Neurodermitis

Was hilft gegen Neurodermitis bei Kindern?

Neurodermitis ist die häufigste Hauterkrankung bei Kindern. In akuten Phasen treten dabei Symptome wie gerötete Hautstellen und starker Juckreiz auf. Wir zeigen, was Neurodermitis ist, wie sich die Symptome bei Kindern zeigen und wie die Hauterkrankung behandelt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem oder atopische Dermatitis bekannt, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung. Sie beeinflusst das Immunsystem und bringt die schützende Hautbarriere in ein Ungleichgewicht. Typische Symptome einer Neurodermitis sind trockene, gerötete Haut, Ekzeme und juckende Stellen. Der Krankheitsverlauf ist chronisch – symptomfreie Phasen wechseln sich dabei mit akuten Phasen ab.

Patient*innen berichten von unangenehmen Hautreaktionen beim Kontakt mit Umweltfaktoren, wie Wolle, Pflegestoffen oder Pollen. Es spielen aber auch andere Faktoren wie die Hautpflege und die psychische Verfassung eine Rolle für den Krankheitsverlauf. Oft treten die ersten Schübe schon im Kinder- und Säuglingsalter auf. Aber eine Ersterkrankung im Erwachsenenalter kann nicht ausgeschlossen werden. Insgesamt haben in Deutschland 2 - 3 % der Bevölkerung Neurodermitis.

 

Wie entsteht Neurodermitis bei Kindern?

Bis heute haben Wissenschaftler*innen keine eindeutige Ursache für die Entstehung von Neurodermitis ermittelt. Dennoch spricht vieles dafür, dass eine Kombination aus einer genetischen Veranlagung und Umweltfaktoren für die Erkrankung verantwortlich ist. 

Unsere Haut besteht aus mehreren Schichten, die alle dazu beitragen, den Körper vor Krankheitserregern und Schadstoffen aus unserer Umwelt zu schützen. Bei Neurodermitis-Patient*innen ist der Aufbau der Epidermis, also der obersten Hautschicht, gestört: Ihr Körper bildet nicht genug Eiweiße und Fette, um eine stabile Hautbarriere aufrechtzuerhalten. Vielen Neurodermitiker*innen fehlen auf der Haut außerdem wichtige Bakterienstämme, ohne die Krankheitserreger leichter in ihren Organismus eindringen können.

Das bedeutet, dass Allergene einerseits leichter in den Körper eindringen und Reaktionen verursachen können und dass andererseits Feuchtigkeit schneller aus der Haut entweicht.

Zusätzlich wurde bei Menschen mit Neurodermitis eine erhöhte Anfälligkeit für allergische Reaktionen festgestellt. Diese sogenannte Atopie tritt auch bei Erkrankungen wie Asthma oder allergischem Schnupfen in Erscheinung. Dabei antwortet das Immunsystem selbst auf harmlose Umweltfaktoren mit einer starken Abwehrreaktion. Sie verursacht auch den typischen Juckreiz und die erhöhte Anfälligkeit für Ekzeme.

In etwa 80 % aller Fälle steckt hinter der starken Reaktion des Immunsystems ein externer Auslöser: Neben den allgemein bekannten Allergenen (z. B. Pollen, Hausstaub oder Milben) können auch die falsche Hautpflege oder das Klima einen Neurodermitisschub verursachen. Welche Auslöser das genau sind, variiert allerdings von Patient*in zu Patient*in.

Gut zu wissen: Neurodermitis tritt häufig nicht durchgehend, sondern phasenweise auf. Eine milde, feuchtigkeitsspendende Pflegeroutine, Medikamente und ein achtsamer Lebensstil können dabei helfen, die symptomfreien Phasen so weit wie möglich zu verlängern.

Du willst Deine Neurodermitis in den Griff bekommen?

Trockene Haut und starker Juckreiz? Behandle Deine Neurodermitis mit FORMEL Skin! Wir stellen Dir anhand eines Haut-Fragebogens und Bildern Deiner Haut eine individuelle Pflegeroutine zusammen, die Dir hilft Deine Symptome zu lindern. Starte jetzt!

Die Symptome von Neurodermitis bei Kindern?

Die Hautstellen, auf denen bei Babys und Kleinkindern die typischen Symptome einer Neurodermitis auftauchen, unterscheiden sich meistens hinsichtlich der Körperteile, auf denen die Erscheinungen auftreten. 

Babys entwickeln sich die ersten Symptome in den meisten Fällen mit 2–3 Monaten. Dabei ist der Milchschorf – eine weiße Kruste auf der Kopfhaut – häufig das erste Indiz für eine Erkrankung. Dieser Milchschorf kann aber auch an den Armen und Beinen auftreten. Dabei ist die Haut sehr trocken, schuppig, gerötet und die Kinder leiden unter starkem Juckreiz. Gut zu wissen: Im Windelbereich bildet sich aufgrund der Feuchte in dieser Körperregion keine Neurodermitis.

Wenn die Kinder die Symptome erste zwischen dem zweiten Lebensjahr und der Pubertät ausbilden, sind sie oft in den Ellenbeugen, Kniekehlen oder am Nacken oder an den Händen aufgeprägt. Auch in den symptomfreien Phasen sind die Hautstellen trocken, rau, uneben, ledrig und verdickt.

 

Wie wirkt sich das Stillen auf Neurodermitis aus?

Das Stillen hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Neurodermitis der Mutter an der Brust, es hat auch einen Einfluss auf eine potenzielle Erkrankung des Kindes, insbesondere wenn eine genetische Voraussetzung für Neurodermitis aufgrund einer atopischen Vorerkrankung der Eltern vorliegt. 

Laut aktuellen Studien kann das Stillen die Kinder nicht vor einer Neurodermitiserkrankung komplett schützen, da Muttermilch jedoch eine Vielzahl an Antikörpern enthält, wird das gesamte Immunsystem der Kinder durch das Stillen gestärkt. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Babys, die länger als drei Monate gestillt wurden, eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit haben im Alter von 6 Jahren die typischen Ekzeme zu entwickeln. Zwar kann der Ausbruch von Neurodermitis bei Babys und Kindern nicht komplett ausgeschlossen werden, durch das Stillen werden sie jedoch vor längeren Schüben geschützt. 

Können Mütter aufgrund von Neurodermitis an den Brustwarzen und der Brust ihr Kind nicht stillen, ist es von besonderer Bedeutung, dass die Kinder stattdessen mit hypoallergenen Muttermilchersatzprodukten ernährt werden. In solchen Ersatzprodukten ist das Milcheiweiß bereits aufgespalten, wodurch das Risiko, dass die Babys eine Allergie entwickeln, gesenkt werden kann. 

Dein Weg zu gesunder Haut

1. Erzähle uns von Deiner Neurodermitis

2. Lade Fotos hoch

3. Ärzt*innen stellen Deine Therapie zusammen

4. Lieferung zu Dir nach Hause

5. Monatliche Kontrolle und Anpassung der Therapie

+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
+
Lerne unsere Behandlung kennen

und hol' Dir Deine individuelle Formel.

Wie kann Neurodermitis bei Kindern behandelt werden?

Die Behandlung von Neurodermitis bei Kindern ähnelt zu großen Teilen der Behandlung von erwachsenen Patient*innen. Die zwei wichtigsten Säulen bilden dabei immer eine angepasste Hautpflege, die Vermeidung von reizenden Umweltfaktoren und eine Behandlung mit medizinischen Wirkstoffen.

 

Die Basispflege bei Kindern mit Neurodermitis

Das Wichtigste bei der Behandlung von Neurodermitis bei Kindern ist die Hautpflege. Da die Schutzfunktion der Hautbarriere eingeschränkt ist, muss die Haut von Patient*innen mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt werden, da ihre Haut viel Feuchtigkeit verliert. Kinder sollten weder häufig noch lange baden. Des Weiteren sollte das Wasser nicht zu heiß sein, da auch heiße Temperaturen die Haut weiter austrocknen kann. Wichtig: Um eine mechanische Hautreizung zu vermeiden, sollte die Haut nur trocken getupft und nicht trocken gerubbelt werden.

Besonders wichtig sind bei der Hautpflege die verwendeten Pflegestoffe. Für Kinder sollten Wirkstoffe gewählt werden, die die Haut vor dem Austrocknen schützen, sie geschmeidig halten und gleichzeitig den Juckreiz lindern. Es bieten sich dabei Stoffe wie Panthenol, Harnstoff oder Glycerin an, die auf natürliche Art und Weise im Körper vorkommen und keine Reizungen auslösen. Bei der Auswahl der Produkte muss auch darauf geachtet werden, dass keine reizenden Duft- und Konservierungsstoffe enthalten sind. Solche Stoffe können die Symptome verschlimmern oder sogar einen der typischen Schübe auslösen. 

Um auf Nummer sicher zu gehen, solltest du die Basispflege und die verwendeten Produkte immer mit einer/m Ärzt*in absprechen.

 

Vermeidung von Triggerfaktoren

Die geschwächte Hautbarriere ist auch der Grund, warum die Haut von kleinen Patient*innen und Kindern empfindlich auf Umweltreize reagiert. Auf welche Stoffe und Reize ein Kind genau reagiert, ist individuell sehr unterschiedlich.  Zu den Triggerfaktoren, die oft zu Hautreizungen bei Patient*innen führen, zählen jedoch:

  • Wetterextreme (Hitze, Kälte, trockene Luft)
  • Irritierende Pflegestoffe 
  • Verschmutzte Luft
  • Reizende Reinigungsmittel
  • Stress
  • Kleidung (z. B. aus Wolle)

 

Medizinische Behandlung gegen Neurodermitis bei Kindern

Wenn es zu einem akuten Schub kommt, reicht die Behandlung mit fetthaltigen Cremes und die Vermeidung von Umweltreizen nicht mehr. Ein/e Hautärzt*in wird dem Kind medizinische Wirkstoffe zur Behandlung der Symptome verschreiben. 

Besonders häufig werden dabei Wirkstoffe aus der Gruppe der Glukokortikoide eingesetzt. Umgangssprachlich werden diese Stoffe auch Cortison genannt, da Cortison der bekannteste Vertreter der Wirkstoffgruppe ist. Cremes aus der Apotheke – rezeptfrei oder verschreibungspflichtig – werden eingesetzt, da sie zuverlässig Ekzeme und andere Entzündungen abschwächen und dadurch auch den Juckreiz eindämmen können. Es gibt sie in verschiedenen Dosierungen und Wirkstoffzusammensetzungen. Für die Behandlung von Kindern werden in der Regel Präparate genutzt, die recht niedrig dosiert sind. Beim richtigen Einsatz ist auch die Gefahr der typischen, bekannten Nebenwirkungen, wie eine Ausdünnung der Haut, recht gering. 

Für die Behandlung von Neurodermitis gibt es zwar auch andere Medikamente, wie die Calcineurin-Inhibitoren. Solche Mittel sind aber für den Einsatz bei Kindern nicht geeignet. Ärzt*innen fokussieren sich bei der Behandlung eher auf die Basispflege und den Einsatz von Cortison-Cremes. 

Deine Pflegeroutine gegen Neurodermitis

Mit der personalisierten Behandlung von FORMEL Skin wollen wir Dir eine wirksame Routine gegen Neurodermitis bieten. Dafür erhältst Du von uns einen individuellen Behandlungsplan und Produkte mit Wirkstoffen, die perfekt zu Deiner Haut passen.

 

  • FORMEL mit aktiven Wirkstoffen gegen Neurodermitis und akute Symptome
  • BASISPFLEGE für die Stärkung der Hautbarriere mit pflegenden Wirkstoffen
  • SANFTE REINIGUNG für weniger Feuchtigkeitsverlust beim Waschen

Weitere Informationen

Erhalte relevante Inhalte rund ums Thema Haut

Sicherer Einkauf
trusted shop
SEHR GUT
4.82/5.00
Käuferschutz
HautratgeberThemen
Sicherer Einkauf
trusted shop
SEHR GUT
4.82/5.00
Käuferschutz