Die 6 häufigsten Routine-Fehler bei Akne
Hier findest Du die wichtigsten Hautpflege-Fehler bei Akne, mit denen viele ihre Akne durch Pflege schlimmer machen, indem die Hautbarriere gestört wird. So kannst Du diese Fehler umgehen und Deine Haut optimal pflegen.
1. Zu häufiges Reinigen (Over-Cleansing)
Zweimal täglich das Gesicht zu reinigen ist optimal, mehr kann schaden. Häufiges Waschen, besonders mit seifenhaltigen oder alkalischen Produkten, zerstört den Säureschutzmantel und löst natürliche Fette. Die Talgdrüsen beginnen dann mit einer Überproduktion von Talg als Kompensation. Aus Studien geht hervor, dass alkalische Reiniger mit pH-Werten von 8–10 ein anerkannter Risikofaktor für Akne und Hautempfindlichkeit sind. Seifenfreie, pH-neutrale Reiniger mit pH-Werten von 4,5–5,5 sind bei Akne besser geeignet.
2. Zu viele aktive Wirkstoffe gleichzeitig
Salicylsäure/BHA, Retinol, AHA, Vitamin C, Benzoylperoxid – jeder Wirkstoff einzeln ist potenziell sinnvoll. Alle zusammen in einer Routine könnte die Haut überfordern, die Barriere reizen und Ausbrüche auslösen, die wie Akne aussehen, aber keine sind. Auch Dermatologin Dr. Cindy Wassef sagt dazu: „10-Schritte-Routinen würde ich nie machen.“
3. Zu reichhaltige oder komedogene Produkte
Es ist verständlich, dass Du bei trockener, gereizter Haut zu mehr Feuchtigkeitspflege greifen willst. Aber: Zu schwere, okklusiv (abdichtend) wirkende Produkte wie Petrolatum oder Mineralöl können die Poren verstopfen, wenn sie in dicken Schichten aufgetragen werden. Auch Sheabutter kann bei zu Akne neigender Haut Poren verstopfen. Aus einer klinischen Studie geht hervor, dass das Akne-Risiko bei Reinigern mit komedogenen Inhaltsstoffen 2,5-mal höher ist als bei Produkten ohne diese Inhaltsstoffe.
4. Kein Sonnenschutz – oder der falsche
Viele Wirkstoffe wie Retinol, AHA und BHA erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Ohne täglichen Sonnenschutz werden Pickelmale dunkler und die Hautbarriere wird durch UV-Strahlung weiter geschwächt. Gleichzeitig können zu schwere Sonnencremes die Poren verstopfen. Nichtkomedogene, leichte Gelformulierungen sind daher die beste Lösung.
5. Echtes Purging vs. Unverträglichkeit verwechseln
Purging oder Unverträglichkeit? Das ist der wichtigste Unterschied. „Skin-Purging“ ist eine vorübergehende Verschlechterung des Hautbilds beim Einschleichen eines neuen Wirkstoffs. Purging sollte maximal 4–6 Wochen dauern und sich auf typische Akne-Zonen beschränken. Wenn Du allerdings Ausbrüche an ungewöhnlichen Stellen bemerkst oder sie sich selbst nach 6 Wochen nicht bessern, ist das kein Purging mehr. Das sind typische Symptome einer Unverträglichkeit oder einer beschädigten Hautbarriere.
6. Mechanische Überreizung
Aggressives Schrubben, häufiges Peeling mit mechanischen Peelingskörnern oder hartes Abtrocknen – all das kann Deine Hautbarriere zerstören und Entzündungen fördern. Auch unbewusstes häufiges Berühren des Gesichts, das Schlafen auf einer bestimmten Seite und regelmäßiger Handykontakt sind unterschätzte Faktoren für Akne.