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Frag einen Dermatologen: Was hilft natürlich gegen Pickel?

Frag einen Dermatologen
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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Willkommen bei "Frag einen Dermatologen", deiner vertrauenswürdigen Anlaufstelle für Informationen rund um eine gesunde Haut. In dieser Serie beantworten unsere Ärzt:innen echte Fragen unserer Community - klar, verständlich und anwendbar.

Bei der heutigen Frage geht es um natürliche Aknebehandlung: "Was hilft wirklich gegen Pickel - ohne aggressive Chemie?" Viele schwören auf Teebaumöl, Aloe Vera oder Honig, doch nicht alles, was natürlich klingt, ist automatisch sanft oder wirksam. Wir zeigen dir, welche natürlichen Wirkstoffe wissenschaftlich belegt sind, welche Hausmittel du besser meiden solltest und wie du das Beste aus beiden Welten kombinierst.

Nutzerfrage an unser Ärzteteam

Liebe Formel Skin-Experten,

ich möchte meine Akne gerne auf natürlichem Weg behandeln. Meine Haut hat in der Vergangenheit sehr empfindlich auf aggressive chemische Produkte reagiert - nach Benzoylperoxid war mein Gesicht tagelang rot und schuppig. Außerdem bin ich grundsätzlich jemand, der lieber zu natürlichen Alternativen greift, wenn es möglich ist. 

Ich habe schon viel gelesen über Teebaumöl, Aloe Vera, Honig und grünen Tee. Manche schwören auf Apfelessig, andere auf Heilerde. Aber ich bin unsicher: Funktionieren diese natürlichen Mittel wirklich, oder ist das alles nur ein Hype? Gibt es wissenschaftliche Beweise dafür, dass Hautmittel gegen Pickel helfen?

Ich möchte meiner Haut nicht schaden, aber ich möchte auch eine Lösung finden, die ohne harte Chemikalien auskommt. Was empfehlt ihr aus dermatologischer Sicht? Welche natürlichen Wirkstoffe sind tatsächlich wirksam, und welche sollte ich lieber meiden?

Hoffnungsvoll und naturverbunden, 

Clean Beauty Fan

Antwort unserer Dermatologin

Liebe Clean Beauty Fan, 

Dein Wunsch nach natürlichen Alternativen ist absolut nachvollziehbar, besonders, wenn deine Haut auf aggressive Akneprodukte sensibel reagiert hat. Dass du heute genauer hinschaust und vorsichtig auswählst, ist kein Zeichen von Unsicherheit. 

Die gute Nachricht ist, dass es natürliche Wirkstoffe mit wissenschaftlich belegter Wirksamkeit gegen Akne gibt. Die weniger gute ist, dass nicht alles, was als “natürliches Wundermittel” beworben wird, automatisch auch sanft und sicher ist. Auch Pflanzenextrakte bestehen aus hochaktiven chemischen Substanzen und können, falsch angewendet, die Hautbarriere reizen oder Akne sogar verschlechtern. 

In der Dermatologie zählen deshalb immer die Wirksamkeit, Sicherheit und Verträglichkeit. Die Herkunft eines Wirkstoffs allein ist kein Qualitätsmerkmal. Außerdem sind “natürlich” und "chemisch" keine Gegensätze, manche synthetische Wirkstoffe sind sogar besser verträglich als ihre natürlichen Pendants. Lass uns gemeinsam einordnen, was wirklich hilft, wo natürliche Mittel ihre Grenzen haben und wie du sie sicher anwendest, damit deine Haut langfristig davon profitiert. 

“Natürlich vs. “Chemisch” - ein wichtiges Missverständnis

“Natürlich” klingt automatisch besser, doch genau hier liegt ein weitverbreitetes Missverständnis. In der Hautpflege zählt nicht das Image eines Wirkstoffs, sondern was er nachweislich mit deiner Haut macht. Ein wissenschaftlicher Blick hilft, Mythen von wirksamer, sicherer Pflege zu unterscheiden. 

Die Wissenschaft kennt keinen Unterschied

Viele Menschen setzen natürliche Hautpflege automatisch mit sanft gleich und stehen chemischen Wirkstoffen skeptisch gegenüber. Aus wissenschaftlicher Sicht ist diese Einteilung jedoch nicht haltbar. Alles, was auf der Haut wirkt, ist Chemie. Auch Pflanzenextrakte. Entscheidend ist nicht die Herkunft, sondern die Wirkung auf deine Haut. 

Die Dermatologie stellt dabei immer drei Fragen: 

  • Wirkt der Stoff nachweislich? (Evidenz)

  • Ist er sicher? (Toxikologie)

  • Ist er für deinen Hauttyp verträglich? (Hautreaktion)

Beispiele, die überraschen

“Natürlich”, aber potentiell aggressiv:

  • Zitronensaft (pH ~2): Kann die Hautbarriere schädigen

  • Zimtöl: Stark allergen, kann schwere Reizungen verursachen

  • Baking Soda (Natron, pH ~9): Zerstört den Säureschutzmantel der Hautbarriere

“Synthetisch”, aber sehr sanft:

  • Niacinamid: Sehr gut verträglich, entzündungshemmend und barriere-stärkend

  • Hyaluronsäure: Identisch mit körpereigener Substanz

  • Panthenol: Beruhigend und heilungsfördernd

Natürliche Wirkstoffe mit wissenschaftlicher Evidenz

Nicht jedes Hausmittel hilft, aber einige natürliche Wirkstoffe gegen Pickel sind wissenschaftlich gut untersucht und wirksam. Entscheidend ist, dass sie korrekt dosiert und richtig angewendet werden. In der Dermatologie sprechen wir hier von: 

Kategorie A: Gut erforscht und wirksam

Nicht alles, was natürlich ist, wirkt. Aber einige Wirkstoffe sind wissenschaftlich gut belegt und können Akne messbar verbessern. In Kategorie A findest du natürliche bzw. naturnahe Inhaltsstoffe, deren Wirksamkeit und Sicherheit durch Studien geschützt sind und die bei einer richtigen Anwendung echte Ergebnisse liefern. 

  1. Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Evidenz: 

Mehrere Studien zeigen eine deutliche antimikrobielle Wirkung gegen Cutibacterium acnes. In einer Vergleichsstudie war 5 % Teebaumöl ähnlich wirksam wie 5 % Benzoylperoxid bei milder Akne, jedoch mit weniger Nebenwirkungen, aber langsamerem Wirkungseintritt. Nach etwa 12 Wochen reduzierte sich die entzündliche Akne um rund 40-50 %. 

Wirkungsweise: 

  • Terpinen-4-ol wirkt antibakteriell

  • Entzündungshemmende Eigenschaften

  • Reguliert die Talgproduktion

Anwendung: 

  • Niemals pur anwenden! Teebaumöl kann schwere Hautreizungen verursachen!

  • 2-5 % verdünnt in einem Trägeröl (z.B. Jojobaöl oder Traubenkernöl)

  • Punktuell auf einzelne Pickel auftragen

  • Unbedingt vorher (24h) einen Patch-Test machen

Vorsicht!

Teebaumöl kann bei etwa 10 % der Anwender:innen Kontaktallergien oder Kontaktdermatitis auslösen und ist daher nicht für sehr empfindliche Haut geeignet. Zudem exzidiert es schnell, wodurch die Reizwirkung zunimmt. Deshalb sollte Teebaumöl immer kühl, dunkel und in einer lichtgeschützten Flasche gelagert werden. Es sollte nicht innerlich eingenommen werden, da Teebaumöl toxisch ist. 

2. Grüner Tee (Camellia sinensis)

Evidenz: 

Topischer grüner Tee mit 2-3 % EGCG kann entzündliche Akne um bis zu 50-60 % reduzieren, besonders bei leichter bis moderater Akne. 

Wirkungsweise: 

  • Epigallocatechin-3-gallat (EGCG) hemmt 5α-Reduktase (wie Finasterid, aber schwächer)

  • Reduziert die Talgproduktion um bis zu 30-40 %

  • Antimikrobielle Eigenschaften gegen Cutibacterium acnes

  • Antioxidative Wirkung reduziert oxidativen Stress

Anwendung: 

  • Topisch: Stark aufgebrühten Grüntee abkühlen lassen und als Toner verwenden (2x täglich)

  • Produkte: Seren mit 2-5 % grüner Tee-Extrakt

  • Optional oral: 2-3 Tassen grüner Tee täglich (zusätzlicher systemischer Effekt)

Vorsicht!

Bei sehr empfindlicher Haut kann Koffein aus grünem Tee in seltenen Fällen leicht reizend wirken. Achte deshalb auf eine gute Verträglichkeit und bevorzuge hochwertigen Bio-Grüntee, um unnötige Rückstände zu vermeiden. 

3. Zink (topisch und oral)

Evidenz: 

Zink zählt zu den bestuntersuchten natürlichen Akne-Wirkstoffen. Oral eingenommen (30 mg/Tag) reduziert die entzündliche Akne um etwa 40-50 %. Auch topisch zeigt 5 % Zinkoxid gute Effekte. 

Wirkungsweise: 

  • Hemmt hormonelle Akne-Trigger wie 5α-Reduktase (weniger Dihydrotestosteron)

  • Antibakterielle Wirkung gegen Cutibacterium acnes

  • Entzündungshemmend (hemmt TNF-α, IL-8)

  • Unterstützt die Wundheilung

Anwendung: 

  • Oral: 30 mg elementares Zink täglich zu einer Mahlzeit (als Zinkgluconat oder Zinkcitrat)

  • Topisch: 5 % Zinkoxid punktuell oder in mineralischem Sonnenschutz

  • Wichtig: Zu viel Zink kann einen Kupfermangel verursachen

Vorsicht!

Zink sollte nicht dauerhaft über 40 mg täglich eingenommen werden, da sonst ein Kupfermangel drohen kann. Nimm es zu einer Mahlzeit ein, um Übelkeit zu vermeiden, und beachte mögliche Wechselwirkungen mit Antibiotika. 

4. Niacinamid (Vitamin B3)

Auch wenn Niacinamid meist synthetisch hergestellt wird, ist es hautidentisch und extrem gut verträglich. 

Evidenz: 

Studien zeigen, dass 4-5 % Niacinamid vergleichbar wirksam wie Clindamycin bei leichter Akne ist. Entzündliche Läsionen nehmen nach 8 Wochen um bis zu 60 % ab.

Wirkungsweise: 

  • Entzündungshemmend (reduziert Zytokine)

  • Reguliert Talgproduktion um bis zu 30%

  • Stärkt die Hautbarriere (erhöht Ceramide)

  • Aufhellend bei post-inflammatorischer Hyperpigmentierung

Anwendung: 

  • 4-10 % Niacinamid-Serum, 2x täglich

  • Mit fast allen Wirkstoffen kombinierbar

  • Wirkt ab Woche 4, optimal nach 8-12 Wochen

Vorsicht!

Bei sehr hohen Niacinamid-Konzentrationen über 10 % kann es gelegentlich zu einem kurzzeitigen Niacin-Flush mit Rötung kommen. In Kombination mit Vitamin C kann dieser Effekt verstärkt auftreten, ist jedoch harmlos. 

Kategorie B: Begrenzt wirksam/zusätzliche Pflege

Nicht alle natürlichen Wirkstoffe sind stark genug, um Akne allein zu behandeln. Einige können die Haut aber spürbar unterstützen, Reizungen lindern und die Regeneration fördern. In Kategorie B findest du Wirkstoffe, die sich besonders gut als ergänzende Pflege eignen, ideal in Kombination mit evidenzbasierten Akne-Wirkstoffen. 

  1. Aloe Vera

Evidenz & Wirkung:

Aloe Vera wirkt beruhigend, leicht entzündungshemmend und unterstützt die Wundheilung. Die antimikrobielle Wirkung ist jedoch begrenzt, weshalb Aloe keine alleinige Akne-Therapie ersetzt und mit anderen Akne-Wirkstoffen kombiniert werden sollte. 

Anwendung: 

  • Frisches Aloe-Gel oder Produkte mit mehr als 90 % Aloe-Anteil

  • Als beruhigende Basispflege, nicht als Hauptbehandlung

  • Besonders sinnvoll nach austrocknenden oder reizenden Treatments

Aloe ist ideal, wenn deine Haut gestresst, gerötet oder empfindlich ist, aber eher Support als Lösung. 

2. Honig (besonders Manuka-Honig)

Evidenz & Wirkung: 

Manuka-Honig besitzt antibakterielle und wundheilungsfördernde Eigenschaften. Durch Methylglyoxal wirkt er moderat gegen Cutibacterium acnes, reicht allein aber nicht zur Akne-Behandlung aus. 

Anwendung: 

  • Medizinischer Manuka-Honig (MGO 400+)

  • Als Maske für 15-20 Minuten, 2-3x pro Woche

  • Nicht als alleinige Akne-Behandlung

Vorsicht!

Manuka-Honig ist sehr klebrig und in der Anwendung aufwendig, zudem stark qualitätsabhängig. Medizinisch wirksamer, echter Manuka-Honig ist vergleichsweise teuer. 

3. Azelainsäure (aus Getreide, aber meist synthetisch)

Evidenz & Wirkung: 

Azelainsäure ist deutlich wirksamer als klassische Hausmittel. Es wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und aufhellend bei Pickelmalen. Außerdem ist es sehr gut verträglich, auch bei sensibler Haut. 

Anwendung: 

  • 10-20 %, Azelainsäure 1-2x täglich

  • Erste Effekte ab Woche 4-6

  • Kombinierbar mit Retinoiden

Vorsicht!

Zu Beginn der Anwendung kann es vorübergehend zu leichtem Brennen oder Prickeln kommen, was überwiegend nach kurzer Zeit von selbst abklingt. 

Kategorie C: Hausmittel mit zweifelhafter oder fehlender Evidenz

Viele Hausmittel werden als schnelle Hilfe bei Pickeln angepriesen, doch leider sind viele dieser Tipps nicht nur unwirksam, sondern können deine Haut sogar ernsthaft schädigen. Besonders bei empfindlicher oder bereits entzündeter Haut können die Folgen gravierend sein. Hier ein Überblick über die bekanntesten riskanten Mittel: 

  1. Apfelessig

Apfelessig wird als antibakteriell und pH-ausgleichend beworben, ist aber sehr sauer (pH 2-3) und kann die Hautbarriere schädigen. Studien, die eine Wirkung gegen Akne belegen, fehlen. Bei einer unverdünnten Anwendung kann es zu Verbrennungen und einer langfristigen Hautreizung kommen. 

2. Zahnpasta

Zahnpasta enthält oft Fluorid, Menthol oder Sodium Lauryl Sulfate (SLS), die die Haut stark reizen. Entgegen vieler Mythen trocknet sie Pickel nicht zuverlässig aus, sondern kann Rötungen, Verätzungen und sogar Kontaktdermatitis hervorrufen. Die Inhaltsstoffe sind für Zähne gedacht, nicht für die Gesichtshaut. 

3. Zitronensaft

Auch wenn er als natürliches Aufhellungsmittel gilt, ist Zitronensaft extrem sauer (pH ~2). Die Säure zerstört die schützende Hautbarriere, macht die Haut empfindlich gegenüber Sonnenlicht und erhöht das Risiko für Sonnenbrand. Außerdem kann es zu Phytophotodermatitis kommen, einer Hautreaktion, die Blasen und Verbrennungen zweiten Grades verursachen kann. Langfristig kann dies sogar Hyperpigmentierungen auslösen, das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte. 

4. Backpulver/ Natron

Backpulver bzw. Natron ist alkalisch und stark reizend. Es zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut (die Hautbarriere braucht einen sauren pH-Wert von 4,5-5,5), kann chronische Irritationen verursachen und die geschwächte Haut anfälliger für Akne und Infektionen machen. 

5. Zimt

Zimt enthält Zimtaldehyd, einen sehr allergenen Stoff, der eine schwere Kontaktdermatitis auslösen kann. Es gibt keine klinischen Studien, die seine Wirksamkeit gegen Akne bestätigen. 

Dermatologische Empfehlung

Diese Hautmittel solltest du meiden. Sie können die Hautbarriere zerstören, Entzündungen verschlimmern und die Akne langfristig verschlechtern. Für eine sichere und effektive Behandlung sind geprüfte, evidenzbasierte Wirkstoffe die bessere Wahl. 

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Lifestyle-Faktoren: Die unterschätzte “natürliche Behandlung”

Akne entsteht nicht nur auf der Haut, sondern oft im Alltag. Ernährung, Stress und Lebensstil beeinflussen Hormone, Entzündungen und die Talgproduktion stärker, als viele vermuten. Genau hier setzen die effektivsten natürlichen Maßnahmen an. Von innen heraus, nachhaltig und wissenschaftlich belegt.

Die wirksamsten natürlichen Ansätze wirken von innen, nicht topisch

  1. Low-glykämische Ernährung

Studien zeigen, dass eine Umstellung auf Low-GI-Ernährung Akne um 30-50 % reduzieren kann. Weniger Zucker, Weißmehl und verarbeitete Kohlenhydrate, dafür mehr Vollkorn, Gemüse, Proteine und gesunde Fette helfen, Insulin und IGF-1 zu senken, was wichtige Akne-Trigger darstellen. 

2. Omega-3-Fettsäuren

Fettreicher Fisch wie Lachs, Makrele oder Hering 2-3 x pro Woche oder Algenöl-Supplemente wirken entzündungshemmend. Täglich 2 g EPA/DHA können Hautrötungen und Pickel reduzieren. 

3. Stress-Management

Stress steigert Cortisol, erhöht die Talgproduktion und die Entzündungsbereitschaft der Haut. Studien zeigen eine Korrelation zwischen Stress und dem Akne-Schweregrad. Meditation, Yoga, Atemübungen, ausreichend Schlaf (7-9 Stunden) und regelmäßige Bewegung helfen, hormonelle Akne-Trigger zu senken. 

Die optimale Strategie: Das Beste aus beiden Welten

Die Realität ist, dass sich moderate bis schwere Akne selten allein mit natürlichen Mitteln kontrollieren lässt. Die beste Strategie kombiniert mehrere Ansätze miteinander. 

Basis: Sanfte, hautfreundliche Pflege

  • Milde Reinigung (pH 5-5,5)

  • Feuchtigkeitspflege (stärkt die Hautbarriere)

  • Sonnenschutz (essentiell!)

Evidenzbasierte natürliche Wirkstoffe

Bei Bedarf: Medizinische Wirkstoffe

  • Retinoide (präventiv, hochwirksam)

  • Antibiotika, Hormone oder Isotretinoin

Bei milder Akne können natürliche Wirkstoffe ausreichen, bei moderater Akne lohnt die Kombination. 

Sicher anwenden: Regeln für natürliche Hautpflege

Natürliche Hautpflege kann sehr wirksam sein, wenn sie richtig angewendet wird. Viele Hautreaktionen entstehen nicht durch den Wirkstoff selbst, sondern durch eine falsche Dosierung, eine schlechte Hautqualität oder zu viele Experimente gleichzeitig. Mit diesen 7 goldenen Regeln schützt du deine Haut und vermeidest unnötige Irritationen: 

  1. Patch-Test immer durchführen

Teste jedes neue Produkt zunächst an einer unauffälligen Stelle, etwa hinter dem Ohr oder an der Innenseite des Unterarms. Warte mindestens 24-48 Stunden, um mögliche Rötungen, Juckreiz oder Brennen auszuschließen, bevor du es im Gesicht verwendest. 

2. Konzentration beachten

Mehr Wirkstoffe bedeuten nicht automatisch auch bessere Ergebnisse. Ätherische Öle sollten immer stark verdünnt angewendet werden (maximal 2-5 %). Auch andere aktive Inhaltsstoffe solltest du langsam in deine Routine integrieren und schrittweise steigern. 

3. Qualität ist entscheidend

Achte auf hochwertige, möglichst biologische Rohstoffe. Minderwertige oder oxidierte Öle können die Haut reizen. Lagere Produkte dunkel und kühl, um ihre Stabilität und Verträglichkeit zu erhalten. 

4. Niemals unverdünnte Säuren verwenden

Purer Zitronensaft oder unverdünnter Apfelessig können die Hautbarriere nachhaltig schädigen. Die Haut fühlt sich nur bei einem pH-Wert von etwa 4,5-5 wirklich wohl. 

5. Sonne meiden bei photosensibilisierenden Stoffen

Viele natürliche Wirkstoffe, wie Zitrusöle oder Retinoide, erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. Trage tagsüber immer einen Sonnenschutz mit mindestens LSF 30 auf. 

6. Konsistenz über Intensität

Eine sanfte, regelmäßige Pflege ist effektiver als seltene, aggressive Treatments. Gib deiner Haut mindestens 6-8 Wochen Zeit, bevor du die Ergebnisse bewertest. 

7. Kombination mit Bedacht

Führe neue Produkte einzeln ein. So erkennst du besser, was auf deiner Haut wirkt und was nicht. 

Deine personalisierte Hautpflege

Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns drei Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:

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    Reinigungsgel

    Unser schäumendes Reinigungsgel klärt verstopfte Poren, entfernt Unreinheiten und bereitet Deine Haut ideal auf die Wirkstoffe vor.

    • Salicylsäure, Panthenol, Aloe Vera
    • entzündungshemmend, verfeinernd, feuchtigkeitsspendend
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen
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    Deine Formel

    Die Wirkstoff-Formel ist personalisiert und wird regelmäßig entsprechend Deiner sich verändernden Hautbedürfnisse angepasst.

    • medizinisch wirksame, aktive Inhaltsstoffe
    • präzise auf Deine Hautbedürfnisse abgestimmt
    • verschreibungspflichtig
    • stetig an Deinen Behandlungsfortschritt angepasst
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    Leichte Pflege

    Unsere Feuchtigkeitscreme pflegt Deine Haut, stärkt ihre natürliche Barriere und trägt zu einem gesünderen, gleichmäßigeren Teint bei.

    • Ceramide, Panthenol, Squalan, Niacinamide, Bisabolol, Tocopherol
    • leichte, parfümfreie Textur, die beruhigt
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen

Wann natürliche Mittel nicht mehr ausreichen

Natürliche Wirkstoffe können bei milder Akne viel bewirken, doch sie haben klare Grenzen. Spätestens dann, wenn deine Haut mehr zeigt als gelegentliche Pickel, ist es sinnvoll, weiterzudenken und dir professionelle Unterstützung zu holen. Das ist kein Scheitern, sondern kluge Hautvorsorge. 

Du solltest eine dermatologische Abklärung in Betracht ziehen, wenn: 

Schweregrad: 

  • Sich tiefe, schmerzhafte Zysten unter der Haut bilden, die ein hohes Narbenrisiko haben

  • Du mehr als 20 entzündliche Stellen gleichzeitig hast

  • Sich bereits erste Narben oder dauerhafte Verfärbungen entwickeln

Zeitverlauf: 

  • Nach etwa 3 Monaten konsequenter natürlicher Pflege keine sichtbare Verbesserung eintritt

  • Sich deine Akne trotz guter Routine sogar verschlechtert

Emotionale Belastung: 

Akne betrifft nicht nur die Haut. Wenn sie dein Selbstbewusstsein, deine sozialen Kontakte oder deine Stimmung stark beeinflusst, ist das ein wichtiges Warnsignal. Auch psychische Belastung zählt als medizinischer Grund, Hilfe anzunehmen. 

Besondere Situationen: 

  • Plötzlich auftretende, schwere Akne (z.B. hormonell bedingt)

  • Akne trotz gesunder Ernährung, ausreichend Schlaf und guter Hautpflege

Die Realität ist, dass natürliche Mittel eine gute Basis und Ergänzung sind. Bei moderater bis schwerer Akne sind verschreibungspflichtige Wirkstoffe oft entscheidend, um Entzündungen zu kontrollieren, Narben vorzubeugen und langfristig Ruhe in die Haut zu bringen. 

Personalisierte, evidenzbasierte Behandlung mit Formel Skin

Formel Skin verbindet das Beste aus beiden Welten. Wissenschaftlich geprüfte natürliche Extrakte und medizinische Wirkstoffe, individuell abgestimmt auf deinen Hauttyp, deine Verträglichkeit und deine persönlichen Präferenzen. Statt One-size-fits-all bekommst du eine maßgeschneiderte Formel, die wirksam ist, ohne deine Haut unnötig zu reizen. 

Unser Ansatz

Unser Ansatz ist evidenzbasiert, barriere-schonend und flexibel. Je nach Bedarf kombinieren wir naturnahe Wirkstoffe wie Niacinamid, Zink oder Azelainsäure mit medizinischen Optionen wie Tretinoin, ergänzt durch beruhigende Pflanzenextrakte. 

Wichtig: Du wirst zu nichts gezwungen. Wir beraten ehrlich, was realistisch ist und empfehlen die sicherste und effektivste Lösung für deine Haut. 

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Personalisierte Hilfe von Formel Skin

Hartnäckige Pickel entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Oft spielen eine gestörte Hautbarriere, hormonelle Schwankungen, falsche Produkte oder aggressive Behandlungen eine Rolle. Standardlösungen aus der Drogerie greifen hier zu kurz.

  • Du bekommst eine individuelle Diagnose durch erfahrene Dermatolog:innen per Online-Konsultation.
  • Auf Basis deiner Hautbedürfnisse wird eine maßgeschneiderte Formel erstellt, die bei Bedarf kontinuierlich angepasst wird. So werden nicht nur Pickel behandelt, sondern auch die Hautbarriere repariert und zukünftige Entzündungen verhindert.
  • Bei schweren Fällen erfolgt eine professionelle Begleitung inklusive Empfehlungen für orale Medikamente oder Spezialist:innen.

FAQs

  • Sind natürliche Pickel genauso wirksam wie medizinische?

    Das hängt stark vom Schweregrad deiner Akne ab. 

    Bei milder Akne können wissenschaftlich untersuchte natürliche Wirkstoffe wie Teebaumöl, Niacinamid oder grüner Tee ähnlich gute Ergebnisse erzielen wie milde medizinische Behandlungen. Sie wirken entzündungshemmend, antibakteriell und talgregulierend, allerdings oft etwas langsamer. Bei moderater bis schwerer Akne reichen natürliche Mittel in der Regel nicht aus. Hier sind verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Retinoide, Antibiotika oder Isotretinoin meist deutlich effektiver und wichtig zur Narbenprävention. 

    Wichtig: Natürlich heißt nicht automatisch sanft - auch Pflanzenstoffe können stark reizen.

  • Welches natürliche Mittel hilft am schnellsten gegen Pickel?

    Natürliche Mittel brauchen Zeit und wirken nicht über Nacht. 

    Verdünntes Teebaumöl kann einzelne Pickel innerhalb von 2-3 Tagen etwas beruhigen. Zink (oral) zeigt erste Effekte nach etwa 4-6 Wochen, während Niacinamid und grüner Tee meist nach 6-8 Wochen sichtbar wirken. Für nachhaltige Verbesserungen gilt: Konsequenz über Wochen ist entscheidend. Bei sehr schmerzhaften oder tiefen Entzündungen wirken medizinische Behandlungen schneller. 

  • Was sind AknenarKann ich Hausmittel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kombinieren?ben?

    Ja, viele Kombinationen sind sinnvoll, aber nicht alle. 

    Gut kombinierbar sind z.B. Niacinamid und Retinoide, grüner Tee und Benzoylperoxid oder Zink oral und topische Therapien. Problematisch können reizende Kombinationen sein, wie etwa Teebaumöl und Benzoylperoxid. Die Grundregel dabei ist, dass sanfte, natürliche Wirkstoffe größtenteils sicher sind, du aber trotzdem die Kombinationen mit deinem Dermatologen oder deiner Dermatologin abstimmen solltest.

  • Ist Teebaumöl wirklich so gut wie Benzoylperoxid?

    Bei leichter Akne kann Teebaumöl ähnlich wirksam sein, wirkt aber langsamer. 

    Klinische Studien zeigen, dass 5 % Teebaumöl bei milder Akne eine vergleichbare Reduktion entzündlicher Pickel erzielt wie 5 % Benzoylperoxid. Der Unterschied liegt im Wirkungstempo. Benzoylperoxid zeigt meist nach etwa 8 Wochen deutliche Effekte, Teebaumöl eher nach 10-12 Wochen. 

    Teebaumöl verursacht häufig weniger Trockenheit und Schuppung, kann jedoch bei rund 10 % der Anwender:innen Kontaktallergien auslösen. Bei moderater bis schwerer Akne ist Benzoylperoxid in der Regel wirksamer und zuverlässiger.

  • Warum raten Dermatolog:innen von Zitronensaft und Zahnpasta ab?

    Dermatolog:innen raten von Zitronensaft und Zahnpasta ab, weil das Risiko klar höher ist als der Nutzen. 

    Zitronensaft hat einen extrem sauren pH-Wert (~2), der die Hautbarriere schädigt und die Haut stark lichtempfindlich macht. In Kombination mit Sonnenlicht kann es zu Verbrennungen, Phytophotodermatitis und Pigmentflecken kommen. 

    Zahnpasta enthält Inhaltsstoffe wie Fluorid, Sodium Lauryl Sulfate (SLS) und Menthol, die für den Zahnschmelz entwickelt wurden, nicht für die Gesichtshaut. Sie können starke Reizungen, Rötungen und Kontaktdermatitis auslösen. Für beide gilt, dass es keine wissenschaftlich belegte Akne-Wirkung gibt. 

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