Akne

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Was hilft bei Akne am Kinn?

Ob kleine, dicke oder unterirdische Pickel – der Kinnbereich ist oft besonders stark von Akne betroffen. Hier erfährst Du, wie die Entstehung der Pickel mit Hormonen zusammenhängt und wie Pickel am Kinn effektiv behandelt werden können.

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Welche Symptome entstehen bei Akne am Kinn?

Bei Akne am Kinn können je nach Schweregrad alle Symptome auftreten, die man von gewöhnlicher Akne (Akne vulgaris) kennt. Während bei einer leichten Ausprägung lediglich einzelne Mitesser entstehen, kommen bei der mittelschweren Form erste entzündliche Symptome wie (unterirdische) Pickel und Knoten hinzu. In extremeren Fällen kommt es bei schwerer bzw. starker Akne am Kinn zu Fistel-Gängen und Abszessen. 

Viele Patienten haben bei Akne am Kinn mit Pickeln unter der Haut zu kämpfen. Diese unterirdischen Pickel liegen in tieferen Hautschichten und haben deshalb keinen ausreichenden Platz, um sich auszudehnen. Dadurch entstehen oft stärkere Schmerzen als durch gewöhnliche Pickeln und es kann zu einem Spannungsgefühl im Gesicht kommen. 

Symptome bei Akne im Kinnbereich:

  • Fettige Haut
  • Komedonen (Mitesser) – weiße oder schwarze Punkte, die durch verstopfte Talgdrüsen (Hautfettdrüsen) entstehen
  • Pusteln – mit Eiter gefüllte Hohlräume, die umgangssprachlich auch Pickel genannt werden
  • Papeln (Knötchen) – kleinere tastbare Hautveränderungen (< 1 cm), die unterschiedliche Farben und Härtegrade haben können
  • Knoten – Gewebeveränderungen (> 1 cm)
  • Fisteln – Verbindungsgänge zwischen der Haut und anderen Organen
  • Abszesse – geschlossene Eiterbeulen

Welche Ursachen haben Akne und Pickel am Kinn?

Egal ob Mann oder Frau – Pickel am Kinn sind in vielen Fällen auf hormonelle Faktoren zurückzuführen. Konkret: Schwankungen im Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Geschlechtshormonen. Eine Überproduktion an männlichen Geschlechtshormonen (Androgene) führt dazu, dass gleichermaßen die Produktion von Hautfett (Talg) und Hornmaterial angeregt wird. Da so die Ausflussgänge verengt werden, über die der Talg normalerweise aus der Haut austritt, kommt es zu Verstopfungen und es entstehen die kleinen geschlossenen Mitesser, die bereits bei leichten Akneformen sichtbar werden. Das Problem: Wenn sich die Haut an den betroffenen Stellen öffnet und Bakterien in Kontakt mit den offenen Mitessern kommen, können Entzündungen entstehen. Da der Kinnbereich mit zur T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) des Gesichts gehört, befinden sich dort besonders viele Talgdrüsen und es ist besonders anfällig für die Entstehung von Pickeln und anderen Aknesymptomen. 

Während die erhöhte Androgen-Produktion in der Pubertät vor allem bei Männern zu stärkerer Akne führt, gibt es für Frauen im Erwachsenenalter durch Faktoren wie eine Schwangerschaft, das Absetzen der Anti-Baby-Pille oder die Periode mehrere Ursachen, die eine hormonelle Akne oder Erwachsenenakne (Akne tarda) auslösen können. 

Nicht-hormonelle Ursachen für Pickel am Kinn

Beim Zusammenhang von Akne und Ernährung heißt es oft, dass Akne eine Stoffwechselstörung (z. B. Diabetes mellitus) zugrunde liegen kann. Dabei zeigen verschiedene Studien, dass bereits bestimmte Lebensmittel einen Einfluss auf das Hautbild haben können. Nahrungsmittel wie weißer Reis, (Trauben-)Zucker, Salzgebäck oder süße Getränke haben einen sehr hohen glykämischen Index. Das bedeutet, dass sie den Insulinspiegel im Körper schnell ansteigen lassen. Da der Insulinspiegel direkten Einfluss auf die Talgproduktion hat, können vor allem kurzkettige Kohlenhydrate Akne auslösen oder verstärken. Einen ähnlichen Einfluss auf die Talgproduktion haben auch Halbfettmilchprodukte. Da jede Haut unterschiedlich ist, solltest Du am besten selbst testen, welche Lebensmittel sich tatsächlich auf Deine Akne auswirken.

Nicht-hormonelle Ursachen für Pickel am Kinn: 

  • Ernährung (z. B. Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index)
  • Stress (Stresshormon Cortisol fördert die Talgproduktion)
  • Textilien (z. B. ungewaschene Handtücher)
  • Fettige Pflege- und Sonnencremes
  • Hautreizungen durch Rasur

Wie kann ich Akne am Kinn loswerden?

Akne am Kinn wird am besten mit einem ganzheitlichen Ansatz behandelt. Neben einer Behandlung mit klinisch geprüften Wirkstoffen gehört dazu auch die richtige Pflege und die Anpassung Deines Lebensstils sowie Deiner Ernährung. 

Was kann ich selbst gegen Pickel am Kinn tun?

Der wichtigste Punkt, um die lästigen Pickel am Kinn loszuwerden: Finger weg! Gerade am Kinn neigt man schnell dazu, die Aknesymptome unbedacht zu berühren. So gelangen jedoch immer mehr Bakterien in die Wunden, was zwangsläufig zu größeren Entzündungen führt. Besonders bei unterirdischen Pickeln am Kinn ist es wichtig, die Hände fernzuhalten. Wer hier herumdrückt, riskiert schwerwiegende Entzündungen.

Reinigung und Pflege: Was hilft dabei, die Pickel am Kinn loszuwerden?

Sollten bei Dir lediglich einige Mitesser oder vereinzelte Pickeln am Kinn auftreten, kann die richtige Reinigung und Pflege einen großen Unterschied machen. Bei der Auswahl der richtigen Produkte und Wirkstoffe sollte Dir im besten Fall ein Dermatologe helfen. Grundsätzlich ist es aber wichtig, dass Du auf folgende Faktoren achtest:

  • Keine Duftstoffe
  • Keine Inhaltsstoffe, die Poren verstopfend (komedogen) wirken (z. B. Olivenöl, Kokosöl, Oleth-3, Acetylated Lanolin Alcohol, Isopropyl Myristate)
  • Dermatologisch geprüfte Inhaltsstoffe (z. B. Avena Sativa Extrakte, Aloe Vera, Panthenol)
  • Keine schädlichen Alkohole (z. B. Isopropyl Alcohol, Phenetyl Alcohol, Methanol)
  • Niedriger pH-Wert

Nach der Reinigung solltest Du das Kinn immer mit einem frischen Handtuch abtupfen. Wenn Du zusätzlich eine Feuchtigkeitscreme verwenden willst, solltest Du darauf achten, dass diese nicht fettend und nicht komedogen ist. Ergänzend können auch Peelings oder eine wöchentliche Salicylsäure-Anwendung sinnvoll sein. Ähnlich wie vor der Verwendung von Hausmitteln solltest Du Dich auch hier rechtzeitig von einem Dermatologen beraten lassen. 

Homöopathie stellt bei der Behandlung von Akne am Kinn keine gute Alternative dar, da homöopathische Präparate keine anti-bakterielle Wirkung haben und deshalb den Aknebakterien (Propionibacterium acnes) nicht effektiv entgegenwirken können. 

Wie wird Akne am Kinn vom Dermatologen behandelt?

Auch wenn die genaue Behandlung immer vom Schweregrad der Akne abhängig ist, reicht in den meisten Fällen eine Therapie mit Cremes oder Gels aus, um den Pickeln am Kinn effektiv entgegenzuwirken. Die richtige Kombination an Wirkstoffen hilft unter anderem dabei, Entzündungen zu stoppen, Mitesser aufzulösen und die Ansiedlung von Bakterien zu bekämpfen. In den meisten Fällen kommen dabei folgende Medikamente zum Einsatz: 

  • Azelainsäure
  • Antibiotika (u. a. Clindamycin)
  • Retinoide (Vitamin-A-Derivate)
  • Benzoylperoxid (BPO)

Ein „bestes” Medikament für die Behandlung von Akne am Kinn gibt es jedoch nicht: Für eine wirksame Akne-Behandlung müssen die Wirkstoffe und die Konzentration  mit der Zeit immer wieder an die Entwicklung der Akne und das Stadium der Haut angepasst werden. In seltenen Fällen kann die äußerliche (topische) Behandlung keine ausreichende Wirkung zeigen. Dann kann durch Medikamente in Tabletten- oder Kapselform zusätzlich innerlich (systemisch) therapiert werden. Dabei kommen neben dem Retinoid Isotretinoin häufig die Antibiotika Minocyclin und Doxycyclin zum Einsatz. Da eine Tablettenbehandlung jedoch oftmals mit höheren Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein kann, raten wir dazu, in jedem Fall zunächst eine Cremebehandlung zu versuchen.

Da Akne leider nicht vollständig heilbar ist, geht die Behandlung zudem oftmals in eine Erhaltungstherapie mit niedriger Wirkstoffdosierung über, sobald die Symptome sichtbar reduziert wurden. 

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