die Ursachen sind hier bisher nicht vollständig erforscht, neben einer Vererbung und hormonellen Gründen werden aber auch Nikotinkonsum und Übergewicht als Verursacher vermutet. 

Akne venenata

Diese Akneform wird auch als Kontaktakne bezeichnet und äußert sich durch Mitesser an den Hautstellen, die mit einem bestimmten Stoff in Kontakt gekommen sind. Zu den häufigsten Auslösern gehören Chlor, Jod, Teer und Öle. 

Akne cosmetica

Die Kosmetik- bzw. Make-up-Akne ist eine Unterart der Akne venenata und wird durch sogenannte komedogene Inhaltsstoffe in Pflege- und Kosmetikprodukten verursacht. Diese sorgen dafür, dass die Poren verstopfen und die Haut zum Nährboden für Mitesser wird. Sobald das verursachende Produkt nicht mehr benutzt wird, gehen im Normalfall auch die Aknesymptome schnell wieder zurück.

Akne medicamentosa

Zwar wird diese Akneform oftmals als Anabolika-Akne betitelt, entstehen kann sie aber durch eine Vielzahl verschiedener Medikamente und Ergänzungsmittel. Zu den häufigsten Verursachern gehört dennoch der Missbrauch von Anabolika oder Steroiden. Gleichzeitig kann die Akne medicamentosa aber auch durch die Einnahme von Kortison bei chronischen Erkrankungen ausgelöst werden.

Akne aestivalis

Diese Akneform trägt den Spitznamen Mallorca-Akne, da sie in Zusammenhang mit einer erheblichen UV-Einwirkung auftritt. Da es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion der Haut auf Licht handelt, müsste diese Form streng genommen den Licht- anstatt den Hautkrankheiten zugeordnet werden. Zu den häufigsten Symptomen gehören stark juckende, rote Punkte, die ohne weitere Sonneneinwirkung nach wenigen Tagen von selbst abheilen.

Zystische Akne

Zwar sieht man die Ausprägungen der zystischen Akne wesentlich seltener, dafür ist sie für die Betroffenen aber umso schmerzhafter. Die Entzündungen treten hier nicht zwingend an die Hautoberfläche, sondern sitzen manchmal tief im Inneren. Indem sie auf umliegende Bereiche übergreifen, verursachen sie Zysten, die sich oft über mehrere Wochen unter der Haut halten. 

Fungal Akne (Pilzakne)

Diese Hautirritation wird auch als Pilzakne bezeichnet und hat dabei streng genommen gar nichts mit Akne zu tun. Die Verursacher sind hier keine Bakterien, sondern Pilze, was zur Folge hat, dass ein gänzlich anderer Behandlungsansatz nötig ist. Die Punkte der Fungal Akne haben Ähnlichkeit mit klassischen Pickeln, jucken stark und verschlimmern sich beispielsweise durch Schweiß, erhöhte Luftfeuchtigkeit und eine generell erhöhte Hauttemperatur. 

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