Clindamycin

Wie wird Akne mit Clindamycin behandelt?

Aufgrund seiner stark antibakteriellen Wirkung gehört das Antibiotikum Clindamycin mit zu den effektivsten Mitteln gegen entzündliche Akne. Hier erfährst Du, wie Hautunreinheiten mit Clindamycin behandelt werden, welche Nebenwirkungen auftreten können und worauf Du sonst noch achten solltest. 

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Inhaltsverzeichnis

Was ist Clindamycin?

Clindamycin ist ein verschreibungspflichtiges Antibiotikum aus der Gruppe der Lincosamid-Antibiotika, das seit 1968 sowohl zur innerlichen als auch äußerlichen Behandlung unterschiedlicher (Infektions-)Krankheiten genutzt wird. Neben der Behandlung von Atemwegsinfektionen (z. B. Bronchitis), dentalen Infektionen (z. B. Parodontitis) sowie Knochen- und Gelenkinfektionen kommt der Wirkstoff auch bei der topischen (äußerlichen) Behandlung von Akne (Akne vulgaris) zum Einsatz. In der Aknebehandlung hat sich der Wirkstoff besonders bewährt, da er das Aknebakterium (Propionibacterium acnes – P.acnes) sehr effektiv bekämpft und dadurch vor allem die Therapie entzündlicher Akneformen (u. a. Akne papulopustulosa) erleichtert.

Wie wirkt Clindamycin gegen Akne?

Clindamycin wirkt vor allem antibakteriell und antiinflammatorisch (entzündungshemmend). Indem der Wirkstoff Aknebakterien daran hindert, überlebenswichtige Eiweiße zu bilden, hemmt er sowohl das Wachstum als auch die Vermehrung der Bakterien. Die Folge: Die Bakterien können keine neuen Zellen mehr bilden, sterben daraufhin ab oder können problemlos vom Immunsystem des Körpers abgetötet werden. Da Clindamycin zudem sehr gut in tiefere Gewebeschichten eindringt, ist es besonders effektiv gegen entzündliche Papeln (Knötchen) und Pusteln (Eiterbläschen).

Wie werden Hautunreinheiten mit Clindamycin behandelt?

Bei vielen anderen Behandlungen kommen Clindamycin-Tabletten mit einer Dosierung von 300 mg oder 600 mg zum Einsatz. Hautunreinheiten werden jedoch topisch (äußerlich) mit Clindamycin in Form von Cremes und Gelen (Dosierung ca. 1 %) behandelt. Dazu trägst Du 1 - 2 Mal täglich eine dünne Gel-Schicht auf die betroffenen Hautstellen auf. Länger als 12 Wochen sollte Clindamycin grundsätzlich nicht am Stück angewendet werden – erste positive Ergebnisse lassen sich ohnehin häufig schon nach einigen Wochen erkennen. 

Clindamycin wird häufig mit Benzoylperoxid (BPO) kombiniert. Das hat zwei Gründe: Zum einen wurde mehrfach gezeigt, dass beide Wirkstoffe in Kombination eine effektivere Wirkung haben als bei isolierter Anwendung. Zusätzlich besteht das Problem, dass es bei einer alleinigen Anwendung von Antibiotika zu einer sogenannten Resistenz kommen kann. Das bedeutet, dass sich Dein Körper mit der Zeit zu stark an den Wirkstoff gewöhnt und die Wirkung dadurch immer weiter nachlässt. Durch die Kombination mit BPO (oder anderen Basistherapeutika) lässt sich diese Resistenz-Bildung stark abschwächen, wenn auch nicht zu 100 % verhindern.

Mit dem Therapieansatz von FORMEL Skin hast Du den Vorteil, dass die Formel und auch die Pflege von vornherein genau an Deine Haut und die Akne angepasst werden. Da Du während der Behandlung im engen Austausch mit Dermatologen stehst, können die Wirkstoffe in regelmäßigen Abständen an die Fortschritte angepasst werden, wodurch eine wesentlich effektivere und nachhaltigere Therapie möglich wird. 

Welche Nebenwirkungen können bei der Behandlung mit Clindamycin auftreten?

Bei der äußeren Anwendung von Clindamycin sind Nebenwirkungen grundsätzlich selten und treten meistens lediglich in Form von trockenerer Haut und leichten Rötungen auf. In sehr seltenen Fällen berichten Patienten auch von Juckreiz oder leichtem Brennen. 

Jede Haut ist anders und so können auch die möglichen Nebenwirkungen immer leicht unterschiedlich ausfallen – die Erfahrungen vieler Patienten haben aber auch gezeigt, dass eine Behandlung mit Clindamycin gänzlich ohne Nebenwirkungen ablaufen kann. 

Solltest Du eine Überempfindlichkeit bzw. Allergie gegen Clindamycin oder Lincomycin haben, darf grundsätzlich nicht mit Clindamycin behandelt werden. Auch bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion (Clindamycin wird größtenteils über die Leber abgebaut) oder Magen-Darm-Erkrankungen sollte eine Alternative gefunden werden. 

Clindamycin: Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Clindamycin kann die Wirkung von Anti-Baby-Pillen einschränken. Zudem ist im Rahmen einer Aknetherapie die zeitgleiche Behandlung mit Erythromycin nicht sinnvoll, da beide Wirkstoffe eine sehr ähnliche Wirkung erzielen sollen und sich so unter Umständen gegenseitig abschwächen können.

Kann während einer Schwangerschaft mit Clindamycin behandelt werden?

Da die wissenschaftliche Datengrundlage bisher nicht ausreichend ist, darf während einer Schwangerschaft nicht mit Clindamycin behandelt werden. Zudem wurde bei systemischer (innerer) Behandlung gezeigt, dass der Wirkstoff in die Muttermilch übergehen kann, weshalb von einer Verwendung  während der Stillzeit abgeraten wird. 

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