Akne

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Kuhmilch & Milchprodukte: Welche Wirkung haben sie auf meine Akne?

Über die genauen Zusammenhänge zwischen Ernährung und der Entstehung Akne und Hautunreinheiten gibt es immer wieder Diskussionen. Wo sich die meisten Wissenschaftler und Dermatologen jedoch einig sind: Kuhmilch und Milchprodukte können Aknesymptome deutlich verschlimmern. Hier erfährst Du, warum Milch eine negative Wirkung auf Dein Hautbild haben kann, welche Lebensmittel das im Speziellen betrifft und auf welche Alternativen Du ausweichen kannst.

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Wieso können Milchprodukte Akne und Hautunreinheiten verursachen?

Wenn Du Dich bereits ein bisschen mit dem Thema Akne-Ernährung auseinandergesetzt hast, wirst Du nach kürzester Zeit auch schon über den glykämischen Index gestolpert sein. Dabei handelt es sich um ein Wertungssystem für in Lebensmitteln enthaltene Kohlenhydrate. Die Faustregel: Je höher der glykämische Index, desto weniger ist ein Lebensmittel für eine an Akne oder empfindliche Haut angepasste Ernährung geeignet. 

Das hat einfache Gründe: Damit Kohlenhydrate in Energie umgewandelt werden können, wird im Körper vermehrt Insulin produziert. Das Problem: Insulin wirkt sich gleichzeitig auch fördernd auf die Produktion von Talg (Hautfett) aus, was neben einer stärkeren Verhornung der Haut eine der Hauptursachen für Hautunreinheiten und Aknesymptome ist. Da besonders kurzkettige Kohlenhydrate Deinen Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen und so einen hohen Insulinbedarf verursachen, sind auch sie es, die mit am schädlichsten für Dein Hautbild sein können. 

Wieso ist Kuhmilch trotz niedrigem glykämischen Index ein Problem?

Obwohl Kuhmilch, Milch- und Molkeprodukte grundsätzlich einen niedrigen GI-Wert haben, werden sie im Kontext der Aknebehandlung meistens in einem Atemzug mit typischen GI-”Spitzenreitern” wie Weißbrot, Cornflakes oder Limonaden genannt. Auch das hat einfache Gründe: Milchprodukte haben trotz eines vergleichsweise niedrigen Kohlenhydrat-Gehalts dennoch einen direkten und starken Einfluss auf die Insulinproduktion und sorgen so unter anderem dafür, dass das Testosteron-Abbauprodukt Dihydrotestosteron (DHT) und der Insulin-ähnliche Wachstumsfaktor IGF-1 (insulin like growth factor) ansteigen. Während DHT vor allem das Wachstum Deiner Talgdrüsen anregt, fördert IGF-1 direkt die Insulinproduktion. Kuhmilch und Milchprodukte werden deshalb auch als “insulinotrop” (= Insulinproduktion stimulierend) bezeichnet. 

Zusätzlich gehen Wissenschaftler davon aus, dass auch die in Kuhmilch enthaltenen Hormone eine Rolle spielen könnten. Ähnlich wie beim Menschen läuft auch bei Kühen während der Schwangerschaft die Hormonproduktion auf Hochtouren. Die Hormone haben einen sehr ähnlichen Effekt wie Insulin – da wir sie über Kuhmilch teilweise aufnehmen, können sie sich dadurch unter Umständen auf unsere Androgen-Produktion (Androgene = männliche Geschlechtshormone) auswirken und damit auch die Entstehung von Hautunreinheiten unterstützen. Dieser Effekt wird bisher aber vor allem bei reiner Kuhmilch und weniger bei verarbeiteten Produkten wie Käse oder Joghurt vermutet. 

Milchprodukte ersetzen: Was ist die Lösung für meine Haut?

Auch für Kuhmilch und Milchprodukte gilt: Jede Haut ist anders und ob Deine Akne tatsächlich davon beeinflusst wird, kann immer unterschiedlich sein. Am besten nutzt Du also ein Ernährungstagebuch, um gezielt herauszufinden, ob und wie sehr sich Milchprodukte auf Dein Hautbild auswirken. Dazu streichst Du einfach alle Lebensmittel mit einem höheren Milchanteil von Deinem Speiseplan und beobachtest anschließend, wie sich Dein Hautbild entwickelt. Wichtig ist dabei, dass Du nicht zu ungeduldig bist: Häufig kann es bis zu 12 Wochen dauern, bis Deine Haut eine tatsächliche Reaktion auf die Umstellung zeigt. 

Studien haben gezeigt, dass sich vor allem Mager- bzw. Halbfettmilch auf das Hautbild auswirken kann, da die Ursache wohl im Milcheiweiß und nicht im Milchfett liegt. Wenn sich die Milchprodukte grundsätzlich negativ auf Deine Haut und Akne auswirken, ist es aber ohnehin sinnvoller, wenn Du versuchst, vollständig darauf zu verzichten.

Da vegane Ernährung immer beliebter wird, fällt dieser Verzicht heutzutage auch wesentlich einfacher als noch vor einigen Jahren. Mit Soja-, Mandel-, Hafer-, Reis oder auch Erbsenmilch gibt es mittlerweile eine ganze Reihe unterschiedlicher Varianten und auch der Markt für Ersatzprodukte für Käse, Quark und Joghurt wird immer größer. Viele der Nährstoffe, die Du für gewöhnlich über die Milch aufnimmst, sind darin ebenfalls enthalten oder lassen sich leicht anderweitig aufnehmen. Nüsse (v. a. Hasel-, Walnüsse und Mandeln) sowie einige Mineralwasser-Sorten sind zum Beispiel sehr gute Quellen für Kalzium. Wichtig: Viele der Milchersätze enthalten verhältnismäßig viel Zucker. Bei der Auswahl solltest Du also besonders darauf achten, dass Du zu ungesüßten Varianten bzw. Optionen mit einem niedrigen Zuckergehalt greifst. Wie Du Deine Ernährung grundsätzlich an Deine Akne anpasst, kannst Du direkt in unserer Ernährungs-Übersicht nachlesen.

Reicht der Verzicht auf Milch, um meine Akne loszuwerden?

Indem Du auf Kuhmilch bzw. Milchprodukte verzichtest und Deine Ernährung grundsätzlich an Deine empfindliche Haut anpasst, legst Du einen wichtigen Grundstein für eine erfolgreiche Behandlung. Besonders wirksam gehst Du gegen die Akne jedoch dann vor, wenn Du einen möglichst ganzheitlichen Ansatz verfolgst. Das bedeutet, dass Du neben der Ernährung auch verschiedene Aspekte Deines Lebensstils und Deiner Hautpflege anpasst, um eine dermatologische Behandlung mit Cremes oder Gelen möglichst effektiv zu unterstützen. Zu diesen Anpassungen kann beispielsweise gehören, ausreichend Sport zu treiben, auf Zigaretten zu verzichten und bei der Auswahl Deiner Kosmetik- und Pflegeprodukte darauf zu achten, dass sie ohne komedogene (Mitesser verursachende) Inhaltsstoffe und schädliche Alkohole hergestellt werden. Alles Wichtige zu einer effektiven ganzheitlichen Behandlung von Akne und Hautunreinheiten findest Du in unserer Behandlungs-Übersicht. 

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