Formel Skin logo
Formelskin Image

Frag einen Dermatologen: Wie lange dauert es, bis ein Pickel entsteht?

Frag einen Dermatologen
Formelskin Image

Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Willkommen bei "Frag einen Dermatologen", deiner vertrauenswürdigen Anlaufstelle für Informationen rund um eine gesunde Haut. In dieser Serie beantworten unsere Ärzt:innen echte Fragen unserer Community - klar, verständlich und anwendbar.

Bei der heutigen Frage geht es um ein häufiges Missverständnis: "Wie lange dauert es wirklich, bis ein Pickel entsteht?" Viele glauben, dass der Pickel von gestern durch das Essen von heute Morgen kam - doch die Wahrheit ist komplexer. Der Pickel, den du heute siehst, wurde bereits vor 2-8 Wochen in deiner Haut angelegt. Wir erklären dir den wissenschaftlichen Entstehungsprozess Phase für Phase und zeigen dir, wie du Pickel schon Wochen im Voraus verhindern kannst.

Nutzerfrage an unser Ärzteteam

Liebe Formel Skin-Experten, 

ich verstehe es einfach nicht! Letzte Woche hatte ich einen wichtigen Termin und natürlich - genau an diesem Tag - taucht ein riesiger Pickel auf meiner Stirn auf. Ich habe die Tage davor alles versucht, gesund zu essen, viel Wasser zu trinken und meine Routine penibel durchgezogen. Aber nichts hat geholfen. 

Wie kann das sein? Wie schnell entstehen Pickel überhaupt? Kann ich einen Tag vorher etwas Falsches gegessen haben und zack - am nächsten Tag ist der Pickel da? Oder dauert das länger? Und wenn ja, was habe ich dann vor Wochen falsch gemacht, ohne es zu merken?

Ich würde so gerne verstehen, wie das alles funktioniert, damit ich beim nächsten Mal rechtzeitig gegensteuern kann. 

Ratlos und neugierig, 

Immer zur falschen Zeit

Antwort unserer Dermatologin

Liebe immer zur falschen Zeit, 

Plötzliche Hautverschlechterungen können unglaublich frustrierend sein. Vor allem, wenn du das Gefühl hattest, endlich alles im Griff zu haben. Das bedeutet aber nicht, dass du etwas falsch gemacht hast. Viele Menschen erleben genau das Gleiche, weil die Haut sensibel ist und oft zeitverzögert reagiert. Der Pickel, den du heute siehst, ist wahrscheinlich schon vor Wochen entstanden. Das klingt erst einmal verwirrend, macht aber die Suche nach dem Auslöser deutlich einfacher. Mit der richtigen Strategie kannst du die Ursachen fast immer erkennen. Logisch, machbar und ohne Panik. Außerdem hilft dir dieses Wissen künftig sogar vorbeugend bei anderen Pickeln. 

Deine Alternative zum Arztbesuch

Konventionelle Behandlung
logo
Wartezeit für einen TerminCa. 2 Monate
Wartezeit für einen TerminKeine
Ärztliche BetreuungNur mit Termin
Ärztliche BetreuungJederzeit verfügbar
PreisSprechstunde ab €60 für Selbstzahler
Preis€19 pro Diagnose

Unsere erfahrenen Ärzt:innen analysieren Deine Haut, bestimmen die Ursache und stellen eine Diagnose inklusive Rezept und Behandlungsplan.

Jetzt Diagnose erhalten
Kein Befund, keine Kosten!

Wie lange dauert es, bis ein Pickel entsteht?

Wie schnell sich ein Pickel bildet, lässt sich nicht auf den Tag genau bestimmen. Der Prozess ist komplex und läuft größtenteils unsichtbar ab. Was du heute im Spiegel siehst, wurde oft schon vor 2-8 Wochen in einer Pore angestoßen. Genau deshalb fühlt sich die Ursachensuche so frustrierend an. Die Haut reagiert zeitverzögert auf Stress, Hormone, Ernährung oder Pflegefehler, und der sichtbare Pickel ist nur die letzte Phase eines langen Zyklus. 

Die verzögerte Reaktion der Haut

Ein Pickel beginnt als minimale Verstopfung, die du anfangs weder siehst noch spürst. Erst später, wenn Talg eingeschlossen wird, Bakterien wachsen und eine Entzündung entsteht, wird er sichtbar. 

Verschiedene Pickelarten brauchen unterschiedlich lange

Pickel wirken oft plötzlich, doch ihr tatsächlicher Entstehungsprozess läuft lange im Hintergrund ab. Je nachdem, um welche Art es sich handelt, reifen sie unterschiedlich schnell und tief in der Haut. Deshalb lohnt es sich, zu verstehen, wie verschiedene Pickelarten entstehen und warum sie so unterschiedliche “Zeitpläne” haben. 

Mitesser (Komedonen): 

Mitesser entstehen langsam und oft völlig unbemerkt. Die Pore verstopft nach und nach durch überschüssige Hautzellen und Talg. Ein Prozess, der Wochen bis Monate dauern kann. 

Papeln & Pusteln: 

Entzündliche Pickel wie Papeln oder Pusteln entwickeln sich deutlich schneller. Sobald die verstopfte Pore von Bakterien besiedelt wird und das Immunsystem reagiert, entstehen innerhalb von 1-2 Wochen sichtbare, rote oder eitrige Pickel. 

Zysten & Knoten:

Tiefe, schmerzhafte Akneformen reifen wochenlang unter der Haut, bevor sie überhaupt spürbar werden. Sie entstehen tief im Gewebe, entzünden sich stärker und brauchen entsprechend länger, um an die Oberfläche zu gelangen. 

Wie entsteht ein Pickel? Der wissenschaftliche Prozess

Auch wenn Pickel oft plötzlich wirken, ihr tatsächlicher Entstehungsprozess läuft leise und versteckt im Hintergrund ab. Vier biologische Faktoren spielen dabei immer zusammen: eine gestörte Abschuppung der Haut, zu viel Talg, eingeschlossene Bakterien und eine Immunreaktion. Erst wenn alle vier Schritte durchlaufen sind, landet der Pickel als roter, druckempfindlicher Punkt auf deiner Haut. Genau deshalb ist es so wichtig, zu verstehen, was in den Wochen davor passiert ist. Denn nur so kannst du langfristig vorbeugen, Auslöser erkennen und deine Hautbarriere stärken. Lass uns die einzelnen Phasen einmal klar und verständlich durchgehen. 

Phase 1: Übermäßige Hautzellproduktion (Woche 1-2)

In der ersten Phase läuft alles noch völlig unsichtbar ab. Die Haut beginnt, abgestorbene Zellen weniger effizient abzustoßen. Gleichzeitig wachsen die Zellen im Follikel schnell und bilden rasend Nachschub. Als Ergebnis füllt sich die Pore langsam mit einer Mischung aus alten und neuen Zellen. Noch ist kein Pickel zu sehen und du spürst nichts, aber die Grundlage für Komedonen wird bereits gelegt. Genau hier beginnt der gesamte Akneprozess, auch wenn du zunächst davon noch nichts bemerkst. 

Phase 2: Talgproduktion und Verstopfung (Woche 2-4)

Jetzt kommt Talg ins Spiel. Und zwar so viel, dass die Pore diesen nicht mehr abtransportieren kann. Der eingeschlossene Sebum-Stau sorgt dafür, dass sich offene und geschlossene Mitesser bilden. Sie heißen Blackheads, wenn die Pore offen bleibt, und Whiteheads, wenn sie komplett verschlossen ist. Viele spüren in dieser Phase die ersten kleinen Unterlagerungen, die fest, aber noch nicht schmerzhaft sind. Optisch ist das oft der Moment, an dem man denkt: “Oh, da kommt was…”. Und es stimmt, denn der Pickel ist in Arbeit. 

Phase 3: Bakterienwachstum (Woche 3-6)

Die verstopfte Pore bietet jetzt das perfekte Zuhause für Cutibacterium acnes. Diese Bakterien sind ganz normal auf der Haut, doch eingeschlossen in einer warmen, fettreichen und sauerstoffarmen Umgebung können sie sich ideal vermehren. Sie bauen Fettsäuren ab, produzieren Stoffe, die das Immunsystem alarmieren, und verstärken so die lokale Reizung. An diesem Punkt ist die Entzündung praktisch vorprogrammiert. 

Phase 4: Entzündungsreaktion (Woche 4-8) 

Jetzt wird alles sichtbar. Das Immunsystem greift ein, sendet Abwehrzellen in die Pore und löst die typische Entzündungsreaktion aus: Rötungen, Schwellungen, Wärme und Schmerzen. Papeln, Pusteln, Knoten oder Zysten entstehen, je nachdem, wie tief die Pore sitzt und wie stark die Entzündung verläuft. Erst jetzt erscheint der Pickel im Spiegel, obwohl er wochenlang bereits unter der Haut vorbereitet wurde. 

Die verschiedenen Akneläsionen im Überblick

Wenn du verstehst, welche Art Pickel du vor dir hast und in welcher Phase er entstanden ist, kannst du viel früher reagieren und deine Haut gezielt unterstützen, bevor er überhaupt etwas sichtbarer wird. So wird die Vorbeugung plötzlich deutlich einfacher. 

Nicht-entzündliche Akneläsionen:

Dazu zählen oft offene und geschlossene Mitesser. Sie entstehen, wenn Talg und abgestorbene Hautzellen eine Pore verstopfen, ohne dass eine Entzündung beteiligt ist. Blackheads wirken dunkel, weil der Talg an der Luft oxidiert, während Whiteheads als kleine, helle Erhebungen unter der Haut bleiben. Sie sind oft der erste Hinweis darauf, dass die Haut in ihrem Gleichgewicht gestört ist. 

Entzündliche Akneläsionen: 

Papeln sind rote, feste Knötchen, die druckempfindlich sein können. Pusteln enthalten zusätzlich Eiter und sehen weißlich oder gelb aus. Noch tiefer sitzende Knötchen und Zysten sind größer, oft schmerzhafter, brauchen länger, um abzuheilen, und können manchmal Narben hinterlassen. 

Formelskin Image

Warum tauchen Pickel immer zum falschen Zeitpunkt auf?

  • Kennst du das Gefühl, dass ein Pickel immer kurz vor einem wichtigen Event auftaucht? Das ist kein Zufall und auch kein außergewöhnliches Phänomen.
  • Kennst du das Gefühl, dass ein Pickel immer kurz vor einem wichtigen Event auftaucht? Das ist kein Zufall und auch kein außergewöhnliches Phänomen. Dermatologen sprechen hier oft von einer Art “Murphy´s Law der Haut”. Pickel entstehen nicht häufiger, wir nehmen sie nur stärker wahr.
  • Stress vor Terminen erhöht den Cortisolspiegel, was die Talgproduktion ankurbelt. Weniger Schlaf verschärft Entzündungen zusätzlich, und Nervosität führt dazu, dass wir uns öfter ins Gesicht fassen. Dies fördert Bakterien und Reizungen. Meist war der Pickel schon seit Wochen in Arbeit und tritt zufällig genau jetzt auf.

Wie kannst du Pickel verhindern, bevor sie entstehen?

Die beste Behandlung für Pickel ist Prävention. Am besten schon Wochen im Voraus. Hautreaktionen entstehen nicht über Nacht, deshalb lohnt es sich, regelmäßig vorbeugende Maßnahmen umzusetzen. Mit ein paar einfachen Gewohnheiten kannst du das Risiko neuer Pickel deutlich senken. 

Nicht-komedogene Produkte verwenden

Nicht-komedogen bedeutet, dass ein Produkt die Poren nicht verstopft. Achte besonders auf Inhaltsstoffe wie Kokosöl, Lanolin oder bestimmte Silikone, die zu Mitessern führen können. Nutze unsere Komedogenitäts-Skala als Orientierung. So verhinderst du schon früh die Entstehung von Unterlagerungen. 

Feuchtigkeit ist entscheidend

Auch wenn deine Haut ölig ist, produziert trockene Haut oft mehr Talg als Kompensation. Eine feuchtigkeitsspendende Creme stärkt die Hautbarriere und reduziert Reizungen. Die Basis für eine gesunde Haut. 

Make-up richtig verwenden

Setze auf nicht-komedogene Foundations, Puder oder Concealer. Entferne Make-up jeden Abend gründlich, reinige Pinsel und Schwämme regelmäßig und verhindere so, dass Bakterien oder Schmutz deine Poren verstopfen. 

Haarpflege-Check

Öle und Silikone können durch die Haare auf die Gesichtshaut gelangen. Achte auf öl- und parfümfreie Produkte und halte deine Haare besonders bei öliger Kopfhaut vom Gesicht fern. 

Gesicht nicht anfassen 

Bakterien und Schmutz von den Händen können die Haut reizen und Entzündungen verschlimmern. Pickel ausdrücken ist tabu, damit verteilst du Bakterien nur und riskierst zusätzlich Narben. 

Sonnenschutz täglich

UV-Strahlung kann Hyperpigmentierungen verschlimmern. Nutze täglich LSF 30+, auch bei bewölktem Himmel. Viele Aknewirkstoffe wie Retinoide machen die Haut lichtempfindlich, daher ist ein Sonnenschutz Pflicht. 

Regelmäßige Bewegung

Sport fördert die Durchblutung der Haut und unterstützt die Hautgesundheit. Nach dem Schwitzen solltest du unbedingt duschen und besonders bei Outdoor-Aktivitäten solltest du deinen Sonnenschutz regelmäßig erneuern. 

Stress reduzieren

Stress verschlimmert die Akne nachweislich. Meditation, Yoga, Atemübungen und ausreichender Schlaf (7-9 Stunden) helfen, das Hautgleichgewicht zu stabilisieren. 

Wirksame Akne-Wirkstoffe für die Prävention

Retinoide (Tretinoin):

Sie regen die Zellerneuerung an, halten die Poren frei und verhindern so, dass sich überhaupt erst Verstopfungen bilden. Ideal, um neuen Pickeln Wochen vorher vorzubeugen. 

Salicylsäure (BHA): 

Dringt tief in die Poren ein, löst abgestorbene Hautzellen und beugt dadurch Mitessern und Unterlagerungen vor. Perfekt für ölige oder zu Akne neigende Haut. 

Benzoylperoxid

Wirkt stark antibakteriell und reduziert gezielt die Menge an Cutibacterium acnes, den Bakterien, die entzündliche Pickel verursachen. Besonders wirksam bei akuten Entzündungen. 

Azelainsäure

Reduziert Entzündungen, hemmt Bakterienwachstum und hilft gleichzeitig gegen Rötungen und Pigmentflecken. Ein vielseitiger Wirkstoff, der die Haut insgesamt beruhigt und klärt. 

Für eine maximale Wirkung empfiehlt sich eine personalisierte Hautpflege, wie sie von Formel Skin angeboten wird. So bekommst du, unterstützt von dermatologischer Expertise, genau die Wirkstoffe, die zu deinem Hauttyp, dem Schweregrad und deinen Bedürfnissen passen.

Deine personalisierte Hautpflege

Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns drei Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:

  • Formelskin Image

    Reinigungsgel

    Unser schäumendes Reinigungsgel klärt verstopfte Poren, entfernt Unreinheiten und bereitet Deine Haut ideal auf die Wirkstoffe vor.

    • Salicylsäure, Panthenol, Aloe Vera
    • entzündungshemmend, verfeinernd, feuchtigkeitsspendend
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen
  • Formelskin Image

    Deine Formel

    Die Wirkstoff-Formel ist personalisiert und wird regelmäßig entsprechend Deiner sich verändernden Hautbedürfnisse angepasst.

    • medizinisch wirksame, aktive Inhaltsstoffe
    • präzise auf Deine Hautbedürfnisse abgestimmt
    • verschreibungspflichtig
    • stetig an Deinen Behandlungsfortschritt angepasst
  • Formelskin Image

    Leichte Pflege

    Unsere Feuchtigkeitscreme pflegt Deine Haut, stärkt ihre natürliche Barriere und trägt zu einem gesünderen, gleichmäßigeren Teint bei.

    • Ceramide, Panthenol, Squalan, Niacinamide, Bisabolol, Tocopherol
    • leichte, parfümfreie Textur, die beruhigt
    • frei von Sulfaten, Parabenen & Paraffin
    • frei von Tierversuchen

Was tun, wenn der Pickel schon da ist?

Wenn ein Pickel auftaucht, ist die wichtigste Regel: Bitte nicht ausdrücken! Das verschlimmert die Entzündung, öffnet die Haut für Bakterien und verlängert die Heilung oft um Tage. 

Setze stattdessen auf gezielte Spot-Treatments mit Benzoylperoxid oder Salicylsäure, denn sie können Rötungen und Schwellungen wirksam reduzieren. Für akute Notfälle helfen Hydrokolloid-Patches, die überschüssigen Talg aufnehmen, die Stelle schützen und das unbeabsichtigte Anfassen verhindern. Habe bitte keine zu hohen Erwartungen. Auch SOS-Produkte wirken nicht magisch über Nacht. Realistisch sind 24-48 Stunden, bis du eine deutliche Verbesserung sehen kannst. 

Die häufigsten Mythen über Pickel

Rund um Akne kursieren unzählige Mythen. Manche halten sich sogar seit Jahrzehnten hartnäckig. Viele davon klingen logisch, führen aber dazu, dass du deine Haut falsch einschätzt oder sie sich sogar verschlechtert. Deshalb lohnt es sich, die größten Irrtümer einmal klarzustellen. Hier findest du die wichtigsten Mythen im Überblick und was wirklich stimmt. 

Mythos 1: Pickel sind nur ein Teenager-Problem

Fakt: Erwachsenenakne ist extrem häufig, besonders bei Frauen zwischen 25 und 40. Hormone, Stress und Lifestyle-Faktoren sorgen dafür, dass Akne längst kein Teenager-Thema mehr ist. 

Mythos 2: Akne lässt sich heilen

Fakt: Es gibt keine endgültige Heilung. Mit der richtigen Behandlung lässt sich Akne heute jedoch sehr effektiv kontrollieren, und das dauerhaft und ohne deine Haut zu überfordern. 

Mythos 3: Schlechte Gewohnheiten verursachen Pickel

Fakt: Hygiene und Ernährung spielen eine Rolle, aber sie sind selten die Hauptursache. Viel entscheidender sind Hormone, Stress, Genetik und die individuelle Funktion deiner Hautbarriere. 

Mythos 4: Pickel gibt es nur im Gesicht

Fakt: Körperakne ist genauso verbreitet wie Akne im Gesicht. Rücken, Brust und Schultern sind typische Körperstellen, weil dort viele Talgdrüsen sitzen. Körperpflege, Schweiß und enge Kleidung verstärken den Effekt oft zusätzlich. 

Mythos 5: Sonne hilft gegen Pickel

Fakt: Die Haut wirkt durch UV-Strahlung kurzfristig beruhigter, aber langfristig verschlimmert Sonne die Akne. UV-Strahlung ist doppelt problematisch, weil sie Entzündungen fördert, Poren durch Verdickung der Haut verstopft und Hyperpigmentierungen hinterlassen kann.

Mythos 6: Pore-Strips entfernen Mitesser dauerhaft

Fakt: Pore-Strips lösen nur den obersten Teil eines Mitessers, die eigentliche Verstopfung bleibt in der Pore. Außerdem können Strips die Haut reizen oder sogar Mikroverletzungen verursachen und sind damit kein nachhaltiger Ansatz. 

Mythos 7: Zahnpasta trocknet Pickel aus

Fakt: Zahnpasta enthält reizende Stoffe wie Menthol oder Fluorid. Sie kann die Haut stark austrocknen, Rötungen verschlimmern und die Entzündung noch verstärken. Weitere Informationen zu Zahnpasta auf Pickeln bekommst du hier. 

Mythos 8: Jedes Hautpflegeprodukt funktioniert

Fakt: Viele Produkte sind komedogen, zu aggressiv formuliert oder schlicht nicht für deinen Hauttyp geeignet. Genau deshalb ist eine personalisierte Hautpflege so wichtig. Vor allem dann, wenn deine Haut zu Akne neigt. 

Diese Mythen zu entlarven bedeutet, deine Haut besser zu verstehen. Je genauer du weißt, was wirklich passiert, desto gezielter kannst du sie behandeln und Pickel nachhaltig in den Griff bekommen. 

Formelskin Image
Formelskin

Personalisierte Hilfe von Formel Skin

Hartnäckige Pickel entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Oft spielen eine gestörte Hautbarriere, hormonelle Schwankungen, falsche Produkte oder aggressive Behandlungen eine Rolle. Standardlösungen aus der Drogerie greifen hier zu kurz.

  • Du bekommst eine individuelle Diagnose durch erfahrene Dermatolog:innen per Online-Konsultation.
  • Auf Basis deiner Hautbedürfnisse wird eine maßgeschneiderte Formel erstellt, die bei Bedarf kontinuierlich angepasst wird. So werden nicht nur Pickel behandelt, sondern auch die Hautbarriere repariert und zukünftige Entzündungen verhindert.
  • Bei schweren Fällen erfolgt eine professionelle Begleitung inklusive Empfehlungen für orale Medikamente oder Spezialist:innen.

Wissenschaftliche Quellen

  • Toyoda, M., & Morohashi, “M. Pathogenesis of acne.” Medical electron microscopy.

(2001)

  • Baldwin, H. E., et al. “40 years of topical tretinoin use in review.” Journal of drugs in

dermatology. (2013)

  • Graubard, R., et al. “Stress and Skin: An Overview of Mind Body Therapies.” Dermatology

Practical & Conceptual. (2021)

  • Zaenglein, A.L., et al. “Guidelines of Care for the Management of Acne Vulgaris.” Journal

of the American Academy of Dermatology. (2016)

FAQs

  • Wie lange dauert es, bis ein Pickel entsteht?

    Ein Pickel entwickelt sich über 2-8 Wochen. 

    Der sichtbare Pickel ist das Endergebnis eines längeren Prozesses. Zuerst verstopft die Pore, dann sammeln sich Talg und Bakterien an, bis schließlich die Entzündung entsteht. Das bedeutet, dass der Pickel, der heute sichtbar wird, seinen Ursprung schon Wochen vorher hatte.

  • Kann ein Pickel über Nacht entstehen? 

    Nein, nur der finale Entzündungsschub passiert über Nacht. 

    Die eigentliche Pickelentstehung läuft lange vorher unter der Haut ab. Was wie ein Über-Nacht-Pickel wirkt, ist in Wahrheit die letzte Phase eines Prozesses, der bereits seit Wochen im Gange ist. Das Ergebnis zeigt sich plötzlich, aber der Ursprung ist nicht spontan. 

  • Warum bekomme ich Pickel an wichtigen Tagen?

    Stress begünstigt Pickel, besonders vor wichtigen Ereignissen. 

    Vor Prüfungen, Dates oder Events steigt oft das Stresslevel. Stresshormone wie Cortisol erhöhen die Talgproduktion und können Entzündungen verstärken. Gleichzeitig wird die Haut an solchen Tagen stärker wahrgenommen, was Pickel gefühlt plötzlich erscheinen lässt.

  • Kann ich verhindern, dass Pickel entstehen?

    Ganz verhindern lässt sich Akne kaum, aber das Risiko lässt sich deutlich senken. 

    Hilfreich sind eine konsequente, nicht-komedogene Hautpflege, Wirkstoffe wie Retinoide oder Salicylsäure, regelmäßiger Schlaf, gutes Stressmanagement und eine ausgewogene Ernährung. Diese Faktoren reduzieren Porenverstopfungen und Entzündungen nachhaltig.

  • Wie schnell wirken Akne-Behandlungen?

    Die meisten Behandlungen benötigen 6-12 Wochen für sichtbare Ergebnisse. 

    Grund dafür ist der biologische Hautzyklus: Wirkstoffe müssen den kompletten Entstehungsprozess eines Pickels unterbrechen, und das dauert. Konsequenz und Geduld sind daher entscheidend, auch wenn Verbesserungen erst verzögert sichtbar werden.

Keep Reading

View all