Akne

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Wie wird Akne mit Lasern behandelt?

“Akne weglasern” gehört zu den Formulierungen, auf die man immer wieder stößt, wenn es um die Behandlung von Akne geht. Hier erfährst Du, warum Lasertherapien hauptsächlich nur bei der Nachbehandlung von Aknenarben verwendetet werden und wie Akne alternativ behandelt werden kann.

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Wieso wird Akne nur selten mit Lasern behandelt?

Auch wenn es nach einer kurzen Online-Suche zunächst anders wirken mag: Laserbehandlungen (und auch Lichttherapien) spielen bei der dermatologischen Behandlung von gewöhnlicher Akne (Akne vulgaris) nur eine sehr ungeordnete Rolle und kommen meist nur bei der Therapie von Akne inversa zum Einsatz.

Der einfache Grund dafür: Durch die Behandlung mit verschreibungspflichtigen Akne-Medikamenten in Form von Cremes und Gelen steht eine Therapiemethode zur Verfügung, mit der sich fast jede Form der Akne wirksam behandeln lässt. Zusätzlich bietet sie eine Reihe von Vorteilen gegenüber einer Laserbehandlung: Cremes sind problemlos in den Alltag integrierbar, deutlich günstiger als Lasertherapien und auch wesentlich schonender für die Haut. Der größte Vorteil einer Cremebehandlung: Der Dermatologe kann die Inhalts- und Wirkstoffe individuell auf Dich und Deine Haut abstimmen und sie regelmäßig an das Stadium der Akne anpassen. Leider ist Akne nicht vollständig heilbar und es können auch nach einer erfolgreichen Behandlung immer wieder Hautunreinheiten entstehen. Durch einen Dermatologen ist es möglich die Wirkstoff-Dosierung der Cremes (oder Gele) mit der Zeit so anzupassen, dass sie für eine langfristige Erhaltungstherapie geeignet ist. Besteht eine stark entzündliche Akne, ist das sogar eine Kontraindikation für eine Lasertherapie, da sich durch die Verletzungen, die durch eine Laserbehandlung entstehen, Entzündungen weiter ausbreiten können. 

Sollte die Behandlung mit Cremes bei schwerer Akne nicht ausreichen, kann Dir der Dermatologe ergänzend Antibiotika- oder Isotretinoin-Tabletten verschreiben. 

Wirksame Aknebehandlung durch einen ganzheitlichen Ansatz

Wir sind davon überzeugt, dass die Behandlung von Akne am besten gelingt, wenn Du einen möglichst ganzheitlichen Ansatz verfolgst. Neben der dermatologischen Behandlung gehört dazu auch, die Hautpflege, den Lebensstil und die Ernährung an die Akne anzupassen. Folgende Maßnahmen können deshalb dabei helfen, der Akne effektiv entgegenzuwirken: 

  • Verzichte auf ölige und fettige Speise, Halbfettmilchprodukte und Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index (= Lebensmittel, die den Blutzucker schnell ansteigen lassen). Dazu gehören beispielsweise Trauben- und Maiszucker, aber auch Cornflakes oder Bananen.
  • Verwende nur Kosmetik- und Pflegeprodukte, die keine komedogenen (Poren verstopfende) Inhaltsstoffe (z. B. Paraffinöl, Kokosöl), keine schädlichen Alkohole (z. B. Ethanol) und keine Duftstoffe beinhalten.
  • Achte bei den Pflegemitteln darauf, dass sie einen möglichst niedrigen pH-Wert (pH 5 - 5,5) haben und möglichst nur dermatologisch getestete Inhaltsstoffe (z. B. Aloe Vera, Zink) aufweisen.
  • Verzichte auf Zigaretten und Alkohol.
  • Verwende nur frische Handtücher, um zu verhindern, dass die Haut mit zusätzlichen Bakterien in Berührung kommt.
  • Versuche, Sport zu treiben, der Deinen Kreislauf anregt und somit die Sauerstoffzufuhr zu Deiner Haut erhöht

Wann kommen Laserbehandlungen bei Akne zum Einsatz?

Eine wichtigere Rolle spielt die Lasertherapie bei der Nachbehandlung von Aknenarben und Pickelmalen. Vor allem bei schwerer Akne können Narben zurückbleiben, wenn die Symptome nicht richtig verheilen. Oft sind es aber auch falsche Behandlungsmethoden oder das Ausdrücken von Pickeln, wodurch eine Narbenbildung entstehen kann. Aknenarben lassen sich zwar nur in seltenen Fällen vollständig entfernen, es gibt jedoch eine Reihe unterschiedlicher Methoden, die zu einer Abschwächung führen und so dafür sorgen, dass sich das Narbengewebe weniger stark vom Hautbild absetzt. Neben Methoden wie der Microdermabrasion, Fruchtsäurepeelings und Kortisonbehandlungen sind dabei auch Lasertherapien eine Möglichkeit. Ziel ist es dabei, mit dem Laser überschüssiges Narbengewebe abzutragen und die Bildung von neuem, gesunden Bindegewebe anzuregen. Wichtig: Aknenarben lassen sich nicht einfach “weglasern”. Eine Behandlung erfordert häufig viel Geduld, Ausdauer sowie Geld und die Ergebnisse sind nicht immer zufriedenstellend. 

Außerdem sollten Laserbehandlungen ausschließlich von Spezialisten durchgeführt werden. Da sie nicht für jeden Hauttyp geeignet sind, solltest Du Dich frühzeitig von einem Dermatologen beraten lassen. Er kann Dich eingehend über die Risiken informieren und Dir einen Überblick über die Erfolgsaussichten sowie mögliche Alternativbehandlungen geben. 

Wie funktioniert die Behandlung von Aknenarben mit Lasern?

Für die Narbenbehandlung werden heutzutage vor allem sogenannte fraktionierte (= unterteilte) Kohlendioxidlaser (CO2-Laser / auch Fraxellaser genannt) genutzt. Bei dieser Art der Lasertherapie werden die Hautschichten nicht flächig abgetragen, sondern der Laser setzt viele kleine Stiche in die Haut, die sich in etwa mit Nadelstichen vergleichen lassen. Diese kleinen Löcher werden vom Körper dennoch als flächige Wunde wahrgenommen, wodurch die Neubildung von Kollagen und Elastin angeregt wird. Das Ergebnis: Die Haut erneuert sich an diesen Stellen und wird straffer. Zwar können Aknenarben auch mit Lasern nur selten vollständig beseitigt werden, nach mehreren Behandlungen fügen sie sich aber in vielen Fällen besser in das Hautbild ein. Ein Vorteil der Therapie mit dem fraktionierten CO2-Laser: Die Behandlung ist sowohl bei vertieften Narben (atrophen Narben) als auch bei nach außen gewölbten Narben (hypertrophe Narben) wirksam. 

Die Behandlung beim Spezialisten dauert je nach Art der Narbe und der Körperstelle zwischen 10 und 60 Minuten. Das Gewebe erneuert sich anschließend innerhalb von 4 - 8 Wochen. Der Heilungsprozess der Haut ist aber in den meisten Fällen nach ca. 10 Tagen abgeschlossen. Für ein gutes Ergebnis sind häufig mehrere Sitzungen nötig. Auch wenn einige der Anbieter einen Abstand von 4 Wochen zwischen den Behandlungen ansetzen, raten Experten dazu, bis zu 6 Monate vergehen zu lassen. Der Grund: Das Gewebe kann sich nach einer Laserbehandlung auch noch wesentlich später verändern. 

Welche Nebenwirkungen treten bei einer Lasertherapie auf?

Die Behandlung mit fraktionierten CO2-Lasern ist wesentlich weniger schmerzintensiv als es die frühere Behandlung mit herkömmlichen CO2-Lasern war. Während lange Zeit eine Vollnarkose für die Behandlung nötig war, wird heutzutage nur noch eine lokale Betäubungscreme aufgetragen. Dadurch spüren die meisten Patienten während der Laserbehandlung nur noch ein leichtes Brennen. 

Nach der Behandlung können zunächst Rötungen und leichte Schwellungen zurückbleiben. Die Erfahrungen vieler Patienten haben gezeigt, dass diese im Normalfall aber bereits nach einigen Tagen zurückgehen. In den Sommermonaten sollte man auf eine Lasertherapie verzichten, da andernfalls ein höheres Risiko für die Entstehung von Hyperpigmentierungen besteht. 

Aknenarben: Was muss ich bei einer Laserbehandlung beachten?

Die Nachbehandlung von Aknenarben sollte immer erst beginnen, wenn die Aknesymptome vollständig abgeklungen sind. Bereits 6 Wochen vor der Laserbehandlung solltest Du Deine Haut keinem direkten Sonnenlicht (besonders keiner Solariumstrahlung!) aussetzen und jederzeit einen Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von LSF 50 oder höher auftragen. Nach der Behandlung gilt ebenfalls ein Zeitraum von 6 Wochen, in dem Du Dich vollständig aus der Sonne fernhalten solltest. Als Zeitraum für die Laserbehandlung empfehlen sich deshalb die Wintermonate.

Laserbehandlung gegen Aknenarben: Welche Kosten entstehen?

Eine Laserbehandlung mit mehreren Sitzungen kann teuer werden (ca. 50 - 300 € / Sitzung) und die Krankenkasse übernimmt die Kosten der Behandlung häufig nur, wenn die Narben zu nachweislichen Einschränkungen im alltäglichen Leben führen. Geht es rein um den kosmetischen Aspekt, der besonders aus psychischer Sicht für viele Aknepatienten wichtig ist, beteiligen sich gesetzliche Krankenkassen nicht an den Kosten. Private Krankenkassen übernehmen in seltenen Fällen einen Teil der Kosten. 

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