Rötungen, Entzündungen und Juckreiz im Gesicht – viele Betroffene fragen sich: Was ist Rosacea und warum bekomme ich es plötzlich? Hautveränderungen entwickeln sich oft schleichend und können verunsichern. Die genaue Ursache von Rosacea ist bislang noch nicht vollständig geklärt. Nach aktuellem Forschungsstand spielen jedoch mehrere Faktoren eine Rolle: genetische Veranlagung, Veränderungen des Immunsystems, Empfindlichkeit der Blutgefäße und äußere Trigger. Auch die Demodex-Milbe und ein möglicher Zusammenhang zwischen Rosacea und der Darmgesundheit werden untersucht. In diesem Artikel erklären wir die Rosacea Ursachen und wie Du Deine Symptome lindern kannst.
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Highlight
Rosacea Ursachen: Warum entsteht die Hauterkrankung?
In diesem Artikel
- Das Wichtigste in Kürze
- Ist Rosacea erblich? Die genetische Komponente
- Die Rolle des Immunsystems bei Rosacea
- Demodex-Milben: Wie Haarbalgmilben Rosacea beeinflussen
- Gefäße und Nerven: Warum das Gesicht rot wird
- Deine personalisierte Hautpflege
- Rosacea und der Darm: Die Darm-Haut-Achse
- Trigger: Was einen Rosacea-Schub auslösen kann
- Psychische Auslöser: Stress und Rosacea
- Wie funktioniert die Behandlung mit FORMEL SKIN?
- Erste Ergebnisse nach 4 Wochen
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Ursachen der Hautkrankheit Rosacea sind nicht abschließend geklärt.
- Man geht von erblich bedingten Faktoren wie einer übersteigerten Immunantwort und schwachen Blutgefäßen als Ursachen für Rosacea im Gesicht aus.
- Während die unklaren Ursachen von Rosacea nicht behandelt werden können, gibt es lokale, orale und invasive symptomatische Therapien.
Ist Rosacea erblich? Die genetische Komponente
Eine eindeutige Erklärung für die Ursache von Rosacea ist bislang noch nicht bekannt. Forschende gehen jedoch davon aus, dass genetische Faktoren hierbei eine wichtige Rolle spielen. Dafür spricht unter anderem, dass Rosacea in manchen Familien häufiger als bei anderen auftritt. Haben nahe Verwandte die Veranlagung dazu, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Du sie ebenfalls hast.
Wichtig ist dabei: Es gibt kein spezielles „Rosacea-Gen“. Stattdessen handelt es sich um ein sogenanntes multifaktorielles Zusammenspiel, beschreibt die AWMF S2k-Leitlinie Rosacea (2022). Demnach spielen genetische Veranlagung, Immunreaktionen, Gefäßveränderungen und äußere Trigger gemeinsam eine Rolle bei der Entstehung von Rosacea. Außerdem empfiehlt die Leitlinie eine symptomorientierte Einteilung (anstatt der früheren Stadien I, II und III).
Die Rolle des Immunsystems bei Rosacea
Bei Rosacea scheint zudem das Immunsystem empfindlicher zu reagieren. Die Dermatologen Yamasaki & Gallo (2009) haben bei der Hauterkrankung unter anderem eine übersteigerte Immunantwort beobachtet und wiesen nach, dass bei Rosacea vermehrt antimikrobielle Peptide (Cathelicidine) auf der Haut gebildet werden. Cathelicidine sind Teil des natürlichen Abwehrsystems und helfen dabei, Deine Haut zu schützen und Krankheitserreger abzuwehren. Bei Rosacea werden sie jedoch vermehrt produziert und können dadurch Entzündungsreaktionen fördern und Beschwerden verstärken.
Dieser Mechanismus gilt auch als mögliche Erklärung dafür, warum Rosacea häufig chronisch verläuft und in Schüben auftreten kann. Studien zur Wirkung von Cathelicidin zeigen, wie eng das Immunsystem mit der Hautbarriere und Entzündungsprozessen verbunden ist. Auch Stress kann dabei Einfluss nehmen: Es wird vermutet, dass anhaltender Stress die Immunreaktion Deiner Haut negativ beeinflussen kann.
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Demodex-Milben: Wie Haarbalgmilben Rosacea beeinflussen
Forschende untersuchten zudem, welche Rolle Demodex-Milben bei der Entstehung von Rosacea spielen. Diese mikroskopisch kleinen Haarbalgmilben leben natürlicherweise auf Deiner Haut und sind grundsätzlich harmlos. Bei Menschen mit Rosacea ist die Konzentration dieser jedoch deutlich erhöht – Studien zeigen eine bis zu sechsmal höhere Dichte auf der Haut im Vergleich zu Menschen ohne Rosacea.
Die Demodex-Milben gelten dabei jedoch nicht als alleinige Ursache von Rosacea. Stattdessen verstärken sie bereits existierende Entzündungsreaktionen auf der Haut zusätzlich. Vermutet wird eher, dass bei Rosacea das Immunsystem auf Bestandteile der Milben bzw. auf veränderte antimikrobielle Eiweißstrukturen besonders empfindlich reagiert. Dieser Zusammenhang kann erklären, warum Wirkstoffe wie Ivermectin (wirkt antiparasitär) bei einigen Formen der Rosacea erfolgreich gewirkt haben.
Gefäße und Nerven: Warum das Gesicht rot wird
Ein wichtiger Bestandteil der Rosacea-Forschung ist die sogenannte neurovaskuläre Dysregulation. Gemeint ist damit ein besonders empfindliches Zusammenspiel zwischen Nerven und Blutgefäßen in der Haut. Die Gefäße im Gesicht reagieren empfindlich auf Reize wie Hitze, Alkohol, scharfes Essen, Stress oder Temperaturen-Wechsel. Dadurch kommt es zu sogenannten Flush-Episoden – plötzlichen, starken Rötungen der Haut.
Mit der Zeit können sich diese feine Blutgefäße dauerhaft erweitern und sichtbare Äderchen sowie anhaltende Gesichtsrötungen entstehen. Diesen Verlauf nennen Dermatolog:innen die erythematotelangiektatische Form der Rosacea (früher: „Stadium I“ der Rosacea). Im weiteren Verlauf können zusätzlich entzündliche Papeln und Pusteln auftreten. Diese Hautveränderungen können leicht mit Akne verwechselt werden, daher ist hier eine dermatologische Abklärung hilfreich.
Deine personalisierte Hautpflege
Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns 3 Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:
Rosacea und der Darm: Die Darm-Haut-Achse
Neben genetischen und immunologischen Faktoren wurde auch die sogenannte Darm-Haut-Achse als möglicher Einfluss auf Rosacea erforscht. Dieses Konzept beschreibt die enge Verbindung zwischen Darm, Nervensystem, Immunsystem und Haut. Veränderungen im Darmtrakt sowie entzündliche Prozesse können sich möglicherweise auf das Hautbild auswirken.
Studien zeigen hierbei, dass Menschen mit Rosacea häufiger bestimmte Magen-Darm-Erkrankungen haben. Die dänische Kohortenstudie von Egeberg et al. (2017) fand Zusammenhänge zwischen Rosacea und Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn und einer bakteriellen Fehlbesiedlung des Dünndarms (SIBO). Auch das Magenbakterium Helicobacter pylori, das mit Entzündungen der Magenschleimhaut in Verbindung gebracht wird, wird als möglicher Einflussfaktor bei Rosacea diskutiert.
Hinweis: Die bisherigen Beobachtungen bedeuten jedoch nicht, dass Darmprobleme direkt Rosacea verursachen. Die Forschung sieht hier bislang eher Zusammenhänge als eine eindeutige Ursache.
Trigger: Was einen Rosacea-Schub auslösen kann
Auch, wenn die genaue Ursache für Rosacea noch nicht vollständig geklärt ist, sind bereits viele typische Auslöser für Rosacea-Schübe bekannt. Diese sogenannten Trigger können Beschwerden wie Rötungen, Brennen, rote Äderchen oder entzündliche Pusteln verstärken. Welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen, ist ganz individuell – nicht jede:r reagiert auf dieselben Auslöser.
Zu den häufigsten Triggern gehören:
UV-Strahlung und intensive Sonneneinstrahlung
Alkohol (besonders Rotwein)
starke Temperaturen-Wechsel sowie Hitze und Kälte
scharf gewürzte Speisen
körperliche Anstrengung und intensiver Sport
psychischer Stress oder starke Emotionen
fetthaltige Kosmetikprodukte und Duftstoffe
Hintergrund: Viele dieser Trigger fördern die Durchblutung der Haut und können dadurch Flush-Reaktionen auslösen oder verstärken. Besonders UV-Strahlung gilt als einer der wichtigsten Trigger bei Rosacea.
Hilfreich kann zudem sein, ein Trigger-Tagebuch zu führen. So lässt sich oft besser erkennen, welche Situationen, Lebensmittel oder Pflegeprodukte Deine Haut gereizt haben und welche Deiner Haut gut tun. Gemeinsam mit Deiner Hautärztin oder Deinem Hautarzt kann es hilfreich sein, diese persönlichen Trigger auszuwerten und herauszufinden, wie Du Deine Haut langfristig entlasten kannst.
Psychische Auslöser: Stress und Rosacea
Neben Trigger-Faktoren wie Hitze, UV-Strahlung oder fettigen Cremes gibt es auch psychische und seelische Ursachen für Rosacea. Vor allem Stress sowie starke Emotionen wie Wut können einen Schub verursachen oder verschlimmern.
Hintergrund: Stress wirkt durchblutungsfördernd und kann so typische Symptome wie die Rötungen im Gesicht verstärken. Durch emotionalen und körperlichen Stress wird die Immunzellen-Aktivität in der Haut beeinträchtigt und das Immunsystem geschwächt, wodurch Entzündungen im Körper zunehmen können – eine Ursache von Papeln und Pusteln (rosacea papulopustulosa).
Wie funktioniert die Behandlung mit FORMEL SKIN?
Du kannst Dir Deine Behandlung mit FORMEL SKIN wie die bei einem/r gewöhnlichen/r Hautärzt:in vorstellen – aber online. Dies erspart Dir langwieriges Terminmanagement, Wartezeiten und Anfahrten. Die Anamnese erfolgt anhand eines Online-Fragebogens und drei Fotos von Deiner Haut, welche Du in unser Portal hochlädst. Nun wird Deine Haut von Ärzt:innen analysiert und Deine individuelle Wirkstoffformel wird erstellt. Diese Formel vereint genau die Inhaltsstoffe, die Deine Haut zum aktuellen Zeitpunkt braucht.
Rosacea lässt sich bislang nicht vollständig heilen, die Symptome können jedoch gut behandelt werden. Die Behandlung richtet sich dabei immer nach den individuellen Symptomen und Triggern. Für viele Betroffene ist es bereits ausreichend, bekannte Auslöser (UV-Strahlung, Alkohol, scharfes Essen, reizende Pflegeprodukte) zu vermeiden. Ergänzend dazu kannst Du eine sanfte, reizfreie Hautpflege nutzen, um Deine Hautbarriere zu stärken und Rötungen zu beruhigen.
Je nach Ausprägung können zusätzliche medizinische Cremes oder Gele zum Einsatz kommen, die Entzündungen reduzieren und gegen Demodex-Milben wirken. Bei FORMEL SKIN bieten wir individuell angepasste Pflege- und Behandlungslösungen für zu Rosacea neigende Haut.
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Erste Ergebnisse nach 4 Wochen
- Deine Ärzt:in begleitet Dich während der gesamten Behandlung und passt die Wirkstoffe im Hautpflege-Set individuell an.
- Auch wenn jede Haut ein wenig anders ist, siehst Du so mit FORMEL SKIN bereits nach 4 bis 6 Wochen erste Ergebnisse.
- Mit dem Code SKINCODE2x40 erhältst Du 40 % Rabatt auf die ersten beiden Behandlungsmonate
Weitere Themen zu Rosacea
FAQ
Kann ein schlechtes Immunsystem die Ursache von Rosacea sein?
Es wird vermutet, dass die Ursachen von Rosacea mit einer erblich bedingten übersteigerten Immunantwort zusammenhängen könnten. In neuesten Forschungen wurde herausgefunden, dass diese übersteigerte Immunantwort Entzündungen bei Rosacea begünstigt.
Sind Demodex-Milben Ursache für die Enstehung von Rosacea?
Demodex-Milben sind bei Rosacea-Patient:innen sechsmal häufiger zu finden als bei Menschen ohne diese Erkrankung. Um die Milben zu bekämpfen, bildet die körpereigene Immunabwehr Antikörper gegen die Milben. Diese wiederum sorgen für die typische entzündliche Hautreaktion bei Rosacea.
Welche Rolle spielt Stress bei der Verschlimmerung von Rosacea-Symptomen?
Akuter Stress oder andere starke negative Emotionen können einen Schub von Rosacea verursachen oder verschlimmern. Der Stress wirkt dabei durchblutungsfördernd und verstärkt so ggf. die typischen Rosacea-Symptome wie Rötungen im Gesicht. Zudem kann Stress das Immunsystem schwächen, was wiederum zu Entzündungen und anderen Hautreaktionen führen kann.
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