Tabletten gegen Akne
In der Dermatologie wird nicht nur mit Cremes und anderen äußerlichen Behandlungsformen gearbeitet, um Akne und andere Hauterkrankungen zu behandeln. Akne-Medikamente sind auch in Tablettenform erhältlich und kommen in der Regel dann zum Einsatz, wenn andere Therapieformen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.
Akne-Tabletten sind grundsätzlich verschreibungspflichtig. Deswegen darf die Behandlung auch nur in Begleitung einer Ärztin oder eines Arztes erfolgen, die Dich vorher über die Anwendung und alle Risiken aufklären. Deine Haut wird vorab genau untersucht und es wird festgestellt, ob und welche Tabletten bei Akne am besten für Dich geeignet sind. Durch FORMEL SKIN hast Du die Möglichkeit, ohne langes Warten auf einen Termin Dein erstes Gespräch ganz einfach online zu führen. Welche Stoffe wirken in Akne-Tabletten?
1. Vitamin-A-Säure-Tabletten
Zur Behandlung von Akne werden in den meisten Fällen die Wirkstoffe Isotretinoin oder Tretinoin verschrieben. Akne-Tabletten mit diesen Wirkstoffen regulieren das Wachstum der Hautzellen und können bei starken Verhornungsstörungen, wie sie bei Akne häufig vorliegen, die Erneuerungsprozesse der Haut ausbalancieren. Gleichzeitig regulieren sie die Produktion von Talg und lösen Verhornungen, die bereits in den Poren vorliegen, sodass überschüssige Ablagerungen leichter aus den Poren abfließen können. Welche Risiken eine systemische Therapie mit Isotretinoin mit sich bringt, können Dir die Fachleute von FORMEL SKIN im Rahmen unserer Online-Behandlung erklären.
2. Akne-Tabletten mit Antibiotika
Im Gegensatz zur Therapie mit Vitamin-A-Säure steht bei Antibiotika vor allem die Reduktion der Akne-auslösenden Bakterien im Vordergrund. Sobald die Poren aufgrund einer Verhornungsstörung verstopfen, besteht nämlich auch das Risiko, dass Akne-Bakterien sich in den Hornablagerungen ansiedeln und dort schmerzhafte Infektionen auslösen. Antibiotika in Tablettenform können die bakterielle Infektion und Symptome wie entzündete Haut, Rötungen und Pickel deutlich reduzieren. Für die systemische Therapie (als Pille zum Einnehmen) werden Minocyclin und alternativ Doxycyclin verordnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Antibiotika hat Minocyclin den Vorteil, dass keine Wechselwirkungen mit der Antibabypille auftreten.
3. Hormontabletten gegen Akne
Eine überschüssige Talgproduktion sowie eine Verhornungsstörung der Haut hängt in vielen Fällen auch mit einem hormonellen Ungleichgewicht zusammen, bei der der Körper zu viele Androgene (männliche Geschlechtshormone) produziert. Durch bestimmte Hormone kann die Talgproduktion reduziert werden. Diese Tabletten als orale Kontrazeptiva („die Pille“) enthalten weibliche Geschlechtshormone wie Gestagene, mit denen der Überproduktion gezielt entgegengewirkt werden kann. Dabei kommt vorrangig das Gestagen Cyproteronacetat zum Einsatz.
4. Andere Akne-Tabletten
Neben Isotretinoin, Tretinoin, Antibiotika und Hormonpräparaten gibt es weitere Akne-Medikamente, die in Form von Tabletten oder Kapseln verabreicht werden können. Dazu gehören etwa Zinktabletten, die die Aktivität der Talgdrüsen reduzieren und Entzündungen lindern. Akne-Tabletten mit Zink sind rezeptfrei in Drogerien und Apotheken erhältlich, sie können allerdings mit der Wirkung keine ärztlich verschriebenen Akne-Tabletten ersetzen.
Erfahrungen: Wann und wie werden Tabletten gegen Akne eingesetzt?
Eine Behandlung mit Akne-Tabletten wird von den meisten Ärztinnen und Ärzten nur dann empfohlen, wenn andere Medikamente wie Cremes und Gels mit Isotretinoin bei der Behandlung von Akne nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Ob sich eine Behandlung mit Vitamin-A-Säure oder Antibiotika für Dich eignet, muss dabei unbedingt individuell besprochen werden, bevor Du eine Behandlung beginnst. Eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (z. B. Cortisontabletten) sowie eine potenzielle Schwangerschaft sollten während dieses Gespräches immer berücksichtigt werden. Bei FORMEL SKIN erfolgt Deine ärztliche Betreuung erfolgt durch approbierte Ärztinnen und Ärzte, die durch jahrelange Erfahrung und Expertenwissen optimal auf Deine Bedürfnisse, Fragen und eventuelle Veränderungen Deiner Haut eingehen können.
Halte Dich während der Akne-Behandlung mit Akne-Tabletten unbedingt an die ärztlichen Vorgaben. Besonders bei Antibiotika ist es dabei wichtig, dass Du den vorgeschriebenen Einnahmezeitraum nicht überschreitest, sodass sich keine Resistenzen bilden können. In der Regel ist eine Therapie mit Akne-Tabletten zeitlich begrenzt und wird im Anschluss mit einer topischen Behandlung weitergeführt.
Akne-Tabletten: Gibt es Nebenwirkungen?
Akne-Medikamente, die als Tabletten eingenommen werden, wirken generell sehr viel stärker als topische Varianten mit den gleichen Wirkstoffen. Dementsprechend fallen auch die Nebenwirkungen stärker aus als bei der oberflächlichen Behandlung.
In Form von Tabletten bei Akne sind Vitamin-A-Säure-haltige Medikamente besonders hoch dosiert. Zu den am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen gehören stark ausgetrocknete Haut, Reizungen, Rückenschmerzen und manchmal auch Sehstörungen. Neben den physischen Begleiterscheinungen wurde bei Personen, die Vitamin-A in Form von Tabletten einnehmen, auch ein erhöhtes Risiko für Depressionen festgestellt.
Antibiotika wie Anti-Akne-Tabletten mit Erythromycin oder Tetracyclin können zwar nur kurzzeitig angewendet werden, sind jedoch vergleichsweise nebenwirkungsarm. Zu den bekanntesten Begleiterscheinungen gehören Magenprobleme, Verdauungsbeschwerden und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.
Die bekannten Nebenwirkungen von hormonellen Verhütungsmitteln treten auch bei der Pickel- und Aknetherapie auf. Die Anti-Pickel-Tabletten verursachen je nach Zusammensetzung Kopfschmerzen, Übelkeit oder Stimmungsschwankungen und sind darüber hinaus mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen verbunden.
Akne-Tabletten in der Schwangerschaft
Unabhängig davon, welche Akne-Tabletten Du einnimmst, solltest Du Dich bei einer (geplanten) Schwangerschaft immer ärztlich zu allen potenziellen Risiken informieren.
Medikamente, die eine Form von Vitamin-A-Säure enthalten, sind fruchtschädigend und können bei Neugeborenen der Auslöser für eine Fehlbildung sein. Sie dürfen in einer Schwangerschaft deshalb unter keinen Umständen eingenommen werden. Eine systematische Tablettentherapie mit Vitamin-A-Derivaten ist bei Frauen im gebärfähigen Alter deshalb auch nur erlaubt, wenn sie nachweislich eine ausreichende kontrazeptive Verhütungsmethode anwenden.
Auch Medikamente wie Skid-Tabletten, Tetracyclin oder Erythromycin sollten nur nach einer eingehenden gynäkologischen und dermatologischen Nutzen-Risiko-Abwägung verschrieben oder weiter angewendet werden. Hormonelle Verhütungsmittel solltest Du in der Schwangerschaft selbstverständlich ebenfalls absetzen.
Bei FORMEL SKIN geht eine personalisierte Hautpflege immer Hand in Hand mit einer ärztlichen Betreuung. Durch die regelmäßigen Check-ups Deines Hautzustandes wird Deine Hautpflege dem Fortschritt Deiner Haut und auch Deinen Lebensumständen angepasst, sodass Deine Haut zu jedem Zeitpunkt mit den richtigen Wirkstoffen versorgt ist.