Welcher Wirkstoff passt zu welchem Hautziel?
Je nach persönlichem Hautziel ist wichtig, deinen dementsprechenden Wirkstoff auszuwählen: Beschäftigen dich aktive Akne, Mitesser und daraus resultierendes Vernarbungsrisiko, ist Retinol das Mittel erster Wahl.
Bei Beschwerden mit Pigmentflecken, Pickelmahlen und stumpfer Haut empfiehlt sich Vitamin-C. Zusätzlich durch den schnelleren Wirkungseintritt. Bei Problemen mit Falten ist Retinol der Hauptwirkstoff mit Vitamin-C als ergänzende Therapie.
Deine jeweiligen Beschwerden werden können durch ausgewählte mono- oder Kombitherapie bedarfsgerecht behandelt werden und müssen bei einer Schwangerschaft auch dementsprechend angepasst werden um Risiken zu vermeiden und Wirkungen zu erreichen:
Aktive Akne → Retinol (oder Adapalen / Tretinoin rezeptpflichtig)
Pigmentflecken, Pickelmale → Vitamin C
Erste Falten ab 30 → Retinol + Vitamin C
Empfindliche Haut, Rosacea-Tendenz → Vitamin C bevorzugen
Schwangerschaft → Vitamin C ja, Retinol nein, Azelainsäure als Akne-AlternativeSonnenschutz als Teil der Rosacea-Pflege
Während des gesamten Rosacea-Behandlungszeitraums ist ein konsequenter Sonnenschutz für Deine Haut besonders wichtig, da UV-Strahlung ein bekannter Rosacea-Trigger ist und Rötungen sowie Entzündungen verstärken kann. Zudem erhöhen die meisten medizinischen Wirkstoffe die Lichtempfindlichkeit Deiner Haut zusätzlich.
Empfohlen wWarum die Unterscheidung für die Behandlung entscheidend ist
Die Akne wird mit Wirkstoffen wie Benzoylperoxid, Adapalen oder Doxycyclin behandelt. Rosacea braucht wiederum andere Wirkstoffe wie Metronidazol, Ivermectin oder Azelainsäure. Eine falsche Diagnose und damit einhegende Behandlung kann beide Erkrankungen jeweils verschlimmern.
Bei Akne und Rosacea sehen die Hautveränderungen manchmal ähnlich aus – die Behandlung ist jedoch unterschiedlich. Was bedeutet das für dich:
Bei Akne sind solche Wirkstoffe vorrangig, die Mitesser lösen, die Talgproduktion regulieren und Entzündungen reduzieren. Dazu gehören Benzoylperoxid, Retinoide wie Adapalen sowie in bestimmten Fällen auch Antibiotika wie Doxcyclin.
Bei Rosacea liegt der Fokus dagegen auf der Kontrolle von Entzündungen, Rötungen und Schüben. Häufig eingesetzt werden Azelainsäure, Metronidazol oder Ivermectin und eine generelle Vermeidung von möglichen Triggern.
Unabhängig von der Diagnose gehört täglicher Sonnenschutz zur Basis jeder Behandlung. Bei Rosacea ist er besonders wichtig, da UV-Strahlung zu den häufigsten Auslösern von Schüben zählt.ird daher ein dermatologisch getesteter Sonnenschutz mit LSF 50, der speziell für empfindliche Haut geeignet ist und möglichst keine rückfettenden Inhaltsstoffe enthält. Viele Hautärzt:innen bevorzugen zudem mineralische Sonnencremes, da sie oft reizarmer für Deine Haut sind. Die Sonnencreme wird immer als letzter Schritt Deiner Hautpflege-Routine aufgetragen, sprich nach der Wirkstoff-Creme.