Zuerst: Die Trigger-Checkliste
Wenn Du periorale Dermatitis hast, ist die erste Frage wahrscheinlich, was Du noch benutzen darfst und was Du besser weglassen solltest. Tatsächlich gibt es einige Trigger, die periorale Dermatitis hervorrufen oder begünstigen können.
Häufig werden topische (äußerlich aufgetragene) oder inhalative Kortikosteroide als mögliche Auslöser perioraler Dermatitis genannt. Es handelt sich dabei um Steroidhormone, die stark entzündungshemmend sind. Sie kommen daher in vielen Cremes, Salben, Lotionen oder Gelen vor. Weitere diskutierte Trigger sind Duftstoffe, kosmetische Produkte und fluoridhaltige Zahnpasten.
Hier findest Du eine vollständige Trigger-Liste:
Kortikosteroide (auch Hydrocortison)
Parfüm und Duftstoffe in Pflege, Reinigern oder Haushaltsprodukten
Fluoridhaltige oder stark minzige Zahnpaste
Schwere, okkulsive Produkte wie Vaseline oder Kokosöl
Starke aktive Wirkstoffe wie Vitamin C, AHA/BHA-Peelings oder Retinol
Alkohol in Tonern
Physikalische Peeling-Produkte (Scrubs)
Viele Menschen mit perioraler Dermatitis verwenden mehrere aktive Wirkstoffe gleichzeitig. Obwohl sie grundsätzlich sehr hilfreich sein können, können sie die Haut um den Mund reizen, wenn sie zu häufig eingesetzt oder übereinander geschichtet werden.
Aus diesem Grund wird bei perioraler Dermatitis zuerst zur sogenannten Nulltherapie geraten. Das ist eine Skincare-Pause, bei der weder Pflegeprodukte noch Reinigung, Parfüm oder Make-up verwendet werden.