Akne

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Ist Akne heilbar?

Sätze wie “Akne heilen von innen” oder “Akne heilen in 5 Tagen” sind mittlerweile zu beliebten Werbeversprechen vieler Anbieter von Aknemitteln und -therapien geworden. Bisher wurde jedoch keine Möglichkeit gefunden, um die Krankheit vollständig zu heilen. Auch wenn zu erneuten Schüben kommen kann, lässt sich Akne heutzutage so gut behandeln, dass die Eindämmung der Symptome einer Heilung sehr nahe kommt.

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Wieso kann Akne nicht geheilt werden?

Spricht man bei gewöhnlicher Akne (Akne vulgaris) von “Heilung”, ist es wichtig, zwischen dem Abheilen von Symptomen und der vollständigen Heilung der Erkrankung zu unterscheiden. Auch wenn Symptome wie Mitesser und Pickel selbstständig abheilen oder durch die richtige (dermatologische) Behandlung zum Abklingen gebracht werden können, bleiben die körperlichen Voraussetzungen für ein erneutes Ausbrechen weiterhin bestehen. 

Experten gehen davon aus, dass Akne vererbbar ist. Es kann also eine körperliche Veranlagung zu Akne bestehen, bei der hormonelle Schwankungen (Androgen-Überschuss) aber auch externe Faktoren (z. B. Luftfeuchtigkeit, Zigaretten, falsche Ernährung) immer wieder zu einem Ausbrechen der Symptome führen können. Ein Beispiel: Die Akne während der Pubertät heilt bei einem Großteil der Fälle irgendwann von selbst wieder ab. Insbesondere bei Frauen kommt es jedoch im Erwachsenenalter durch Auslöser wie eine Schwangerschaft oder das Absetzen der Anti-Baby-Pille häufig erneut zu Aknesymptomen in Form einer Erwachsenenakne (Akne tarda) oder hormonellen Akne.

Kann Akne inversa geheilt werden?

Auch Akne inversa (Hidradenitis suppurativa) ist leider nicht vollständig heilbar. Hier helfen oft nur operative Eingriffe, um den Symptomen entgegenzuwirken. Wie sich die Krankheit von der Akne vulgaris unterscheidet und wie sie behandelt wird, kannst Du in unserer Übersicht zur Akne inversa nachlesen. 

Behandlung: Wie kann ich der Akne entgegenwirken?

Auch wenn sich Akne nicht vollständig heilen lässt, gibt es Behandlungsmethoden, die dabei helfen, die Krankheit auf ein Stadium zu beschränken, das einer Heilung sehr nahe kommt. Wir raten Dir dazu, die Behandlung dabei mit einem ganzheitlichen Ansatz anzugehen. Zusätzlich zu einer dermatologischen Aknetherapie mit klinisch getesteten Wirkstoffen spielen dabei auch die richtige Hautpflege, verschiedene Aspekte Deines Lebensstils und eine an die Akne angepasste Ernährung eine wichtige Rolle.

Akne mit der richtigen Reinigung und Pflege behandeln

Die Reinigung mit Wasser alleine reicht nicht aus, um der Akne entgegenzuwirken. Damit Symptome wie Mitesser und Pickel zurückgehen, sollten die Pflegemittel komedolytische (Mitesser auflösende) Wirkstoffe wie Salicylsäure oder Benzoylperoxid (BPO) enthalten. Bei der genauen Auswahl der Wirkstoffe und der passenden Dosierung kann Dir Dein Dermatologe helfen. Zusätzlich solltest Du darauf achten, dass alle Deine verwendeten Mittel folgende Kriterien erfüllen: 

  • Dermatologisch getestete Inhaltsstoffe (z. B. Bisabolol aus Kamille, Niancinamide, Zink, Aloe Vera)
  • Niedriger pH-Wert (pH 5 - 5,5)
  • Verzicht auf Duft-/Parfümstoffe (Können Kontaktallergien auslösen)
  • Keine komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Olivenöl, Kokosöl, Oleth-3, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate)
  • Keine hautschädigenden Alkohole (z. B. Ethyl Alcohol, Propanol, Alcohol Denat.)

Damit Du Deine Haut am Ende nicht “überpflegst” und sie dadurch austrocknest, solltest Du sie nur zweimal täglich waschen und anschließend vorsichtig abtupfen. Achte dabei darauf, ein frisches Handtuch zu verwenden, um zusätzliche Bakterien fernzuhalten. Auch bei ergänzenden Feuchtigkeitscremes ist es wichtig, dass diese nicht fettend sind und frei von komedogenen (Poren verstopfenden) Inhaltsstoffen hergestellt wurden. 

Wichtig: Frei verkäufliche Reinigungs- und Pflegemittel tragen zwar einen wichtigen Teil zur Behandlung bei, sind jedoch nicht so effektiv wie verschreibungspflichtige Akne-Medikamente und sollten deshalb auch nicht als Alternative zu einer dermatologischen Behandlung verstanden werden. Vielmehr stellen sie eine wichtige Ergänzung dar. 

Dermatologische Aknetherapie mit Cremes oder Tabletten

Auch wenn es verschiedene alternative Behandlungsansätze (z. B. Lichttherapie) gibt, hat sich bei der Aknetherapie vor allem die Behandlung mit Medikamenten in Form von Cremes und Gelen bewährt. Der Grund: Die Methode zeigt bei fast allen Akneformen eine sehr gute Wirksamkeit und lässt sich problemlos in den Alltag der Patienten integrieren. Zusätzlich besteht der Vorteil, dass ein Dermatologe die Wirkstoffe individuell an die Haut des Patienten sowie die Behandlungsfortschritte anpassen kann. Zu den verschreibungspflichtigen Wirkstoffen, die dabei hauptsächlich zum Einsatz kommen, gehören: 

  • Benzoylperoxid (BPO)
  • Azelainsäure
  • Antibiotika (z. B. Clindamycin)
  • Retinoide (z. B. Tretinoin, Adapalen)

Bei schweren Akneformen kann der Fall eintreten, dass eine Behandlung mit Cremes nicht ausreicht, um den Symptomen effektiv entgegenzuwirken. In diesen Fällen wird ergänzend mit Antibiotika- oder Isotretinoin-Tabletten behandelt. Wir raten jedoch dazu, in jedem Fall zunächst eine Behandlung mit Cremes zu versuchen, da eine Tablettentherapie mit stärkeren Nebenwirkungen verbunden sein kann. 

Was ist eine Erhaltungstherapie?

Die richtige Erhaltungstherapie kann ein entscheidender Schritt sein, um einer Heilung der Akne möglichst nahezukommen. Nach dem Abklingen der Symptome wird dabei die Wirkstoffdosis so angepasst, dass sie problemlos auch über einen längeren Zeitraum angewendet werden kann und eine nachhaltige Eindämmung der Symptome möglich ist. 

Lebensstil und Ernährung: Welche Anpassungen sind sinnvoll?

Auch wenn Akne in den meisten Fällen hormonelle Ursachen hat, gibt es auch einige nicht-hormonelle Faktoren, die die Entstehung von Mitessern und Pickeln verursachen oder verstärken können. Neben ausreichender Bewegung (wenn der Blutkreislauf angeregt wird, erhöht sich die Sauerstoffzufuhr der Haut) kann es deshalb auch sinnvoll sein, das Rauchen aufzugeben und alle Kosmetikprodukte auf ihren Fettgehalt und komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Paraffinöl, Acetylated Lanolin) zu überprüfen.

Eine wichtige Rolle nimmt auch die richtige Ernährung bei Akne ein. Studien haben wiederholt belegt, dass insbesondere Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index Auswirkungen auf die Talgproduktion und damit auch auf die Entstehung von Aknesymptomen haben. Zu den Lebensmitteln mit einem hohen GI gehören vor allem kurzkettige Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen. Um Deine Ernährung an die Akne anzupassen, solltest Du neben Milchprodukten (v. a. Halbfettmilch) deshalb unter anderem auf folgende Lebensmittel verzichten:

  • Malzzucker
  • Traubenzucker
  • Limonaden / gezuckerte Getränke
  • weißer Reis
  • Pommes
  • Cornflakes
  • Weißbrot

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