Akne

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Ist Seife für die Behandlung von Akne geeignet?

Ob Flüssigseife, Naturseifen oder Kernseifen – wer online stöbert, findet zu fast jeder Seifenart positive und negative Erfahrungen in Bezug auf Akne. Hier erfährst Du, weshalb Du auf Seifen verzichten solltest und welche Eigenschaften von Pflegemitteln die Behandlung der Akne besser unterstützen.

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Wieso sind die meisten Seifen bei Akne nicht geeignet?

Viele industriell gefertigte Seifen aus dem Supermarkt oder der Drogerie haben chemische Zusätze, die die natürliche Schutzbarriere der Haut angreifen, die Haut austrocknen und sie dadurch reizen können. Zusätzlich haben sie meist einen hohen pH-Wert zwischen 8 und 10 und sollten deshalb grundsätzlich nicht im Gesicht benutzt werden. Insbesondere bei zu Akne neigender Haut solltest Du darauf achten, dass der pH-Wert von Reinigungs- und Pflegemitteln dem natürlichen der Haut (ca. 5,5) möglichst nahe kommt. Trocknet fettige Haut zu stark aus, tendiert sie dazu, wesentlich mehr Talg (Hautfett) zu produzieren. Da Talg einer der Hauptauslöser gewöhnlicher Akne (Akne vulgaris) ist, kann Seife die Entstehung von Mitessern und Pickeln unter Umständen sogar verstärken. 

Aleppo-Seife & Co.: Sind Naturseifen eine Alternative bei Akne?

Aleppo-Seife, schwarze Seife, ayurvedische Seife, Salzseife oder Schwefelseife – in den vergangenen Jahren hat sich der Trend immer mehr in Richtung verschiedener Formen von Naturseifen bewegt. Sie versprechen besonders schonend zur Haut zu sein, da auf chemische Inhaltsstoffe verzichtet wird und stattdessen Pflanzenöle sowie rein natürliche Zusätze verarbeitet werden. 

Auch wenn es online viele positive Erfahrungsberichte zu den unterschiedlichen Seifenarten gibt, solltest Du einige Dinge im Kopf behalten: 

Bezeichnungen wie “Naturseife” sind häufig nur an sehr einfache Vorgaben gebunden und es gibt kaum Einschränkungen, was tatsächlich in der Seife verarbeitet werden darf. Viele der Seifen sind auf Basis von Olivenöl (z. B. Aleppo-Seife), Palm(kern)öl (z. B. schwarze Seife) oder anderen komedogenen (Poren-verstopfenden) Stoffen hergestellt. Dass eine Seife aus natürlichen Inhaltsstoffen besteht, muss also nicht bedeuten, dass sie auch für zu Akne neigender Haut geeignet ist. Da sich Inhaltsstoffe wie Palmöl oder Rindertalg häufig hinter Bezeichnungen wie “Sodium Palmate” oder “Sodium Tallawate” verstecken, ist durch einen einfachen Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe auch nicht immer sofort ersichtlich, dass sich darin Stoffe verstecken, die dem Hautbild mehr schaden als helfen. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe von Apps, die durch einen einfachen Scan des Barcodes eine verständliche Übersicht aller Inhaltsstoffe (inkl. Risiken) aufzeigen.

Ein weiteres Problem bei Naturseifen: Nur weil eine Seife auf pflanzlicher bzw. natürlicher Basis hergestellt wurde, bedeutet das nicht automatisch, dass Deine Haut sie auch verträgt. Jede Haut ist unterschiedlich und je nach Hauttyp können auch natürliche Stoffe wie das häufig verwendete Lorbeeröl (z. B. in Aleppo-Seife) Hautreizungen oder Allergien hervorrufen. 

Sind Kernseifen bei Akne geeignet?

Kernseifen (z. B. Haci Sakir-Seifen) haben eine lange Tradition, werden in den meisten Fällen ohne Zusätze, Duft- oder Farbstoffe produziert und deshalb häufig in Akne-Foren und auf Blogs empfohlen. Das Problem: Nicht jeder Hauttyp verträgt Kernseife gleich gut und sie kann unter Umständen zu einer starken Austrocknung der Haut führen. Da der pH-Wert auch hier über 7 liegt, sollte Kernseife grundsätzlich nicht im Gesicht oder bei sehr empfindlicher Haut angewendet werden. 

Wie sollte ich die Haut bei Akne reinigen?

Wir raten dazu, bei der Reinigung und Pflege von zu Akne neigender Haut auf Seife zu verzichten und stattdessen auf seifenfreie, antientzündliche Syndets oder Waschgele zu setzen. Dabei solltest Du darauf achten, dass die Pflegemittel folgende Eigenschaft erfüllen: 

  • Keine Parfüm-/Duftstoffe (vermindertes Risiko für Kontaktallergien)
  • Keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
  • Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
  • niedriger pH-Wert (pH 5 - 5,5)
  • Keine Desinfektionsmittel (schädigen die natürliche Schutzbarriere der Haut)

Bei der Reinigung solltest Du zusätzlich darauf achten, dass Du die Haut nicht “überpflegst”. Denn auch wenn die Inhaltsstoffe an Deine Haut und die Akne angepasst sind, kann zu häufiges Waschen schnell zu Austrocknung oder Reizungen führen. Am besten wäschst Du die betroffenen Stellen zweimal am Tag gründlich und tupfst die Haut anschließend vorsichtig mit einem frischen Handtuch ab, um den Kontakt mit zusätzlichen Bakterien zu vermeiden. Auch bei ergänzenden Feuchtigkeitscremes solltest Du immer darauf achten, dass sie nicht fettend sind und keine komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe haben. 

Effektive Aknebehandlung mit verschreibungspflichtigen Wirkstoffen

Um Aknesymptome wie Mitessern und Pickeln auch effektiv entgegenwirken zu können, ist es hilfreich, wenn die Pflegemittel zusätzlich komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Benzoylperoxid (BPO) oder Salicylsäure beinhalten. Besonders bei entzündlichen Symptomen helfen meist verschreibungspflichtige Medikamente am besten und Du solltest Dich besser von einem Dermatologen beraten lassen. 

Cremes oder Gele mit verschreibungspflichtigen Medikamenten (z. B. Azelainsäure in höherer Konzentration, Antibiotika oder Retinoide) helfen unter anderem dabei, die Poren zu öffnen, abgestorbene Hautzellen zu entfernen und Entzündungen zu lindern. Zusätzlich besteht hier der große Vorteil, dass die Wirkstoffe jederzeit vom Dermatologen an das Stadium der Akne angepasst werden können und so eine wesentlich effektivere Behandlung möglich wird. 

Ganzheitliche Behandlung von Akne

Wir empfehlen, bei der Behandlung der Akne einen möglichst ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen. Das bedeutet, dass Du die Behandlung (mit klinisch geprüften Wirkstoffen) durch die richtige Hautpflege, einige Anpassungen beim Lebensstil sowie durch eine an die Akne angepasste Ernährung (inkl. möglicher Nahrungsergänzungsmittel) unterstützt. Dazu kann beispielsweise der Verzicht auf Nikotin, zusätzliche körperliche Bewegung (regt den Blutkreislauf an und erhöht die Sauerstoffzufuhr der Haut) und ein Speiseplan ohne Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= Lebensmittel, die den Insulinspiegel schnell ansteigen lassen) gehören. Beispiele für solche Lebensmittel sind unter anderem Traubenzucker, Cornflakes, Limonaden und Bananen.  

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