Neben Mitessern gehören vor allem Aknepickel zu den bekanntesten Symptomen von Akne. Wir geben Dir einen Überblick darüber, wie die Pickel entstehen, warum Du sie nicht ausdrücken solltest und welche Mittel dabei helfen, Aknepickel loszuwerden.
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Aknepickel: Wie kann ich sie loswerden?
Akne-Arten)
Dr. Sarah Bechstein
Mitbegründerin von FORMEL SKIN
In diesem Artikel
- Aknepickel: Das Wichtigste in Kürze
- Aknepickel: Was sind das?
- Akne und Pickel: Was sind die Unterschiede
- Habe ich Aknepickel? Jetzt testen lassen!
- Aknepickel: Wie entstehen sie?
- Was sind weitere Auslöser von Aknepickeln?
- Behandlung: Was hilft gegen Akne und Pickel?
- Welche Arten von Aknepickeln gibt es?
- Eiterpickel
- Akne und Pickel webekommen: die richtige Hautpflege
- Darf ich Aknepickel ausdrücken?
- Wie funktioniert eine dermatologische Behandlung von Aknepickeln?
- 5 Tipps gegen entzündete Pickel
- Hausmittel & Soforthilfe gegen Pickel
- Tabletten gegen Aknepickel
- Akne und Pickel entfernen: Wie können Ernährung und Lebensstil helfen?
- Habe ich Aknepickel? Jetzt testen lassen!
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Aknepickel: Das Wichtigste in Kürze
- Aknepickel entstehen durch eine Entzündung der Haarfollikel, die mit Talg und abgestorbenen Hautzellen verstopft sind.
- Die Bildung von Aknepickeln kann durch Bakterien begünstigt werden.
- Eine gute Hautpflege mit geeigneten Produkten und Vermeidung von komedogenen Externa kann helfen, Aknepickel zu reduzieren.
- Es ist wichtig, übermäßige Pflege zu vermeiden und auf atmungsaktive Kleidung zu achten, um die Entstehung von Aknepickeln zu minimieren.
Aknepickel: Was sind das?
Mit den Begriffen „Aknepickel“, „Pickel“, "entzündeter Pickel" oder „Eiterpickel“ sind meist die Symptome von Akne gemeint, die medizinisch als Pusteln bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um kleinere rote Erhebungen auf der Haut, die häufig durch ein weißliches Eiterbläschen abgeschlossen werden. Sie gehören zu den Entzündungssymptomen und treten deshalb hauptsächlich ab der mittelschweren Akne (Akne papulopustulosa) oder der gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris) auf. Seltener kommt es auch bei leichter Akne (Akne comedonica) zu Pickeln.
Pickel entstehen vor allem an den Stellen des Körpers, an denen sich besonders viele Hautfettdrüsen (Talgdrüsen) befinden. Dazu gehören vor allem:
Gesicht (T-Zone: Stirn, Nase, Kinn)
Brust/Dekolleté
Rücken
Oberarme
Akne und Pickel: Was sind die Unterschiede?
Pusteln bzw. Pickel sind eines der häufigsten Symptome bei Akne. Dennoch müssen sie nicht zwingend ein Hinweis auf eine Akne-Erkrankung sein, da sie auch als einzelne Hautunreinheiten oder im Rahmen anderer Erkrankungen (z. B. Follikulitis, sekundären Syphilis) auftreten können. Der Unterschied zwischen Akne und einzelnen Pickeln manifestiert sich oft durch begleitende Symptome wie zahlreiche Mitesser und eine erhöhte Talgproduktion der Haut.
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Habe ich Aknepickel? Jetzt testen lassen!
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Aknepickel: Wie entstehen sie?
Bei Akne gehen Pickel als Entzündungssymptome aus Komedonen (Mitessern) hervor. Diese haben in den meisten Fällen hormonelle Ursachen und können deshalb nicht nur in der Pubertät, sondern auch bei größeren Hormonumstellungen im Erwachsenenleben auftreten, z. B. in der Schwangerschaft, der Menopause oder beim Absetzen der Anti-Baby-Pille. Die Umstellungen haben häufig zur Folge, dass sich das Verhältnis zwischen weiblichen (Östrogene, Gestagene) und männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) verändert und es kann zu einem Androgen-Überschuss kommen.
Die Androgene regen die Produktion von Talg (Hautfett) an und sorgen zudem dafür, dass sie Haut stärker verhornt. Als Folge kann der Talg nicht mehr schnell genug aus der Haut austreten und es kommt zu Verstopfungen in den Ausflussgängen (Poren), die als Mitesser sichtbar werden. Sie können entweder als geschlossene, weiße Mitesser oder geöffnete, schwarze Mitesser auftreten.
Aus den Mitessern entwickeln sich Pickel, wenn geöffnete Mitesser in Kontakt mit Bakterien kommen (vor allem mit dem Aknebakterium Propionibacterium acnes – P. acnes, das natürlicherweise auf Deiner Haut vorkommt). Dadurch können Entzündungen entstehen. Wenn die Verstopfungen vergleichsweise tief in der Haut sitzen, entstehen die meist schmerzhaften, geschwollenen Pickel.
Übrigens: Entzündete Pickel auf der Kopfhaut oder im Intimbereich hängen normalerweise nicht mit Deinen Hormonen zusammen. Hier sind häufig eingewachsene Haare oder Unverträglichkeiten gegen Pflegeprodukte (z. B. Shampoos) hauptverantwortlich.
Was sind weitere Auslöser von Aknepickeln?
Behandlung: Was hilft gegen Akne und Pickel?
Wir sind davon überzeugt, dass die Behandlung von Akne und Pickeln am besten gelingen kann, wenn Du einen möglichst ganzheitlichen Ansatz verfolgst. Das bedeutet, dass sich die Therapie nicht nur auf eine dermatologische Behandlung (mit klinisch geprüften Wirkstoffen) beschränkt, sondern gleichzeitig auch durch Anpassung bei der Hautpflege, dem Lebensstil und der Ernährung unterstützt wird. Auch einige pflanzliche bzw. natürliche Hausmittel können gegen die Aknepickel helfen. Wichtig: Akne und Pickel schnell loswerden funktioniert nur selten – häufig benötigt die Behandlung von Akne viel Geduld.
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Welche Arten von Aknepickeln gibt es?
Entzündete Pickel
Entzündete Pickel entstehen, wenn sich Talg, Bakterien und abgestorbene Hautzellen in den Poren ansammeln und das Immunsystem mit einer lokalen Entzündungsreaktion reagiert. Gleichzeitig können entzündete Pickel aber auch als unterirdische, geschwollene Pickel unter der Haut liegen. Dadurch schmerzen die betroffenen Hautstellen im Gesicht häufig schon lange, bevor die Entzündung überhaupt sichtbar wird. Typische Anzeichen, an denen Du entzündete Pickel erkennst, sind unter anderem:
Die entzündete Stelle ist geschwollen und schmerzt unter der Haut.
Rund um den geschwollenen Pickel entsteht eine deutliche Rötung.
Die Haut spannt, fühlt sich warm an und reagiert empfindlich auf Berührung.
Unterirdische, entzündete Pickel brauchen im Vergleich zu oberflächlichen Pickeln oft länger, besonders, wenn die Entzündung tiefer im Gewebe sitzt und der Talg nicht einfach abfließen kann. Während klassische Pickel oft innerhalb weniger Tage abheilen, kann sich der Prozess bei entzündeten Varianten über mehrere Tage bis hin zu Wochen ziehen, da das Immunsystem intensiver arbeitet und die Schwellung erst langsam zurückgeht.
Eiterpickel
Eiterpickel entstehen, wenn sich in einer bereits entzündeten Pore so viele Immunzellen, Bakterien und Talg ansammeln, dass sich sichtbar Eiter bildet – also eine gelblich‑weiße Spitze. Sie treten häufig im Rahmen einer gewöhnlichen Akne auf und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv gegen die Entzündung arbeitet.
Doch warum entsteht der Eiter in den Pickeln? Eiter ist eine Abwehrreaktion des Körpers: Das Immunsystem schickt Leukozyten (Abwehrzellen) in die entzündete Pore. Diese Zellen lösen sich gemeinsam mit Bakterien und umliegendem Gewebe zu der Flüssigkeit auf, sobald sie absterben.
Im Vergleich zu normalen Pickeln und auch zu tief liegenden, entzündeten Pickeln sitzen Eiterpickel oft näher an der Hautoberfläche. Gleichzeitig sind sie aber besonders empfindlich: Wird zu früh gedrückt, kann der Eiter tiefer ins Gewebe gelangen und die Entzündung verschlimmern. Eiterpickel heilen meist schneller ab als unterirdische Entzündungen, benötigen aber dennoch eine sanfte, hygienische Behandlung, um Narben und erneute Entzündungen zu vermeiden.
Akne und Pickel webekommen: die richtige Hautpflege
Die richtige Hautpflege hilft Dir nicht nur bei der Behandlung von Pickeln, sondern auch bei der Vorbeugung. Auch wenn immer neue „Wundermittel gegen Aknepickel“ beworben werden, raten wir Dir dazu, nicht blind darauf zu vertrauen. Damit Du Deine Haut nicht reizt und dadurch keine neuen Entzündungen provozierst, solltest Du bei der Auswahl Deiner Reinigungs- und Pflegeprodukte vor allem darauf achten, dass sie folgende Eigenschaften erfüllen:
Keine Parfüm-/Duftstoffe (Risiko für Kontaktallergien)
Keine komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. SD Alcohol, Propyl Alcohol, Isopropanol)
Hauptsächlich dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Zink, Panthenol, Aloe Vera)
Niedrige pH-Werte ähnlich zur Haut (pH 5–5,5)
Besonders wirksam sind die Mittel gegen Aknepickel dann, wenn sie zusätzlich komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Benzoylperoxid (BPO) enthalten. Diese werden häufig bei der dermatologischen Behandlung genutzt, sind in geringerer Dosierung aber auch in frei verkäuflichen Pflegemitteln enthalten. Solltest Du Dir bei der Auswahl oder Dosierung unsicher sein, kann Dir Deine Dermatologin oder Dein Dermatologe helfen.
Wir raten Dir dazu, ein Reinigungsgel oder einen Reinigungsschaum mit den genannten Eigenschaften zu verwenden. Auf Seife solltest Du bei empfindlicher, zu Pickeln neigender Haut verzichten, da der sehr hohe pH-Wert die natürliche Schutzbarriere Deiner Haut angreifen kann. Da einige der Wirk- und Inhaltsstoffe Deine Haut leicht austrocknen können, verwendest Du anschließend am besten eine nicht fettende, wasserbasierte Feuchtigkeitspflege ohne komedogene (Mitesser auslösende) Inhaltsstoffe.
Bei einer individuell zusammengestellten Hautpflege von FORMEL SKIN lassen sich die Nebenwirkungen der Behandlung Deiner Hautprobleme auf ein Minimum reduzieren, da die Wirkstoffe gezielt für den Zustand Deiner Haut und auf Grundlage Deiner Lebensumstände ausgesucht werden.
Darf ich Aknepickel ausdrücken?
Auch wenn die Versuchung manchmal groß sein mag: Wir raten Dir strikt dazu, die (Eiter-)Pickel nicht auszudrücken oder sogar aufzustechen. Jede Berührung kann mehr Bakterien in die Pickel tragen und dadurch auch schwerere Entzündungen verursachen. Die Folgen sind nicht nur stärkere Schmerzen, sondern auch ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Aknenarben und Pickelmalen. Außerdem kannst Du durch das Ausdrücken von Pickeln im Gesicht umliegende Bereiche (z. B. die Augen) verletzen.
Wie funktioniert eine dermatologische Behandlung von Aknepickeln?
Sollten die Aknesymptome über vereinzelte Pickel hinausgehen, ist es ratsam, die Einschätzung eines/r Dermatolog:in einzuholen. In den meisten Fällen lassen sich die Pickel sehr wirksam mit verschreibungspflichtigen Akne-Medikamenten behandeln. Diese kommen dabei entweder äußerlich (topisch) in Form von Cremes und Gelen oder innerlich (systemisch) als Tabletten zum Einsatz.
Verschreibungspflichtige Cremes gegen Aknepickel
In den Akne-Cremes und Gelen werden häufig mehrere Wirkstoffe kombiniert, um verschiedenen Faktoren der Akne gleichzeitig entgegenzuwirken. Dazu können unter anderem das Öffnen der Poren, die Linderung von Entzündungen und das Bekämpfen der Aknebakterien (Propionibacterium acnes – P.acnes) gehören. In Cremes kommen dabei hauptsächlich folgende Wirkstoffe zum Einsatz:
Azelainsäure
Benzoylperoxid (BPO)
Antibiotika (verschreibungspflichtig)
Retinoide (Vitamin-A-Derivate – z. B. Tretinoin, Adapalen)
Ein großer Vorteil der Cremebehandlung: Der/die Dermatolog:in hat die Möglichkeit, die Wirkstoffe regelmäßig an das Stadium der Akne anzupassen und so eine möglichst effektive Behandlung zu erreichen. Zusätzlich kann die Behandlung in eine Erhaltungstherapie übergehen und so auch langfristig dafür sorgen, dass nur sehr wenige Hautunreinheiten auftreten.
5 Tipps gegen entzündete Pickel
Eine dermatologische Behandlung bildet häufig die Grundlage dafür, Pickel langfristig abzumildern. Zu einer ganzheitlichen Aknetherapie gehören allerdings auch Anpassungen, die Du im Alltag vornehmen kannst: Mit diesen 5 Tipps kannst Du Deine Haut unterstützen und entzündete Pickel wirksam bekämpfen.
Pickel-Tipp 1: Berührungen & Ausrücken
Auch, wenn es manchmal wie die einzige Lösung erscheint: Vermeide es, Pickel zu berühren, zu quetschen oder auszudrücken. Über den Kontakt mit den Fingern geraten Aknebakterien und Keime in die Haut, die eine Entzündung auslösen oder verstärken können.
Pickel-Tipp 2: Reinigung
Ein sanftes Waschgel mit reinigenden Wirkstoffen (z. B. Salicylsäure oder Benzoylperoxid) hilft Dir dabei, Pickel schneller abklingen zu lassen und einer Neubildung vorzubeugen. Gerade, wenn Du regelmäßig Make-up trägst, solltest Du Deine Haut täglich von allen Rückständen befreien.
Pickel-Tipp 3: Antientzündliche Wirkstoffe
Pickel sollten auch mit anti-inflammatorischen Wirkstoffen behandelt werden. Du bekommst sie entweder rezeptfrei in einer Apotheke (z. B. Benzoylperoxid oder Salicylsäure) oder auf Rezept verschrieben (z. B. Retinoide, Antibiotika).
Pickel-Tipp 4: Stress vermeiden
Stress und psychische Belastung können zur Entstehung von Pickeln beitragen. Auch deshalb solltest Du versuchen, Stresssituationen im Alltag zu vermeiden – unter Umständen auch mithilfe einer psychologischen Beratung. Mehr dazu findest Du in unserer Übersicht zum Thema stressbedingte Akne.
Pickel-Tipp 5: Bettwäsche & Textilien
Auf Textilien wie Handtüchern und Bettwäsche können sich Aknebakterien schnell vermehren und sie geraten leicht in Kontakt mit Deiner Haut. Wechsele Deine Bettwäsche (besonders Deine Kissenbezüge) und Handtücher deshalb mindestens einmal wöchentlich.

Hausmittel & Soforthilfe gegen Pickel
Wenn Du auf der Suche nach einer Soforthilfe bist, empfehlen wir Dir, es mit folgenden Hausmitteln gegen entzündete Pickel zu versuchen.
Hausmittel 1: Dampfbad
Dampfbäder übernehmen im Kampf gegen Pickel vor allem eine wichtige Aufgabe: Sie weiten die Poren, damit der Talg besser entweichen kann. So können unterirdische Entzündungen bzw. geschwollene Entzündungspickel auch schneller an die Hautoberfläche gebracht werden. Hilfreich sind Dampfbad-Zusätze wie Kamille oder Salbei, die die Haut zusätzlich beruhigen. Am besten deckst Du Deinen Kopf mit einem Handtuch ab und bleibst für ungefähr 15 Minuten über dem Dampfbad.
Hausmittel 2: Aloe vera
Rund um die Wirkung von Aloe vera auf die Haut gibt es viele Gerüchte und Vermutungen – auch wenn die meisten von ihnen nicht abschließend wissenschaftlich belegt sind, haben die Erfahrungen vieler unserer Patient:innen gezeigt, dass Aloe-Vera-Gel entzündungshemmend wirken kann und dabei auch die Rötungen rund um die Pickel reduziert. Das Gel der Pflanze trägst Du am besten nur punktuell auf den Pickel auf.
Hausmittel 3: Heilerde
Heilerde wird gegen Pickel und unreine Haut am besten als Maske auf das Gesicht aufgetragen – meistens findest Du dafür Masken zum selbst anrühren. Indem Du die Gesichtsmaske für ca. 30 Minuten auf der Haut lässt, hilft sie dabei, überschüssigen Talg zu entfernen und so auch die verstopften Poren zu befreien. Alternativ kannst Du natürlich auch versuchen, die Heilerde nur punktuell auf die entzündete Stelle aufzutragen.
Hausmittel 4: Teebaumöl
Wann immer es um Akne, Pickel und Hausmittel geht, wird auch Teebaumöl genannt. Es wirkt entzündungshemmend und kann dadurch auch ein gutes Mittel gegen entzündete Pickel sein. Sei aber bitte vorsichtig: Unverträglichkeiten gegen Teebaumöl sind vergleichsweise häufig. Deshalb solltest Du es am besten nur punktuell auf den entzündeten Pickel auftragen, 15 Minuten einwirken lassen und danach gründlich abwaschen.
Hausmittel gegen Pickel: Was ist mit Zahnpasta & Co.?
Du wirst merken, dass Zahnpasta, Backpulver, Honig und viele andere typische Anti-Pickel-Tipps in unserer Liste fehlen. Das hat einen einfachen Grund: Viele dieser Hausmittel enthalten starke chemische Zusätze, die schlichtweg nicht für die Anwendung auf der (entzündeten) Haut gedacht sind.
Zwar können auch pflanzliche Hausmittel Unverträglichkeiten oder empfindliche Reaktionen hervorrufen – das Risiko ist aber um einiges geringer. Wenn Du Deine entzündeten Pickel mit Hausmitteln behandeln willst, raten wir Dir aus dermatologischer Perspektive deshalb dazu, möglichst auf pflanzliche bzw. „natürliche” Mittel zu setzen.
Tabletten gegen Aknepickel
Bei schwerer Akne kann der Fall eintreten, dass die Behandlung mit Cremes allein nicht vollständig ausreicht, um den Symptomen entgegenzuwirken. In diesem Fall behandeln Dermatolog:innen meistens mit Antibiotika und Medikamenten in Tablettenform. Da die Tabletten stärkere Nebenwirkungen haben können, empfehlen wir Dir, immer zunächst eine Behandlung mit Cremes zu versuchen.
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Akne und Pickel entfernen: Wie können Ernährung und Lebensstil helfen?
Um die Akne-Behandlung durch Deine Ernährung zu unterstützen, kannst Du vor allem auf Lebensmittel, die viele kurzkettige Kohlenhydrate enthalten, verzichten. Das Problem: Das Insulin, das die Kohlenhydrate in Energie umwandeln soll, lässt gleichzeitig auch die Talgproduktion ansteigen und fördert dadurch die Entstehung von Mitessern und (Eiter-)Pickeln. Eine Übersicht, wie stark dieser Effekt bei einzelnen Lebensmitteln ist, gibt der sogenannte glykämische Index. Dabei handelt es sich um ein Wertungssystem für Kohlenhydrate in Lebensmitteln – je höher der glykämische Index, desto problematischer können Nahrungsmittel für Dein Hautbild sein.
Zu den Lebensmitteln mit einem hohen glykämischen Index gehören unter anderem
zuckerhaltige Getränke,
Kartoffelprodukte wie Pommes,
Weißbrot,
Cornflakes,
weißer Reis und
Traubenzucker.
Beachte jedoch, dass jede Haut anders ist, und Lebensmittel, die bei anderen einen negativen Effekt haben, müssen sich nicht automatisch auch auf Deine Haut auswirken.
Unser Tipp: Um die Auswirkungen auf Deine Haut zu testen, streichst Du Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index am besten für einige Wochen von Deinem Essensplan und hältst die Reaktion Deiner Haut in einem Ernährungstagebuch fest.
Gleichzeitig kannst Du auch versuchen, auf Kuhmilch und Milchprodukte zu verzichten. Zwar enthält Kuhmilch an sich nur wenige Kohlenhydrate, durch die insulinotrope (= Insulinbildung stimulierende) Wirkung hat sie aber eine fast identische Wirkung auf die Talgproduktion.
Besonders wirkungsvoll können solche Ernährungsumstellungen sein, wenn Du zusätzlich auch Deinen Lebensstil an die Akne anpasst. Dazu gehört unter anderem ausreichende Bewegung sowie der Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Make-up mit komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffen.
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