Akne

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Welche Mittel helfen gegen Akne?

Über Versprechen wie “das Wundermittel gegen Akne” dürfte fast jeder, der sich mit dem Thema Aknebehandlung auseinandersetzt, schon öfter gestolpert sein. Da jede Haut anders ist, wurde bisher noch kein allgemeingültiges Wundermittel gefunden – hier erfährst Du jedoch, wie ganz unterschiedliche Mittel und Methoden dabei helfen können, die Akne (Akne vulgaris) effektiv und nachhaltig zu behandeln.

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Welches ist das beste Mittel gegen Akne?

Unsere Empfehlung für die Behandlung von Akne: Anstatt nach dem “besten” Akne-Mittel oder einem “Wundermittel” zu suchen, solltest Du versuchen, die Therapie möglichst ganzheitlich anzugehen. Dabei spielen Akne-Medikamente und die richtigen Pflegemittel zwar eine große Rolle, gleichzeitig ist es aber auch wichtig, die Ernährung und den Lebensstil so anzupassen, dass die Behandlung bestmöglich unterstützt wird. Jede Haut ist anders und vielleicht können bei Dir Hausmittel oder Ernährungsumstellungen einen wesentlich größeren Effekt haben, als bei vielen anderen Aknepatienten.

Wichtig: Viele frei verkäufliche Mittel können zwar zur Behandlung beitragen, haben jedoch auch ihre Grenzen. Insbesondere wenn erste entzündliche Symptome (z. B. bei mittelschwerer Akne) auftreten, raten wir Dir deshalb dazu, Dich dermatologisch beraten zu lassen. Ein Dermatologe kann Dir immer eine direkte Einschätzung geben und Dich individuell bei der Auswahl der passenden Behandlungsmethode unterstützen.

Frei verkäufliche Hautpflegemittel gegen Akne

Wenn bei einer leichten Akne nur vereinzelte Mitesser auftreten, lassen sich diese häufig durch die richtige Hautpflege entfernen und es ist keine Behandlung beim Dermatologen notwendig. Wir raten Dir dazu, bei empfindlicher Haut generell auf Seife zu verzichten. Seifen haben einen sehr hohen pH-Wert (= greifen natürlichen Säureschutzmantel der Haut an und trocknen sie aus) und sowohl chemische als auch natürliche Varianten beinhalten häufig komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe wie beispielsweise Oliven- oder Kokosöl. Besser geeignet sind seifenfreie Produkte oder Waschgele, die folgende Eigenschaften erfüllen: 

  • Dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Bisabolol aus Kamille, Zink, Ceramide, Aloe Vera)
  • Verzicht auf komedogene (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Kokosöl, Olivenöl, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate, Oleth-3)
  • niedriger pH-Wert (pH 5 - 5,5)
  • Verzicht auf hautschädigende Alkohole (z. B. Propanol, Alcohol Denat)
  • Keine Duftstoffe (können Kontaktallergien auslösen)

Damit die Mittel nicht nur reinigen, sondern der Akne auch entgegenwirken können, solltest Du darauf achten, dass komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Benzoylperoxid (BPO) oder Salicylsäure enthalten sind. Diese sind in geringer Dosis frei verkäuflich und bei der Auswahl bzw. Dosierung kann Dir ein Dermatologe helfen. 

Verschreibungspflichtige Medikamente gegen Akne

Akne-Medikamente können unterschiedliche Wirkungen erzielen und dadurch der Akne entgegenwirken. Dazu gehören unter anderem die Beseitigung von Verhornungsstörungen, die Linderung von Entzündungen, das Bekämpfen von Aknebakterien oder auch die Reduktion der Talgproduktion. Besonders häufig kommen bei der dermatologischen Aknetherapie Kombinationen aus folgenden Medikamenten und Wirkstoffen zum Einsatz.

  • Topische Retinoide (Vitamin-A-Derivate) als Cremes / Gele: Tretinoin, Adapalen, Tazaroten
  • Systemische Retinoide als Tabletten: Isotretinoin
  • Säuren: Azelainsäure, Salicylsäuren, Fruchtsäuren, Milchsäure
  • Topische Antibiotika als Cremes/Gele: Clindamycin, Erythromycin, Tetracycline
  • Systemische Antibiotika als Tabletten: Minocyclin, Doxycyclin
  • Benzoylperoxid (BPO)

Wie die Medikamente angewendet werden, hängt dabei immer von der Form der Akne und dem Patienten ab. Die meisten Akneformen lassen sich sehr gut äußerlich mit Medikamenten in Form von Cremes oder Gelen behandeln. Bei schwerer Akne kann es hilfreich sein, Antibiotika- oder Isotretinoin-Tabletten zu ergänzen. 

Methoden wie Lichttherapien, Lasertherapien oder auch Hormonbehandlungen (z. B. mit Anti-Baby-Pillen) spielen bei der dermatologischen Behandlung von Akne nur eine geringe Rolle, da die zuvor genannten Methoden (Cremes und Tabletten) sehr wirksam sind. Zusätzlich schonen sie die Haut und sind für die Patienten wesentlich leichter in ihren Alltag integrierbar. 

Hausmittel gegen Akne

Auch wenn die tatsächliche Wirkung auf die Haut nicht immer wissenschaftlich belegt ist, zeigen die Erfahrungen vieler Patienten, dass manche Hausmittel einen positiven Einfluss auf das Hautbild und die Akne haben können. Wenn Du eine Behandlung mit Hausmitteln ausprobieren möchtest, solltest Du im Hinterkopf behalten, dass es auch bei natürlichen bzw. pflanzlichen Mitteln zu Nebenwirkungen kommen kann. Zu den Hausmitteln, die sich grundsätzlich positiv auf die Haut auswirken können, gehören:

  • Dampfbäder
  • Heilerde
  • Aloe Vera (kann Unverträglichkeiten hervorrufen)
  • Teebaumöl (kann Unverträglichkeiten hervorrufen)
  • Apfelessig (kann Unverträglichkeiten hervorrufen)
  • Masken mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen (z. B. Aloe Vera, Kurkuma)

Naturheilmittel und Homöopathie gegen Akne

Natürliche Heilmittel und auch homöopathische Mittel (z. B. Globuli, Komplexmittel) besitzen keine antibakterielle Wirkung und können deshalb bei entzündlicher Akne den Aknebakterien (Propionibacterium acnes – P.acnes) nicht effektiv entgegenwirken. Sobald es zu entzündlichen Aknesymptomen (z. B. Pickel, Papeln) kommt, raten wir Dir deshalb dazu, auf herkömmliche Pflegemittel und Akne-Medikamente zurückzugreifen.

Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel gegen Akne

Studien haben wiederholt gezeigt, dass es bei Akne vor allem wichtig sein kann, bestimmte Lebensmittel zu vermeiden. Dazu gehören Milchprodukte (v. a. Halbfettmilch), besonders aber Lebensmittel mit vielen kurzkettigen Kohlenhydraten. Der Grund: Nahrungsmittel, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen (= Lebensmittel mit hohem glykämischen Index), führen dazu, dass verstärkt Insulin produziert wird. Insulin wandelt einerseits die Kohlenhydrate in Energie um, führt gleichzeitig aber auch dazu, dass die Produktion von Hautfett (Talg) ansteigt. Da eine stärkere Talgproduktion einer der Hauptauslöser von Akne ist, können so schnell Mitesser und Pickel entstehen. 

Experten raten deshalb dazu, bei Akne möglichst viele natürliche und unverarbeitete Lebensmittel zu konsumieren, da sie weniger Zucker und Fettsäuren enthalten als die meisten verarbeiteten Lebensmittel. Unter anderem sollen sich dabei folgende Nahrungsmittel und Stoffe positiv auf die Akne auswirken

  • Viel Flüssigkeit (Wasser oder Tee)
  • Grünes Gemüse (z. B. Spinat, Grünkohl)
  • Fisch
  • Hülsenfrüchte
  • Ballaststoffreiche Lebensmittel (z. B. Vollkornbrot / -reis)
  • Antioxidantien

Ergänzend können auch Nahrungsergänzungsmittel eine wichtige Rolle einnehmen. Sie versorgen den Körper mit Nährstoffen (z. B. Vitamine, Selen), die sich durch die normale Ernährung oft nur schwer in ausreichender Menge aufnehmen lassen.

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