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Frag einen Dermatologen: Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und Akne?

Frag einen Dermatologen
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Dr. Sarah Bechstein

Mitbegründerin von FORMEL SKIN

In diesem Artikel

Willkommen bei "Frag einen Dermatologen", deiner vertrauenswürdigen Anlaufstelle für Informationen rund um eine gesunde Haut. In dieser Serie beantworten unsere Ärzt:innen echte Fragen unserer Community - klar, verständlich und anwendbar.

Bei der heutigen Frage geht es um eine grundlegende Unterscheidung: "Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und Akne?" Viele verwenden beide Begriffe synonym, doch medizinisch bedeuten sie unterschiedliche Dinge - und diese Unterscheidung ist entscheidend für die richtige Behandlung. Wir erklären dir, ab wann gelegentliche Pickel zu Akne werden, wie du deinen Hautzustand realistisch einordnest und welche Behandlung du wirklich brauchst.

Nutzerfrage an unser Ärzteteam

Liebe Formel Skin-Experten, 

ich bin total verwirrt und weiß nicht mehr, wie ich meine Hautprobleme eigentlich nennen soll. In der Drogerie greife ich zu “Anti-Pickel”-Produkten, meine Freundin sagt aber, ich hätte “Akne” und sollte zum Hautarzt. Online lese ich ständig beide Begriffe - manchmal scheint es dasselbe zu sein, manchmal nicht. 

Ich bekomme regelmäßig Pickel, besonders vor meiner Periode, aber es sind nicht immer super viele auf einmal. Manchmal habe ich eine Woche lang fast keine, dann wieder fünf oder sechs gleichzeitig. Manche sind klein und rot, andere sind größer und tun weh. Ist das jetzt Akne oder sind das einfach “normale” Pickel, die jeder mal bekommt?

Ab wann ist es medizinisch gesehen Akne? Und macht dieser Unterschied überhaupt einen Unterschied bei der Behandlung? Sollte ich weiter Drogerie-Produkte verwenden oder brauche ich verschreibungspflichtige Medikamente?

Ich will einfach nur verstehen, was ich habe, damit ich es richtig behandeln kann. 

Begrifflich verwirrt, 

Pickel oder Akne

Antwort unserer Dermatologin

Liebe Pickel oder Akne, 

Deine Unsicherheit ist absolut nachvollziehbar. Viele Menschen verwenden beide Begriffe gleichbedeutend, obwohl sie medizinisch etwas Unterschiedliches meinen. Dieser Unterschied spielt eine große Rolle, wenn es darum geht, die richtige Behandlung zu finden. 

Ein Pickel ist eine einzelne entzündliche oder nicht-entzündliche Hautläsion. Akne dagegen ist eine chronische Erkrankung, bei der regelmäßig mehrere solcher Läsionen auftreten. Dazu gehören Mitesser, Papeln, Pusteln oder sogar tiefere Knoten und Zysten. Man kann also einzelne Pickel haben, ohne Akne zu entwickeln, aber Akne umfasst immer verschiedene Pickelarten gleichzeitig. 

Was du schilderst, also wiederkehrende Breakouts, teilweise schmerzhafte Stellen und ein erkennbares hormonelles Muster, passt eher zu einer milden Form von Akne als zu gelegentlichen, völlig normalen Einzelpickeln. 

Aber keine Sorge. Dies bedeutet nicht, dass es schwerwiegend sein muss. Lass uns das gemeinsam Schritt für Schritt einordnen, damit du genau weißt, was dahintersteckt und welcher Ansatz dir wirklich hilft. 

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Die medizinischen Definitionen: Pickel vs. Akne

Pickel sind nicht gleich Akne, auch wenn sich beides im Alltag oft gleich anfühlt. Für die richtige Behandlung macht dies aber einen entscheidenden Unterschied. Ob du nur gelegentlich einen einzelnen Pickel bekommst oder ob hinter deinen Hautproblemen eine echte Akne steckt, lässt sich medizinisch klar einordnen. 

Was ist ein Pickel?

Ein Pickel ist eine einzelne, isolierte Hautläsion und nicht automatisch ein Zeichen einer Hautkrankheit. Er entsteht, wenn eine Pore durch Talg, abgestorbene Hautzellen oder Bakterien verstopft und sich daraufhin entzündet. Das kann wirklich jeder Haut passieren und sagt noch nichts über eine chronische Problematik aus. 

Typisch für einen “normalen” Pickel ist, dass er allein oder sehr vereinzelt auftritt, meist innerhalb weniger Tage wieder abheilt und kein wiederkehrendes Muster zeigt. Häufig sind klare Auslöser erkennbar, wie eine neue Creme, Stress vor einer Prüfung, Hormonschwankungen oder einfach ein unglücklicher Zeitpunkt. Wichtig ist, dass ein einzelner Pickel nicht automatisch auch Akne bedeutet. 

Charakteristika eines einzelnen Pickels:

  • Isoliert: Ein Pickel tritt allein oder sehr vereinzelt auf.

  • Temporär: Er verschwindet innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen.

  • Sporadisch: Es gibt kein regelmäßiges Muster oder Vorhersehbarkeit. 

  • Kontextabhängig: Der Pickel bildet sich oft durch einen konkreten Auslöser (z.B. zu reichhaltige Cremes, Stress vor einer Prüfung oder der Periode).

  • Keine systemische Ursache: Ein Pickel ist kein Ausdruck einer zugrundeliegenden Hautkrankheit. 

Beispiele für reine Pickel: 

  • Ein einzelner Pickel nach dem Testen eines neuen Produkts

  • 1-2 Pickel vor der Periode oder während Stressphasen

  • Sporadische Unreinheiten ohne klare Häufung oder Regelmäßigkeit

  • Sonst klare Haut mit nur gelegentlichen Ausreißern

Was ist Akne?

Akne, auch medizinisch Acne vulgaris genannt, ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, bei der mehrere Läsionen gleichzeitig auftreten und über längere Zeit bestehen bleiben. Sie ist also nicht situativ wie ein einzelner Pickel, sondern hat systemische Ursachen wie Hormone, Genetik oder eine erhöhte Entzündungsneigung. 

Typisch für Anke ist, dass die Haut wiederholt über Wochen oder Monate neue Läsionen bildet, oft in bestimmten Mustern, wie der T-Zone, am Kinn oder entlang der Kieferlinie. Dabei treten verschiedene Pickelarten, wie Mitesser, Papeln, Pusteln oder sogar tiefere Knoten und Zysten, gleichzeitig auf. 

Charakteristika von Akne: 

  • Multipel: Es treten mehrere Läsionen gleichzeitig oder in kurzen Abständen auf. 

  • Chronisch/rezidivierend: Akne tritt wiederholt über Wochen, Monate oder Jahre auf. 

  • Musterhaft: Akne ist oft vorhersehbar (z.B. hormonell oder an bestimmten Gesichtszonen). 

  • Systemisch bedingt: Hormone, Genetik oder eine Entzündungsneigung spielen als Grundlage eine große Rolle. 

  • Krankheitswert: Akne erfüllt medizinische Diagnosekriterien. 

Offizielle medizinische Kriterien für Akne: 

Man spricht medizinisch von Akne, wenn über mehrere Wochen bis Monate hinweg mindestens

  • 10-20 Komedonen (Mitesser), oder

  • 10-15 entzündliche Läsionen (Papeln/Pusteln) oder

  • eine Kombination aus beidem auftreten. 

Diese Kriterien sind für Dermatolog:innen zu unterscheiden, ob es sich um gelegentliche Hautunreinheiten oder eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung handelt. 

Ein einzelner Pickel macht noch keine Akne, aber wer regelmäßig neue Läsionen entwickelt, erfüllt oft die Kriterien einer chronischen Entzündung und sollte entsprechend behandelt werden. 

Die graue Zone: Wann werden Pickel zu Akne?

Viele Menschen stecken genau zwischen “ein paar Pickeln” und einer klaren Diagnose und fragen sich, ab wann es wirklich behandlungsbedürftig wird. Der Übergang ist fließend, aber medizinisch gut einzuordnen. Hier findest du die wichtigsten Marker, um deine Haut realistisch einzuschätzen. 

Phase 1: Gelegentliche Pickel - noch keine Akne

In dieser Phase treten nur 1-3 Pickel alle paar Wochen oder Monate auf. Sie erscheinen sporadisch, ohne Muster, und heilen meist innerhalb weniger Tage wieder ab. Feste Problemzonen gibt es nicht, und meistens findest du einen klaren Auslöser, wie etwa Stress, den Zyklus oder ein neues Produkt. Eine einfache Basisroutine und eine punktuelle Behandlung reichen völlig aus. 

Phase 2: Wiederkehrende Pickel - die Übergangszone

Wenn du 3-5 Pickel pro Woche oder 5-10 im Monat bekommst, bewegt sich deine Haut in Richtung Akne. Die Pickel tauchen zunehmend vorhersagbar auf, oft hormonell bedingt, und es gibt immer weniger pickelfreie Phasen. Typische Zonen wie Kinn oder Stirn sind häufiger betroffen. Eine präventive Pflege ist hier sinnvoll, aber Drogerieprodukte helfen oft noch. 

Phase 3: Milde Akne - jetzt ist es Akne

Sobald du ständig 5-10 oder mehr Läsionen gleichzeitig hast, handelt es sich um eine milde, aber klare Akneform. Sie hält über Wochen bis Monate an und zeigt oft hormonelle oder genetische Muster. An dieser Stelle lohnt sich eine medizinisch abgestimmte Behandlung. 

Phase 4: Moderate bis schwere Akne

Hier treten 20+ Läsionen, tiefere Knoten oder Zysten auf, die häufig mit einem Risiko für Narbenbildung einhergehen. Die Ausbrüche sind dauerhaft, betreffen oft auch den Rücken oder die Brust und bessern sich ohne verschreibungspflichtige Produkte kaum. Eine dermatologische Therapie ist unbedingt notwendig. 

Selbsteinschätzung-Checkliste: Habe ich Akne?

Beantworte diese Fragen ehrlich: 

Häufigkeit

  • Ich habe fast immer mindestens 3-5 Pickel gleichzeitig

  • Sobald ein Pickel abheilt, entsteht ein Neuer

  • Ich habe kaum noch komplett pickelfreie Wochen

Dauer

  • Meine Hautprobleme bestehen seit mehr als 3 Monaten

  • Pickel treten nicht sporadisch auf, sondern regelmäßig

  • Ich kann vorhersagen, wann ich Breakouts bekomme

Verteilung

  • Ich habe Pickel/Mitesser an mehreren Gesichtszonen

  • Bestimmte Bereiche sind chronisch betroffen (z.B. Kinn, Stirn)

  • Ich habe auch Körperakne (Rücken, Brust, Schultern)

Schweregrad

  • Ich habe nicht nur oberflächliche Pickel, sondern auch tiefe, schmerzhafte

  • Manche Pickel hinterlassen dunkle Flecken oder Narben

  • Ich habe viele Mitesser (schwarze Punkte)

Auswirkung

  • Meine Hautprobleme belasten mich emotional

  • Ich verbringe viel Zeit damit, Pickel zu verdecken

  • Drogerieprodukte helfen nicht mehr wirklich

Auswertung: 

  • 0-2 Punkte: Wahrscheinlich gelegentliche Pickel, keine Akne

  • 3-5 Punkte: Übergangsphase, möglicherweise eine beginnende milde Akne

  • 6-8 Punkte: Wahrscheinlich milde Akne, eine dermatologische Beratung ist sinnvoll. 

  • 9+ Punkte: Definitiv Akne, eine professionelle Behandlung wird empfohlen. 

Deine personalisierte Hautpflege

Mit Deinem individuellen Hautpflegeset von FORMEL SKIN wollen wir Dir eine vollständige Routine gegen unreine Haut, Pickel & Co. bieten. Deshalb erhältst Du von uns drei Produkte mit den Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen:

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    Reinigungsgel

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    • Salicylsäure, Panthenol, Aloe Vera
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    Deine Formel

    Die Wirkstoff-Formel ist personalisiert und wird regelmäßig entsprechend Deiner sich verändernden Hautbedürfnisse angepasst.

    • medizinisch wirksame, aktive Inhaltsstoffe
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    Leichte Pflege

    Unsere Feuchtigkeitscreme pflegt Deine Haut, stärkt ihre natürliche Barriere und trägt zu einem gesünderen, gleichmäßigeren Teint bei.

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Akne-Schweregrade: Von mild bis schwer

Wenn du herausfinden möchtest, wie ausgeprägt deine Akne wirklich ist, hilft die medizinische Klassifikation. Sie zeigt dir klar, in welchem Bereich du dich befindest und welche Behandlung sinnvoll ist. 

Grad 1: Milde Akne (Acne comedonica)

Hier dominieren vor allem Mitesser (Komedonen) und nur wenige entzündliche Pickel. Typisch sind 10-40 Komedonen und weniger als 10 entzündliche Läsionen, meist in der T-Zone (Stirn, Nase und Kinn). Das Narbenrisiko ist sehr gering und mit einer regelmäßigen Pflege, etwa mit topischen Retinoiden, Salicylsäure oder Benzoylperoxid, lässt sich diese Form überwiegend gut in den Griff bekommen. 

Grad 2: Moderate Akne (Acne papulopustulosa)

In diesem Stadium tauchen viele Mitesser sowie entzündliche Papeln und Pusteln auf, häufig im Gesicht, manchmal auch am Rücken oder der Brust. Du findest hier 20-100 Komedonen und 10-40 entzündliche Läsionen. Das Narbenrisiko steigt, besonders wenn man an den Pickeln herumdrückt. Oft ist eine Kombination aus einer topischen Behandlung und verschreibungspflichtigen oralen Antibiotika oder Hormonen sinnvoll.  

Grad 3: Schwere Akne (Acne conglobata)

Diese Form zeigt viele tiefe, schmerzhafte Knoten und Zysten sowie zahlreiche entzündliche Läsionen (oft mehr als 40). Sie betrifft oft das Gesicht, den Rücken, die Brust und die Schultern und birgt ohne Behandlung ein hohes Narbenrisiko. Eine konsequente, meist systemische Behandlung, z.B. mit Isotretinoin, systemischen Antibiotika oder Hormonen, ist hier notwendig. 

Grad 4: Sehr schwere Akne (Acne fulminans)

Zum Glück selten, aber dennoch ernst. Diese akute, explosive Akne tritt mit systemischen Symptomen wie Fieber oder Gelenkschmerzen auf und ist ein medizinischer Notfall, der sofort stationär mit systemischen Kortikosteroiden und Isotretinoin behandelt werden muss. 

Behandlungsunterschiede: Pickel vs. Akne

Wenn du herausfinden möchtest, wie ausgeprägt deine Akne wirklich ist, hilft die medizinische Klassifikation. Sie zeigt dir klar, in welchem Bereich du dich befindest und welche Behandlung sinnvoll ist. 

Warum die Unterscheidung für die Behandlung wichtig ist

Bei gelegentlichen Pickeln: Schnelle, reaktive Behandlung

Wenn du nur gelegentlich einen Pickel bekommst, reicht ein unkompliziertes Spot-Treatment völlig aus. Rezeptfreie Wirkstoffe wie Benzoylperoxid 2,5 %, Salicylsäure (BHA) 2 % oder auch Teebaumöl wirken gezielt gegen Entzündungen. Hydrokolloid-Patches unterstützen die Heilung zusätzlich. Das Ziel ist, den einzelnen Pickel innerhalb von 3-7 Tagen loszuwerden. Dafür ist eine sanfte, nicht-kostenintensive Basisroutine völlig ausreichend. 

Bei Akne: Präventiv, systematisch, langfristig

Bei Akne reicht eine punktuelle Behandlung nicht mehr aus. Hier geht es darum, neue Läsionen zu verhindern, die Haut langfristig zu beruhigen und Entzündungen zu reduzieren. Oft kommen hier verschreibungspflichtige Wirkstoffe wie Retinoide, Azelainsäure, Antibiotika oder hormonelle Behandlungen ins Spiel. Erste sichtbare Erfolge siehst du meist nach 6-12 Wochen, dafür sind sie aber dauerhaft stabiler. 

Die Behandlungspyramide 

Stufe 1: Gelegentliche Pickel

Wirkstoffe: Salicylsäure (BHA) 2 %, Benzoylperoxid 2,5 % punktuell, Teebaumöl, Hydrokolloid-Patches

Stufe 2: Wiederkehrende Pickel/ Milde Akne

Wirkstoffe: Retinol (rezeptfrei) oder Adapalen (verschreibungspflichtig), Niacinamid 5-10 %, Azelainsäure 10-20 %, Benzoylperoxid 5 %

Stufe 3: Moderate Akne

Wirkstoffe: Tretinoin (verschreibungspflichtig), topische oder orale Antibiotika wie Clindamycin, Doxycyclin oder Minocyclin, hormonelle Therapie (Pille oder Spironolacton bei Frauen)

Stufe 4: Schwere Akne

Wirkstoffe: Isotretinoin (Accutane, Goldstandard bei schwerer Akne), hoch dosierte Antibiotika, Kortison-Injektionen bei einzelnen Zysten, ggf. Lasertherapien für Narben 

Häufige Fehleinschätzungen und Mythen

Rund um Pickel und Akne kursieren viele Halbwahrheiten, und genau die sorgen oft dafür, dass Betroffene ihre Haut falsch einschätzen oder zu spät handeln. Lass uns mit den häufigsten Mythen aufräumen. 

Mythos 1: “Akne ist nur eine Phase in der Pubertät”

Der Mythos ist falsch. Akne betrifft längst nicht nur Jugendliche. 20-40 % der Erwachsenen kämpfen ebenfalls damit, besonders Frauen zwischen 25 und 40 Jahren. Diese sogenannte Erwachsenen-Akne ist häufig hormonell bedingt und bleibt ohne Behandlung oft über Jahre bestehen. 

Mythos 2: “Wenn ich nur 3-4 Pickel habe, ist es keine richtige Akne”

Dieser Mythos ist ebenfalls falsch. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern die Chronizität der Pickel (sobald einer heilt, kommt der nächste). Wenn du konstant 3-4 Pickel hast und über Monate hinweg kaum pickelfreie Phasen erlebst, spricht das medizinisch bereits für eine milde Akne, selbst wenn es auf den ersten Blick harmlos wirkt. 

Mythos 3: “Akne kommt von schlechter Hygiene”

Nein, Akne ist keine Frage von Sauberkeit, sondern eine entzündliche Hauterkrankung, beeinflusst durch Hormone, Genetik und Talgproduktion. Zu häufiges Waschen oder eine aggressive Reinigung können die Hautbarriere schädigen und Akne sogar verschlimmern. 

Mythos 4: “Pickel gehen von selbst weg, Akne nicht”

Dieser Mythos ist teilweise richtig. Einzelne Pickel heilen tatsächlich oft von selbst ab, Akne jedoch meist nicht. Sie ist chronisch und kann ohne eine gezielte Behandlung jahrelang bestehen bleiben. Die gute Nachricht ist, dass die Akne sich mit der richtigen Therapie sehr gut kontrollieren lässt. 

Mythos 5: “Nur Teenager bekommen Akne”

Auch das stimmt nicht. Akne kann in jedem Alter auftreten. Von Babyakne (neonatale Akne), jugendlicher Akne (12-18) bis hin zu Akne im Erwachsenen- oder sogar höheren Alter (50+). 

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Personalisierte Hilfe von Formel Skin

Hartnäckige Pickel entstehen selten durch einen einzigen Faktor. Oft spielen eine gestörte Hautbarriere, hormonelle Schwankungen, falsche Produkte oder aggressive Behandlungen eine Rolle. Standardlösungen aus der Drogerie greifen hier zu kurz.

  • Du bekommst eine individuelle Diagnose durch erfahrene Dermatolog:innen per Online-Konsultation.
  • Auf Basis deiner Hautbedürfnisse wird eine maßgeschneiderte Formel erstellt, die bei Bedarf kontinuierlich angepasst wird. So werden nicht nur Pickel behandelt, sondern auch die Hautbarriere repariert und zukünftige Entzündungen verhindert.
  • Bei schweren Fällen erfolgt eine professionelle Begleitung inklusive Empfehlungen für orale Medikamente oder Spezialist:innen.

FAQs

  • Kann man Pickel haben, ohne Akne zu haben?

    Ja, das ist völlig normal. Einzelne, sporadische Pickel kommen bei fast allen Menschen vor und sind keine Akne. Ein oder zwei Pickel alle paar Wochen, zum Beispiel durch Stress, Zyklus oder ein neues Produkt, gelten medizinisch nicht als Akne. Von Akne spricht man erst, wenn mehrere Hautläsionen regelmäßig über längere Zeit auftreten.

  • Ab wie vielen Pickeln spricht man von Akne?

    Nicht die Zahl allein, sondern die Regelmäßigkeit der Pickel ist entscheidend. Akne liegt vor, wenn Pickel oder Mitesser über Wochen bis Monate wiederkehren. Dermatologische Leitlinien nennen als Orientierung mindestens 10-20 Mitesser oder 10-15 entzündliche Läsionen über längere Zeit. Wenn ständig neue Pickel entstehen, ist das wichtiger als die exakte Anzahl.

  • Ist hormonelle Akne dasselbe wie normale Akne?

    Ja, hormonelle Akne ist eine Form der Akne. Sie gehört zur Acne vulgaris, wird aber primär durch Hormone ausgelöst. Typisch sind Pickel am Kinn und entlang der Kieferlinie, oft zyklisch vor der Periode. Betroffen sind häufig Frauen ab Mitte 20. Die Behandlung unterscheidet sich teilweise (z.B. Spironolacton, Pille).

  • Kann Akne wieder zu gelegentlichen Pickeln werden?

    Ja, mit der passenden Behandlung ist das gut möglich. Akne ist zwar eine chronische Hauterkrankung, lässt sich aber langfristig sehr gut kontrollieren. 

    Viele Betroffene erreichen durch eine konsequente, individuell angepasste Therapie einen stabilen Hautzustand. In diesem Stadium treten entweder gar keine neuen Läsionen auf oder nur noch selten einzelne Pickel, etwa in Stressphasen oder rund um den Zyklus. Ziel der Aknebehandlung ist, die chronische Entzündung zu stoppen und die Haut wieder in einen Normalzustand zu bringen.

  • Brauche ich bei milden Pickeln schon einen Hautarzt?

    In den meisten Fällen nein, denn gelegentliche, milde Pickel lassen sich oft gut ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen. 

    Eine sanfte Basispflege und punktuelle, rezeptfreie Wirkstoffe reichen häufig aus. Werden die Pickel jedoch regelmäßiger, treten kaum noch pickelfreie Phasen auf oder hinterlassen sie Flecken, ist eine dermatologische Einschätzung sinnvoll. Eine frühzeitige Behandlung kann verhindern, dass sich daraus Akne oder Narben entwickeln.

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