Pickel

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Welche Creme hilft gegen Pickel?

Ob Feuchtigkeitscreme, Anti-Pickel-Creme aus der Apotheke oder eine verschreibungspflichtige Creme gegen Pickel – Cremes können bei verschiedenen Aspekten der Pickelbehandlung eine wichtige Rolle einnehmen. Wir sagen Dir, welche Unterschiede es zwischen verschiedenen Cremes gibt und worauf Du bei der Auswahl achten solltest.

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Welche ist die beste Creme gegen Pickel?

Eine “beste Creme” gegen Pickel gibt es grundsätzlich nicht, da jede Haut anders ist. Eine gute “Anti-Pickel-Creme” sollte deshalb sowohl an den Hauttyp als auch an die Ausprägung der Pickel angepasst sein. Zudem ist es wichtig, zwischen gewöhnlichen Feuchtigkeitscremes, frei verkäuflichen Pflegecremes und verschreibungspflichtigen Medikamenten-Cremes gegen Pickel zu unterscheiden.

Frei verkäufliche Cremes gegen Pickel

Auch frei verkäufliche Reinigungs- und Pflegemittel aus der Apotheke oder Drogerie können bereits wesentlich zur Behandlung der Pickel beitragen. Wirksam sind sie vor allem dann, wenn sie auch komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Benzoylperoxid (BPO) oder Salicylsäure enthalten. In manchen Fällen besteht jedoch das Problem, dass Pflegemittel mit den genannten Stoffen dazu tendieren, Deine Haut eher auszutrocknen. Hierbei kann ergänzend eine nicht fettende Feuchtigkeitscreme helfen. Grundsätzlich solltest Du bei der Auswahl einer Feuchtigkeitscreme, Gesichtscreme und anderer Pflegemittel bestmöglich darauf achten, dass die Produkte folgende Eigenschaften erfüllen: 

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (können Kontaktallergien auslösen)
  • Keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Niacinamide, Panthenol, Aloe Vera)
  • Niedriger pH-Wert (pH 5 - 5,5)

Creme gegen Pickel: Hausmittel als Alternative?

Zusätzlich gibt es einige Hausmittel, die häufig als Alternativen zu Feuchtigkeits- und Anti-Pickel-Cremes aus der Apotheke gehandelt werden. Mittel wie Aloe Vera, Heilerde oder Teebaumöl können zwar einen positiven Effekt auf Deine Haut haben, dennoch solltest Du nicht vergessen, dass es auch bei natürlichen Hausmitteln zu Unverträglichkeiten und Nebenwirkungen kommen kann. Wir raten Dir deshalb dazu, die Mittel zunächst vorsichtig auszuprobieren und Dich an einen Dermatologen zu wenden, sobald Dir die Reaktion Deiner Haut ungewöhnlich vorkommt. Zusätzlich empfehlen wir Dir, auf Behandlungsversuche mit Zahnpasta oder Backpulver zu verzichten, da diese Mittel in den meisten Fällen chemische Stoffe enthalten, die schnell Hautreizungen zur Folge haben können. 

Professionelle Pickelbehandlung mit verschreibungspflichtigen Cremes

Zwar können frei verkäufliche Cremes bzw. Anti-Pickel-Mittel die Behandlung unterstützen, sie sind dabei jedoch weniger effektiv als verschreibungspflichtige Varianten. Im Rahmen einer professionellen Behandlung bei einem Dermatologen lassen sich Pickel in einem Großteil der Fälle sehr wirksam äußerlich mit Medikamenten in Form von Cremes und Gelen behandeln. Diese haben den Vorteil, dass sie sich – im Gegensatz zu Licht- oder Laserbehandlungen – sehr leicht in den Alltag der Patienten integrieren lassen und durch die Kombination unterschiedlicher Inhalts- und Wirkstoffe ein breites Wirkungsprofil aufbauen können, das parallel unterschiedlichen Aspekten der Pickel-Entstehung entgegenwirkt.

Unter anderem kommen bei der äußerlichen Akne- bzw. Pickelbehandlung folgende Medikamente und Wirkstoffe zum Einsatz: 

  • Retinoide – Vitamin-A-Derivate (v. a. Tretinoin, Adapalen)
  • Antibiotika (v. a. Clindamycin, Erythromycin & Tetracycline)
  • Benzoylperxoid (BPO)
  • Azelainsäure
  • Salicylsäure

In Kombination können diese Medikamente folgende Wirkungen erzielen:

  • Reduktion von Verhornungsstörungen (keratolytische Wirkung)
  • Bekämpfung von Aknebakterien / Propionibacterium acnes P.acnes (antibakterielle Wirkung)
  • Vorbeugung und Linderung von Entzündungen (antiinflammatorische Wirkung)
  • Auflösung von Mitessern (komedolytische Wirkung)

Wirksame Pickelbehandlung durch individuelle Creme-Rezepturen

Der Vorteil einer Pickelbehandlung mit Cremes von FORMEL Skin: Ein Dermatologe kann die Inhaltsstoffe der Formel (der Creme mit aktiven Wirkstoffen) individuell an Deine Haut anpassen. Der Verlauf der Akne ändert sich mit der Zeit: Hatte man zuerst vor allem eine entzündliche Form (Akne papulopustulosa), kann sich diese im Verlauf ändern und zu einer Akne comedonica werden, in der die Mitesser dominieren. Da Du in engem Austausch mit Deinem Dermatologen stehst, können die Inhaltsstoffe regelmäßig an die Entwicklung Deiner Haut angepasst werden.

Die Anpassung ist unter anderem auch deshalb nötig, weil sich Deine Haut zunehmend an die Wirkstoffe gewöhnt. Wird beispielsweise mit einer Antibiotika-Creme behandelt, sollte diese zusätzlich Basistherapeutika (z. B. BPO, Retinoide) enthalten und grundsätzlich nicht länger als 12 Wochen am Stück angewendet werden. Andernfalls gewöhnt sich der Körper zu stark an den Wirkstoff und die Wirkung lässt mit der Zeit nach. In diesem Fall spricht man auch von einer “Resistenz”.

Individuelle Creme gegen Pickel: Erhaltungstherapie

Leider ist Akne und damit auch die Veranlagung zu Pickeln bisher nicht vollständig heilbar, weshalb es auch nach dem Abklingen wieder zu neuen Hautunreinheiten kommen kann. Zudem hängt die Entstehung von Hautunreinheiten von so vielen verschiedenen Faktoren ab (Ernährung, Stress, bei Frauen der Zyklus etc.), dass es immer wieder zu einem Schub der Akne kommen kann. Indem der Dermatologe die Wirkstoffe bzw. die Dosis mit der Zeit anpasst, kann die Creme auch für eine langfristige Erhaltungstherapie genutzt werden.

Ernährung & Lebensstil: Creme-Behandlung wirksam unterstützen

Für besonders wirksame und nachhaltige Ergebnisse solltest Du die Behandlung möglichst ganzheitlich angehen. Zusätzlich zur Hautpflege und einer dermatologischen Behandlung kann es deshalb auch wichtig sein, verschiedene Aspekte beim persönlichen Lebensstil und den Ernährungsgewohnheiten anzupassen. Ein Lebensstil, der aktiv dazu beiträgt, den Pickeln entgegenzuwirken, beinhaltet unter anderem:

  • Ausreichende Bewegung und Sport (angeregter Blutkreislauf erhöht Sauerstoffzufuhr)
  • Verzicht auf Zigaretten
  • Bestmögliche Vermeidung von Stress
  • Verwendung von Make-up und Kosmetika ohne komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Paraffinöl, Acetylated Lanolin)

Pickelbehandlung und Ernährung

In Sachen Ernährung haben Studien wiederholt gezeigt, dass es unterschiedliche Lebensmittel gibt, die einen negativen Einfluss auf die Haut haben können und somit auch die Entstehung von Pickeln begünstigen. Besonders häufig wirken sich dabei Milchprodukte (v. a. Halbfettmilch) und Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (GI) negativ auf die Haut vieler Patienten aus. Ein hoher GI gibt Auskunft darüber, wie viele kurzkettige Kohlenhydrate ein Lebensmittel enthält. Da diese dazu führen, dass der Blutzuckerspiegel schnell ansteigt, wird im Körper vermehrt Insulin gebildet. Das Insulin führt einerseits dazu, dass die Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden, regt zeitgleich aber auch die Produktion von Talg (Hautfett) an. Durch diese Überproduktion können die Hautporen leichter verstopfen und es kommt zu Mitessern, aus denen bei einer Entzündung wiederum die Pickel entstehen. 

Beispiele für Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index:

  • Malzzucker
  • Traubenzucker
  • Limonaden / gezuckerte Getränke
  • weißer Reis
  • Pommes
  • Cornflakes
  • Weißbrot

Wichtig: Jede Haut ist anders und die genannten Lebensmittel müssen bei Dir nicht dieselben Auswirkungen wie bei anderen haben. Ob und wie stark eine Reaktion auftritt, kannst Du ganz einfach testen: Streiche die Lebensmittel für einige Wochen vom Speiseplan und halte die Auswirkungen in einem Ernährungstagebuch fest. 

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