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Neurodermitis oder Schuppenflechte: Was habe ich?

In diesem Artikel

Auch wenn Neurodermitis und Schuppenflechte (Psoriasis) beide ähnliche Symptome hervorrufen können, werden sie ganz unterschiedlich behandelt. Schuppenflechte oder Neurodermitis: Wir helfen Dir bei der Unterscheidung. Lade unsere App herunter, um eine professionelle Diagnose (inkl. Behandlungsplan & Rezept) von einer Fachärztin bzw. einem Facharzt individuell unterstützen. zu erhalten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Krankheiten mit ähnlichen Symptomen: Schuppenflechte oder Neurodermitis
  • Schuppenflechte oder Neurodermitis sind nicht heilbar, aber gut zu behandeln
  • Die richtigen Pflegemittel und die Vermeidung von Triggerfaktoren fördern Gesundheit und Wohlbefinden bei Schuppenflechte oder Neurodermitis

Unterschiede: Ist es Schuppenflechte oder Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine chronisch entzündliche Hautkrankheit, die in der Fachsprache auch atopische Dermatitis und atopisches Ekzem genannt wird. Sie entsteht aufgrund einer Fehlfunktion des Immunsystems sowie eines Ungleichgewichts in der Hautbarriere. Patient*innen reagieren ungewöhnlich stark auf Umweltfaktoren wie Pollen oder bestimmte Nahrungsmittel. Oft treten die ersten Symptome schon im Kindesalter auf und setzen sich bis ins Erwachsenenalter fort. 

Typische Symptome der Erkrankung sind trockene, gerötete Haut, Juckreiz, sowie Ekzeme. Da Neurodermitis bislang nicht komplett geheilt werden kann, zielt die Therapie primär darauf ab, die Symptome zu lindern und die Zeiträume zwischen den einzelnen Schüben zu vergrößern.

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Lange Wartezeiten: Oft müssen Patient*innen auf einen freien Termin warten.

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Papierbasierter Fragebogen: Man muss Formulare manuell und vor Ort ausfüllen

Digitale Intimsphäre

Physische Präsenz erforderlich: Notwendigkeit, sich physisch für Untersuchungen auszuziehen.

Diskretion

Weniger Privatsphäre: In der Praxis warten und von anderen gesehen werden.

Familienorientierte Lösung

Unbequem für Familien: Notwendigkeit, mit Kindern zur Praxis zu reisen und zu warten

Flexibilität bei der Terminwahl

Eingeschränkte Terminauswahl: Termine nur innerhalb der regulären Praxisöffnungszeiten.

Ortsunabhängigkeit

Ortsgebunden: Notwendig, zur Praxis zu reisen, vor allem für Menschen in abgelegenen Gebieten.

Geringeres Ansteckungsrisiko

Höheres Ansteckungsrisiko: Physischer Kontakt in der Praxis erhöht potenziell das Infektionsrisiko.

Zugang zu Spezialist*innen

Eingeschränkter Zugang zu Spezialist*innen: Man muss den Arzt/die Ärztin konsultieren, zu dem/der man geht.

Zeitersparnis

Zeitaufwand: Anfahrt zur Praxis und eventuelle Wartezeiten vor Ort.

Möglichkeit zur Zweitmeinung

Schwierigkeit, eine Zweitmeinung zu erhalten: Man muss einen weiteren Termin bei einem anderen Arzt vereinbaren.

Schuppenflechte oder Neurodermitis: Wie erkenne ich Psoriasis?

Genauso wie bei der Neurodermitis handelt es sich bei derPsoriasis oder Schuppenflechte um eine entzündliche und chronische Erkrankung. Sie tritt aufgrund genetischer Veranlagungen auf, betrifft meistens die Haut, kann sich aber auch schädigend auf Organe wirken und sich auf Gelenke ausbreiten. Man nimmt an, dass bis zu 2 % der Bevölkerung in Deutschland an Schuppenflechte leiden. . 

Die Krankheit kann im Körper auch symptomfrei  schlummern. Kommen zu den erblichen Voraussetzungen noch weitere externe Triggerfaktorenhinzu, kann sie aber ausbrechen. Zu diesen Auslösern zählen unter anderem:

  • Infektionen

  • Verletzungen (z. B. Tätowierungen, Sonnenbrand)

  • Stoffwechselstörungen

  • Hormonschwankungen in der Schwangerschaft

  • Medikamente

  • Allergene

  • Stress

  • Alkoholkonsum

Schuppenflechte oder Neurodermitis: So unterscheiden sich die Symptome

Schuppenflechte wie Psoriasis lassen sich vor allem an weißen Schuppen auf gereizten Hautarealen erkennen, die meistens auf den Streckseiten der Beine und Arme, aber auch am Körper und im Gesicht auftreten. Anders als bei Neurodermitis ist von Schuppenflechte manchmal auch die Kopfhaut betroffen. Oft werden die sichtbaren Hautveränderungen in den beschriebenen Körperbereichen von unangenehmem Juckreiz begleitet.

Die Symptome der Schuppenflechte entstehen insbesondere durch ein gutartiges, unkontrolliertes Wachstum der Oberhaut. Dabei erneuern sich die Zellen von Psoriatiker*innen innerhalb von 3 bis 4 Tagen. Zum Vergleich: Bei gesunden Menschen sind es 28 Tage.

Habe ich Schuppenflechte oder Neurodermitis?

Auf den ersten Blick erscheinen Psoriasis und Neurodermitis   in ihren Symptomen einander sehr ähnlich: Gerötete, juckende Körperstellen können bei beiden Erkrankungen durch genetische Veranlagung und spezifische Triggerfaktoren ausgelöst werden.

Trotzdem handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Krankheiten. Betrachtet man die Details, fallen die Unterschiede zwischen der Neurodermitis und der Schuppenflechte auf:

  • Alter: Während die Schuppenflechte oft erst ab dem 15. Lebensjahr auftritt, erkranken schon viele Säuglinge an der Neurodermitis.

  • Verteilung der Entzündungen: Die Neurodermitis-Symptome sind diffus und schwer einzugrenzen auf den Hautarealen, während die Schuppenbildung bei der Neurodermitis klar eingegrenzt ist.

  • Immunsystem: Bei der Schuppenflechte wendet sich das Immunsystem aufgrund der rasanten Schuppenbildung gegen den eigenen Körper. Sie zählt deswegen zu den klassischen Autoimmunerkrankungen. Die Neurodermitis hingegen wird durch eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren hervorgerufen.

Behandlungsmethoden bei Neurodermitis oder Schuppenflechte

Um die richtige Diagnose und Behandlungsform zu finden, solltest Du Dich unbedingt aneine/n erfahrene/n Ärzt*in wenden. Da die Schuppenflechte und die Neurodermitis sehr unterschiedlich sind, werden sie nämlich auch auf verschiedene Weise  behandelt.

Neurodermitis oder Schuppenflechte: Diagnose & Rezept

Indem Du unsere App herunterlädst und den Fragebogen ausfüllst, kann das Ärzt*innenteam Deine Haut über die bewährte Methode der Blickdiagnose untersuchen und auf dieser Basis den passenden Behandlungsplan zusammenstellen.
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Schuppenflechte oder Neurodermitis: Wie behandeln Ärzt*innen Schuppenflechte?

Die Therapie der Schuppenflechte richtet sich stark nach dem Schweregrad und den Lebensumständen der Patient*innen. Bei einer leichten Form kommt oft eine äußerliche Therapie zum Einsatz. Dabei werden Cremes, Salben und Gele auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Diese enthalten Wirkstoffe wie  Kortison, Dithranol und Vitamin D3. Zur  physikalischen Behandlung werden Bade- und Lichttherapien gegen die Symptome der Schuppenflechte eingesetzt. 

Bei mittlerer und schwerer Schuppenflechte wird auf die konventionelle innere Behandlung und Biologika-Therapien zurückgegriffen. Konventionelle Behandlung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Medikamente per Tablette und Injektion an Patient*innen verabreicht werden. Diese Medikamente können unter anderem Wirkstoffe wie Immunsuppressiva und Retinoide beinhalten. Eine besondere Rolle bei der Behandlung spielen Biologika. Diese Medikamente zielen direkt auf die Funktion  des Immunsystems ab. 

Schuppenflechte oder Neurodermitis: Wie behandelt man Neurodermitis?

Die Behandlung von Neurodermitis setzt sich aus zwei Teilbereichen zusammen: Zum einen solltest Du gewisse Triggerfaktoren vermeiden, die einen der typischen Schübe auslösen können. Zum anderen muss Deine Haut spezifisch  gepflegt und bei einem Schub mit Medikamenten versorgt werden.

Triggerfaktoren für Schuppenflechte oder Neurodermitis vermeiden

Anders als bei Schuppenflechte sind die Auslöser für einen Neurodermitis-Schub sehr individuell. Während ein/e Patient*in davon berichtet, dass sie empfindlich bei Kontakt zu Allergenen reagiert, äußert sich die Neurodermitis bei anderen Patient*innen aufgrund von  Stress oder Wetterumschwüngen. Bei manchen Menschen wirkt jeder einzelne der Triggerfaktoren, bei anderen nur ein bestimmter. Zu diesen Risikofaktoren zählen unter anderem:

 

  • Wetter

  • Falsche Pflege

  • Stress

  • Bestimmte Kleidung (z. B. aus Wolle)

Schuppenflechte oder Neurodermitis: Hautpflege bei Neurodermitis

Die Basis jeder Neurodermitis-Behandlung bildet die richtige Routine bei der Hautpflege. Diese sollte so zusammenstellt werden, dass Deine Haut ausreichend mit feuchtigkeitsbindenden Pflegestoffen versorgt wird. Die Basispflege kann den weiteren ,  Behandlungsbedarf reduzieren und die Zeiträume zwischen den einzelnen Schüben verlängern..

Bei der Auswahl der Pflegeprodukte solltest Du immer darauf achten, dass der Hautkontakt mit Duft- und Konservierungsstoffen vermieden wird. Diese können empfindliche Haut reizen und sind aus diesem Grund ungeeignet für Neurodermitiker*innen. Entscheide Dich stattdessen für Präparate,  ohne reizende Wirkstoffe, Parfums und Farbstoffe . Zur Pflege eignen sich gerade die Wirkstoffe, die auch auf natürliche Weise in der Haut vorkommen. Urea oder Ceramide sind besonders reizarm, spenden Feuchtigkeit und helfen, die Stabilität der Hautbarriere zu bewahren.

Die genaue Auswahl von Medikamenten gegen Schuppenflechte oder Neurodermitis solltest Du grundsätzlich nur in enger Absprache mit einer Ärzt*in treffen. Mediziner*innen wissen genau, welche Inhaltsstoffe sich für Deine Haut eignen und welche Seifen und Reiniger besonders empfehlenswert sind.

Bei FORMEL Skin bekommst Du genau die Produkte, die Deine Haut bei Schuppenflechte oder Neurodermitis braucht – und das ganz speziell abgestimmt auf Deine Haut.

Schuppenflechte oder Neurodermitis: Medikamentöse Behandlung der Neurodermitis

Bei einem akuten Schub von Neurodermitis können Ärzt*innen auch Medikamente verschreiben, die Deine Symptome effektiv und schnell  lindern können. Ähnlich wie bei Schuppenflechte wird man Dir dann Medikamente mit entzündungshemmenden Wirkstoffe aus der Gruppe der Glukokortikoide verschrieben. Diese wirken Entzündungsreizen entgegen und lassen Ekzeme und Juckreiz schnell abheilen.

Weitere Medikamente gegen die Neurodermitis sind Calcineurin-Inhibitoren. Diese Inhibitoren unterdrücken teilweise die Immunreaktion Deiner  Haut und reduzieren auf diese Weise die Überreaktionen auf Umwelteinflüsse. Darüber hinaus wird seit 2017 auch Dupilumab gegen die Neurodermitis eingesetzt. Das ist ein  Wirkstoff, der sich an entzündungsfördernde  Botenstoffe heftet. Dadurch wird die Entzündungsneigung reduziert..

Vor dem Einsatz eines oder mehrerer Medikamente ist die Rücksprache mit eine/r Ärzt*in unbedingt erforderlich. Denn  nur ein/e Expert*in verfügt über das für eine fundierte Behandlungsstrategie erforderliche Wissen.

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FAQ

  • Wie unterscheidet man Schuppenflechte von Neurodermitis?

    Schuppenflechte (Psoriasis) und Neurodermitis (atopische Dermatitis) sind zwei verschiedene Hauterkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Typischerweise manifestiert sich die Schuppenflechte als dicke, silbrig-weiße Schuppen auf geröteter Haut, während Neurodermitis mit trockenen, juckenden und geröteten Hautstellen einhergeht. Ist es Schuppenflechte oder Neurodermitis? Es ist wichtig, einen Dermatologen aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten und die richtige Behandlung einzuleiten.

  • Sind Schuppenflechte oder Neurodermitis heilbar?

    Sowohl Schuppenflechte als auch Neurodermitis sind chronische Erkrankungen, die bisher nicht geheilt werden können. Allerdings können die Symptome beider Erkrankungen mit verschiedenen Behandlungen gelindert werden. Dies kann die Anwendung von topischen Cremes oder Salben, systemischen Medikamenten, Phototherapie oder eine Kombination aus verschiedenen Therapien umfassen. Ein Dermatologe kann die richtige Behandlung für den individuellen Fall von Schuppenflechte oder Neurodermitis empfehlen.

  • Welche Faktoren können Schuppenflechte oder Neurodermitis auslösen?

    Die genauen Ursachen von Schuppenflechte oder Neurodermitis sind nicht vollständig bekannt, es wird jedoch angenommen, dass verschiedene Faktoren zu ihrem Ausbruch oder ihrer Verschlimmerung beitragen können. Bei Schuppenflechte können Faktoren wie Stress, bestimmte Infektionen, Verletzungen der Haut, Medikamente, Rauchen, Alkoholkonsum oder Hormonveränderungen eine Rolle spielen. Bei Neurodermitis können allergische Reaktionen, trockene Haut, Umweltfaktoren, bestimmte Lebensmittel oder genetische Veranlagung Auslöser sein. Eine individuelle Bewertung des Einzelfalls durch einen Dermatologen ist wichtig, um die spezifischen Triggerfaktoren zu identifizieren und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung zu ergreifen.

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