Akne

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Welche Hausmittel helfen gegen Akne?

Ob Aloe Vera, Teebaumöl oder Dampfbäder – kaum ein Thema wird innerhalb der Akne- und Hautpflege-Community so kontrovers diskutiert wie die Wirkung von Hausmitteln. Das liegt auch daran, dass jede Haut anders ist und deshalb nicht alle Hausmittel bei allen gleich wirken. Dennoch wollen wir Dir einen Überblick über einige natürliche Hausmittel gegen Akne (Akne vulgaris) geben und Dir zeigen, wie diese Dich bei der ganzheitlichen Behandlung Deiner Akne unterstützen können. Auch wenn man in Foren und auf Beauty-Blogs viele positive Erfahrungsberichte zu verschiedenen Akne-Hausmitteln findet, hängt es immer ein Stück weit von Deinem individuellen Hauttyp und der Form der Akne ab, ob die Mittel bei Dir eine Wirkung zeigen. Den größten Erfolg wirst Du mit Hausmitteln deshalb erzielen, wenn Du sie nicht als Wunderwaffe ansiehst, sondern zur zusätzlichen Unterstützung einer ganzheitlichen Behandlung einsetzt. Dazu können neben der dermatologischen Behandlung mit klinisch geprüften Wirkstoffen auch die richtige Hautpflege sowie die Anpassung des Lebensstils und der Ernährung gehören.

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Welche Hausmittel helfen gegen Akne?

Wir empfehlen Dir, bei der Behandlung von Akne möglichst nur auf natürliche bzw. pflanzliche Hausmittel zu setzen und auf Experimente mit Zahnpasta oder Backpulver zu verzichten. Je nach Hauttyp kann die Reaktion auf verschiedene Mittel und Wirkstoffe sehr unterschiedlich ausfallen. Um die Wirkung und vor allem die Reaktion Deiner Haut zu testen, kann es sinnvoll sein, das Mittel an einer anderen Körperstelle (z. B. Unterarm) auszuprobieren, bevor Du es im Gesicht anwendest. Sollte es zu ungewöhnlichen Wirkungen oder Hautveränderungen kommen, holst Du am besten den Rat eines Dermatologen ein. 

Dampfbäder zur Öffnung der Poren

Das Dampfbad ist eines der traditionellsten Hausmittel und wird nicht nur bei Akne, sondern bei vielen gesundheitlichen Beschwerden angewendet. Im Fall der Akne hilft es dabei, die Durchblutung anzuregen und die Poren zu öffnen, wodurch überschüssiger Talg (Hautfett) leichter austreten kann.

Anwendung: Für das Dampfbad kochst Du einfach 2 - 3 Liter Wasser auf und gibst es anschließend in eine Schüssel. Dann hältst Du Dein Gesicht für 10 - 15 Minuten über die Schüssel und lässt den Dampf auf die Haut wirken. Ein Handtuch über dem Kopf verhindert, dass der Dampf zur Seite entweicht. Wichtig: Halte den Abstand immer so, dass er für Dich angenehm bleibt, da es sonst schnell zu Verbrennungen kommen kann. 

Viele Erfahrungsberichte zeigen, dass die Wirkung verstärkt wird, wenn Kräuter (z. B. Rosmarin), Teebaumöl oder Kamille mit in das Wasser gegeben werden. Nach dem Dampfbad ist es sinnvoll, das Gesicht mit einer Feuchtigkeitspflege nachzubehandeln. Achte hierbei darauf, dass die Pflegeprodukte nicht fettend sind und keine komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Olivenöl, Kokosöl) enthalten. 

Heilerde als Mineralien-Lieferant

Heilerde zählt zu den beliebtesten Hausmitteln gegen Akne, da sie in doppelter Hinsicht positiv auf die Haut und die Akne wirkt. Zum einen hilft sie dabei, die Poren zu öffnen und überflüssigen Talg sowie Bakterien zu entfernen. Zusätzlich wird die Durchblutung angeregt und die Haut mit wichtigen Mineralien (z. B. Magnesium) versorgt. 

Anwendung: Heilerde gibt es in vielen verschiedenen Varianten als fertige Paste oder als Pulver zum Anrühren mit Wasser. Alternativ findest Du online auch eine Menge Rezepte, bei denen unter anderem Honig oder Kurkuma eingearbeitet werden. Sobald die Paste fertig angerührt ist, trägst Du eine dünne Schicht auf Dein Gesicht oder die von Akne betroffenen Körperstellen auf und lässt sie für ca. 20 - 30 Minuten antrocknen. Wenn die Paste fertig getrocknet ist, kannst Du sie vorsichtig abnehmen und die Reste mit lauwarmem Wasser abwaschen. In manchen Fällen kommt es nach der Anwendung zu sehr trockener Haut – auch hier hilft eine nicht fettende und nicht-komedogene (Poren-öffnende) Feuchtigkeitspflege.

Aloe Vera als pflanzlicher Entzündungshemmer

Aloe Vera hat sich bei der Aknebehandlung bewährt, da es auf der einen Seite nachweislich eine sehr gute Wirkung auf die Haut hat und für die Anwendung so gut wie keine Vorbereitung nötig ist. Das Gel aus der Pflanze wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Viele Erfahrungsberichte zeigen, dass vor allem mit der Unterart “Aloe Arborescens” Erfolge erzielt wurden. 

Anwendung: Das Aloe Vera-Gel trägst Du einfach direkt auf die Aknesymptome auf oder verarbeitest es mit anderen Zutaten zu einer Maske. Am besten kaufst Du Dir dafür eine Aloe-Vera-Pflanze und entnimmst das Gel selbst aus den Blättern. Bei Gel, das bereits als solches verkauft wird, besteht immer ein Risiko, dass Fremdstoffe eingearbeitet wurden. 

Teebaumöl gegen entzündliche Aknesymptome

Teebaumöl gehört zu den Klassikern der Akne-Hausmittel. Das hat gute Gründe: Bei richtiger Anwendung kann es antibakteriell, antientzündlich sowie wundheilend wirken und ist deshalb vor allem bei entzündlichen Symptomen wie Pickeln einen Versuch wert. Es kann jedoch auch Allergien hervorrufen - weshalb man die Reaktion der Haut zuerst geringe Mengen auf dem Unterarm testen sollte.

Anwendung: Teebaumöl kannst Du ohne Rezept in Drogerien und Apotheken kaufen. Das Öl trägst Du einfach auf die betroffenen Hautstellen auf und lässt es einwirken. Häufig wird dazu geraten, Teebaumöl über Nacht einziehen zu lassen – da zu Akne neigender Haut aber oft empfindlicher reagiert, raten wir dazu, das Öl nach 15 - 20 Minuten wieder von der Haut zu spülen. 

Apfelessig als natürliches Säure-Peeling

Bei Apfelessig gilt vor allem: Bitte nicht abschrecken lassen! Trotz seines gewöhnungsbedürftigen Geruchs ist Apfelessig eine Art Multitalent. Er wirkt antibakteriell, unterstützt den Körper bei der Hemmung von Entzündungen und die enthaltene Säure entfernt abgestorbene Hautzellen, wodurch die Zellenbildung angeregt wird.

Anwendung: Am besten vermischst Du 1 EL Apfelessig mit ca. 3 EL Wasser und tupfst die Mischung mit einem Wattepad auf die betroffenen Hautbereiche auf. Anfänglich kann es zu einem leichten Brennen kommen. Deshalb solltest Du besonders rund um die Augen vorsichtig sein. Nachdem der Essig ungefähr 10 Minuten in die Haut eingezogen ist, wäschst Du ihn einfach mit lauwarmem Wasser ab. 

Vielseitige Hautpflege mit Masken

Individuell angemischte Masken haben sich als Hausmittel besonders bewährt, weil sie sich leicht herstellen lassen und unterschiedliche Inhaltsstoffe kombiniert werden können. Beliebt sind neben Aloe Vera auch Kurkuma, Honig und Zimt. Kurkuma beinhaltet den namensgebenden Wirkstoff Kurkumin, der die Aknebakterien (Propionibacterium acnes – P.acnes) bekämpft und Entzündungen lindert. Eine ähnliche Wirkung können auch Honig und Zimt auf die Haut haben. 

Anwendung: Wie lange Du die Maske einwirken lassen solltest, hängt von den verwendeten Inhaltsstoffen ab. Bei Aloe Vera, Honig oder Zimt sind es meistens zwischen 20 und 30 Minuten. Masken mit Kurkuma solltest Du jedoch bereits nach 10 Minuten wieder entfernen, da es ansonsten zu leichten Hautverfärbungen kommen kann. Auch hier gilt: Das Gesicht bzw. die Hautstellen anschließend vorsichtig aber gründlich reinigen. 

Wie kann Akne behandelt werden? 

Auch wenn die genannten Mittel einen Teil zur Besserung der Symptome beitragen können, raten wir dazu, Hausmittel nicht als eine alleinstehende Behandlungsmethode anzusehen, sondern bei der Aknetherapie einen möglichst ganzheitlichen Ansatz in Betracht zu ziehen. Hausmittel können Symptomen wie Mitesser oder Pickel zwar kurzfristig lindern, um der Akne nachhaltig entgegenzuwirken, sollte die Behandlung aber bereits bei den Ursachen beginnen. Diese sind in vielen Fällen hormonell, doch auch äußere Einflüsse und Lebensstil- sowie Ernährungsaspekte können Einfluss auf die Akne nehmen.

Dermatologische Aknebehandlung

Am besten nutzt Du Hausmittel deshalb als Ergänzung zu einer dermatologischen Behandlung mit (verschreibungspflichtigen) Akne-Medikamenten in Form von Cremes oder Gelen. Diese haben den Vorteil, dass sie wesentlich gezielter Wirken als Hausmittel und so durch Wirkstoffkombinationen aus Benzoylperoxid (BPO), Retinoide (Vitamin-A-Derivate), Azelainsäure oder Antibiotika (z. B. Clindamycin) gleichermaßen die Symptome (z. B. Entzündungen) und Ursachen (z. B. verstopfte Poren) behandeln. Dein Dermatologe kann dabei die Wirkstoffe regelmäßig an das Stadium der Akne anpassen und so immer dafür sorgen, dass der bestmögliche Behandlungserfolg erzielt wird. 

Ganzheitliche Behandlung von Akne: Hautpflege, Lebensstil & Ernährung

Die dermatologische Behandlung unterstützt Du, indem Du auch die Hautpflege, Deinen Lebensstil und Deine Ernährung an die Akne anpasst. Bei der Hautpflege solltest Du unter anderem darauf achten, dass alle Pflegemittel ohne komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Paraffinöl, Kokosöl) und hautschädigende Alkohole (z. B. Acetylated Lanolin Alcohol) hergestellt werden. Ein Lebensstil, der der Akne entgegenwirkt, beinhaltet unter anderem den Verzicht auf Zigaretten und ausreichende Bewegung. Sport regt Deinen Kreislauf an und hilft Deiner Haut so dabei, mehr Sauerstoff aufzunehmen. Um Deine Ernährung an die Akne anzupassen, solltest Du unter anderem auf Milchprodukte (v. a. Halbfettmilchprodukte) und Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= kurzkettige Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen) verzichten. Zu diesen Lebensmitteln gehören beispielsweise Traubenzucker, Pommes, Cornflakes, Bananen und rote Beete. 

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