Akne

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Was hilft bei Akne in der Schwangerschaft?

Ganz egal, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird – eine Schwangerschaft kann das Hautbild in vielen Fällen verschönern, aber auch ebenso zu einem Auslöser von Mitessern und Pickeln werden. Hier erfährst Du, wodurch die Schwangerschaftsakne entsteht, wie sie behandelt wird und wie Du selbst Deinen Teil zur Linderung von Mitessern und Pickeln beitragen kannst.

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Für die Schwangerschaft gilt ganz besonders: Jede Haut ist unterschiedlich und reagiert deshalb auch anders auf die starken Hormonschwankungen. Während sich manche Frauen für einige Monate über ein verbessertes Hautbild (“pregnancy glow”) freuen, kommt es bei anderen zu den typischen Mitessern und Pickeln. Studien zeigen, dass die Schwangerschaftsakne vor allem bei Frauen auftritt, die bereits während der Pubertät damit zu kämpfen hatten. Gleichzeitig kann es aber auch erst während der Schwangerschaft erstmalig zu Akneschüben kommen. 

Welche Symptome entstehen bei einer Akne in der Schwangerschaft?

Während einer Schwangerschaftsakne können alle Symptome auftreten, die von der gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris) bekannt sind. Hauptsächlich sind dabei das Gesicht, der Rücken und das Dekolleté betroffen. Welche Symptome im Einzelnen auftreten, hängt dabei immer von der Schwere der Akne ab. 

Leichte Akne:

  • Fettige Haut
  • Offene und geschlossene Komedonen (Mitesser)

Mittelschwerer Akne:

  • Pusteln (Eiterpickel)
  • Papeln (Bläschen)
  • Knoten

Schwere Akne:

  • Große, entzündliche Knoten
  • Abszesse (Eiterbeulen)
  • Fisteln (Geschwüre)
  • Sehr fettige Haut
  • Narbenbildung

Welche Ursachen hat eine Schwangerschaftsakne?

Ähnlich wie die Hormonveränderungen während der Pubertät, das Absetzen der Anti-Baby-Pille oder die Menstruation kann auch eine Schwangerschaft ein Auslöser für eine hormonelle Akne sein. Während dieser 9 Monate läuft der Stoffwechsel auf Hochtouren und im Körper der Frau werden wesentlich mehr weibliche Geschlechtshormone (Progesteron, Östrogen) produziert. Dieser Überschuss verstärkt die Produktion des körpereigenen Hautfetts (Talg) und lässt gleichzeitig die Haut stärker verhornen. Da der Talg so nicht mehr aus der Haut austreten kann, sammelt er sich in Form von Mitessern. Sobald sich diese öffnen und mit Bakterien in Kontakt kommen, entstehen entzündliche Symptome wie Pickel und Papeln. 

Ein bekannter Schwangerschaftsmythos besagt, dass ein schlechtes Hautbild während der Schwangerschaft auf ein Mädchen hindeuten würde. Wenn überhaupt, müsste das Gegenteil der Fall sein: ab der 22. Schwangerschaftswoche beginnt bei männlichen Föten die Testosteronproduktion in den Hoden und die Talgproduktion der Mutter wird dadurch zusätzlich angeregt. 

Nicht-hormonelle Ursachen einer Schwangerschaftsakne

Zusätzlich gibt es einige Ursachen abseits der hormonellen Faktoren, die eine Schwangerschaftsakne auslösen oder verstärken können. Dazu gehören:

  • Vererbung
  • Kosmetikprodukte und Make-ups mit hohem Fettanteil (komedogen)
  • “Überpflegte” Haut durch zu viele Kosmetikprodukte
  • Inhaltsstoffe bestimmter Medikamente (z. B. Vitamin-B-Präparate und Medikamente mit Brom oder Cortisol)
  • Falsche Ernährung (z. B. Lebensmittel mit hohem glykämischen Index)
  • Hohe Luftfeuchtigkeit
  • Alkohol und Zigaretten (Sollten während einer Schwangerschaft ohnehin keine Rolle spielen!)

Wann ist die Schwangerschaftsakne vorbei?

Die gute Nachricht: Der Körper braucht im Normalfall nur kurze Zeit, um den Hormonhaushalt nach der Schwangerschaft wieder einzupendeln und die Akne geht in fast allen Fällen spätestens wenige Wochen nach der Geburt selbstständig zurück. Damit es während der Schwangerschaft jedoch zu keiner zu starken Ausbreitung der Symptome kommt und eine Narbenbildung von vornherein verhindert werden kann, ist in vielen Fällen eine professionelle Behandlung sinnvoll. 

Akne-Therapie: Wie kann Schwangerschaftsakne behandelt werden?

Die Aknebehandlung während der Schwangerschaft geht mit dem Problem einher, dass viele der gängigen Akne-Medikamente (z. B. Antibiotika, Retinoide) Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes haben können und somit nicht für eine Therapie infrage kommen. Hierbei solltest Du also nicht blind auf Erfahrungsberichte oder Foren-Tipps vertrauen, sondern Dich in jedem Fall von einem Dermatologen beraten lassen. Im besten Fall kann die Akne topisch (äußerlich) mithilfe von wirkstoffhaltigen Cremes oder Gels behandelt werden und der Dermatologe kann eine Aknecreme zusammenstellen, die perfekt auf die Schwangerschaft und Deine Haut abgestimmt ist. Zu den Akne-Medikamenten, die problemlos während einer Schwangerschaft genutzt werden können, gehören unter anderem Benzoylperoxid (BPO), Azelainsäure und das Antibiotikum Erythromycin.

Schwangerschaftsakne: Was kann ich selbst gegen Mitesser und Pickel tun?

Abgesehen von der dermatologischen Behandlung kannst Du auch mit kleineren Anpassungen der Akne entgegenwirken. Hierbei spielt vor allem die richtige Reinigung und Pflege eine wichtige Rolle. Alle verwendeten Produkte sollten folgende Kriterien erfüllen:

  • Niedriger pH-Wert
  • Verzicht auf Parfüm oder komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Oleth-3, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Olivenöl, Kokosöl, etc.)
  • Dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Aloe Vera, Niancinamid, Zink)
  • Keine oder möglichst wenige Alkohole (z. B. kein Ethyl Alcohol, Methanol, Isopropyl Alcohol)
  • Keine Duftstoffe

Am besten reinigst Du die betroffenen Stellen zweimal täglich und tupfst sie anschließend vorsichtig mit einem frischen Handtuch ab. Wenn Du zusätzlich eine Feuchtigkeitscreme verwenden möchtest, sollte diese nicht fettend und nicht komedogen sein.

Wenn Du Dir unsicher bist, ob bestimmte Inhalts- oder Wirkstoffe mit der Schwangerschaft kompatibel sind, kann Dir ein Dermatologe helfen. Ergänzende Methoden wie Peelings oder Salicylsäure-Behandlungen solltest Du ebenfalls vorher mit einem Dermatologen abklären. 

Zu einem ganzheitlichen Behandlungsansatz gehört neben der Behandlung mit klinisch geprüften Wirkstoffen und der passenden Hautpflege auch der passende Lebensstil und die richtige Ernährung. Auch wenn es während der Schwangerschaft besonders schwerfallen mag, solltest Du deshalb versuchen, auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Aktuelle Studien zeigen, dass insbesondere Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= Lebensmittel, die einen hohen Insulinspiegel begünstigen – z. B. Traubenzucker, weißer Reis) und Halbfettmilchprodukte die Talgproduktion anregen und somit die Schwangerschaftsakne verstärken können.

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