Akne

Tabletten gegen Akne: Wirkung, Anwendung & Alternativen

Wenn die äußerliche Behandlung nicht die gewünschten Erfolge erzielt, verschreiben Hautärzt*innen in besonderen Fällen auch Tabletten zur Behandlung von Akne, Pickeln und unreiner Haut. Sie wirken besonders stark und können auch schwere Formen der Hauterkrankung in der Regel effektiv behandeln. Wir erklären, wie genau Tabletten zur Aknetherapie eingesetzt werden, für wen sie sich eignen und welche Alternativen es gibt. 

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Inhaltsverzeichnis

Gibt es Tabletten, die gegen Pickel und Akne wirken?

In der Dermatologie arbeiten Ärzt*innen nicht nur mit Cremes und anderen äußerlichen Behandlungsformen, um Akne und andere Hauterkrankungen zu behandeln. Aknemedikamente sind nämlich auch in Tablettenform erhältlich und kommen in der Regel dann zum Einsatz, wenn andere Therapieformen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.

Tabletten gegen Akne mit Wirkstoffen wie Vitamin-A-Säure oder Antibiotika sind grundsätzlich verschreibungspflichtig. Deswegen darf die Behandlung auch nur in Begleitung eines/r Ärtz*in erfolgen, der Dich vorher über die Anwendung und alle Risiken aufklärt. Er/sie wird Deine Haut vorab genau untersuchen und feststellen, ob und welche Tabletten gegen Akne am besten für Dich geeignet sind.

Ist eine Behandlung mit Akne-Tabletten das Richtige für mich?

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Welche Stoffe wirken in Tabletten gegen Akne?

Verschreibungspflichtige Tabletten gegen Akne und Pickel können – je nach Ausprägung der Erkrankung – verschiedene Wirkstoffe enthalten. Zu den am häufigsten verwendeten Stoffen zählen Derivate der Vitamin-A-Säure (z. B. Isotretinoin) und Antibiotika (z. B. Clindamycin). Sie können nicht nur in Form von Tabletten, sondern auch als Creme oder Gel bei der oberflächlichen (topischen) Behandlung eingesetzt werden.

  • Vitamin-A-Säure Tabletten 

Zur Behandlung von Akne verschreiben Ärzte in den meisten Fällen die Wirkstoffe Isotretinoin oder Tretinoin. Sie regulieren das Wachstum der Hautzellen und können bei starken Verhornungsstörungen, wie sie bei Akne häufig vorliegen, die Erneuerungsprozesse der Haut ausbalancieren. Gleichzeitig regulieren sie die Produktion von Talg und lösen Verhornungen, die bereits in den Poren vorliegen, sodass überschüssige Ablagerungen leichter aus den Poren abfließen können. 

  • Antibiotika

Im Gegensatz zur Therapie mit Vitamin-A-Säure steht bei Antibiotika vor allem die Reduktion von Akne-auslösenden Bakterien (z. B. p. acnes) im Vordergrund. Sobald die Poren aufgrund einer Verhornungsstörung verstopfen, besteht nämlich auch das Risiko, dass Aknebakterien sich in den Hornablagerungen ansiedeln und dort schmerzhafte Infektionen auslösen. Ein Antibiotikum (z. B. Tetracyclin, Minocyclin (Skid) Erythromycin) in Tablettenform kann die bakterielle Infektion und Symptome wie entzündete Haut, Rötungen und Pickel deutlich reduzieren.

  • Hormonpräparate

Eine überschüssige Talgproduktion sowie eine Verhornungsstörung der Haut hängt in vielen Fällen auch mit einer hormonellen Imbalance zu tun, bei der der Körper zu viele Androgene (männliche Geschlechtshormone) produziert. Orale Kontrazeptiva (“die Pille”) enthalten weibliche Geschlechtshormone, mit denen dieser Überproduktion entgegengewirkt werden kann.

  • Andere Tabletten

Neben Isotretinoin, Tretinoin, Antibiotika und Hormonpräparaten gibt es weitere Aknemedikamente, die in Form von Tabletten oder Kapseln verabreicht werden können. Dazu gehören etwa Zinktabletten, die die Aktivität der Talgdrüsen reduzieren und Entzündungen lindern. Aknetabletten mit Zink sind rezeptfrei in Drogerien und Apotheken erhältlich, sie können allerdings keine hautärztlich vorgeschriebene Aknetherapie ersetzen.

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Erfahrungen: Wann und wie werden Tabletten gegen Akne eingesetzt?

Eine Tablettentherapie gegen Akne wird von den meisten Hautärzt*innen nur dann empfohlen, wenn andere Medikamente (z. B. Cremes und Gels mit Isotretinoin) bei der Behandlung von Akne nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Ob sich eine Behandlung mit Vitamin-A-Säure oder Antibiotika für Dich eignet, muss dabei unbedingt von Fall zu Fall mit einem/r Ärzt*in besprochen werden, bevor Du eine Behandlung beginnst. Eine Wechselwirkung mit anderen Medikamenten (z. B. Cortisontabletten) sowie eine potenzielle Schwangerschaft sollten während dieses Gespräches immer berücksichtigt werden.

Halte Dich bei der Einnahme der Tabletten unbedingt an die Vorgaben von Deinem/r Ärzt*in bekommen hast. Besonders bei Antibiotika ist es dabei wichtig, dass Du den vorgeschriebenen Einnahmezeitraum nicht überschreitest, sodass sich keine Resistenzen bilden können. In der Regel ist eine Aknetherapie mit Tabletten zeitlich begrenzt und wird im Anschluss mit einer topischen Behandlung weitergeführt.

 

Tablettentherapie gegen Akne: Gibt es Nebenwirkungen?

Aknemedikamente, die als Tabletten eingenommen werden, wirken generell sehr viel stärker als topische Varianten mit den gleichen Wirkstoffen. Dementsprechend fallen auch die Nebenwirkungen stärker aus als bei der oberflächlichen Behandlung.

In Form von Tabletten sind Vitamin-A-Säure-haltige Medikamente besonders hoch dosiert. Zu den am häufigsten auftretenden Nebenwirkungen gehören stark ausgetrocknete Haut, Reizungen, Rückenschmerzen und manchmal auch Sehstörungen. Neben den physischen Begleiterscheinungen, wurden bei Patient*innen, die Vitamin-A in Form von Tabletten einnehmen, auch ein erhöhtes Risiko für Depressionen festgestellt.

Antibiotika, wie Erythromycin- oder Tetracyclin-Tabletten, können zwar nur kurzzeitig angewendet werden, sind jedoch vergleichsweise nebenwirkungsarm. Zu den bekanntesten Begleiterscheinungen gehören Magenprobleme, Verdauungsbeschwerden und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut.

Die bekannten Nebenwirkungen von hormonellen Verhütungsmitteln treten auch bei der Aknetherapie auf. Die Tabletten verursachen, je nach Zusammensetzung, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Stimmungsschwankungen und sind darüber hinaus mit einem erhöhten Risiko für Thrombosen verbunden.

 

Aknetabletten in der Schwangerschaft

Unabhängig davon, welche Tabletten Du zur Behandlung von Akne einnimmst, solltest Du Dich bei einer (geplanten) Schwangerschaft immer zu allen potenziellen Risiken bei einem/r Ärzt*in informieren. 

Medikamente, die eine Form von Vitamin-A-Säure enthalten – dazu zählen u. a. Isotretinoin und Tretinoin – wirken fruchtschädigend und können bei Neugeborenen der Auslöser für eine Fehlbildung sein. Sie dürfen in einer Schwangerschaft deshalb unter keinen Umständen eingenommen werden. Eine systematische Tablettentherapie mit Vitamin-A-Derivaten ist bei Frauen im gebärfähigen Alter deshalb auch nur erlaubt, wenn sie nachweislich eine ausreichende kontrazeptive Verhütungsmethode anwenden.

Auch Medikamente, wie etwa Skid-Tabletten, Tetracyclin oder Erythromycin, sollten nur nach einer eingehenden Nutzen-Risiko-Abwägung durch eine/n Gynäkolog*in oder Dermatolog*in verschrieben oder weiter angewendet werden. Hormonelle Verhütungsmittel solltest Du in der Schwangerschaft selbstverständlich ebenfalls absetzen.

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