Akne

Akne durch Stress: Was hilft bei der Behandlung?

Ob eine anstrengende Phase im Job oder emotionaler Stress zu Hause – wenn wir unter Belastung stehen, kann sich dies auch auf unsere Haut auswirken und Mitesser, Pickel oder andere Symptome der gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris) sowie Hautunreinheiten hervorrufen. Hier erfährst Du, weshalb Stress ein Auslöser von Akne sein kann und wie Du den Symptomen einer stressbedingten Akne effektiv entgegenwirkst.

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Inhaltsverzeichnis

Kann Akne tatsächlich durch Stress entstehen?

Um feststehende Aussagen über den Zusammenhang zwischen Stress und Akne zu treffen, fehlen bisher die wissenschaftlichen Belege. Ein möglicher Grund dafür, warum sich die Situation mit gut angelegten Studien als schwierig erweist: Stress lässt sich zwar wissenschaftlich definieren, ist letztendlich aber ein sehr individuelles Problem. Eine Prüfungssituation stellt nicht zwingend für jeden Menschen eine enorme Belastung dar und wer durch den Job oder zwischenmenschliche Beziehungen in einer (emotionalen) Stresssituation steckt, wird sich nur selten für die Teilnahme an einer Studie melden.

Stress-Akne: Wie reagiert der Körper auf Stress?

Grundsätzlich lässt sich Stress in positiven Stress (Eustress) und negativen Stress (Distress) unterteilen. Geraten wir unter Stress, setzt der Körper eine Reihe von Stoffwechselprozessen in Gang. Experten gehen davon aus, dass vor allem bei negativem Stress folgende Reaktionen des Körpers Auswirkungen auf die Entstehung von Akne haben können:

  • Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol wirken sich auf die Talgproduktion aus und führen so zu einer Form der hormonellen Akne.
  • Im Stresszustand produziert der Körper entzündungsfördernde Stoffe und es können leichter Pickel und Papeln (entzündliche Knötchen) entstehen.
  • Die Wundheilung nimmt bei Stress ab, wodurch Heilungsprozesse mehr Zeit in Anspruch nehmen.
  • Stress kann die natürliche Bakterienabwehr der Haut einschränken.
  • Da der Körper zusätzliche Energie bereitstellen will, steigt der Blutzuckerspiegel an. Das produzierte Insulin fördert ebenfalls die Talgproduktion.

Zusätzlich zur Akne werden auch andere Hauterkrankungen (z. B. Neurodermitis durch Stress begünstigt. Nicht umsonst besagt ein bekanntes Sprichwort, dass die Haut der Spiegel unserer Seele sei. 

 

Wird meine Akne durch Stress verursacht?

Akne kann viele unterschiedliche Ursachen haben – indem Du Deine Haut online von erfahrenen Dermatolog*innen analysieren lässt, erhältst Du eine professionelle Einschätzung zu den Ursachen und der besten Behandlung. Füll einfach unseren Fragebogen aus!

Geprüfte Experten
Geprüfte Experten

Die Ärzte mit denen wir arbeiten sind geprüfte Experten in ihrem Fachgebiet.

Verursacht Stress nur indirekt Akne?

Eine alternative Betrachtung: Stress und psychische Belastung werden nur über Umwege zu Auslösern von Akne. In stressigen Lebensphasen tendieren wir dazu, unbewusster zu Leben und weniger für unsere Gesundheit zu tun. Wir schlafen weniger, treiben keinen Sport mehr und achten weniger auf eine gesunde Ernährung. Nicht zuletzt greifen viele für die Stressbewältigung zu Zigaretten oder einem Glas Wein. Nervosität führt außerdem häufig dazu, dass wir uns wesentlich öfter ins Gesicht fassen und in Stressphasen gerät auch die richtige Hautpflege öfter in Vergessenheit. 

Viele dieser Faktoren gehören zu den Ursachen bzw. begünstigenden Faktoren gewöhnlichen Akne (Akne vulgaris). Daher liegt die Vermutung nahe, dass vielleicht nicht die direkten körperlichen Folgen (z. B. Stresshormone) der Belastung ausschlaggebend sind, sondern ein durch Stress beeinflusster Lebensstil die Akne entstehen lässt. 

Stress-Akne bei Erwachsenen und Jugendlichen: Was hilft bei der Behandlung?

Sich einfach weniger Stress zu machen, ist natürlich leichter gesagt, als getan. Grundsätzlich können “Anti-Stress-Maßnahmen” wie Sport, Entspannungsübungen oder eine gesunde Ernährung natürlich immer helfen, da ein ausgewogener und gesunder Lebensstil auch bei der ganzheitlichen Behandlung von Akne eine wichtige Rolle einnimmt. Akne lässt sich sehr gut therapieren, wenn neben der Hautpflege auch der Lebensstil und die Ernährung angepasst werden. Sollten Symptome über Mitesser hinausgehen, empfehlen wir Dir jedoch, Dich zusätzlich dermatologisch beraten zu lassen. 

Wichtig: Mitesser und Pickel solltest Du nicht selbstständig ausdrücken. Am besten versuchst Du generell, sie so wenig wie möglich zu berühren, um das Risiko für Entzündungen, Narbenbildungen und Pickelmale zu minimieren. 

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