Akne

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Wie wird Akne mit Cremes behandelt?

Wer sich mit “Anti-Akne-Cremes” beschäftigt, kann sich aufgrund der vielen Unterschiede hinsichtlich Inhaltsstoffen, Wirkung und Verschreibungspflicht schnell überfordert fühlen. Fest steht: Durch ihre hohe Wirksamkeit und die geringen Nebenwirkungen sind verschreibungspflichtige Cremes eine wichtige Säule der effektiven Behandlung von gewöhnlicher Akne (Akne vulgaris). Bei einer leichten (comedonica) oder mittelschweren Akne (papulopustulosa) ist eine rein topische (äußerliche) Therapie fast immer ausreichend, um die Symptome und die Belastung der Betroffenen deutlich zu lindern. Erst bei der schweren Akne (conglobata) wird in manchen Fällen eine ergänzende systemische Therapie (Einnahme von Tabletten) nötig.

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Wichtig ist zunächst, zwischen rezeptfreien bzw. frei verkäuflichen OTC-Medikamenten (Over-the-counter-Medikamente) und Präparaten mit verschreibungspflichtigen Wirkstoffen zu unterscheiden. Da nicht jede frei verkäufliche Creme gleich gut für Akne-Haut geeignet ist, solltest Du auch hier die Verwendung frühzeitig mit einem Dermatologen absprechen.  Jede Creme kann mit Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten einhergehen und bei Inhaltsstoffen wie Benzoylperoxid, Salicylsäure oder Retinol muss zunächst abgestimmt werden, welche Konzentration die richtige für Deine Haut ist. Aus diesem Grund gibt es auch keine “beste” Creme gegen Akne – je nach Ausprägung und Hauttyp sind unterschiedliche Wirkstoffe in angepasster Konzentration für die Behandlung nötig. Da sich diese Zusammensetzung im Verlauf der Krankheit immer wieder ändern kann, ist ebenso eine regelmäßige Anpassung der Creme entscheidend. 

Gerade deshalb ist es wichtig, die Creme zunächst in geringer Dosierung auszuprobieren und die Reaktion der Haut auf den Test abzuwarten. Indem die Creme beispielsweise zunächst nur alle zwei Tage benutzt wird, kann sich die Haut langsam an die Wirkstoffe gewöhnen. Falls es zu deutlichen Nebenwirkungen (Rötungen, brennende Haut) kommt, solltest Du schnellstmöglich Rücksprache mit einem Dermatologen halten.

Welche Cremes helfen gegen Akne?

Vorrangig werden Akne-Cremes anhand der enthaltenen Wirkstoffe unterschieden. Zusätzlich können aber auch Faktoren wie Anwendungsdauer, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Rezeptpflicht wichtig sein. Viele der wirksamen Cremes sind nur verschreibungspflichtig in der Apotheke erhältlich. 

Bei rezeptfreien Varianten sollte generell darauf geachtet werden, dass diese keinen zu hohen Fettanteil aufweisen. Welche verschreibungspflichtige Creme die richtige für Deine Haut ist, hängt immer stark vom jeweiligen Akne-Typ ab. Cremes mit folgenden Inhaltsstoffen haben sich bei der Aknebehandlung bewährt:

Retinoid-Cremes gegen Akne – Vitamin-A-Derivate mit Dreifach-Wirkung

Retinoide sind verschreibungspflichtige Vitamin-A-Derivate. Bei der Akne-Therapie kommen Tretinoin, Isotretinoin, Retinol und Adapalen zum Einsatz. Dermatologen wählen hier vorrangig Tretinoin, da es Entzündungen hemmt, Poren öffnet und Mitesser auflöst. Die Cremes werden meistens einmal täglich am Abend aufgetragen. Die Behandlung ist dabei oftmals auf einen Zeitraum von mehr als 20 Wochen ausgelegt. 

Bei der äußerlichen Behandlung mit Retinoiden kann es zu Nebenwirkungen wie rötlicher, juckender und brennender Haut sowie einer erhöhten Lichtempfindlichkeit kommen. Für schwangere und stillende Frauen ist eine Retinoid-Therapie nicht zugelassen. 

Am wirksamsten sind Retinoide, wenn sie in Kombination mit anderen Wirkstoffen verwendet werden. Deshalb wird bei vielen Cremes auf die Verbindungen Tretinoin + Clindamycin (Acnatac), Adapalen + Benzoylperoxid (Epiduo) und Adapalen + Benzoylperoxid (Epiduo forte) gesetzt.

Antibiotische Akne-Cremes gegen Bakterien und Entzündungen

Antibiotische Cremes enthalten die verschreibungspflichtigen Wirkstoffe Clindamycin, Erythromycin, Nadifloxacin oder Tetracycline und werden bei der Behandlung mit Basistherapeutika (z. B. Retinoide) kombiniert, um eine nachlassende Wirkung durch den Widerstand des Körpers (Resistenzen) zu verhindern. Antibiotische Cremes wirken antibakteriell und entzündungshemmend. Bei entzündlicher Akne hat sich deshalb die Behandlung mit Clindamycin besonders bewährt, da es die auslösenden Bakterien (Propioni bacterium acnes) bekämpft. Sollte eine schwerwiegendere Akne-Erkrankung vorliegen, sollte die Antibiotika-Therapie systemisch mit Doxycyclin oder Minocyclin erfolgen. Wie oft die Creme aufgetragen werden muss und nach welcher Zeit erste Ergebnisse sichtbar werden, ist vom enthaltenen Wirkstoff abhängig. 

Akne-Cremes mit Azelainsäure – Die Retinoid-Alternative mit wenigen Nebenwirkungen

Rezeptpflichtige Azelainsäure-Cremes sind in ihrer Wirkung der Behandlung mit Retinoiden ähnlich. Sie wirken antibakteriell, entzündungshemmend und lösen die Mitesser auf. Die Cremes enthalten eine Konzentration zwischen 10 und 20 % Säure und haben den Vorteil, dass meistens nur minimale Nebenwirkungen in Form von leichten Hautirritationen auftreten. Deshalb eignet sich der Wirkstoff besonders gut für eine Langzeittherapie. Die Creme wird dabei meistens über mehrere Monate zweimal täglich aufgetragen.

Akne-Cremes mit Benzoylperoxid – Die rezeptfreie Option gegen Entzündungen

Auch Benzoylperoxid (BPO) zeichnet sich durch geringe Nebenwirkungen aus. Der Wirkstoff entfernt abgestorbene Hautschuppen, bekämpft Entzündungen und kann über einen längeren Zeitraum angewandt werden, ohne dass die Wirkung nachlässt. Die Konzentration hängt davon ab, ob eine leichte bzw. mittelschwere (3 – 5 %) oder eine schwere Akne (bis zu 10 %) behandelt wird. Bis erste Verbesserungen sichtbar werden, können bis zu 4 Wochen vergehen. Benzoylperoxid-Cremes mit einer leichten Dosierung sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich und werden meistens zweimal täglich aufgetragen.

Akne-Cremes mit Salicylsäure – Die Variante für leichte Akne

Diese Cremes eignen sich für die Behandlung leichter Akne. Die Säure regt die natürliche Regeneration der Haut an, indem sie Enzyme aktiviert, die die Zellverbindungen aufheben. Abgestorbene Zellen werden so schneller entfernt, was die Salicylsäure vor allem bei der Behandlung von Verhornungsstörungen zu einer gängigen Option macht. Die Cremes werden im Normalfall ein- oder zweimal täglich aufgetragen. Bis eine Wirkung sichtbar wird, können mehrere Wochen vergehen. 

Wie werden die Akne-Cremes aufgetragen?

Wie oft und in welcher Menge die Creme aufgetragen werden muss, hängt stark von den enthaltenen Wirkstoffen und ihrer Dosierung ab. Hier gilt also: Vor der ersten Anwendung immer die Gebrauchsanweisungen lesen und bei Unklarheiten einen Hautarzt bzw. Dermatologen um Rat fragen. Vor der Anwendung solltest Du Deine Haut zudem immer gründlich mit kaltem bzw. lauwarmem Wasser oder einem milden Waschgel reinigen. Heißes Wasser eignet sich nicht, da es die Poren zusätzlich öffnet. Dadurch können die Wirkstoffe der Creme stärker in die Haut eindringen und die Wahrscheinlichkeit für Hautirritationen erhöht sich. Nach dem Waschen sollte die Haut mit einem frischen Hand- oder Papiertuch abgetrocknet und anschließend nochmals mindestens 20 Minuten luftgetrocknet werden. Die Inhaltsstoffe sollten immer nur auf trockene Haut aufgetragen werden, da die sie andernfalls zu leicht in unbetroffene tiefere Hautschichten einziehen. 

Wichtig: Akne-Cremes sorgen nicht von einem auf den anderen Tag für ein besseres Hautbild. Je nach Wirkstoff kann sich die Behandlung über mehrere Monate erstrecken und es vergehen zunächst einige Wochen, bevor die ersten Ergebnisse sichtbar werden. Zunächst kann es sogar zu einer Verschlechterung des Hautbilds kommen. Damit diese Form der Therapie anschlagen kann, muss die Creme in jedem Fall über den vorgegebenen Zeitraum konsequent aufgetragen werden. 

Ergänzende Tages- und Feuchtigkeitscremes gegen trockene und schuppige Haut

Einige der Medikamente können dazu führen, dass die Haut trocken und schuppig wird. Angepasste Tagescremes wirken diesem Problem entgegen und sorgen für die richtige Gesichts- und Feuchtigkeitspflege. Diese können zwar zu einer Verbesserung des Hautbilds beitragen, sind alleine aber lang nicht so effektiv wie eine Behandlung mit verschreibungspflichtigen Inhaltsstoffen. Tagescremes sollten keine komedogenen (= Poren verstopfende) Stoffe wie Kakaobutter oder Kokosöl enthalten und zusätzlich pH-neutral, parfümfrei und auf Wasserbasis hergestellt sein. Zu den geeigneten Inhaltsstoffen gehören unter anderem:

  • Aloe Vera
  • Zink
  • Vitamin B3 (Niacinamide)
  • Vitamin B5 (Panthenol)
  • Bisabolol (Kamillenextrakt)
  • Ceramide (natürliche Hautfette)
  • Avena Sativa Extrakte (Haferpflanze)

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