Akne

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Hilft Solarium gegen Akne und Pickel?

Vom Gang ins Sonnenstudio versprechen sich viele neben der Bräunung auch ein reineres und ebenmäßigeres Hautbild. Doch zusätzlich zu den bekannten Risiken der UV-Strahlung auf die Haut bestehen insbesondere für sensible und zu Akne neigender Haut zusätzliche Risiken. Hier erfährst Du, worauf Du besonders achten solltest und wieso das Solarium keine Alternative zur medizinischen Aknetherapie darstellt.

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UV-Strahlung: Was passiert im Solarium?

Um die UV-Strahlung der Sonne nachzuahmen, wird bei Solarien eine Kombination aus künstlicher UV-A- und UV-B-Strahlung genutzt. Der häufig überwiegende UV-A-Anteil sorgt dabei für eine schnelle und oberflächliche Bräune, die jedoch nicht lange anhält. UV-B-Strahlung führt hingegen zu einem länger anhaltenden Bräunungsergebnis, das erst einige Tage nach dem Solariumbesuch sichtbar wird.

Die schnelle Bräune geht jedoch mit einem erheblichen Gesundheitsrisiko einher. Das Problem: Insbesondere die künstliche UV-A-Strahlung im Solarium dringt sehr tief in die Haut ein und dadurch ist bis zu 10 Mal stärker als die der Sonne. Das bedeutet, dass sich auch die Risiken der UV-Strahlung deutlich erhöhen. Dazu gehören unter anderem eine wesentlich schnellere Hautalterung durch Kollagen- und Elastinabbau (UV-A-Strahlung) sowie ein erhöhtes Krebsrisiko (UV-A- & UV-B-Strahlung).

Solarium gegen Akne: Welchen Einfluss hat das UV-Licht auf die Haut?

UV-Licht versorgt die Haut mit wichtigem Vitamin D sowie Sauerstoff und regt den Blutkreislauf an. Fest steht aber auch: Diese positiven Effekte haben sowohl die Sonne als auch künstliches UV-Licht nur, wenn die Bestrahlung in geringem Maße stattfindet. 

Ist die Haut stattdessen zu starker Strahlung (bei heller Haut ohne Sonnenschutz können bereits 10 Minuten ausreichen) ausgesetzt, schadet dies nicht nur ihrer natürlichen Gesundheit, sondern kann gleichzeitig auch die Akne verschlimmern. Zwar wird bei kurzer Strahlung der überschüssige Talg entfernt, längere UV-Strahlung führt jedoch dazu, dass die Haut zu stark austrocknet und die Talgproduktion erst recht angekurbelt wird. Da gleichzeitig die Hornschicht dicker wird und die Poren verengen, können schnell Mitesser und daraus wiederum entzündliche Aknesymptome wie Pickel entstehen. 

Starke UV-Strahlung und regelmäßige Solariumbesuche können zudem nicht nur zu zusätzlichen Hautunreinheiten und Falten, sondern im schlimmsten Fall auch zu schwerwiegenden Hautschäden und -krankheiten führen. 

Risiken durch UV-Strahlung im Solarium: 

  • Verstärkte Talgproduktion durch Austrocknung der Haut
  • Verdickung der Hornschicht
  • Veränderung des natürlichen pH-Werts
  • Falten und beschleunigte Hautalterung
  • Erhöhtes Hautkrebsrisiko

Behandlung: Hilft Solarium gegen Akne und Pickel?

Du solltest das Solarium also auf keinen Fall als eine dauerhafte Behandlungsmethode für Akne in Betracht ziehen, da die hohen Risiken einem verhältnismäßig geringen Nutzen gegenüberstehen. Grundsätzlich gilt: Nicht jeder Hauttyp verträgt die künstliche Sonne und wir können Dir nur dazu raten, Deine Haut zu schonen nicht ins Solarium zu gehen. Akne lässt sich in einem Großteil der Fälle sehr gut mit wirkstoffhaltigen Cremes und Gels behandeln. Diese sind leicht in der Anwendung, lassen sich problemlos in den Alltag integrieren und gehen nur mit sehr geringen oder keinerlei Nebenwirkungen einher. Zusätzlich besteht der Vorteil, dass ein Dermatologe die enthaltenen Wirkstoffe regelmäßig an das Stadium der Akne anpassen kann. 

Solltest Du dennoch ins Solarium gehen wollen, kann Dir ein Dermatologe Tipps zur Häufigkeit und Intensität der Solarium-Bestrahlung geben und gemeinsam mit Dir Deine Behandlung und Pflegeroutine so anpassen, dass sie gegebenenfalls mit einem Solariumbesuch vereinbar ist. Einige der gängigen Akne-Medikamente (z. B. Duac Akne-Gel) erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut deutlich und sind deshalb nicht mit der starken UV-Strahlung vereinbar. Ebenso sollte man nach einem professionellen Peeling oder mit frischen Narben nicht das Solarium besuchen, da die künstliche UV-Strahlung in diesem Fall Gewebeschäden und Pigmentflecken verursachen kann. 

Statt das Solarium als schnelle Therapiemethode anzusehen, solltest Du die Behandlung der Akne möglichst ganzheitlich angehen. Das bedeutet, dass Du Dich dermatologisch beraten lässt und auch Deinen Lebensstil und Deine Ernährung anpasst. Dazu können beispielsweise mehr Bewegung und der Verzicht auf Nikotin sowie auf Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= Lebensmittel, die für einen hohen Blutzuckerspiegel sorgen) gehören. Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index sind unter anderem (Trauben-)Zucker, Maisstärke, weißer Reis und viele Kartoffelprodukte.

Was sollte ich beim Besuch im Solarium beachten?

Unser Rat: Schone Deine Haut und verzichte generell auf Solariumbesuche. Solltest Du dennoch ins Solarium gehen wollen, ist es wichtig, dass Du Dir der Risiken bewusst bist, Dich rechtzeitig über den passenden Sonnenschutz bei Akne informierst und Dich von einem Dermatologen beraten lässt. Zusätzlich solltest Du Deine Haut und die Veränderungen immer im Blick behalten und sofort Rücksprache halten, sobald Dir etwas ungewöhnlich vorkommt oder Du Dir unsicher bist.

Wo liegt der Unterschied zwischen einem Solariumbesuch und der Lichttherapie?

Auch wenn Solarium und Lichttherapie oft miteinander in Verbindung gebracht werden, hat eine professionelle Lichttherapie nichts mit der UV-Bestrahlung im Solarium zu tun. Bei der Lichttherapie wird statt UV-Strahlung eine Kombination aus blauem und rotem Licht genutzt. Während das blaue Licht den Aknebakterien entgegenwirkt, regt das rote Licht die Durchblutung an und fördert die Wundheilung. Lichttherapie können sowohl bei Dermatologen als auch bei speziellen Kosmetikern durchgeführt werden.

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