Akne

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Wie wird Akne mit Gel behandelt?

Neben Cremes nehmen vor allem wirkstoffhaltige Gele eine wichtige Rolle bei der ganzheitlichen Behandlung von Akne (Akne vulgaris) ein. Hier erfährst Du, wie handelsübliche Akne-Gele angewendet werden und weshalb eine Individualrezeptur besser für Dich geeignet sein könnte.

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Welche Gele kommen für die Behandlung von Akne zum Einsatz?

Wer nach Gelen für die Behandlung von Akne sucht, wird hauptsächlich auf Präparate wie Cordes BPO, Epiduo Gel und Duac Akne Gel stoßen. Letzteres hat sich als verschreibungspflichtige Variante bei der Aknetherapie etabliert, da die enthaltenen Wirkstoffe besonders effektiv gegen entzündliche Symptome sind. Wir raten Dir grundsätzlich dazu, Dir von einem Dermatologen ein individuelles Gel zusammenstellen zu lassen, wollen Dir anhand des Duac Akne Gele aber zunächst zeigen, wie handelsübliche Akne-Gele verwendet werden und welche Nebenwirkungen mit ihnen einhergehen können. Häufig sind Gele sinnvoll, da sich die Wirkstoffe in dieser Grundlage besonders gut entfalten können. 

Wie wirken Akne-Gele?

Akne-Gele kommen hauptsächlich bei der Behandlung von leichter (Akne comedonica) und mittelschwerer Akne (Akne papulopustulosa) zum Einsatz.

Die Wirkung der Gele auf Deine Haut und die Akne ist hauptsächlich abhängig von den enthaltenen Wirkstoffen und der Dosierung. 

Duac Akne-Gel wird in Packungsgrößen von 30 g oder 60 g verkauft und 1g Gel enthält unter anderem 50 mg Benzoylperoxid (BPO) sowie 10 mg des Antibiotikums Clindamycin. Während viele frei verkäufliche Akne-Gele lediglich auf BPO als Wirkstoff setzen, wird im Duac Akne Gel zusätzlich Clindamycin verwendet, da es einerseits die antibakterielle Wirkung verstärkt und andererseits gezeigt werden konnte, dass BPO besonders effektiv wirkt, wenn es kombiniert mit anderen Wirkstoffen eingesetzt wird. Dadurch entsteht folgendes Wirkungsprofil: 

  • Hemmung des Bakterienwachstums
  • Bekämpfung von Verhornungsstörungen
  • Linderung und Vorbeugung von Entzündungen

Individualrezepturen, von einem Dermatologen ausgestellt, können eine sehr gute Lösung sein, da sie es ermöglichen mit verschiedenen Wirkstoffkonzentrationen- und Kombinationen zu arbeiten. 

Anwendung: Wie werden Akne-Gele benutzt?

Vor der ersten Anwendung solltest Du den Beipackzettel lesen, da hier nicht nur Hinweise nur Häufigkeit und Dauer der Anwendung, sondern auch zur Dosierung enthalten sind. Bei verschreibungspflichtigen Akne-Gelen wird Dir Dein Dermatologe aber in den meisten Fällen ohnehin eine Dosierung vorgeben, die an Deine Akne angepasst ist. Eine Überdosierung kann die Haut reizen – sollte Deine Haut also besonders empfindlich auf die empfohlene Dosis reagieren, raten wir Dir eine Einschätzung Deines Dermatologen einzuholen. Dank Telemedizin ist dies nun bequem von zu Hause möglich. 

Die meisten Akne-Gele werden – wie auch das Duac Akne Gel – ein- oder zweimal täglich nach der Hautreinigung dünn auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Wichtig ist dabei, es nicht einzumassieren, sondern langsam in die Haut einziehen zu lassen. Die Anwendung geht in den meisten Fällen über einen Zeitraum von ca. 6 - 8 Wochen, wobei häufig nach 2 - 4 Wochen erste positive Ergebnisse sichtbar werden. Sollte ein Gel Antibiotika enthalten (z. B. Duac Akne Gel), darf es nicht länger als 12 Wochen am Stück angewendet werden. 

Welche Nebenwirkungen können bei der Verwendung von Akne-Gelen auftreten?

Grundsätzlich sind auch die möglichen Nebenwirkungen immer von den Wirkstoffen und der Dosierung abhängig. Da die meisten Akne-Gele jedoch auf Benzoylperoxid als Hauptwirkstoff setzen, ähneln sich auch die Nebenwirkungen häufig. Da jede Haut anders ist empfehlen wir Dir, auch vor der Verwendung von frei verkäuflichen Akne-Gelen mit einem Dermatologen zu sprechen. So erfährst Du, ob bestimmte Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bestehen und ob ein Gel auch während einer Schwangerschaft oder Stillzeit verwendbar ist. 

Bei BPO-Gelen wie dem Duac Akne Gel kommt es zu Beginn häufiger zu Rötungen, trockener Haut, einem Brennen oder leichten Abschälungen. Bei leichten Ausprägungen dieser Nebenwirkungen kann bereits eine Feuchtigkeitscreme (wichtig: nicht fettend und keine Poren verstopfenden Inhaltsstoffe) bei der Linderung helfen. Sollten stärkere Nebenwirkungen auftreten, empfehlen wir Dir auch hier, Dich von einem Dermatologen beraten zu lassen. 

Da BPO die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht, solltest Du während der Behandlung direkte UV-Strahlung (ganz besonders im Solarium!) vermeiden und jeden Tag einen ausreichenden Sonnenschutz (LSF 50+) in Deine Pflegeroutine integrieren. Beim Auftragen des Gels solltest Du zudem möglichst vorsichtig sein, da BPO bei Textilien und Haaren (nicht aber bei der Haut) bleichend wirkt. Auf der Haut ruft BPO eine Sauerstoffreaktion aus, die die Bakterien auf der Haut tötet.

Duac Akne Gel & Co.: Was ist die Alternative?

Die Erfahrungen vieler Patienten zeigen, dass Gel-Präparate wie Duac Akne Gel sehr wirksam sein können. Da aber jede Haut anders ist, kann eine Individualrezeptur wesentlich effektiver sein als die gewöhnlichen Präparate, da ein Dermatologe die Wirkstoffe genau an Deine Haut und das Stadium der Akne anpassen kann.

Im Gegensatz zu den genannten Gelen kann bei einer individuellen Gel-Rezeptur auch auf andere Akne-Medikamente wie Säuren (z. B. Azelainsäure) oder Retinoide (Vitamin-A-Derivate) zurückgegriffen werden. Zusätzlich können flexibel unterstützende Wirkstoffe (z. B. Niancinamide) ergänzt werden. So entsteht ein direkt an Deine Haut angepasstes Wirkungsprofil, das der Akne unter anderem durch folgende Aspekte entgegenwirken kann:

  • Verminderung der Talgproduktion
  • Vorbeugung von Entzündungen
  • Linderung bestehender Entzündungen
  • Auflösung von Mitessern
  • Reduktion von Verhornungen
  • Bekämpfung von Aknebakterien (Propionibacterium acnes P.acnes) 

Leider ist Akne bisher nicht vollständig heilbar und es kann auch nach dem Abklingen der Symptome wieder zu neuen Hautunreinheiten kommen. Der Vorteil eines individuellen Gels besteht darin, dass Dein Dermatologe die Wirkstoffe fortlaufend anpassen und somit auch auf eine Dosierung reduzieren kann, die für eine langfristige Erhaltungstherapie geeignet ist. 

Erfolgreiche Aknetherapie mit ganzheitlichem Ansatz

Unser Tipp: Verlass Dich bei der Behandlung Deiner Akne nicht nur auf einzelne Medikamente wie Gele, sondern versuche am besten, einen möglichst ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Dabei spielt die Behandlung mit (verschreibungspflichtigen) Akne-Medikamenten zwar eine wichtige Rolle, am effektivsten ist diese aber, wenn Du zusätzlich auch Deine Hautpflege, Deinen Lebensstil und Deine Ernährungsgewohnheiten bestmöglich an die Akne anpasst. 

Welche Anpassungen besonders wirksam sind, kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein. Studien und die Erfahrungsberichte vieler Patienten zeigen aber, dass vor allem folgende Schritte hilfreich sein können.

  1. Hautpflege: Achte bei der Auswahl Deiner Pflegemittel darauf, dass diese keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe (z. B. Paraffin- oder Kokosöl) oder hautschädigenden Alkohole (z. B. Acetylated Lanolin Alcohol) enthalten. Gut geeignet sind Produkte mit dermatologisch geprüften Inhaltsstoffen und einem niedrigen pH-Wert (pH 5 - 5,5).
  2. Lebensstil: Verzichte auf Alkohol sowie Zigaretten und versuche, genügend Sport zu treiben. Er regt den Kreislauf an und erhöht somit die Sauerstoffzufuhr zu Deiner Haut. Zusätzlich solltest Du auch bei der Auswahl Deines Make-ups darauf achten, dass es ohne Poren verstopfende Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Paraffinöl, Acetylated Lanolin) hergestellt wird.
  3. Ernährung: Studien haben gezeigt, dass es Deinem Hautbild helfen kann, wenn Du auf Halbfettmilchprodukte und Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= Lebensmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen) verzichtest. Dazu gehören beispielsweise Traubenzucker, Limonaden, Cornflakes oder Bananen. 

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