Fettige Haut

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Was kann ich gegen fettige Haut tun?

Fettige, glänzende Haut im Gesicht kann nicht nur unschön aussehen, sondern bietet auch den optimalen Nährboden für die Entstehung von Mitessern und Pickeln. Wir sagen Dir, welche (Haus-)Mittel Dir gegen fettige Haut helfen, welche Gesichtscreme die richtige für Dich ist und warum besonders bei fettigen Hauttypen neben einer guten Feuchtigkeitspflege auch die passende Ernährung eine wichtige Rolle einnimmt.

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Fettige Haut als Hauttyp – wie erkenne ich ihn?

Fettige Haut ist vor allem durch eine verstärkte Produktion von Talg (Hautfett) gekennzeichnet. Die überschüssigen Fette führen dabei optisch zu einem öligen Glanz. Gleichzeitig können sich die Poren vergrößern und die Haut ist anfälliger für Hautunreinheiten wie Mitesser (Komedonen) und Pickel (Pusteln). Am einfachsten erkennst Du Deinen aktuellen Hautzustand, wenn Du nach einer gründlichen Reinigung zunächst keine weiteren Pflegeprodukte benutzt, 1 - 2 Stunden abwartest und die Hautbereiche Deines Gesichts beobachtest. 

Ursachen: Warum habe ich fettige Haut im Gesicht?

Der Talg auf Deiner Haut ist grundsätzlich nichts Schlechtes und sogar enorm wichtig für die natürliche Hautbarriere: Die dünne Fettschicht schützt die Haut vor dem Austrocknen und hält gleichzeitig Krankheitserreger, Bakterien und Umweltschmutz ab. Zum “Problem” wird der Talg erst, wenn Deine Haut übermäßig viel davon produziert. Da sich vor allem in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) im Gesicht besonders viele Talgdrüsen befinden, tritt fettige Haut auch hauptsächlich dort auf. 

Experten gehen davon aus, dass die grundsätzliche Veranlagung zu fettiger Haut und Hautunreinheiten vererbbar ist und die Talgproduktion deshalb bei jedem Menschen unterschiedlich stark ausfällt. Unabhängig von der grundsätzlichen Neigung zu fettigerer Haut gibt es aber auch unterschiedliche verstärkende Faktoren. 

Häufig stehen dabei hormonelle Schwankungen im Mittelpunkt. Ereignisse wie die Pubertät, das Absetzen der Anti-Baby-Pille, eine Schwangerschaft oder die Menopause können den Hormonspiegel zeitweise stark durcheinanderbringen. Kommt es dabei zu einem Überschuss an männlichen Geschlechtshormonen (Androgene), wirkt sich das auch verstärkend auf die Talgproduktion aus und führt so zu fettigerer Haut. Da die Haut gleichzeitig stärker verhornt, kann es zudem auch zu Verstopfungen in den Talg-Ausflussgängen kommen, die in Form von Mitessern sichtbar werden und bei Entzündungen zu anderen Aknesymptomen wie Pusteln oder Papeln führen können.

Wodurch wird die Talgproduktion zusätzlich verstärkt?

Zusätzlich gibt es auch einige Faktoren aus dem Alltag, die die Talgproduktion deutlich verstärken können. Dazu gehören unter anderem: 

  • Kosmetik- und Pflegeprodukte mit hohem Fettanteil oder komedogenen (Poren verschließenden) Inhaltsstoffen
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämisch Index (= viele kurzkettige Kohlenhydrate)
  • Kuhmilch und Milchprodukte
  • Medikamente (z. B. bromhaltige Beruhigungs- / Schlafmittel)
  • Zigaretten (Nikotin) und Alkohol
  • Stress und psychische Belastung
  • Hohe Luftfeuchtigkeit 

Pflege & Behandlung: Was hilft gegen fettige Haut?

Abgesehen davon, dass Du die genannten Faktoren so gut wie möglich vermeiden solltest, gibt es auch noch einige Tipps und Mittel, die Dir aktiv gegen die fettige Haut helfen können. 

Reinigung und Pflege bei fettiger Haut

Um fettiger Haut effektiv entgegenzuwirken, ist eine tägliche Reinigung und die richtige Pflege ein absolutes Muss. Grundsätzlich ist es dabei aber vor allem wichtig, dass Du Deine Haut nicht “überpflegst” und vor allem auf die passenden Produkte setzt. Deine Haut zweimal täglich (morgens und abends) zu reinigen und zu pflegen, reicht völlig aus – alles, was darüber hinausgeht, kann Deine Haut zu stark austrocknen und die Talgproduktion dadurch zusätzlich verstärken. 

Hier kommt ein besonders wichtiger Punkt ins Spiel: Fett ist keine Feuchtigkeit. Auch wenn fettige Haut häufig so wirkt, als wäre sie ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt, ist das meistens nicht der Fall und eine Haut, die plötzlich fettig wird, kann sogar ein deutliches Anzeichen dafür sein, dass sie besser mit Feuchtigkeit versorgt werden muss. Der Gedanke, der fettigen Haut Feuchtigkeit zu entziehen und so den Glanz loszuwerden, ist also häufig der falsche Ansatz. 

Stattdessen solltest Du immer darauf achten, Deiner Haut die Feuchtigkeit, die Du ihr mit der Reinigung nimmst, schnell wieder zurückzugeben. Dafür eignen sich vor allem feuchtigkeitsspendende Cremes auf Wasserbasis. Achte jedoch immer darauf, dass diese nicht fettend sind und ohne komedogene (Mitesser verursachende) Inhaltsstoffe hergestellt werden. Hilfreich sind stattdessen Antioxidantien und talgregulierende Stoffe. 

Für die Reinigung von fettiger Haut eignet sich vor allem ein Reinigungsgel oder -schaum. Grundsätzlich solltest Du aber darauf achten, dass alle Deine Reinigung- und Pflegeprodukte die folgenden Eigenschaften erfüllen:

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (Risiko für Kontaktallergien)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
  • pH-Wert ähnlich zur Haut (pH 5 - 5,5)

Peelings gegen fettige Haut

Um die tägliche Pflege bestmöglich zu unterstützen, kannst Du zusätzlich wöchentlich chemische oder sanfte mechanische Peelings nutzen, um abgestorbene Hautzellen zu entfernen und den Talg aus den Poren zu ziehen. Besonders wirksam sind dabei vor allem Salicylsäure (BHA) und Glykolsäure (AHA). Als Alternative zu klassischen Peelings können auch klärende Gesichtsmasken mit Heil- bzw. Tonerde oder Hamamelis dienen. Sollten diese Optionen keine ausreichende Wirkung zeigen, kann auch eine regelmäßige professionelle Ausreinigung eine Alternative sein. Hierzu lässt Du Dich am besten von Deinem Dermatologen beraten. 

Cremes gegen fettige Haut

Ergänzend zu den feuchtigkeitsspendenden Gesichtscremes können auch (verschreibungspflichtige) Behandlungscremes ein gutes Mittel gegen fettige Haut sein. Bei den Wirkstoffen sollte eine talgregulierende Wirkung im Vordergrund stehen. Dermatologen setzen deshalb vor allem auf Cremes mit folgenden Wirk- bzw. Inhaltsstoffen: 

  • Vitamin-A-Säure & Retinoide (Vitamin-A-Derivate)
  • Retinol
  • Salicylsäure 
  • Niacinamid
  • Zink
  • Teebaumöl

Ernährungstipps gegen fettige Haut

Dass bestimmte Lebensmittel einen direkten Einfluss auf das Hautbild haben können, ist längst kein Geheimnis mehr. Besonders stark können die Auswirkungen dabei Menschen ausfallen, die ohnehin zu fettigerer Haut neigen. Problematisch sind neben Kuhmilch (v. a. Halbfettmilch) und Milchprodukte vor allem Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen.

Das hat einfache Gründe: Um die Kohlenhydrate der Lebensmittel in Energie umzuwandeln, produziert der Körper vermehrt Insulin. Das Problem: Insulin fördert zeitgleich die Talgproduktion. Einen Überblick darüber, wie stark dieser Effekt bei unterschiedlichen Lebensmitteln auftreten kann, gibt Dir der sogenannte glykämische Index (GI). Wenn Du grundsätzlich zu fettiger Haut neigst, solltest Du also versuchen, unter anderem auf folgende Lebensmittel mit einem hohen GI zu verzichten: 

  • Verschiedene Zucker (z. B. Malz-, Traubenzucker & gezuckerte Getränke)
  • Weißer Reis
  • Kartoffeln & Pommes
  • Cornflakes
  • Weißbrot

Kuhmilch und Milchprodukte haben zwar weniger Kohlenhydrate, wirken dafür aber “insulinotrop”. Das bedeutet, dass sie einen insulin-ähnlichen Wachstumsfaktor stimulieren und dadurch ebenfalls die Talgproduktion verstärken können. Wichtig: Jede Haut ist anders und ob die genannten Lebensmittel tatsächlich Auswirkungen auf Dein Hautbild haben, kann immer unterschiedlich sein. Am einfachsten findest Du das heraus, indem Du für einige Wochen auf die Lebensmittel verzichtest und die Reaktion Deiner Haut in einem Ernährungstagebuch festhältst.

Hausmittel gegen fettige Haut

Wenn Du häufiger auf Blogs unterwegs bist, dürftest Du vermutlich schon über viele unterschiedliche Hausmittel gelesen haben, dass es sich dabei um eine Art “Wundermittel” gegen fettige Haut handelt. Auch hier gilt: Jede Haut ist anders und während Hausmittel wie Apfelessig oder Teebaumöl bei manchen Menschen tatsächlich wahre Wunder zu wirken scheinen, können die Effekte bei anderen gänzlich ausbleiben. Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, unterschiedliche Hausmittel gegen fettige Haut auszuprobieren – wir raten Dir jedoch dazu, vor allem auf möglichst natürliche Mittel zu setzen. Wirksame Hausmittel gegen fettige Haut können unter anderem folgende sein: 

  • Aloe Vera
  • Heilerde
  • Kurkuma
  • Zitronensaft
  • Apfelessig
  • Teebaumöl

Die meisten Hausmittel lassen sich sehr gut in Form von Gesichtsmasken auftragen; insbesondere Apfelessig und Teebaumöl solltest Du aber nur punktuell (z. B. mit einem Wattepad) anwenden. Beide Hausmittel führen häufiger zu allergischen Reaktionen. Grundsätzlich gilt: Nur weil ein Hausmittel einen natürlichen Ursprung hat, ist es nicht automatisch für jede Haut verträglich. Am besten testest Du deshalb immer an einer Stelle an Deinem Unterarm an, wie Deine Haut auf bestimmte Hausmittel reagiert. 

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