Pickel

Was kann ich gegen unterirdische Pickel tun?

Ob am Kinn, auf der Stirn oder an der Nase: Pickel unter der Haut können sehr schmerzhaft sein und die Zeit, bis sie tatsächlich abheilen, kommt Dir gefühlt unendlich vor.

Wir sagen Dir, warum Du unterirdische bzw. verkapselte Pickel trotzdem auf keinen Fall aufstechen solltest und wie Dir FORMEL Skin dabei hilft, unterirdische Pickel auf gesundem Weg loszuwerden.

Unterstutzt von fuhrenden Ärzten & Apothekern

Inhaltsverzeichnis

Deine FORMEL Skin-Dermatologin

Dr. med. Sarah Bechstein

Fachärztin für Dermatologie
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“Insbesondere unterirdische Pickel solltest Du niemals ausdrücken oder aufstechen. Auch desinfizierte Hilfsmittel sind nie zu 100 % steril und Du riskierst womöglich Schmerzen.”

Was sind unterirdische Pickel?

Wann immer von unterirdischen Pickeln, verkapselten Pickeln, verhärteten Pickeln oder Pickeln unter der Haut gesprochen wird, ist damit eine Sonderform der Hautveränderungen gemeint, die medizinisch als Knoten bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den typischen Pickeln, die man auch als eines der bekanntesten Symptome einer gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris) kennt, liegen sie aber zunächst tiefer in der Haut. Dadurch sind sie häufig sehr schmerzhaft und dennoch nur als leichte rötliche Erhebung auf der Haut zu sehen. Bei “normalen” Pickeln siehst Du stattdessen meistens von Anfang an ein weißes Eiterbläschen auf der Spitze. 

Da es sich um ein entzündliches Symptom handelt, treten unterirdische Pickel für gewöhnlich ab einer mittelschweren Akne (Akne papulopustulosa) auf – seltener können sie aber auch schon bei einer leichten Akne (Akne comedonica) entstehen. In den meisten Fällen stoßen sie zudem von allein nach einigen Tagen an die Hautoberfläche. Wenn sie stattdessen dauerhaft unter der Hautoberfläche bleiben, kann sich auch die Abheilung länger hinziehen.

Habe ich unterirdidsche Pickel?

Wenn Du nicht sicher zuordnen kannst, ob es sich bei Deinen Hautunreinheiten um unterirdische Pickel handelt, kannst Du Dir ganz einfach von erfahrenen Dermatolog*innen helfen lassen: Füll unseren Online-Fragebogen aus und Du erhältst eine professionelle Hautanalyse mitsamt einer passenden Behandlungsempfehlung.

Geprüfte Experten
Geprüfte Experten

Die Ärzte mit denen wir arbeiten sind geprüfte Experten in ihrem Fachgebiet.

Welche Ursachen haben unterirdische Pickel?

Das Wichtigste zuerst: Unterirdische bzw. verkapselte Pickel haben dieselben Ursachen wie Pickel an der Hautoberfläche. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass die verursachende Entzündung an Poren entstehen, die sich weiter im Inneren der Haut befinden.

Auslöser dieser Entzündungen sind meistens Hormonschwankungen. Sobald durch ein Ereignis, das starken Einfluss auf den Hormonspiegel hat (z. B. Pubertät, Schwangerschaft, Absetzen der Anti-Baby-Pille) ein Übergewicht an männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) entsteht, hat dieses auch Auswirkungen auf die Haut: Es kommt zu einer stärkeren Verhornung während gleichzeitig auch die Produktion von Talg (Hautfett) ansteigt. Das Problem: In Kombination führen beide Faktoren dazu, dass der überschüssige Talg nicht mehr vollständig aus den Talg-Ausflussgängen austreten kann, wodurch es zu Verstopfungen der Poren kommt. Nach außen werden die Verstopfungen als Komedonen (Mitesser) sichtbar, seltener können sie aber auch tiefer in der Haut liegen. Kommen die Talg-Ansammlungen dort mit dem Aknebakterium (Propionibacterium acnes – P. acnes) in Kontakt, können Entzündungen entstehen, aus denen die unterirdischen Pickel hervorgehen. 

Besonders anfällig für (unterirdische) Pickel sind deshalb auch die Körperstellen, die besonders viele Talgdrüsen aufweisen. Dazu gehören vorrangig die T-Zone im Gesicht (Stirn, Nase, Kinn) aber auch die Wangen, der Hals sowie der Rücken- und Brustbereich. 

Pickel unter der Haut: Was kann die Entstehung verstärken?

Auch hier gilt: Die Faktoren haben selbst keinen Einfluss darauf, ob sich ein unterirdischer bzw. verkapselter Pickel bildet, sondern können vielmehr die generelle Entstehung von Pickeln verstärken. Dabei spielt unter anderem die grundsätzliche Veranlagung zu Akne und unreiner Haut, die laut Experten auch vererbt werden kann, eine Rolle. Gleichzeitig gibt es aber auch unterschiedliche Faktoren aus dem alltäglichen Leben, die Einfluss auf die Entstehung (unterirdischer) Pickel nehmen können: 

  • Kosmetik- und Pflegeprodukte mit hohem Fettanteil oder komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffen
  • Lebensmittel mit einem hohen glykämisch Index (= viele kurzkettige Kohlenhydrate)
  • Bakterien auf Textilien (z. B. selten gewaschene Bettwäsche)
  • Medikamente (z. B. Steroide, bromhaltige Beruhigungs- / Schlafmittel)
  • Zigaretten (Nikotin) und Alkohol
  • Stress und psychische Belastung
  • Hohe Luftfeuchtigkeit

Behandlung: Was kann ich gegen unterirdische Pickel tun?

Bevor wir auf einzelne Behandlungsmethoden und -mittel eingehen, wollen wir Dir zunächst einen allgemeinen Rat mit auf den Weg geben: Du solltest auf keinen Fall versuchen, unterirdische Pickel auszudrücken oder aufzustechen. Auch wenn Du sie vorab desinfizierst, sind Deine Finger oder Hilfsmittel nie zu 100 % steril und Du weiß nicht, ob sich daran noch Bakterien befinden. Indem Du Druck auf die Hautstellen ausübst oder sie aufstichst, riskierst Du starke Entzündungen, die nicht nur sehr schmerzhaft sind, sondern sich unter der Haut auch ausbreiten können und so auch auf umliegende Bereiche (z. B. Auge) übergehen können. 

Auch wenn es manchmal schwerfallen mag, solltest Du Deine Hände so gut wie möglich von den unterirdischen Pickeln fernhalten und zunächst eine/n Dermatolog*in um Rat fragen. Da verkapselte Pickel auch immer ein Hinweis auf eine Veranlagung zur Akne sind, werden sie am besten mit professionellen Mitteln behandelt. Das funktioniert heutzutage sehr effektiv mit angepassten Cremes oder Gelen. Im Rahmen einer ganzheitlichen Behandlung gegen unterirdische Pickel werden dabei auch andere Lebensbereiche (z. B. Ernährung, Akne-Hautpflege) so angepasst, dass sie die Behandlung optimal unterstützen.

Erste Ergebnisse nach 6 Wochen

Dein/e Dermatolog*in begleitet Dich während der gesamten Behandlung und passt die Wirkstoffe in den Produkten individuell an. Auch wenn jede Haut ein wenig anders ist, siehst Du so mit FORMEL Skin bereits nach 6 Wochen erste Ergebnisse.

Welche wirksamen Mittel gegen unterirdische Pickel gibt es?

Um besonders schmerzhafte Pickel an die Hautoberfläche zu bringen, setzen Dermatolog*innen häufig auf Zugsalbe. Bevor Du sie eigenständig gegen Deine unterirdischen Pickel anwendest, raten wir Dir allerdings, Dich vorab mit Deinem/r Dermatolog*in abzusprechen, da die Anwendung für Laien nicht immer ganz ungefährlich ist.

Grundsätzlich besteht das Ziel aber weniger darin, einzelnen verkapselten Pickeln entgegenzuwirken, als viel mehr die Ursachen ihrer Entstehung zu bekämpfen. Da in ärztlich entwickelten Mitteln gegen unterirdische Pickel verschiedene Wirkstoffe kombiniert und individuell an die Haut angepasst werden können, lässt sich für die äußere Behandlung ein sehr breites Wirkungsspektrum erzeugen. Dabei werden unter anderem aktive Wirkstoffe wie Azelainsäure, Benzoylperoxid (BPO), Antibiotika (z. B. Clindamycin) und Retinoide (Vitamin-A-Derivate) wie Tretinoin genutzt, um folgende Effekte zu erzielen: 

 

  • Bekämpfung des Aknebakteriums (Propionibacterium acnes – P. acnes)
  • Hemmung und Vorbeugung von Entzündungen
  • Regulierung der Talgproduktion
  • Beseitigung von Verhornungsstörungen
  • Auflösung von Mitessern

 

Sollte die äußere (topische) Behandlung nicht ausreichen, wird die Akne-Behandlung manchmal um eine innere (systemische) Therapie ergänzt. Als Mittel gegen unterirdische Pickel kommen dabei hauptsächlich Antibiotika- (z. B. Minocyclin) und Isotretinoin-Tabletten zum Einsatz. Da vor allem letzteres auch mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden sein kann, raten wir dazu, es immer zunächst mit einer topischen Behandlung zu versuchen.

Dein Weg zu reiner Haut

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